Alle Artikel zu #musikneuentdeckungen


Musik-Neuentdeckungen 09/2018 + 10/2018 + 11/2018

Wie jeden Monat stelle ich hier die Lieder vor, die ich neu entdeckt habe - weil ich sie zu schätzen gelernt habe, weil sie nach langer Zeit wieder aufgetaucht sind oder weil sie einfach neu sind. Radio, Konzerte, Festivals und Empfehlungen von Freunden und Bloggern bringen immer wieder frischen Wind in meine Sammlung und die hier ausgewählten Titel, oft auch andere Titel der Band, möchte ich als Empfehlung an euch weitergeben. Aufgrund der schwierigen Lage in Deutschland gibt es meistens keine Links, aber über Google, Spotify & Co findet sich alles.

Lorde - Perfect Places
Lorde hatte ich bisher immer unter Radio-Pop abgestempelt und direkt ignoriert, vermutlich, weil ihre ersten Erfolgssongs auch nichts anderes für mich waren. Wieder aufmerksam wurde ich, als jemand in einem Artikel über Sigrid schrieb, niemand sonst hätte einen so ausgefallenen Tanzstil, außer vielleicht Lorde. Ungewöhnlich und selbstvergessen tanzende Menschen gewinnen ja direkt Sympathiepunkte bei mir! Und in der Tat ist der Vergleich nicht abwegig. So beschäftigte ich mich beim Suchen nach passenden Videos eben auch ein bisschen mit Lordes Musik und "Perfect Places" hat es mir durchaus angetan. Raue Vocals in den Strophen, chorale, glatte im Chorus, insgesamt ein schöner, melodischer, moderner, aber nicht überproduzierter Popsong.
Metric - Dressed To Suppress
Metric haben ein neues Album und wie es manchmal so ist, entwickelt sich meine Begeisterung dafür langsam, aber unaufhaltsam. "Dressed To Suppress" ist allerdings immer noch mein Liebling. Dieses simple Gitarrenriff, das so unglaublich fett klingt und wunderbar treibt, der Badass-Gesang, die Drums, die sich nie aufdrängen, aber keineswegs trivial sind, der Spannungsbogen... fantastisch.
Sofi Tukker - Batshit
Man kann wirklich nicht behaupten, dass dieser Song groß Niveau hätte, und ja, auch ich habe ihn aus einem Werbespot entdeckt. Wobei, eigentlich nicht - Sofi Tukker wurden in der Musikszene ja durchaus auch so ziemlich gehypet, und erst als ich nachschauen wollte, wieso, fiel mir auf, dass ich ja die Hälfte der Songs schonmal gehört hatte. "Batshit" ist dafür aber auch einfach unfassbar gut geeignet. Dieser Beat! Diese irre Bass-Stimme! Und dann diese unfassbare BADASS-Gitarre/Synthesizer. Mein Gott.
Let's Eat Grandma - Hot Pink
Let's Eat Grandma sind weder das, wonach sie aussehen, noch das, wonach sie klingen... bis der Drop kommt zumindest. Popmusik im Crossover mit reichlich Hip-Hop-Elementen, gelegentlichen Industrial-Sounds, die einzige Konstante die Verwendung von Synthesizern. Nichtmal Wikipedia weiß so richtig, wo man die junge Band hinstecken soll, versucht es mit Begriffen wie "Art Pop", aber diese Musik ist so weit weg von dem, was man als Pop kennt, dass das auch nicht recht passen mag. Wer frischen Wind in seinen Ohren braucht, sollte sich mal ein paar Songs von Let's Eat Grandma anhören.


Musik-Neuentdeckungen 07/2018 und 08/2018

Wie jeden Monat stelle ich hier die Lieder vor, die ich neu entdeckt habe - weil ich sie zu schätzen gelernt habe, weil sie nach langer Zeit wieder aufgetaucht sind oder weil sie einfach neu sind. Radio, Konzerte, Festivals und Empfehlungen von Freunden und Bloggern bringen immer wieder frischen Wind in meine Sammlung und die hier ausgewählten Titel, oft auch andere Titel der Band, möchte ich als Empfehlung an euch weitergeben. Aufgrund der schwierigen Lage in Deutschland gibt es meistens keine Links, aber über Google, Spotify & Co findet sich alles.

