Objektivtests

Sigma 30mm f1.4 EX DC HSM

+ Ultralichtstark, bei Innenaufnahmen reicht ISO 200
- Fotos aus der Hand trotzdem schwierig, denn jede minimale Bewegung lässt Fotos bei Offenblende unscharf werden, selbst bei 1/30 und kürzer, erst ab 1/50 nicht mehr - Vorteil der Lichtstärke weg
+ Schärfe mit Stativ und manueller Fokussierung sehr gut
+ Schneller Autofokus (etwas langsamer als beim Tamron 17-50 f2,8), manueller Eingriff möglich
- Anwender-Endkontrolle: Auch ich habe anscheinend ein fehljustiertes Modell erwischt, der Autofokus trifft selten
+ Sehr wertige Verarbeitung
+ Fokusbereich sehr klein bei Offenblende, geniale Tiefenunschärfe
+ Innenfokussierung
+ Lieferumfang (Gegenlichtblende und Köcher)
- teuer

Canon EF 35mm f2

+ Lichtstark, mit max. ISO 400 wird man immer glücklich
+ gute Schärfe
+ schneller Autofokus
- Sehr lauter Autofokus (lauter als jeder andere den ich kenne)
+ Filterring dreht sich nicht mit (Frontelement bewegt sich aber als Ganzes vor und zurück)
+ Fokusring ist bei AF nicht gekoppelt, d.h. frei drehbar (allerdings ohne Effekt) ohne den Motor zu schädigen
+ klein und leicht
+ wertige Verarbeitung
- Brennweite
- keine Gegenlichtblende im Lieferumfang
+ vollformatgeeignet (für mich nicht relevant)

Sigma 18-50 f2.8-4.5 EX DC OS HSM

+ Innenfokussierung
+ Innenzoom (d.h. Objektiv verändert weder beim Zoomen noch beim Scharfstellen seine Länge)
+ sehr günstig
+ gute Schärfe
+ wenig Rauschen
+ umwerfend guter Bildstabilisator
- nicht soo tolle Lichtstärke

Meine Wahl fiel dann auf das Sigma 18-50. Für ein hyperlichtstarkes Spezialobjektiv wie das Sigma 30 f1.4 fehlt mir einfach das Geld. So werde ich nun versuchen mein Kitobjektiv Canon EF-S 18-55mm f3.5-5.6 zu verkaufen, das Sigma 18-50 wird dann mein neues Immerdrauf. Eine deutliche Verbesserung, sowohl bei der Lichtstärke als auch bei der Qualität an sich. Die Innenfokussierung ist einfach geil und mit dem Bildstabilisator schaffe ich es manchmal 0,4 Sekunden lang zu belichten und ein scharfes Foto zu bekommen, irre. Das sollte meinen Frust bei Konzertfotos deutlich senken.

Auf Dauer hoffe ich, dass ich mal günstig gebraucht an ein Objektiv wie das Sigma 30mm f1.4 komme. Das 18-50 habe ich jetzt bei Ebay ersteigert, für 103,90€ inklusive Versand. Etwas Glück war da schon dabei, aber selbst neu kostet das Teil nur 220€ inzwischen nur noch 165€ (siehe Link oben) und das ist es echt wert.



Projekt Hörsturz - Runde 40

Nachdem ich die letzte Runde zu meiner Schande voll verpasst habe und auch keinen Song vorschlagen konnte, mache ich mal ganz fix bei der laufenden Runde mit. Mehr über das Projekt Hörsturz {phref}.

Hauptteil (3,05)

{rating2} 31Knots - The Savage Boutique (von Kristin)
Am Anfang war die Freude über etwas alternative Musik. Dann machte die Musik einen Schritt zurück und ein Sänger tauchte auf. Und nun leidet leider auch dieser Titel unter dem, was mich am häufigsten stört - der Stimme des Sängers.

