Projektseite: Projekt Hörsturz

Das Projekt Hörsturz, angeboten auf freeQnet, ist eine Aktion, bei der Blogger neue Musik entdecken, ihre eigene Musik vorstellen und anderer Leute Musik bewerten können. Alle zwei Wochen endet eine Runde und startet eine neue - dann können jeweils für die gerade gestartete Runde Bewertungsbeiträge geschrieben und Vorschläge für die neue Runde abgegeben werden. Jeweils 10 ausgeloste Songs sind verpflichtend für jeden, der an der Runde teilnimmt, alle weiteren vorgeschlagenen können optional bewertet werden. Aus den 10 werden am Rundenende Rundencharts erstellt und außerdem gibt es über das gesamte Projekt die Top 50 und die Bottom 10.

Die Projektdauer ist nicht befristet, Interessenten können jederzeit einsteigen, indem sie mit einem Kommentar auf freeQnet.de verkünden, dass sie nun teilnehmen möchten. Am sinnvollsten ist das natürlich unter dem Projektbeitrag zur aktuellen Runde - dabei kann auch direkt ein Vorschlag für die nächste abgegeben werden. Aktuell steht jede dritte Runde unter einem bestimmten Thema.

Auf Konzertheld.de werden Beiträge zum Projekthörsturz mit "projekthörsturz" getaggt und außer in der Einzelansicht nur durch ein grau-oranges Logo dargestellt. Je nach Laune bewerte ich mal alle Vorschläge auf einmal und mal Pflicht und Bonus getrennt.

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Projektseite: Musik-Neuentdeckungen

Die Beitragsserie "Musik-Neuentdeckungen" erscheint an jedem Monatsersten und stellt die Lieder vor, die ich während des vergangenen Monats für mich entdeckt habe. Das können neue Lieder sein oder alte, bekannte oder unbekannte. Die Serie dient vorwiegend als Gedächtnisstütze und Recherchehilfe für mich selbst, darf aber natürlich gerne auch als Inspiration für meine Leser dienen neue Musik zu entdecken.

Die Serie ist erkennbar am Tag "musikneuentdeckungen" und am grünen Logo auf Übersichtsseiten. Wie die anderen Serien wird auch diese außer in der Einzelansicht nur mit einem Logo dargestellt, um weniger Platz zu verbrauchen.

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Musik-Neuentdeckungen 10/2010

Oktober... Semesterstart nach Westbundseminar. Was für ein Kontrast. Ohne Musik wäre ich eingegangen.

  • The Killers - Mr. Brightside (TEN SING Seminar)
    Was wäre TEN SING ohne Sing&Fun... eines der Lieder bei unserem morgendlichen Warm-Up, hat Spaß gemacht hahahah
  • Robbie Williams - Hot Fudge (TEN SING Seminar)
    Hot Fudge war eines der Lieder auf der Show. Die anderen waren auch alle geil, aber Hot Fudge ist das einzige neue, was ich in der Originalversion auch gut finde :D Time is running out von Muse z.B. rockt total in unserer TEN SING-Version, aber von Muse haut es mich nicht vom Hocker...
  • Great Northern - Story
    Bin mir noch nicht ganz sicher, wo das Album herkommt, was ich von denen gefunden habe, aber es ist toll Oo
  • Lykke Li - Get Some (Lykke Li Website)
    Lykke Lis neueste Single. hahahah Ich fand ihr erstes Album total beeindruckend, weil anders als alles andere was ich je gehört habe und merkwürdig sowohl im wörtlichen Sinne als auch im Sinne von seltsam. Der neue Song geht in eine etwas andere Richtung, allerdings nur von der Musik her. Mir gefällt's.
  • Tim Skold - Devil inside (Projekt Hörsturz)
    Mal ne Runde härter als meine Musik normalerweise so ist... den Zusammenhang zwischen Tim Skold, Marilyn Manson und diesem Song habe ich noch nicht ganz verstanden, aber auf jeden Fall find ich's ziemlich geil. Laut und schnell, aber ohne dieses nervige Screamo-Zeugs...


Merkwürdiges nach-konzertiges

Beim Helden-Konzert (berichte ich nachher drüber) habe ich im Bus und später in der Halle diverse Leute getroffen... u.a. aus Köln und aus Siegburg (ungefähr bei Bonn). Jetzt bin ich zuhause und sehe dass mir neue Menschen bei Twitter folgen, so richtige Menschenmenschen und keine Geldmaschinemenschen. Eine aus Köln, eine aus Bonn. Beide waren beim Konzert. Beide haben aus der Konzerthalle getwittert, beide bloggen. Von der einen finde ich die Tweets nicht so spannend, von der anderen den Blog. Und beide lieben Mumford & Sons (die ich bisher nicht kenne) die eine hat sie gerade entdeckt, die andere kennt sie schon länger. (Ich seh grad, sie lesen sich wohl gegenseitig. Ich sollte aufhören auf jede Kleinigkeit zu achten.)

