Music Memories - 1

Wenn ich eines wirklich liebe, ist es Musik. Nicht jede Art, nicht jedes Genre, aber dennoch so sehr, dass ich, würde man mich vor die Wahl stellen, lieber die Fähigkeit zu Sehen als die zu Hören verlieren würde. Die Wege, Musik zu entdecken, sind vielfältig, und manchmal sind ganz besondere Erinnerungen mit bestimmter Musik verknüpft. Es gibt Musik, die ich ohne bestimmte Erlebnisse nie kennen gelernt hätte, und es gibt auch einiges, was ich normalerweise nicht hören würde, womit ich aber etwas verbinde und es daher dennoch mag. Und manchmal löst Musik sogar entsprechende Gefühle aus, obwohl ich gar nicht weiß, was ich damit verbinde - und ob ich das Lied überhaupt kenne.

Ein eher unpassendes Beispiel gleich vorweg. Soundtracks1 sind für mich etwas, was ohne die Verbindung zu dem, wozu der Soundtrack gehört, nicht gut funktioniert - wenn man die Verbindung kennt, aber umso mehr. Mein Lieblingsbeispiel ist die Musik von Final Fantasy X, einem Teil der berühmten Rollenspielserie. Ich kann verstehen, wenn jemand, der dieses Spiel nie gespielt hat, damit nichts oder wenig anfangen kann, aber als derjenige, der sich von der Story hat mitreißen lassen, kommen zu ganz vielen Liedern der vier CDs enorme Erinnerungen an bestimmte Szenen hoch.

In der Musik leben solche Erinnerungen dann auch weiter. Relativ am Anfang meiner Zeit auf dem Gymnasium hatten wir am Jahresende immer eine Jahresabschlussparty, ich glaube es war so um die 8. Klasse rum. Das war damals natürlich noch nicht so ein Besäufnis wie später bei den Vorabifeten, stattdessen wurde gegessen, gequatscht, gekickert und Billard gespielt - und natürlich lief Musik dazu. Unter anderem das damals vermutlich ziemlich aktuelle "Moi Lolita" von Alizée, die damit, glaube ich, ziemlich groß rausgekommen war - heute lache ich bei dem Gedanken, aber damals war das so wilde elektronische Musik für mich, dass ich sowas nie gehört hätte, hätte ich es nicht in Verbindung mit der genialen Stimmung auf dieser Party kennen gelernt.

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1 Damit meine ich Soundtracks, die für diesen Film / dieses Spiel geschrieben wurden, nicht zusammengestellte Soundtracks aus normalen Liedern wie z.B. der von 21 - die können zwar auch sehr gut sein, sind aber eben auch ohne den Film zu kennen hörbar.



Mixtape-Wichteln: Kontinente - Erhaltenes Mixtape

Auf mehrfachen Wunsch hier schonmal die Trackliste des Mixtapes, das ich erhalten habe. Es sind Sachen dabei, die ich ganz erträglich finde, es sind auch welche dabei, die ich dann doch lieber weg gedrückt habe. Die Erstellerin des Mixtapes hat sich nämlich auf Europa beschränkt und dort auf Metal - keine schlechte Idee, steht doch dabei die Erweiterung des Musikhorizontes im Vordergrund, aber leider ist der schon ziemlich weit und bei Metal geht dann doch meist die Sonne unter.

  1. Axxis - Angel of death
  2. Blind Guardian - Bards song
  3. Gradle of Filth - Temptation
  4. Crematory - Say goodbye
  5. Deathstars - Babylon
  6. Edguy - King of fools
  7. Eluveitie - Inis Mona
  8. Finntroll - Trollhammaren
  9. Guano Apes - Open your eyes
  10. Holy Moses - World in darkness
  11. Hypocrisy - Let the knife do the talking
  12. In Extremo - Villemanog Magnhild
  13. Korpiklaani - Vodka
  14. Nachtblut - Alles nur geklaut
  15. Nocturnal Rites - One nation
  16. Saltatio Mordes - Falsche Freunde
  17. Schattenspieler - Sister terror
  18. Tyr - Hail to the hammer


[T-5] A song that reminds of you of somewhere

Heute geht es um einen Ort. Nun könnte ich wieder darauf verweisen, dass mir die ganze Musik zu schade ist für einen Eintrag, aber damit habe ich mich gestern schon rausgeredet und außerdem ist es gar nicht so viel, was mich an konkrete Orte erinnert, es ist doch meist ein Event.

