Neue alte "Über mich"-Seite

Die einen lieben sie, die anderen hassen sie: Die "Über mich"-Seiten in Blogs. Ich finde, es gehört dazu, schließlich möchte ich wissen, was für eine Person hinter den Texten steckt. Daher nun ein paar aktualisierte oberflächliche Betrachtungen zu meiner Person auf der Seite, die eigentlich mal erklären sollte, wie ein Blog funktioniert. Dazu ein frischer Untertitel und eine neue Tag Cloud. Tag Cloud? Genau, der riesige Haufen Schlagworte unten, der nun nach statistischen Prinzipien potenziell interessante Schlagworte in immer neuen Zusammenstellungen anzeigt. Falls ihr euch fragt, was in den anderen 950 Posts steckt, ist das die richtige Anlaufstelle. 100 davon zum Beispiel behandeln ein Thema rund um Musik. Wer hätte das gedacht!



Musik-Neuentdeckungen 1/2014

Wie jeden Monat stelle ich hier die Lieder vor, die ich neu entdeckt habe - weil ich sie zu schätzen gelernt habe, weil sie nach langer Zeit wieder aufgetaucht sind oder weil sie einfach neu sind. Radio, Konzerte, Festivals und Empfehlungen von Freunden und Bloggern bringen immer wieder frischen Wind in meine Sammlung und die hier ausgewählten Titel, oft auch andere Titel der Band, möchte ich als Empfehlung an euch weitergeben. Aufgrund der schwierigen Lage in Deutschland gibt es meistens keine Links, aber über Google, Spotify & Co findet sich alles.

  • Four Tet - Sing (Floating Points Remix)
    Official Tate Best of British
  • The Black Keys - Gold on the Ceiling
    Dreckiger, bluesiger Rocksound. Perfekt zu den Instrumenten passende Stimme. Kein Wunder, dass die von Platte zu Platte erfolgreicher werden.
  • Flyleaf - All around me
    Wow. Es wäre gewöhnlicher Poprock, wenn da nicht so viele Emotionen drin wären!
  • Grinderman - Palaces of Montezuma
    Ziemlich schmandiges Zeug. Keine Ahnung, wo ich das ausgegraben haben. Aber auf irgendne Art gefällt's mir.


Dunkel wie die Nacht

Da steht man mit dem Handy in der Hand im Wohnzimmer und bekommt gleich Besuch und plötzlich ist außer dem Handy alles aus. Bei den Nachbarn poltert es, in den Fenster tauchen langsam Kerzen und Taschenlampen auf. Die Erwachsenen fluchen, die Kinder freuen sich. Stromausfall in der gesamten Straße bis runter zur Querstraße. Das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen.

Wegen Stromausfalls unbeleuchtete Straße

20 Minuten später hatte ich gerade noch an der Haustür mit der Taschenlampe geleuchtet, um das Schlüsselloch zu finden, als ich die Wohnung aufmachte und alles wieder lief als wäre nie was gewesen. Nur der Gefrierschrank beschwerte sich über die leicht gesunkene Temperatur.



Chemnitz III

Fix zu Hellweg.
Den Berg raufquälen.
Die Strecke ist doch länger als erwartet.
Der Baumarkt ist menschenverlassen, aber ich bekomme was ich brauche.
Den Berg runter rasen.
Eine alte Frau guckt mir entgegen.
Ihr Hund findet die Bushaltestelle interessanter.
Plötzlich läuft die alte Frau auf den Radweg. VORSICHT!
Panisch werden, weil keine Ausweichmöglichkeit da ist (der Hund! die Leine! der Bordstein! die Autos!), soweit wie es geht nach links ziehen und bremsen, die alte Frau geht wieder ein paar Schritte zurück, die neuen Bremsbeläge tun ihre Wirkung, der Berg ist zu Ende, rechts abbiegen, zuhause.

Raus aus der Stadt.
Über die kaputte Straße, dann über die Brücke.
Ein aufgeschreckter Fuchs flüchtet vor dem Scheinwerferlicht.
Der massigen Krone eines vom Sturm entwurzelten Baumes ausweichen.
Die für diesen Fall eingerichtete Radwegumleitung merken, falls man sie mal braucht.
Am Fluss entlang, am Kraftwerk vorbei, eine Straße kreuzen, ein weites Feld.
Durch die Schranke, dem Sicherheitsdienst freundlich zuwinken.
Mit dem Rad vorbei an den LKW, vorbei am Zoll.
Nacht am Stadtrand.



Chemnitz II

Ich geb's zu: Die ersten Wochen in Chemnitz habe ich die Augen bewusst offen gehalten, um DDR-Klischee-Bestätigungen und Unterschiede zum Westen zu finden. Spoiler: Man muss sich schon sehr Mühe geben, um was zu finden.