{rating05} Max Raabe - Küssen kann man nicht alleine (von Mars)
Grusel. Max Raabe kannte ich schon, u.a. weil er auch mal was von Wir sind Helden gecovert hat, und ich finde ihn recht fürchterlich. Das hört sich alles an, als käme es aus der Zeit, als meine Oma noch so alt war wie ich (höchstens)... aber... es ist 2011 und meine Toleranzgrenze geht nur bis in die 70er zurück.

{rating4} The National - Bloodbuzz Ohio (von Dr. Borstel)
Das hier ist auch nicht gerade typische Musik dieses Jahrzehnts, sagt mir aber dennoch sehr zu. Ideal für die Stimmung in der ich gerade bin - ausnahmsweise mal früh aufgestanden, gerade gefrühstückt und jetzt ein bisschen entspannte Musik, die mich nicht einlullt.

{rating4} Fountains Of Wayne - Red Dragon Tattoo (von maloney8032)
Cool, wir bleiben in einer ähnlichen Richtung wie vorhin und ergänzen ein paar unaufdringliche synthetische Sounds. Wenn das so weitergeht, fange ich gleich wieder an, in Google Earth durch die Weiten von Kanda zu streifen, um zu überlegen, wo ich überall hin will wenn ich dort bin...

{rating35} Hey Rosetta! - Yer Spring (von JuliaL49)
Ich bin nicht halb so bewandert in Musikrichtungen wie Beety, der dieses Projekt hier schmeißt, und so muss die Beschreibung dieses Titels ohne ausgefallene Genrebezeichnungen auskommen. Der Sänger hört sich ein bisschen nach Mumford&Sons an und die Musik würde anfangs gut zu den beiden vorherigen Songs passen, wird aber im Gegensatz zu ebendenen gegen Ende lauter und mit weiteren Instrumenten angereichert, die ich bei Straßenfesten einordnen würde. Südamerikanischen, oder so.

{rating45} I Blame Coco - Selfmachine (von David)
Vermutlich wird man noch ewig als Tochter von Sting über sie reden, aber was soll's, ihre Musik ist definitiv gut - und völlig anders als die von Sting. Und auch wenn sie sich hier fast anhört wie er, ist das bei den anderen Songs, die ich mir direkt mal reingezogen habe, nicht so. Voll meine Musik. Sie hat einen Song mit Robyn aufgenommen, yeah. Und hey - Selfmachine habe ich schon die ganze Woche im Ohr, und das obwohl mein MP3-Player kaputt gegangen ist.

{rating3} X-Ray Dog - Time Will Tell (von Steve)
Wir machen drei Schritte zurück und entspannen uns bei einem instrumentalen Intro, welches die halbe Songlänge einnimmt, um sich dann als erster Teil eines komplett instrumentalen Songs zu entpuppen. Könnte etwas episch sein, wäre es nicht so synthetisch. Das ist zwar nicht prinzipiell schlecht, erinnert mich aber gerade negativ an die Typen, die in der Stadt manchmal auf der Einkaufsstraße stehen, indianisch anmutende Kleidung tragen und entsprechende Musik abspielen (von CD) und zu verkaufen versuchen - die Instrumente aber vermutlich noch nie gesehen haben. Dennoch, schlecht ist das nicht.

{rating4} The Unicorns - Sea Ghost (von Freddi)
Daas ist äh cool. Hört sich an wie schon was älter, ist es aber nicht? Blicke grad nicht ganz durch und außerdem fange ich an Mist zu schreiben.

{rating2} Tyondai Braxton - Platinum Rows (von beetFreeQ)
So, neuer Tag, zweite Hälfte. Beginnt mit nicht ganz leichter Kost, die ich mal wieder nicht wirklich einordnen kann. Am Anfang dachte ich, dass sei eine Art Jingle der Band vor dem Lied, das gehörte aber schon dazu. Ist das ein Soundtrack oder macht die Band immer solche Sachen? Diverse Effektspielereien (sowohl im Sinne von Bearbeitung mit Effekten als auch im Sinne von Ereignissen), Stimmungsaufbau, sehr malerische Musik, finde ich. Jedenfalls habe ich immer wieder Szenen vor Augen. Die Effekte erinnern mich eher an so comic-/cartoonartige Videospiele und gehen mir besonders gegen Ende auf die Nerven.