Ich picke einfach mal was raus, was ich im Urlaub gehört habe. Ich war zweimal als Familienurlaub in Hage (nahe der Nordsee). Der dortige Lokalradiosender war nicht weniger nervig als die, die hier im Westen laufen, und unter anderen lief dort dauernd Crazy von Gnarls Barkley. Ging mir ziemlich auf die Nerven, inzwischen finde ich es ganz gut.

Übrigens habe ich in einem Urlaub auch Wir sind Helden lieben gelernt. Ich weiß gar nicht mehr, wo das eigentlich war... da lief dauernd "Nur ein Wort" im Radio, was damals neu war, ich kannte es noch nicht und fand es total toll und habe mich daraufhin mit den Helden beschäftigt - die fand ich nämlich eigentlich ziemlich scheiße. Heute ist es eine der Bands, die in Frage kommen, wenn ich nach meiner Lieblingsband gefragt werde. hahahah



[T-6] A song that reminds you of a certain event

Schon mehrfach während dieses Projektes fiel es mir schwer, einen einzelnen Song auszuwählen. Inzwischen habe ich aufgehört, mich zu bemühen, weil die Selektion eines einzelnen aus vielen tollen Songs nicht meine Intention war, als ich damit angefangen habe, und vielleicht auch nicht die Intention desjenigen, der sich die 30 Kriterien ausgedacht hat.

Ganz besonders schade fände ich es, wenn die vielen Erinnerungen, die an vielen verschiedenen Liedern hängen, in einen einzelnen Eintrag gezwängt werden. Es gibt so viele Songs, die Gedanken und Erinnerungen bei mir auslösen, dass ich heute und dann parallel zu den restlichen sechs Beiträgen jeweils eine kleine Geschichte vorstellen möchte, die mit einem bestimmten Lied zusammenhängt. Dieser Eintrag hier wird dann am Ende als Übersicht über diese Einträge dienen.



[T-7] A song that you know all the words to

Songtexte haben mich eigentlich nie besonders beschäftigt. Ich kann gar nicht sagen wieso, irgendwie habe ich einfach nie wirklich darauf geachtet, vor allem, wenn es englische Texte waren. Bei deutschen Liedern kriegt man ja, wenn der Sänger denn deutlich singt, auch nebenbei was mit, bei englischen muss ich doch genau hinhören und meistens auch googlen, damit ich verstehe, was gesungen wird. Vermutlich ist es daher auch auf Faulheit zurück zu führen, dass ich kaum Texte kenne.

Den gesamten Text kenne ich allerdings sogar von den Liedern meinen Lieblingsbands nur selten, aus den gleichen Gründen wie gerade genannt. Ich habe durchaus schon Songtexte nachgelesen, aber hängen geblieben sind dann immer nur einige Stellen, an die ich mich erinnere, wenn ich das Lied höre.

Eine Ausnahme davon macht Regen und Meer von Juli. Ich habe das Album, auf dem der Song ist, außerdem lief der nicht nur nach Erscheinen im Radio auf und ab, sondern auch danach bis heute immer wieder, auch in Wartezimmern von Ärzten zum Beispiel. Der Text ist eingängig, nicht lang und nicht schwer und so kommt es wohl, dass ich inzwischen komplett mitsingen kann ohne zu stocken.