...nur mal so am Rande, weil's mich gerade irritiert, weil irgendwie alles so merkwürdig halb zusammen passt. Muss keiner verstehen. ;)



Einziehen: Digital zu den eigenen vier Wänden

Ahem, die kleine Serie über meinen Umzug ist durcheinander geraten. Das hier ist eigentlich der zweite Beitrag, nicht der dritte. Sorry.

Vor dem Einzug steht immer erstmal das Besichtigen potenzieller Wohnungen. Praktischerweise kann man im Internet sehr komfortabel eine größere Menge Angebote einsehen, viel umfangreicher als in der Zeitung, wo man jede zweite Anzeige in Betracht ziehen und anrufen müsste, selbst für so essenzielle Dinge wie: Wo ist die Wohnung überhaupt?

Ich habe mir vier Wohnungen angesehen, eine von der THS, eine von privat und zwei vom Wohnungsverein Herne. Die beiden vom Wohnungsverein liegen im gleichen Haus, bei der einen handelt es sich um die, in der ich jetzt wohne, bei der anderen um die direkt nebenan. Ich hatte die Wahl zwischen schon tapeziert oder schon Fußboden drin - ich entschied mich für schon Fußboden (Laminat) drin, denn tapezieren kann ich, Fußböden verlegen nicht. Die erste Wohnung war übrigens schon vergeben, als ich mich dafür entschied, die zweite sagte mir nicht komplett zu.

Praktischerweise ist meine Vermieterin beim Wohnungsverein sehr kooperativ, so dass ich schon vor dem Abschluss des Vertrages in aller Ruhe die Wohnung fotografieren und ausmessen konnte und nachdem ich mich endgültig entschieden hatte, durfte ich auch zwei Wochen vorher rein, um zu renovieren. Renovieren hieß: Tapeten in allen Räumen außer im Bad + im Schlafzimmer auch streichen. Ein Fehler übrigens, beim nächsten Mal werde ich einfach direkt streichen statt Rauhfaser drunter zu kleben, ist unnötig und kostet auch Geld.

Wohnungen besichtigen finde ich persönlich ziemlich lustig. Ich hatte das Glück, bei allen drei Besichtigungsterminen keinen labernden Vermieter dabei zu haben (also, einmal war ich alleine, zweimal hat sich der Vermieter auf das Wesentliche beschränkt). So konnte ich mir beim Anschauen schonmal überlegen, wo welche Möbel stehen würden, Ideen entwickeln was man machen könnte und Dinge wie die Anzahl der Steckdosen beachten.

Zwischen Renovierung der Wohnung und Umzug stehen noch ein paar andere Dinge an, die erledigt werden wollen. Strom, Gas, Internet und Telefon müssen her. Auch hier habe ich alles online organisiert - ehrlich gesagt weiß ich auch gar nicht, wie das sonst funktionieren würde, geht man dann z.B. zu den Stadtwerken hin und schließt vor Ort einen Vertrag ab? Meine Anbieter verwalten jedenfalls alle drei alles online. Interessantes Phänomen dabei: Beim DSL kommt es mir völlig normal vor, jeden Monat einen Betrag vom Konto abgebucht zu bekommen, ohne einen Vertrag zuhause liegen zu haben. Bei Strom und Gas finde ich es merkwürdig. Hängt vielleicht damit zusammen, dass letztere zwar monatlich Abschläge abbuchen, aber erst am Ende eines Jahreszeitraums abrechnen und eine Rechnung schicken. Beim Strom geht das noch, ich zahle nur für den Verbrauch ohne Grundgebühren, da schaue ich auf den Zähler und weiß was ich ausgebe. Beim Gas geht das nicht, weil ich die Umrechnungsformel in Kilowattstunden nicht kenne und nur den Verbrauch in Kubikmetern sehe.

Nachdem die Wohnung in einen gescheiten Zustand gebracht wurde und auch alle Ressourcen sichergestellt waren, konnten also Möbel und Kram angekarrt werden. War bei mir trotz der Menge recht unspektakulär, da ich nur einmal mit einem Transporter, aber nie mit einem großen LKW gefahren bin, sondern meistens mit einem normalen Kombi. Gelernt habe ich dabei vor allem, dass Regale abbauen nicht so schnell geht wie ich dachte (weil die Rückwand angenagelt wird und die Nägel dann rausmüssen), und dass Tische, die sich so anhören als würden sie gleich auseinander fallen, meistens gleich auseinander fallen.