{rating3} Black Stone Cherry - Blame it on the Boom Boom (von cimddwc)
Ah, Blackstone Cherry, die kenne ich zufällig schon. Ganz netter Rocksong ohne Überraschungen. Das geht besser.

Bonusteil (2,8)

{rating35} Escape With Romeo - It's Loneliness (Wumpscut remix) (von Konna)
Hmm, weder besonders toll, noch schlecht.

{rating35} Fever Ray - When I Grow Up (von Kamil)
Interessantes Stück. Ziemlich elektronisch, aber nicht die Dance-Richtung, sondern eher Ambient. Sowas hört man nicht oft.

{rating3} Holy Moly - Motocade (von Graval)
Netter Popsong mit Gute-Laune-Potenzial. Interpret und Titel sind vertauscht, oder?

{rating2} Kylesa - Spiral Shadow (von Tenza)
Lange Instrumentalstücke mit Rockbandbesetzung. Da krieg ich meistens die Krise, weil es an Variationen mangelt und daher langweilt oder nervt. So auch hier.

{rating2} The Blue Van - Run to the Sun (von Basti)
Und noch ein eher langweiliger Rocksong zum Abschluss.

Für die nächste Runde diesmal ein Vorschlag, der gerade ganz neu erschienen ist und vermutlich ein bisschen aus der Reihe fällt: Da wird auch dein Herz sein von Bodo Wartke, der Mottosong zum diesjährigen Kirchentag.



Danger. Contains Irony.

Klasse, Microsoft. In Editor (früher: Notepad) funktioniert der Shortcut Strg-Backspace (Wort vor dem Cursor löschen) immer noch nicht, trotz Windows 7.

Klasse, buecher.de. Danke für den Gutschein, der einen Tag, bevor er hier mit der Warenlieferung ankam, abgelaufen ist.

Klasse, Lenovo und Logitech. Wenn mein WLAN größere Datenmengen durch das Netzwerk schiebt, stört es meine Funkmaus so stark, dass ich kaum noch klicken kann.

Klasse, Stadtwerke Herne. Super kostenloser Rückrufservice, den ihr da habt. Echt sinnvoll, von einer Rückrufstelle aus zu versuchen, mich mit der Servicenummer zu verbinden, um mir dann nach einer Minute zu sagen, dass alle Leitungen belegt sind und ich es später nochmal versuchen soll.

Klasse, deutsches Recht. Danke, dass die Stadtwerke es gar nicht nötig haben, sich mit mir in Verbindung zu setzen, denn sie haben ja fünfzehn (15) Monate Zeit, meinem neuen Stromanbieter den Zählerstand mitzuteilen. Jetzt noch 13.



Brücken bauen

Hallo, ihr da draußen. Ich bin gerade krank und mir ist danach ein bisschen zu erzählen was so los ist. Schuld daran ist Adobe Bridge, was sich unerwartet bei mir beliebt gemacht hat.

Dabei habe ich Bridge immer gehasst, weil es elendig lahm war. Aber ich habe inzwischen einen schnelleren PC und außerdem brauchte ich etwas, um schnell RAW-Fotos zu sichten, denn XnView ist dafür zu lahm und Picasa ist nur bedingt gut, weil es zwar schnell eine unscharfe Ansicht darstellt, aber zum Schärfen braucht es dann eben doch lange und außerdem kann es nix. Also bekam Bridge noch eine Chance.

Und naja, so langsam freunde ich mich damit an. Es gibt da diesen Betrachter-Modus, den finde ich echt klasse. Der sieht so aus - und falls sich jemand beschwert, das Bild sei zu klein: Es gibt eine Lupenfunktion, mit der man das Bild quasi "absuchen" kann:

bridge-betrachtermodus.png

Das coole daran ist, wenn ich mal wieder hundert Fotos vom gleichen Motiv gemacht habe, weil meine zittrigen Hände eh zwei Drittel verwackeln, sehe ich direkt, ob nach dem Foto, was ich gerade begutachte, noch eins vom gleichen Motiv kommt. Dann muss ich nämlich weniger hin- und herspringen, um zu sehen, ob ich das Foto nun aussortieren kann oder ob es vielleicht das beste ist was ich habe und ausreichen muss. Dadurch und auch, weil Bridge in diesem Betrachtermodus unheimlich schnell ist, spare ich jetzt unheimlich viel Zeit beim Sichten von RAW-Aufnahmen.