Da ich ein kleines Skript geschrieben habe, das aus meinen last.fm-Statistiken alle Songs raussucht, die ich neu entdeckt habe, werde ich mich hier zukünftig wieder etwas mehr auf die Hits beschränken - ein vollständigeres Logbuch erzeugt mir mein Computer nun automatisch. So kann ich also ruhigen Gewissens sagen: Alle Songs in diesem Blogpost treffen genau meinen Geschmack und werden von mir wärmstens empfohlen.

Fall Out Boy - My Songs Know What You Did In The Dark
Was für eine Hymne! 1a Rockmusik mit energetischem Chor. Muss man nicht beschreiben, muss man anhören.
Meute - The Man With The Red Face (Laurent Garnier Rework)
Es hat einen langen Titel, also muss es elektronische Musik sein (oder von Panic! At The Disco). Meute überarbeiten elektronische Musik anderer Künstler und nehmen sie mit echten Instrumenten, vor allem echten Bläsern, und in eigener Fassung neu auf. Das Ergebnis klingt nicht nur gut, es ist auch sehr tanzbar.
Sigrid - Strangers
Apropos tanzbar: Meine Entdeckung des Jahres! Was für ein Hammer-Popsong. Und was für eine Energie diese Frau ausstrahlt. Von Sigrid gibt es noch gar nicht so viele Veröffentlichungen, aber ich bin jetzt schon ein großer Fan. Sie beherrscht gleichzeitig die große Kunst der Popmusik, massenkompatible, tanzbare Songs zu erschaffen, die aus nahezu nichts bestehen, und schafft doch auch wunderbare Harmonien und großartigen, ungewöhnlichen Gesang. Außerdem gibt es zahlreiche Versionen ihrer Lieder - und ausnahmsweise gefallen sie mir sowohl akustisch als auch elektronisch. Erwähnte ich, dass sie obendrein unfassbar sympathisch und authentisch ist? Ich bin hin und weg.
Maximo Park - Our Velocity
Maximo Park gibt es schon ziemlich lange und da sie immer gehypet wurden, freute ich mich schon auf ihren Auftritt beim Highfield-Festival, bevor ich überhaupt wusste, was sie für Musik machen. Überraschung: Richtig gute! Indiemukke mit kräftig Synthesizer, total großartig.
Thunderpussy - Torpedo Love
Thunderpussy haben das Highfield am Samstag eröffnet und hey, sie waren eine der besten Bands an dem Tag. Einfach eine gute Rockband, der man eine Chance geben sollte.
Red Hot Chili Peppers - Dark Necessities
Ich liebe meine drei RHCP-Alben so sehr, dass ich glatt vergaß, dass sie ja noch mehr haben. The Getaway zum Beispiel, von dem dieser fantastische Song stammt. Stimmungsaufbauendes Intro, zack die Bassline knallt und melodischer Chorus. Mehr!


Musik-Neuentdeckungen 5/2018 und 6/2018

Normalerweise jeden Monat, diesmal gesammelt von Mai und Juni, stelle ich hier die Lieder vor, die ich neu entdeckt habe - weil ich sie zu schätzen gelernt habe, weil sie nach langer Zeit wieder aufgetaucht sind oder weil sie einfach neu sind. Radio, Konzerte, Festivals und Empfehlungen von Freunden und Bloggern bringen immer wieder frischen Wind in meine Sammlung und die hier ausgewählten Titel, oft auch andere Titel der Band, möchte ich als Empfehlung an euch weitergeben. Aufgrund der schwierigen Lage in Deutschland gibt es meistens keine Links, aber über Google, Spotify & Co findet sich alles.