Möbel brauchte ich nur für die Küche "neu", anderes Zeug hingegen auch für andere Wohnbereiche. Ein kabelloses Telefon sollte her - das verfügt jetzt über jeden Hightechscheiß inklusive Bluetooth und MP3-Klingeltönen. Ein Strommessgerät - das brachte mich dazu, viel öfter das Notebook statt dem normalen PC zu verwenden, denn letzterer verbraucht einfach mal das 6fache an Strom. Zwecks Stromsparen auch Energiesparleuchtmittel (und, nebenbei bemerkt, auch Lampen, die irgendwie ziemlich teuer sind) - meine sind zwar ziemlich teuer, 8€ pro Stück (Philips Tornado Daylight), leuchten dafür aber besser als 'n Weihnachtsbaum und verbrauchen dabei so wenig, dass ich schon nach einem Jahr mehr gespart habe als mich die Teile gekostet haben.

Irgendwann war dann alles da, angeschlossen, aufgebaut und funktionsfähig bzw. benutzbar. Das Bett fehlte noch, aber als ständig Reisender war es mir dann auch egal, in der Küche auf ner Isomatte zu schlafen - schließlich wollte ich endlich über Nacht in meiner Wohnung bleiben. Einiges habe ich nachträglich wieder geändert, mit der Positionierung meines 5.1-Systems bin ich immer noch nicht zufrieden, weil das Wohnzimmer eigentlich zu groß ist dafür, aber da wird mir sicher noch was einfallen. Heute ist Halloween, ich wohne seit vier Monaten hier und bin gerade heilfroh, dass bisher keine Kinder Süßes gefordert haben - ich hab nämlich außer Spekulatius nix da. hahahah



Irgendwie anders?

Irgendwie anders war die Casting-Show, die ich mir vorhin reingezogen habe. Oma sucht Frau für Matti. Die asoziale fette, die hoffnungslos romantische, die zickige eingebildete, die englische mit dem Personal Assistent und die saufende Russin battlen in harten Disziplinen wie Baumstammwerfen und Daumencatchen um den Schlüssel zu Mattis Herz.

Sehr coole Sache, was TEN SING Mülheim als abendfüllendes Programm auf die Beine gestellt hat. Die Übertragung von "Oma sucht Frau für Matti" wurde immer wieder von Musikwerbespots unterbrochen, damit keine Langeweile aufkam. Der fliegende Wechsel zwischen Instrument und Chor klappte dabei durchweg gut und wenn die Solisten nicht so dermaßen abgegangen wären, dass sie ihr Mikro sonstwo hingehalten haben, hätte man auch weiter hinten verstanden was vorne gerade rockt. Aber wer will schon hinten sein...

Knapp zwei Stunden Programm wurden geboten (inkl. Pause), die Lieder wechselten zwischen Rock und Pop und einige coole kleine Ideen wie der mit Taschenlampen ausgestattete Chor bei "Glücklich" von Farin Urlaub sorgten für zusätzliche Auflockerung. Mich haben Liedauswahl, Tanzperformance, Theaterstück und Gesamtkonzept jedenfalls total überzeugt. Die Location ist angenehm groß und das Licht war gut, der Chor hätte lauter sein sollen und die Solisten sollten trotz Party nicht vergessen dass das Mikro nicht überall aufnimmt. ;-)

Interessieren würde mich mal, welche TEN SING-Gruppen alle da waren. Ich selbst war leider zu spät, daher hab ich die Vorstellung der Gästeliste nicht mitbekommen... gesichtet habe ich Burgaltendorf, Freisenbruch, Bochum und eine Gruppe mit Westbundseminar-T-Shirts. Mülheim liegt sehr angenehm mitten im Ruhrgebiet, daher wohl die relativ vielen Gruppen, die als Gäste da waren. Hat auf jeden Fall ziemlich Bock gemacht - nächstes Jahr bin ich wieder dabei!



Einleben: Anpassen und erkunden

Okay, die Wohnung ist eingerichtet, jede Menge Kram wurde rübergeschafft, man kann hier kochen, schlafen, im Internet surfen und Musik hören - was nun?

Alleine wohnen ist gar nicht so schwer. Praktischerweise hetzt einen ja niemand, sofort alles perfekt hinzukriegen und sich im neuen Wohnort zurecht zu finden, und in meinem Fall kann man sowohl Vermieter als auch Nachbarn einfach mal ansprechen wenn man irgendeine blöde Frage hat.

Am Anfang war der Backofen und weil Pizza teuer ist, habe ich glaube ich am Anfang unheimlich viel Pommes gegessen, weil die Kochplatten am Elektroherd aus irgendwelchen Gründen nicht funktionierten. Bevor ich fett wurde, entdeckte ich, dass man im Prinzip jeden Scheiß in der Mikrowelle zubereiten kann, freute mich wahnsinnig über die automatische Kochfunktion und kochte Nudeln, Kartoffeln und Gemüse in der Mikrowelle. Danach musste ein Zweiplattenkocher her, denn Schnitzel braten geht mit Mikrowellen nicht - oder sagen wir: Fett in der Mikrowelle zu erhitzen und so zu bestrahlen, dass man darin braten kann, war mir zu komplex.