(Aus-)sortieren und konvertieren und vor allem bearbeiten geht jetzt auch fix. A. hat mir ein paar einfache Dinge in Camera Raw, diesem Winz-Photoshop, gezeigt (danke dafür!), und das lässt sich auf Knopfdruck von Bridge aus öffnen. Überhaupt geht alles per Tastatur, was ich ja liebe. Fotos bewerten oder verwerfen ebenso wie die Navigation durch die Fotos. Für das einfache Sichten ist es z.B. sehr praktisch, mit allen zu sichtenden Fotos in der Auswahl in den Betrachtermodus zu gehen, dort alle, die man nicht behalten will, aus der Auswahl zu entfernen (Pfeiltaste nach unten - die "fallen" dann aus diesem Flowdings raus) und am Ende eine "Kollektion" zu erstellen (C), die enthält dann alles, was man behalten wollte, einschließlich eventueller Änderungen aus Camera Raw. Ich schmeiße das dann in Photoshop zum Konvertieren nach JPEG, da ich die Rohdaten nie behalte, und habe so am Ende JPEGs von allen guten Fotos und kann die Rohdaten, unter denen sich auch die schlechten Fotos befinden, komplett wegwerfen.

So, und warum der ganze Aufwand und die vielen Fotos die gesichtet werden wollen? Ich habe ein neues Objektiv. Es wird mein bisheriges Immerdrauf (Kitobjektiv der EOS 450D) ersetzen, hoffe ich. Es ist noch nicht da, aber ich habe es bereits testen können. Eher zum Spaß bot ich bei Ebay einen eher niedrigen Preis - und ersteigerte das gute Stück sogar für deutlich weniger. So habe ich für lächerliche 97€ jetzt ein Sigma 18-50mm f2.8-4.5 DC OS HSM. hahahah Und für die Nichtfotografen: Das ist ein Objektiv mit nem guten Bildstabilisator (gegen meine zittrigen Hände), geeignet auch für schlechter beleuchtete Räume und mit einem recht durchschnittlichen Zoombereich, der für alles taugt, was nicht mehr als einige Meter weit weg ist. Und hey, der Bildstabilisator ist klasse, damit hab ich schon 0,4s aus der Hand belichtet und zumindest 1/8s geht damit immer.

Und jetzt packe ich Kartons - getestete Objektive zurück senden. Testübersicht morgen.



Musik-Neuentdeckungen 2/2011

  • Culcha Candela - Sommer im Kiez (TEN SING)
    Einer der Vorschläge für die Liederwahl für unsere Show im Juni (wurde auch gewählt). Nettes Sommerlied, werd ich mir mal reinziehen wenn mich das Winterwetter wieder mal nervt. hahahah
  • I Blame Coco feat. Robyn - Caesar
    Als im Projekt Hörsturz "Self Machine" von I Blame Coco vorgeschlagen wurde, was auch immer wieder im Radio läuft, nutzte ich die Gelegenheit mir noch mehr Songs reinzuziehen. Genau meine Musik. "Caesar" zusammen mit Robyn, die ich auch letztens erst entdeckte, ist mein bisheriger Liebling.


Im Test: E-Drumset Fame DD 506 im Musicstore-Stage-Bundle

Seit Sommer 2010 spiele ich Schlagzeug bei TEN SING bzw. lerne es dort nebenbei, aber das ist immer nur einmal die Woche, also muss mal bald ein Übungsschlagzeug her. In ner Mietwohnung nicht einfach, also bestellte ich ein E-Schlagzeug beim Musicstore und testete mal wieder.