Franz Ferdinand - Feel The Love Go
Franz Ferdinand haben in veränderter Besetzung ein neues Album veröffentlicht, da dessen erste, titelgebende Single "Always Ascending" mich aber nicht so angesprochen hat, blieb es lange ungehört. "Feel The Love Go" klingt aber sehr nach Franz Ferdinand, wie ich sie gewohnt bin, groovy-rockig, ein bisschen schräg und ein bisschen badass.
Leslie Clio - And I'm Leaving
Leslie Clio hatte ich, bevor ich Sing meinen Song schaute, kaum wahrgenommen. Ein Fehler! Was für eine Frau! Witzig, sympathisch, talentiert, aber auch hart an sich arbeitend, und was für eine Vielfalt! Von ihren Covern bei Sing meinen Song bin ich tatsächlich noch ein bisschen mehr beeindruckt als von ihrer eigenen Musik, da sie auf den Alben dann natürlich doch einigermaßen einen Stil verfolgt, aber selbst da überrascht sie gelegentlich. "And I'm Leaving" ist mein Lieblingssong von ihrer aktuellen Scheibe "Purple", ein fetziger, leichtfüßiger Song mit Fuck You-Attitude. den Rest des Albums kann ich auch sehr empfehlen.
Riot Child - Never Enough
Und während Leslie Clio ja doch bereits recht bekannt ist, sind die beiden Schwedinnen, die Riot Child formen, erst unten auf einem aufsteigenden Ast. Als Vorband für Icon For Hire waren sie eine großartige Wahl und jeder, der auf moderne Musik steht, sollte sich die beiden mal anhören. Fetter Sound, Rap- und Rock-Einflüsse, Anleihen aus dem Hip-Hop und reichlich Punk-Attitüde. Außerdem: Frauen am Schlagzeug! Fantastisch. Für mehr Groove Dogs Of War anhören, für mehr Badass-Pop Liar und im Idealfall direkt bei ihrer ersten Europa-Tour live anschauen.
Judith Holofernes - Oder an die Freude
Judith Holofernes ist mir als altem Wir sind Helden-Fan natürlich ein Begriff, aber die Anfänge ihrer (erneuten) Solokarriere hatten mich nicht so mitgerissen. Allerdings hat sie nun ein ganz wundervolles neues Album, das auch mich anspricht. Bekanntermaßen kann ich ja nicht so gut mit Musik, die vor allem vom Text lebt, aber auch musikalisch macht die neue Scheibe Spaß und besonders schön finde ich "Oder an die Freude".
Courtney Barnett - City Looks Pretty
Ladyhawke ohne Synthesizer. Hilft niemandem, der Ladyhawke nicht kennt, ist aber das treffendste, was mir einfällt. Hört beide.


Musik-Neuentdeckungen 02/2018 & 03/2018

Wie jeden Monat stelle ich hier die Lieder vor, die ich neu entdeckt habe - weil ich sie zu schätzen gelernt habe, weil sie nach langer Zeit wieder aufgetaucht sind oder weil sie einfach neu sind. Radio, Konzerte, Festivals und Empfehlungen von Freunden und Bloggern bringen immer wieder frischen Wind in meine Sammlung und die hier ausgewählten Titel, oft auch andere Titel der Band, möchte ich als Empfehlung an euch weitergeben. Aufgrund der schwierigen Lage in Deutschland gibt es meistens keine Links, aber über Google, Spotify & Co findet sich alles.

Badass-Edition! Schrieb ich letztens noch, dass ich nicht mehr fernsehe, hatte ich dann im März die Grippe und vernichtete kurzerhand die dritte Staffel Lucifer. Die folgenden großartigen vier Songs entstammen dem Lucifer-Soundtrack. Ohne den wäre die Serie einfach nur halb so gut.

X Ambassadors - The Devil You Know
Grandiose Lässigkeit mit einem bösen Gitarrenriff.
Jaxson Gamble - Reckless
Schluss mit Lässigkeit. Hier wird von Anfang an gezeigt, wer der Boss ist. Aggressiv verzerrte Backing Vocals, ein Beat, den man nicht ausschlagen kann, und überraschende Schlichtheit.
The Beaches - Give It Up
Indierock mit Punk-Attitude. Produziert von Emily Haines und James Shaw von Metric.
Vision Vision - Ready for the Devil (No Mercy)
Are you?

Abgesehen davon gab es tatsächlich auch eine Menge andere gute Musik, und wie immer lege ich euch alles davon ans Herz, jeder dieser Songs ist es wert, ihn sich mal anzuhören und dem jeweiligen Künstler eine Chance zu geben.

