Überflieger vs Knacki

Vor mir die klassische Mutter mit Blag im Kinderwagen, dem Aussehen nach zu urteilen im Studentenalter (die Mutter), das Blag zum Glück ruhig. Die andere Dame vermutlich die junge Oma. So weit so unspektakulär.

Rechts von mir die beiden Jungs, die von der Musikschule kamen, der eine mit Gitarre auf dem Rücken, unterhalten sich über die Bandprobe und anderes Zeug. Der eine hat ne Klasse übersprungen, erklärt grad das Oberstufensystem und fragt den anderen, ob er Abi macht, denn dann wären sie gleichzeitig fertig mit der Schule. Er selbst hätte seins dann mit 17 3/4.

Links von mir "Haste gesehen wie die Olle grad rausgesprungen ist?!" wird noch kurz diskutiert wie merkwürdig der angetrunkene Haufen die Bahn verlassen hat, danach geht's ums Schwarzfahren. Einer droht ein Jahr Haft, weil sie die 40€ nicht bezahlt, auf die Arbeitsstunden hat sie keinen Bock. Sie hat ja noch bis dann und dann Zeit. Ein anderer rät ihr die Stunden zu machen, wieder ein anderer berichtet wie lange er gesessen hat und ein dritter meint, Schwarzfahren lohne sich...

Leider musste ich dann raus...



Öl

Gestern war ich unheimlich viel unterwegs mit dem Auto für meine Wohnung. Alles hat mich derbe angekotzt, dumme BMW-Fahrer, unfähige Holländer in LKW, Menschen die ihre Blechkarren auf der Autobahn fast parken und komische Typen die über ne rote Ampel fahren, dahinter anhalten, anfahren und doch anhalten sowie Knaller die Fahrradfahrer fast umfahren während sie mich frontal fast crashen und mir in ner Einbahnstraße entgegen kommen. Verdammte Hacke war ich genervt. Ich bin morgens losgefahren, sehr früh, war schon angekotzt weil's so früh war und ich zur Wohnung musste um nem Handwerker zuzugucken und dann hat auf der Straße ständig einer meiner Laune noch n Tritt verpasst.

Spät abends, manche nennen es Nacht, bin ich nochmal los auf ne kurze Stadtfahrt. Auf der Gegenfahrbahn der Hauptstraße hier stand ein Eimer mit Gips oder iwas ähnlichem... ich angehalten, Blinker raus, geguckt ob was kommt, kam auch einer und hielt an, merkte dass ich da schon stehe. Also raus, den Pott weg gestellt, er Fenster runter, ruft raus "Wenn mal alle so wären!". Ich grinse, er: "Und wieder Jugendliche!" und ich "wir sind gar nicht so schlimm!" und lache und er "ne, überhaupt nicht!" und lacht und tschau und lachen und weiterfahren.

Tag gerettet. hahahah



Ahem

48 Entwürfe grinsen mich im Dashboard an. Aber ich arbeite dran, ehrlich. War am Wochenende im Osten und hab auf der Busfahrt getextet. Die nächsten Tage wird es hier täglich was zu lesen geben. Reiseberichte nämlich. Ganz viele. hahahah



Über Konzertheld.de gestolpert (1)

Okay, es ist an der Zeit, einen Beitrag zu kuriosen Suchbegriffen zu schreiben. Bei größeren Blogs kenne ich das und finde es immer witzig, hier hat sich bisher eigentlich eher gezeigt, dass Leute meinen Blog finden, weil ich über etwas geschrieben habe, was sie gesucht haben - was ja sehr positiv ist. Aber dass

hierher führen - auf Seite 1! - hätte ich nicht gedacht. Strange.



Sicherheitsbeschränkung

Ich bin ja eigentlich nicht besonders paranoid. Ich schließe nicht mal nachts die Tür ab. Ich blogge das sogar. Aber meine Passwörter sind alle recht sicher, einfach, weil die Methode, die ermöglicht dass ich mir die merken kann, gleichzeitig auch sehr sichere komplexe Passwörter erzeugt. Auch darüber habe ich übrigens mal gebloggt.