Der "Edeka Aktiv-Markt" um die Ecke ist ein getarnter Rewe. Der Besitzer räumt schon die Wursttheke leer, bittet mich aber herein, als ich zögere; ich komme mir trotzdem so vor, als wäre ich unerwünscht. Tatsächlich stimmen die Ladenöffnungszeiten nicht mit denen aus dem Internet überein. Für die Einkaufswagen braucht man keine Münze. Die Gestalten draußen lassen den Laden auch eher wie einen getarnten Drogenumschlagpunkt wirken. Der Verkäufer fragt immer wieder mal etwas nervös, ob ich alles finde, was ich brauche.

Bei Lidl ist die Kasse unbesetzt. Nach einem Moment kommt jemand und kassiert. Als ich das kurz anspreche, werde ich auf die zahlreichen Kameras hingewiesen.

Kameras vermuten manche alteingesessene Bewohner der Stadt auch in und an den mit Brettern vernagelten Gebäuden. Manche beschweren sich über gestiegene Mietpreise, beruhigen sich aber wieder, wenn sie sich daran erinnern, dass es früher dafür auch kein fließend Warmwasser gab. Meine Nachbarn beschweren sich auch über zu hohe Nebenkosten, lassen aber den Schlüssel in der Wohnungstür von außen stecken.



Chemnitz I

Bei meinem ersten Besuch in Chemnitz war ich auf Wohnungssuche und habe vor allem Makler getroffen, die auf viele verschiedene Weisen nervtötend waren. Zum Glück sind die Makler aber nicht repräsentativ für die Stadt.

Gablenz, Mittwochabend. Unterwegs auf der Suche nach einem Imbiss. Nach ein paar Kilometern entdecke ich eine offenstehende Tür einer Pizzeria. Ich gucke hinein, anscheinend ist schon geschlossen, aber der Besitzer winkt mich herein. Ich bestelle, er macht fix nochmal Pizzateig. Man kann nicht mit Karte zahlen, ich hole Bargeld. Der Chef ist immer noch hinten, sein Kollege hängt wortlos vorne bei mir rum. Irgendwann kommt ein unangenehm wirkender Typ herein, der aber Stammgast zu sein scheint. Der Chef weiß, was er will, holt ein Bier und macht nochmal Teig. Meine Pizza ist ohne Peperoni, kostet aber mehr als wenn welche drauf gewesen wären.

In Herne haben freie Imbissbuden auch manchmal ihre Preise je nach Kunde und Tageszeit gewürfelt. Manchmal verschwand der Besitzer ein paar Tage später spurlos.



385 Tage

Das Projekt 55 in 777, angelehnt an das Day Zero Project, soll über einen großen Zeitraum kleine und große Erfolge sichtbar machen. Dafür habe ich eine Liste mit 55 großen und kleinen messbaren Dingen erstellt und verfolge diese nun 777 Tage lang. So sah diese Liste am Anfang aus.

Gesamtstand: 9/48
Letzter Tag: 20. Februar 2015

Sport / Ernährung

  1. 100 Liegestützen schaffen (?/100)
  2. 200 Sit-Ups schaffen (37/200)
  3. :check: 500 Kilometer mit dem Fahrrad zurück legen (514/500)
    Greifbare Ziele stecken war ein wichtiger Aspekt dieser Liste. Größere Fahrradtouren waren nicht geplant, stattdessen wollte ich regelmäßiger fahren. Klappt und macht Spaß!
  4. 2 Wochen vegan leben (0/2)
  5. 10 Gerichte aus 10 verschiedenen Ländern kochen (2/10)
    Pizza nach italienischer Art (die tatsächlich anders ist als die deutsche); Tofu nach vietnamesischem Rezept.
  6. Zu Weihnachten mindestens 10x backen (5/10)
    Na, das kann man gelten lassen, wenn man es auf beide Jahre rechnet.
  7. Marmelade selber machen
  8. Pudding selber machen

Digital

  1. Alle 77 Tage ein Update dieser Liste posten (5/10)
  2. 100 Artikel schreiben, die nicht Teil einer Serie sind (71/100)
  3. Mein gesammeltes Videomaterial von TEN SING zusammenschneiden (0/3)
  4. :check: 15 Beiträge zu Habari leisten (veröffentlichte Plugins oder Themes oder Core-Bugfixes) (17/15)
    googleauth, githubauth, socialadmin, oembed_content, enhancedpostnav, Fix für #353, #488, #494, #565, #560, #570, #526, #558, #563, #569, #574, #568
  5. Eine Woche offline gehen (0/7)
  6. 1000 Posts erreichen (945/1000)

Foto / Musik

  1. Portfolio mit min. 20 Fotos pro Kategorie füllen (24/60)
  2. 100 Songs am Schlagzeug vollständig spielen können (31/100)
  3. 50 Songs am Bass spielen können (10/50)
  4. 10 Songs an der Gitarre spielen können (0/10)
  5. Weiterhin min. 1x im Jahr auf ein Konzert im Ausland gehen (1/2)
    2013 war ich bei Yeah Yeah Yeahs in Amsterdam, dieses Jahr geht es wahrscheinlich zu Blood Red Shoes nach Prag. hahahah
  6. Einen Film selber entwickeln
  7. Einen "Lost Place" besuchen
  8. Beide CD-Regale füllen (115/174)