Avec Sans - Perth
Die Franzosen waren immer schon gut in Synthpop, aber zu mir war schon eine Weile nichts durchgedrungen. Spotify ist Schuld, dass ich Avec Sans entdecken durfte. Es ist nicht der beste Synthpop der Welt, aber eine Erfrischung zwischen dem überproduzierten Krempel aus dem Radio.
Dunkelbunt - Cinnamon Girl
Electroswing als Musikrichtung hatte ich schon vor einer Weile mal am Beispiel von Caravan Palace vorgestellt. Wer die zu synthethisch findet, sollte sich mal Dunkelbunt geben. Die verlinkte Wohnzimmer-Version ist besonders großartig.
Von wegen Lisbeth - Wenn du tanzt
Tanzbarer Indie mit gutem Text? Ich habe auch gestaunt.
CHVRCHES - Get Out
Baaaaam. Neue Single zu neuem CHVRCHES-Album. Dieser Sound wird alle Hallen sprengen. CHVRCHES haben es nie besser hinbekommen, klare Texte in fette Synthesizer zu hüllen.
Hildegard von Binge Drinking - Dinger
"Die machen so coole Synthimukke"
Superorganism - Everybody Wants To Be Famous
Superorganism hätten sich keinen besseren Namen geben können. Ein Kollektiv aus Künstlern für Visuals, Videos, Texte und natürlich Musik, deren Produkt so schräg ist, dass ich mir nach wie vor jedes Mal an den Kopf fasse. Man sollte sich dringend mal ein Interview oder einen Unplugged-Auftritt von denen geben, z.B. diesen hier. Es ist selten geworden, dass Musik wirklich Kunst ist, aber hier trifft das auf jeden Fall zu. Und naja... Synthesizer. Immer nice.
MC Hawking - Fear Of A Black Hole (feat. MC Lars & K-Law)
Hip-Hop mit Stephen Hawkings Sprachcomputer und wissenschaftlichem Inhalt? Geht, und ist sogar echt gut gemacht.


Musik-Neuentdeckungen 4/2018

Wie jeden Monat stelle ich hier die Lieder vor, die ich neu entdeckt habe - weil ich sie zu schätzen gelernt habe, weil sie nach langer Zeit wieder aufgetaucht sind oder weil sie einfach neu sind. Radio, Konzerte, Festivals und Empfehlungen von Freunden und Bloggern bringen immer wieder frischen Wind in meine Sammlung und die hier ausgewählten Titel, oft auch andere Titel der Band, möchte ich als Empfehlung an euch weitergeben. Aufgrund der schwierigen Lage in Deutschland gibt es meistens keine Links, aber über Google, Spotify & Co findet sich alles.

Mark Forster - Chöre
Mark Forster ist ja schon länger Thema der deutschen Musikszene, aber irgendwie hatte ich ihn immer mit Rap verbunden. Vielleicht habe ich da was durcheinander gebracht mit OK Kid... jedenfalls schaue ich zurzeit Sing meinen Song und Mark Forster ist der Gastgeber der aktuellen Staffel, so kam ich nicht drumherum einige seiner Songs anzuhören. Und ich kann sagen: Der Mann versteht sein Handwerk. Da wird tief in die ganz große Popmusikkiste gegriffen, richtig dick aufgetragen, aber gerade noch nicht so, dass es kitschig wirkt.
Garland Jeffreys - Matador
Speaking of aktuelle Popmusik, hier ein Song aus den 70ern. Ich kramte in meinen gaaaanz alten CDs und tatsächlich gab es mal eine Phase, in der ich viel 70er-Musik gehört habe. Die ist vorbei, aber dies und jenes kann man sich immer noch geben.
Kate Ryan - Désenchantée
Und ja... dann kam eine Phase, in der ich ganz viel 90er und 2000er gehört habe! Das wird definitiv auch noch ein eigener Blogartikel, wie sich mein Musikgeschmack so verändert hat (oder auch nicht), Kate Ryan jedenfalls war damals ganz groß und machte genau das, woran heute die einen mit einem Lachen, manche mit wirklicher Freude und manche mit Grauen denken, wenn man von der Musik der 90er spricht. Ich empfehle ausdrücklich nicht, ein ganzes Album von ihr anzuhören, obwohl ich diesen breit durchproduzierten Popsong tatsächlich mag.
Blood Red Shoes - God Complex
Sprung nach 2018, Blood Red Shoes haben ein neues Album (quasi) fertig, sind bereits wieder auf Tour und whoooaah, was für ein Sound! Schon vor einiger Zeit wurde bekannt, dass die beiden sich erlaubt haben, einen Bass mit ins Arrangement zu nehmen, aber auch was Laura-Mary hier an Gitarrenkunst auffährt, ist große Klasse. War bei dem letzten Album die Aussage der Band, dass sie nun ihren Wunschsound gefunden hätten, haben sie ihn nun offenbar noch deutlich verfeinert, denn tatsächlich klingen alle bisher veröffentlichten Titel sehr nach Blood Red Shoes im Allgemeinen, aber definitiv deutlich mehr nach den letzten Alben als nach dem aggressiv-rohen Sound der Anfangszeit (und mir wird klar, dass ich Blood Red Shoes schon fast zehn Jahre höre).