Wieso schränken nun so viele Anbieter, zuletzt stolperte ich beim ADAC und bei meinem Gasanbieter darüber, die Wahl des Passworts zu ungunsten der Sicherheit ein? Während z.B. GMX sogar verlangt, dass man mindestens eine Zahl verbaut, und Server Möglichkeiten bieten, den Benutzern eines Netzwerks zu diktieren, dass deren Passwörter eine bestimmte Komplexität haben müssen, beschränkt Pearl, ein Ein-Euro-Onlineshop, die Länge des Passworts auf 8 Zeichen. Lächerlich.

Es ist ja nicht so, dass man kein nahezu unknackbares Passwort in 8 Zeichen quetschen könnte, aber ich verstehe es einfach nicht. Ich programmiere selbst seit vielen Jahren, auch PHP mit MySQL, und ich sehe wirklich nur einen programmiertechnischen Grund für sowas: Der Programmierer ist zu faul, eine ordentliche Prüfung gegen Datenbankhacks (SQL-Injects) für die Passwörter einzubauen, und verbietet daher z.B. alles außer Buchstaben. Wenn das der Grund ist, ist der Programmierer aber eh schlecht, denn entweder prüft er dann z.B. den Namen oder die Adresse gar nicht oder er ist zu doof die selbe Routine auf das Passwort anzuwenden.

Im Fall meines Gasanbieters war es so, dass ich mir für die Dienste, die meine Wohnung betreffen, ein neues Passwort ausgedacht hatte, welches ausnahmsweise mal ein Komma enthielt. Kommata sind dort aber verboten. Warum? Anderswo verbietet man andere Sonderzeichen, schränkt gar auf Buchstaben und Zahlen ein oder gibt Maximallängen vor. Ich verstehe es nicht. Hält man den Nutzer für unfähig, sich das Passwort zu merken, und zwingt ihn deshalb zu weniger komplexen Passwörtern? Das kann's doch nicht sein. Hat jemand eine bessere Idee? Ansonsten werde ich mal alle von mir genutzten Dienste anschreiben warum sie das tun und auf diesen sowie den oben verlinkten Artikel verweisen, mal sehen, ob was passiert.



Kirchentag beeindruckt

Der diesjährige ökumenische Kirchentag in München hat wie schon der evangelische in Köln 2007 und der in Bremen 2009 eine Menge Eindrücke hinterlassen. Da ich diesmal nicht tagesweise vorgehen möchte und ein gesamter Bericht viel zu lang wäre für einen Eintrag, werde ich den Bericht thematisch gliedern:

  1. Mitgebracht vom Kirchentag
  2. Kirchentag als Party
  3. Kirchentag diskutiert
  4. Kirchentag macht nachdenklich
  5. Kirchentag ist organisiert

So kann jeder, der nicht eh alles lesen möchte, die Themen lesen die ihn interessieren. Manches wird mehr, manches weniger ausgeprägt sein, das liegt daran, wie ich mein persönliches Programm gestaltet habe - von allen Punkten gibt es aber deutlich mehr. Man kann sein Programm vielfältiger gestalten als ich das getan habe - man kann aber auch einen konkreteren Schwerpunkt setzen.

Gelohnt hat sich die achtstündige Reise auf jeden Fall, hier nur ein paar Schlagworte, die obigen Blogeinträge folgen im Lauf der Woche sind inzwischen online:

130.000 Menschen - Ten Sing - KZ-Überlebende - Nena - Energiepolitik - Christina Stürmer - Papphocker - Virtuelle Welten - Wise Guys - Ökumene



Ökumenischer Kirchentag 2010

Wuah, in weniger als zwei Stunden müsste ich eigentlich aufstehen... faktisch wird es eher ein "als wach zu erkennen geben" sein, mit Schlafen wird's wohl nix mehr, oder besser gesagt ich werde es vermeiden vorher noch zu schlafen.

Gegen 15 Uhr werde ich nachher in München ankommen und dort bis Sonntag bleiben, der ökumenische Kirchentag findet dort statt. Ich werde versuchen halbwegs live zu berichten, vermutlich wird wieder ein gut ausgestattetes Internetcafe zur kostenlosen Nutzung bereit stehen.