Reisen

  1. :check: Beim Kirchentag in Hamburg dabei sein
  2. Beim Rothaarigentag in Breda dabei sein
  3. :check: Beim YMCA-Festival in Prag als Volunteer dabei sein
  4. Eine Interrail-Reise machen
  5. :check: In einem Nachtzug schlafen
  6. Eine Reise nur mit Couchsurfing bestreiten
  7. Eine Reise mit mindestens einer Übernachtung nur mit dem Fahrrad bestreiten
  8. Eine Deutschland-Rundreise machen
  9. Nochmal nach Brighton reisen
  10. Beim Kirchentag in Stuttgart dabei sein

Freizeit allgemein

  1. :check: Erdbeeren pflücken gehen - war ich nicht mehr seit ich Kind war!
  2. :check: Geocachen gehen
  3. Die Herr der Ringe-Trilogie lesen (0/3)
  4. 5 Bildungslücken bei Filmen schließen (3/5)
    Gesehen: Die fabelhafte Welt der Amélie, Pulp Fiction, Täglich grüßt das Murmeltier
  5. 5 Träume aufschreiben (3/5)
  6. An einer Demo teilnehmen

Bildung

  1. Jede Woche einen zufälligen Wikipedia-Artikel lesen (0/111)
  2. Jeden Monat einen zufälligen englischen Wikipedia-Artikel lesen (0/26)
  3. Grundkenntnisse in einer vierten Sprache erwerben (0/3 - A1, A2, B1)
  4. Begrüßung und Verabschiedung in 10 Fremdsprachen lernen (4/10)

Organisation

  1. Regelmäßig (wöchentlich) den Finanzplaner in Ordnung bringen (55/111)
  2. Weihnachtsgeschenke spätestens Nikolaus zusammen haben (0/2)
    2013 war ich erst an Heiligabend fertig. War entsprechend stressig, aber stellenweise auch sehr lustig. Trotzdem: Mission verfehlt!
  3. Jahresrückblick spätestens am 28.12. fertig haben (1/2)
  4. :check: Keller aufräumen

Menschen

  1. :check: Nachbarn ansprechen (1/7) (6/6)
    Aus Dortmund bin ich weg, aber am neuen Wohnort kenne ich bereits alle. hahahah
  2. Alle TEN SING-Gruppen im Westbund besuchen (12/34)


Evolution-Ordner aufräumen

Evolution könnte so ein schöner Mailclient für Linux-User sein, hätte es nicht die Angewohnheit, Mails zu zerfleddern, irgendwo hin zu schieben, wenn man es will, sie aber nicht zu verschieben, sondern bloß zu markieren, mysteriöse Ordner anzulegen...

Damit ist jetzt Schluss. Zu den beiden Einstellungen, die ich schon länger verwende, kamen nun in einer der letzten Versionen noch zwei neue Einstellungen, so dass man nun endlich seine Mails beisammen halten kann: Die virtuellen "Junk"- und "Trash"-Folder lassen sich nun deaktivieren.

Ich gehe hier mal davon aus, dass E-Mails per IMAP abgerufen werden und keine Sonderkonfigurationen mit Mailserver auf dem lokalen Rechner o.ä. verwendet werden.

Dann gibt es nämlich nur zwei Probleme zu lösen:

  • Entwürfe und verschickte Mails landen in einem lokalen Ordner statt auf dem Server
  • Spam-Mails und gelöschte Mails werden nur markiert und dann in Evolution in einem separaten Ordner angezeigt, aber nicht wirklich in einen separaten Ordner verschoben.

Dadurch guckt man schnell in die Röhre, wenn man seine Mails mal nicht mit Evolution abruft.

Alle vier Mailarten können in den "Standardeinstellungen" in den jeweiligen Kontoeinstellungen ein passendes Ziel bekommen. Entwürfe und Verschickte Mails werden dort einfach in einen anderen Ordner gesteckt. Für Junk ("unerwünschte Mails") und gelöschte Mails aktiviert man jeweils die Option "realen Ordner verwenden" und wählt auch dann einen Ordner auf dem Server. Damit die Fake-Ordner anschließend verschwinden, ist ein Neustart von Evolution erforderlich. Das ist der ganze Zauber. Fragt sich nur, wieso es so lange gedauert hat, bis die letztere Option eingebaut wurde.

Ich habe diese vier Ordner dann unterhalb meiner Inbox gelegt, während die Ordner, die ich manuell verwende, parallel zur Inbox liegen. Das Konto "Auf diesem Rechner" kann nun deaktiviert werden. So gestaltet sich mein Evolution plötzlich wunderbar aufgeräumt.

evolution-einstellungen.png

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