Musik-Neuentdeckungen 01/2018

Wie jeden Monat stelle ich hier die Lieder vor, die ich neu entdeckt habe - weil ich sie zu schätzen gelernt habe, weil sie nach langer Zeit wieder aufgetaucht sind oder weil sie einfach neu sind. Radio, Konzerte, Festivals und Empfehlungen von Freunden und Bloggern bringen immer wieder frischen Wind in meine Sammlung und die hier ausgewählten Titel, oft auch andere Titel der Band, möchte ich als Empfehlung an euch weitergeben. Aufgrund der schwierigen Lage in Deutschland gibt es meistens keine Links, aber über Google, Spotify & Co findet sich alles. Diesen Monat leider ohne Angaben, wie ich auf die Musik gekommen bin, da mir die abhanden gekommen sind.

Nine Inch Nails - Closer
Nicht hinterfragen... der Sound ist einfach geil. Roh und hart, sowohl die Gitarren als auch die Synthesizer als auch der Gesang.
The Flatliners - This Respirator
Zum wieder runter (oder rauf) kommen hier ein fluffiger Rocksongs. Schön groovig, geht schön nach vorne ohne sonderlich laut zu sein.
Savage Garden - I Want You
Oh yes, 90s-Synthpop. <3
Icon For Hire - Cynics & Critics
Okay, nun vergleicht vermutlich keiner mehr Icon For Hire mit Paramore. Während Paramore neuerdings eine Popband sind, haben sich Icon For Hire deutlich nachvollziehbarer in Richtung Nu Metal entwickelt. Finde ich sehr sehr gut! Außerdem spielen sie im Mai drei Konzerte in Deutschland zu einem sehr freundlichen Preis.
St. Vincent - Los Ageless
Moderne, innovative Popmusik. Zeitgemäß produziert, dennoch nicht frei von 80er-Sounds und einigen für Pop erstaunlich verzerrten Elementen.
First To Eleven - Shape of You (Ed Sheeran Cover)
Sehr schönes Rockcover eines Popsongs. Leider sind viele ihrer anderen Cover etwas langweilig, wie bei den meisten dieser Bands... aber das hier ist auf jeden Fall gut. :)
Sarah Lesch - Testament
Zum Abschluss ein unhandliches Lied. Sehr direkte Worte zu sehr wichtigen Themen.


Musik-Neuentdeckungen 12/2017

Frohes neues Jahr allerseits! Der Dezember war erfreulich voll mit neuer Musik.

Wie jeden Monat stelle ich hier die Lieder vor, die ich neu entdeckt habe - weil ich sie zu schätzen gelernt habe, weil sie nach langer Zeit wieder aufgetaucht sind oder weil sie einfach neu sind. Radio, Konzerte, Festivals und Empfehlungen von Freunden und Bloggern bringen immer wieder frischen Wind in meine Sammlung und die hier ausgewählten Titel, oft auch andere Titel der Band, möchte ich als Empfehlung an euch weitergeben. Aufgrund der schwierigen Lage in Deutschland gibt es meistens keine Links, aber über Google, Spotify & Co findet sich alles.