[T-8] A song that you can dance to

Tanzen ist Bewegen zu Musik. Das ist praktisch, denn ich habe nie irgendeine Form von Tanz gelernt und auch wenn sich das noch ändern wird, werde ich Anlässen, bei denen erwartet wird, dass man diverse Standardtänze kann, wohl erstmal fernbleiben.

Auch ansonsten bin ich niemand, der ein Freund des Tanzens ist. Ich habe Discos bisher nur von innen gesehen, wenn gerade kein normaler Betrieb stattfand. Musik konsumiere ich am liebsten live auf Konzerten und da muss man außer Hüpfen nicht viel können, außerdem ist es meist völlig egal welche Art von Bewegung man bevorzugt, da eh jeder sein Ding macht.

Zu Gelegenheiten besonderer guter Laune oder Motivation bin ich aber einer guten Party mit lauter Musik nicht abgeneigt. Und wenn ich bei einer solchen mal lande, gibt es auch einige Songs, die mich, etwas Alkohol oder noch mehr gute Laune vorausgesetzt, auf die Tanzfläche locken. Dazu gehört fast alles von den Ting Tings, Bulletproof von La Roux und auch Krawall und Remmidemmi von Deichkind. Die einzige Frage, die dann noch im Raum steht, ist die Frage, ob ich gerade jemanden blamiere. ;)



[T-10] A song from your favorite band

Meine Lieblingsband zu küren ist nicht ganz so schwer wie das Lieblingsalbum, generell kommen da nur zwei in Frage. Zum Einen The Sounds, die einzige Band, die mehr als ein Album veröffentlicht hat, von der ich nicht nur alle Alben besitze, sondern auch jedes einzelne Lied auf jedem einzelnen Album mag. Zum Anderen Wir sind Helden, die vermutlich die qualitativ hochwertigste Musik in meiner Sammlung repräsentieren. Und wenn ich recht überlege, müsste ich auch noch Blood Red Shoes in Betracht ziehen, die ebenfalls echt gutes Zeug machen.

Von der Qualität der Musik sind die Helden den anderen beiden einfach überlegen. Alltagstauglich sind alle drei, bliebe zu überlegen, ob eine der Bands Vorzüge bei Liveauftritten hat. Das ist allerdings schwer zu sagen, denn ich kenne alle drei sowohl von Festivals als auch von eigenen Konzerten, und während The Sounds auf Festivals einfach ein lahmes Publikum haben und in kleinen Hallen einfach nur die Hölle los ist, sind Blood Red Shoes bei beidem extrem gut (aber auch sehr unberechenbar) und Wir sind Helden haben bei eigenen Konzerten doch nachgelassen, rocken auf Festivals aber mal so richtig.

Ich stelle jetzt einfach von allen drei einen Song vor, dann kann sich jeder was von denen anhören, die er noch nicht kennt.

The Sounds haben sich meiner Meinung nach ziemlich gesteigert. Ich habe sie kennen gelernt, als sie bereits zwei Alben veröffentlicht hatten, wobei das zweite zum Teil aus Songs des ersten Albums besteht. Das dritte ist wieder voll mit neuen Tracks und hat mich sofort total überzeugt. Daraus ist auch der Song 4 Songs & A Fight.

Wir sind Helden kenne ich schon viel länger. Der erste Song, den ich von denen geschickt bekam, war "Denkmal", der mich erst mit der SMS-Ansage am Anfang verwirrte und mir dann absolut nicht gefallen hat. War ein bisschen früh, mein damaliger Musikgeschmack passte da nicht zu. Ich glaube, entdeckt habe ich sie deutlich später, aber vor inzwischen auch mehreren Jahren, als im Urlaub im Radio ständig "Nur ein Wort" lief. Ich kaufte mir daraufhin beide bis dahin erschienenen Alben und lauerte dem dritten auf. Von der Tour zum dritten Album sah ich gleich drei Konzerte. Danach kam eine zweijährige Pause, in der es keine Konzerte gab und kein neues Album, ich entdeckte dieweil viele neue Bands und erweiterte meinen Musikgeschmack deutlich. Die aktuelle Tour werde ich nicht drei Mal besuchen, aber der Auftritt beim Open Flair Festival (vor dem Start der Tour zum vierten Album) hat mich total aus den Latschen gehauen.