Wer sich jetzt nicht wirklich vorstellen kann, wo ich da hin fahre und warum ich dafür alles stehen und liegen lasse - Wohnung, Studium, Privatleben, Onlineleben - dem seien meine Berichte vom letzten evangelischen Kirchentag empfohlen. Mi Do Fr Sa So

Bis bald hahahah



The Sounds für den Sektor

Meine Ohren pfeifen noch. Vor zwei Stunden drückte ich dem Kassierer meine Verzehrkarte in die Hand und verließ das Turock, einen Raucherclub in Essen. Ein bisschen enttäuscht, weil es diesmal gar keine Zugaben gab, aber doch happy und in Partylaune - The Sounds haben die Bude gerockt.

Auf den genauen Beginn habe ich nicht geachtet, geplant war 21:30, das wären dann 1,5 Stunden Spieldauer, erneut nicht wirklich viel. Schade, denn die Sounds haben inzwischen drei geniale Alben rausgebracht. In den vielleicht 90 Minuten waren aber dennoch viele ihrer Songs enthalten und vielleicht sogar alle mit richtigem Partypotenzial, auch wenn mir noch zwei, drei einfallen, die ich gerne gehört hätte. Die Setlist1:

  1. Tony the Beat (Rex the Dog Remix)
  2. Queen of Apology
  3. No one sleeps when I'm awake
  4. Seven Days A Week
  5. Ego
  6. Hurt You
  7. Midnight Sun
  8. Home is where your Heart is
  9. Night after Night
  10. 4 Songs & a Fight
  11. My Lover
  12. Beatbox
  13. Painted by Numbers
  14. Dorchester Hotel
  15. Rock & Roll
  16. Living in America
  17. Hope you're happy now

Hope you're happy now gab's dann in einer besonders langen Version ("hope you're fucking happy!"), das Publikum mochte danach nicht gehen, aber ne Zugabe gab's nicht. Goodnight Freddy sollte wohl als Rausschmeißer dienen, aber irgendwas lief schief, es fing immer wieder von neu an, bis die Crew einfach andere Musik angemacht hat. Erst da hörten dann auch der Lärm und die Zugabe-Rufe auf...

Ich habe keine Ahnung wieviele Menschen das Turock fasst, allzu viele sind es aber nicht. Es war ausverkauft und angenehm voll, anscheinend weiß man dort wieviele Karten man verkaufen kann ohne dass es Tote gibt. Ich war relativ weit vorne und hatte das Glück, immer ungefähr am Rand des hüpfenden Bereichs zu sein, hinter ein paar feiernden Mädels, die mindestens so viel Spass hatten wie ich. Ausnahmsweise also mal keine Probleme mit dem Publikum hahahah Der 1live-Fotograf hat sich auch irgendwo dort rumgetrieben2, ist aber vermutlich hinterher nach weiter hinten abgewandert, das Objektiv auf seiner Kamera hätte das sonst sicher nicht unbeschadet überstanden. Der Boden war auch sehr geil, wahrscheinlich Parkett oder sowas (war schon voll als ich ankam, hab mich dann durchgedrängelt), wenn mal kein Platz oder kein passendes Lied zum Hüpfen war, konnte man da ein bisschen Michael-Jackson-like drauf rumrutschen. Spaßig hahahah

Davon, dass es sich um ein sogenanntes Radiokonzert handelte, hat man übrigens nix gemerkt. Ich hatte noch Radio Tom vor Augen, aber hier tauchte nur kurz vorm Konzert Ingo Schmoll (1live-Moderator und einer der Macher vom Podcast Radio Brennt) vor der 1live-Logo-verzierten Rückwand auf, verkündete, dass er die Sounds auch ganz toll findet, brachte uns zwei schwedische Rufe bei ("Danke" und "Zugabe" - was braucht man mehr), verschwand dann direkt wieder und ab da war nix mehr. Was soll's. Die Fotos1 bei 1live sind übrigens ganz cool.

Yeah. 2010 läuft an. So kann's gerne weitergehen - Geile Konzerte in der Nähe für relativ wenig Geld (21€). hahahah

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1 Toter Link entfernt

2 Ich will dieses Objektiv!! Das muss irre lichtstark gewesen sein.