Moby - Like A Motherless Child
Moby meldet sich zurück mit neuer Musik, bescheidener denn je, doch großartig wie immer. Diesmal seit langem mal wieder mit Hip-Hop-Einflüssen und mit einem Sound, der aus verschiedenen Moby-Epochen zusammengesetzt scheint. Die frühe knarrende E-Gitarre, sphärische Flächensynthesizer wie aus der Tekkno-Zeit und Beats wie man sie in seiner Filmmusik findet. Unentschlossen, ob leicht und schwerelos oder düster und gedrückt. Ich bin gespannt auf den Rest des Albums Everything Was Beautiful And Nothing Hurt, das im März erscheinen wird.
Seether - Words as Weapons
Seether sind bei der Nickelback-Tour 2018 als Vorband dabei, nur so bin ich auf diese etwas härteren Vertreter des Rock aufmerksam geworden. Fügt sich dennoch gut in meine Sammlung für Tage, an denen es mal mehr E-Gitarre sein muss. Seether glänzen außerdem mit aufwändig gemachten Musikvideos.
The Heroine Whores - Future Youth
Ich mag ja Musik mit verschiedenen Sounds - alleine durch verschiedene Instrumente oder Klänge kann man einem Lied schon eine Menge Dynamik verleihen. Hier ist die Gitarre mal bis zur Unkenntlichkeit verzerrt, mal fast clean und mit viel Hall. Im Gesamtklang schwebt die Stimme der Sängerin wie im Nebel. Sehr nice.
Noah Kahan - Young Blood
Es ist doch immer wieder gut, sich mit Anderen (und immer anderen) über Musik auszutauschen. Sonst hätte ich mich vermutlich nie mit Hip-Hop angefreundet, und dieser Song hier rettet vielleicht die Akustikgitarre, die dieses Jahr (und auch die vergangen Jahre) so fürchterlich von allen möglichen Künstlern überstrapaziert wurde. Ich habe ja gar nichts gegen eine Akustikgitarre, eine schöne Stimme und einen guten Text, es ist bloß schöner, wenn dann doch mal noch ein Bass, ein Klavier und ein bisschen Schlagzeug dazu kommen wie hier.
E^ST - Old Age
1 lausiger Artikel auf Facebook hat mir diese Künstlerin hier zugespielt, vermutlich, weil ich offensichtlich ein CHVRCHES-Fan bin. Na, das war gar nicht so abwegig. Erwähnte ich, dass ich Synthesizer mag? Ja? Sehr gut. Ich mag Synthesizer wirklich sehr. Offensichtlich, dass diese schöne Synthipop-Nummer sofort in meiner Sammlung landet. Und wenn die Frau live auch nur halb so viel Energie ausstrahlt wie in diesem Video, muss ich da unbedingt hin.
Atlas Ahead - Blackout
Die Chemnitzer Funk-Band Atlas Ahead hat endlich ein Album veröffentlicht und es ist ziemlich gut geworden. Noch besser sind sie allerdings live, erfreulicherweise hatte ich die Chance sie im Weltecho zu sehen und es macht einfach Spaß, wieviel Energie die Jungs von der Bühne schicken. Außerdem geht alleine die Musik mit den schicken Basslines und spacigen Keys gut in die Beine. Empfehlung!
Fritz Kalkbrenner - Hearts and Hands
Fritz Kalkbrenners aktuelles Album Grand Départ ist nun auch schon wieder von 2016, aber kurz vor Jahresende war ich noch auf einem seiner Konzerte und es war einfach gut, sich mal wieder von der Musik alle Gedanken austreiben zu lassen. Das Album birgt keine Überraschungen - das heißt aber auch, dass ihr es einfach hören könnt, wenn ihr seine Musik bisher mochtet.


No Roots

Der Grund dafür, dass ich so selten Musikvideos poste, liegt darin, dass ich die meisten Musikvideos doof finde. Deswegen schaue ich inzwischen auch kaum noch welche an. Ein Song, über den ich mich in letzter Zeit jedes Mal freue, ist No Roots von Alice Merton (und ich wette, jeder, der das hier liest, kennt den auch, obwohl euch der Name nichts sagt) und da die Frau noch gar kein Album herausgebracht hat, hörte ich den also auf Youtube.

Und hey.

Das Video dazu ist auch cool. Keine Video-Einleitung, die so lang ist wie der Song, keine seltsamen Szenen, deren Zusammenhang man nicht versteht, bloß ein paar schlichte Shots von der Sängerin, authentisch, attraktiv, stilvoll und wirkungsvoll gesetzte Schnitte und Übergänge. So wie der Song sich quasi unmerklich steigert (man achte mal darauf, was da alles passiert, abgesehen von Gesang und dem Lead-Bass-Synthesizer), steigern sich auch die Szenen in dem Video. Kann man machen. Und ich bin sehr gespannt, was da noch kommt - alleine die Tatsache, dass Alice Merton, so alt wie meine jüngere Schwester, schon vor ihrem ersten vollständigen Album nicht nur einen ernstzunehmenden Hit gelandet, sondern auch ein eigenes Label gegründet hat, spricht dafür, dass sie es ernst meint. Finde ich gut.