Bestellt habe ich ein Musicstore-Bundle, bestehend aus dem E-Drumset Fame DD 506, einer Monitorbox mit Kabel, Drumsticks, einem Hocker, einem Kopfhörer, einer Tasche und einer Übungs-DVD. Die Monitorbox sollte später mal zum Einsatz kommen, als ich mit M., C. und S. in meinem Schlafzimmer Musik gemacht habe (worüber sich lustigerweise niemand beschwert hat. Aber dazu später mehr).

Aufbauen ließ sich das Drumset dann noch recht einfach. Ich habe allerdings zwei Tage gebraucht, um zu merken, dass die Beckenpads und die Drumpads nicht alle gleich sind, sondern es jeweils ein spezielles gibt für Hi-Hat und Snare Drum. Die Hi-Hat kann man nicht mit der Hand stoppen, die Snare Drum hat einen eigenen Anschlag am Rahmen für Rimshots. Vertauscht man die Pads, gibt es merkwürdige Effekte wie abbrechende Töne und nicht stoppbare Becken. Das aufgebaute Schlagzeug schwankt zwar leicht beim Spielen, wirkt aber prinzipiell stabil.

Die Pedale für Hi-Hat und Bassdrum gefallen mir gar nicht. Es gibt zwar Klett und Spikes, auf Laminat rutschen die aber trotzdem ständig weg. Das Hi-Hat-Pedal liegt lose in der Gegend rum, da das zugehörige Beckenpad am Rack und nicht auf einem Ständer montiert ist. Das Basspedal ist schlabberig und federt sehr merkwürdig, so dass ich ständig Doppelschläge produziere. Ändern der Empfindlichkeit des Kickpads (Bassdrumpad) hilft nicht. Je nach Spieltechnik gibt's entweder undeutliche Schläge oder ich habe das Gefühl, das Pedal zu zerstören.

Letzteres ist merkwürdig, denn insgesamt muss man auf diesem Schlagzeug ziemlich kräftig spielen, um überhaupt Töne zu erzeugen, besonders bei den Becken - bei einem akustischen Schlagzeug ist es eher anders herum. Der Anschlag auf den Pads ist dadurch nicht gerade leise. Wenn man die Kopfhörer auf hat, hört man das ab einer gewissen Lautstärke nicht mehr, aber schön ist es in jedem Fall nicht.

Die Soundsamples selbst sind einer der größten Kritikpunkte, sie hören sich einfach scheiße an. Es gibt zwar einige hundert zur Auswahl, aber das klingt nur viel und ist es eigentlich nicht. Die Samples klingen mehr oder weniger unecht, bei den Becken ist es am schlimmsten, bei den Toms kann man es noch am ehesten ertragen. Bei der Hi-Hat kennt nicht jedes Sample die drei möglichen Zustände (offen, halboffen und geschlossen). Es ist ohnehin schon nervig, dass es nur diese drei Zustände gibt, eine Spielweise bei der die Hi-Hat langsam geöffnet wird ist so nicht möglich.

Damit wären wir beim Spielgefühl. Dass es anders ist als auf einem echten Schlagzeug, war ja zu erwarten, aber gerade bei den Becken ist es echt lausig. Es dauert eine Weile, bis man eine Einstellposition gefunden hat, bei der sich die Beckenpads wenigstens ein bisschen bewegen, wenn man draufschlägt, ohne gleich die Verkabelung zu stören. Danach ist es aber immer noch ein merkwürdiges Gefühl. Das Stoppen der Becken funktioniert, man muss aber ziemlich kräftig zupacken und kann sich auch dann noch nicht richtig darauf verlassen, dass es klappt, weil man den Bereich, den man anfassen muss, eventuell nicht getroffen hat. Die Hi-Hat kennt wie gesagt nur drei Stufen und diese Stufen kann man auch nicht fest einstellen, so dass man den Fuß immer auf dem Pedal haben muss.