Blöderweise sehe ich gerade, dass es den Song, den ich vorschlagen wollte, "Im Auge des Sturms", gar nicht frei im Internet gibt. Hm. Nun gut, dann eben 23:55 - Alles auf Anfang, der ist ebenfalls vom neuesten Album (und hat ein ebenso merkwürdiges Video wie die anderen Songs vom neuen Album). [offline]

Das ganze Gerede haben die Helden nur dem Umstand zu verdanken, dass ich sie schon am längsten von den drei Bands kenne, so fünf Jahre sind es bestimmt schon. Blood Red Shoes kenne ich erst seit 2009, die habe ich im Rahmen des Hurricane-Festivals kennen gelernt, wie so viele Bands, die ich 2009 kennen lernte. Bei ihrem Auftritt regnete es nicht in Strömen, sondern in reißenden Flüssen. Das hatte den Vorteil, dass der unmotivierte Teil des Publikums einfach nicht da war. Das Konzert war eine riesige Party, niemandem war kalt. Der Auftritt in London ein dreiviertel Jahr später war ebenso gut, nur mit neueren Songs vom inzwischen erschienenen zweiten Album. Beim Open Flair im Sommer 2010 war zwar gut was los, aber die Laune der Band, oder zumindest Laura-Marys Laune, war extrem beschissen und am Ende flogen Gitarren und Verstärker. In Düsseldorf war's dann wieder besser.

Blood Red Shoes sind ziemlich unberechenbar, aber verdammt gut. Ihre Musik ist vor allem laut und schnell. Ich bin gespannt auf das dritte Album - bisher spielte sie immer E-Gitarre und er immer Schlagzeug, aber beim letzten Konzert im November gab es einen Song, bei dem getauscht wurde. Aber bis dahin ist es vermutlich noch ein bisschen hin. Bis dahin einen Song vom zweiten Album, Light it up.



[T-11] A song from a band you hate

Oah, diesen Eintrag schreibe ich auch zum zweiten Mal, weil 1&1 den nächtlichen Reconnect verbockt hat und ich statt der Meldung "Eintrag gespeichert" eine Fehlerseite bekam, auf der man mir mitteilte, meine Logindaten seien falsch. Hmpf.

Ich glaube, ich schrieb etwas über Musik, die ich nicht mag, und darüber, dass ich "hassen" für einen ziemlich starken Ausdruck halte. So schwammig mein Musikgeschmack ja ist, am besten kann man den beschreiben in dem man Musikrichtungen ausschließt: Schlager und Metal, wobei Metal die höhere Priorität hat, denn Schlager gehen wenigstens angetrunken.

Metal ist für mich alles, was sehr viel härter als Rock ist und/oder Scream-Parts enthält (und was es da noch so gibt, was nicht "Singen" oder "Rappen" ist). Es gibt ganz wenige Ausnahmen, was ich höre, was unter Metal fällt, aber wirklich sehr sehr wenige. Der Rest ist für mich einfach... nicht hörbar.

Insofern kralle ich mich jetzt mal eine Band, die das vertritt, was vermutlich noch unter Rock fällt, von mir aber pauschal in die "Metal = mag ich nicht"-Ecke geschoben wird, erkläre Disturbed zu einer Band die ich nicht mag und werfe Asylum in den Raum. Oder auch Down with the sickness, was ich sogar schon kannte. Sowas halt. Alternativ jede Projekt Hörsturz-Folge ansehen und nach Liedern mit null Sternen und kurzer Beschreibung Ausschau halten, da fluche ich dann meist kurz über den kotzenden Sänger und Schluss is.