Was den Drumcomputer angeht, habe ich außer der miesen Qualität der Sounds nichts zu meckern. Es gibt einen Ausgang für die Monitorbox (Stereo über zwei Monoklinkenkabel) und einen zweiten für die Kopfhörer, die Lautstärke lässt sich unabhängig regeln. Der Aux-Eingang für externe Soundquellen ist ebenfalls unabhängig. Die Bedienung des Drumcomputers ist einfach, die Verkabelung auch, die Kabellängen sind allerdings unflexibel. Eine andere als die Standardaufstellung ist nicht möglich und erweiterbar ist das Set schonmal gar nicht. Ein ganz klarer Nachteil gegenüber einem Akustikset.

Zu den restlichen Setkomponenten möchte ich gar nicht viele Worte verlieren, die tun alle ihren Job, nicht besonders gut, aber auch nicht schlecht. Ich denke aber, die bisherige Kritik am E-Schlagzeug spricht für sich. Mag sein, dass es für den ein oder anderen eine Alternative zum Üben ist, mir hat es aber vor allem aufgrund der Tatsache, dass sich die Sounds so mies anhören und dass man so fest draufkloppen muss, ziemlich schnell den Spaß verdorben.

Übrigens habe ich eine Sache außer Acht gelassen: Man kann den Drumcomputer über USB oder Midi an einen Computer hängen, dann lassen sich auch die Sounds austauschen. Das erfordert aber eine Menge Software, Einarbeitung und vermutlich auch Geld. Zum Üben zu aufwändig, meiner Meinung nach.



Final - Your favorite song

Einer der Gründe, dass ich die 30 Day Challenge rückwärts gemacht habe, ist dass ich mit einem absoluten Kracher enden wollte. Nun wird sicherlich nicht jeder die Meinung teilen, dass dieses Lied einfach megageil ist, aber nachdem ich zwischen Rockklassikern kramte und auch Narcotic von Liquido gute Chancen hatte, zu meinem Lieblingssong gekürt zu werden, weil es mich schon seit Ewigkeiten begleitet - nun, danach schaute ich mal wieder Livevideos und beschloss, dass mein absoluter Lieblingssong auch live genial sein muss. Alles andere wäre auch eine Schande, wo es doch mein liebstes Hobby ist, auf Konzerte zu gehen. Und da Liquido sich leider vor einiger Zeit aufgelöst haben, ist es nun Misery Business von Paramore geworden - und der Song ist so unglaublich geil, dass ich dafür sogar ein Video einbinde, was ich sonst nie tue. Es gibt unzählige Live-Performances, auch eine Aufnahme von dem Konzert auf dem ich war, aber die hier aus Tokio ist qualitativ sehr gut, hat eine coole Version des Intros und die Band geht auch gut ab.



Music Memories - 5

Einige Lieder, die ich heute höre, teilweise sogar sehr gerne, wurden mir quasi aufgedrückt. Bohemian Rhapsody von Queen zum Beispiel hätte ich nie gehört, hätten wir es nicht vor etlichen Jahren mal im Schulchor gesungen. Wenn man sich immer wieder mit einem Lied beschäftigt und es immer wieder hört, kann man es irgendwann zumindest ganz gut aushalten. Im Fall von Smells like Teen Spirit habe ich dadurch eine eigentlich unbegründete Abneigung überwunden. Als ich gerade bei TEN SING anfing, war im Gespräch, nach der gerade aufgeführten Show noch einen Kurzauftritt zu geben. Wir entschieden uns dafür und unter den Liedern, die wir dafür auswählten, war auch der Nirvana-Klassiker.

TEN SING ist sowieso immer dafür gut, mich für Musik zu begeistern, die ich sonst nie hören würde, zumindest kurzzeitig. Lieder wie Ooh eeh ooh ah ah höre ich mir bestimmt nicht im Alltag an, aber trotzdem wecken sie Erinnerungen an das Ereignis, was damit zusammenhängt, in diesem Fall an das Westbundseminar 2010. Dazu gehören auch Marchin' on von Timbaland feat. One Republic, I wanna fly so high von Sonique und Allez Olla Olé von Jessy Matador, denn diese Lieder waren Bestandteil des Mashups, das zu unserer Gemeinschaftstanzaktion gehörte. Übrigens auch eine Sache, die mich ohne die geniale Stimmung auf dem Seminar nur genervt hätte...