Wäsche waschen ist unspannend, allerdings habe ich es schon mehrfach geschafft, die Wäsche ne halbe Stunde später zu waschen, weil mein Nachbar von unten auch gerade im Keller war und wir dann nett gequatscht haben. Praktischerweise ist er derjenige, der hier im Haus schon vor mir laute Musik gehört hat, so haben wir uns darauf geeinigt, einfach mal drauf los zu hören und im Zweifel einfach anzuklingeln wenn's nervig wird. Sehr angenehm, viel besser als Menschen, die zum Vermieter statt zum Nachbarn latschen um sich zu beschweren. Die Wohnung neben mir wurde auch gerade bezogen als ich hier einzog, so gab's nach meiner Briefkastenzettel-Vorstellungsrunde direkt noch eine zweite. Dinge wie für Nachbarn angenommene Pakete sorgen für zumindest kurzen Kontakt zu den verbleibenden Mitbewohnern.

Nach und nach entdeckte ich dann die vielen Vorteile meiner Wohnlage. Ich wohne in Herne-Mitte, und zwar so, dass ich den Bahnhof in fünf Minuten zu Fuß erreiche. Der Bahnhof ist nicht der Hauptbahnhof, denn der Hauptbahnhof ist in Wanne-Eickel, was politisch und geografisch zu Herne gehört, ansonsten aber nicht. Das ist super, wenn man Besuch bekommt und zum Bahnhof schickt und der Besuch dann in die ÖPNV-Onlineauskunft Hauptbahnhof eingibt, die landen dann tatsächlich regelmäßig am falschen Bahnhof. Aber ich schweife ab. Am Bahnhof wohnen bedeutet eine Menge Buslinien und vor allem die U-Bahn, die zur Uni durchfährt, vor der Tür zu haben, und es bedeutet natürlich auch, nicht mehr auf Züge warten zu müssen, weil Züge nicht zu früh abfahren und man irgendwann exakt weiß, wieviel Minuten man braucht, bis man am Gleis ist (der Bahnhof ist klein, da ist es egal, welches der vier Gleise).

Am Bahnhof wohnen bedeutet aber auch mitten in der Stadt wohnen. Vorteilhaft ist daran, dass ich Aldi, Lidl und vor allem den supergenialen Toom1 zu Fuß erreichen kann (und einen Baumarkt, zwei Videotheken, mindestens eine Spielhalle, eine Pizzeria, McDonalds, zwei SB-Autowaschanlagen, einen Tierfuttermarkt...). Mittlerweile bin ich dazu übergegangen, nahezu alles bei Toom zu kaufen, weil die Qualität der Waren dort nahezu durchweg gut ist und selbst die Harddiscounter meist nicht mehr als ein paar Cent unter deren Preise kommen...

Nachteilhaft ist, dass sich die Autofahrer hier wie der letzte Dreck benehmen und man deutlich spürt, dass Herne Deutschlands kriminellste Stadt ist - nicht weil man dauernd zusammengeschlagen wird, sondern weil ständig Krankenwagen und andere blaulichtbesetzte Autos vorbei fahren. Bei geschlossenem Fenster kriegt man davon aber genau wie vom Bahnhof vernachlässigbar wenig mit, hundert Jahre altes Haus hin oder her. Für die Nachbarn gilt das leider nicht, aber von den sieben, die hier außer mir wohnen, sind vier quasi nie wach zuhause, zwei alt und unauffällig und der letzte ist der von unten, den ich ausdrücklich anmotzen darf, wenn er nervt. ;) Überwiegend also alles recht erträglich hier.

Genug der ausführlichen Beschreibungen meiner Umgebung, auf zu den Kleinigkeiten. Ich kriege Post und habe Telefon! Das ist so cool. Ich hatte vorher schon eine eigene Telefonnummer, die praktischerweise jetzt einfach weitergeleitet wird2, aber jetzt habe ich drei eigene Telefonnummern und sie gehören zu meiner Wohnung! hahahah Wobei mich die erste Post mit meiner Adresse drauf ja noch mehr begeistert hat... inzwischen kriege ich vor allem Werbung von Unitymedia (lasst mich! Ich will euch nicht!) und Erinnerungen von der GEZ (ihr kriegt eh nix, ich hab ja selbst nix!), aber was soll's.

Meine Wohnung selbst sieht inzwischen nicht mehr ganz so aus wie am Anfang, als ich die ersten Nächte hier geschlafen habe. Mal abgesehen davon, dass ich das inzwischen nicht mehr auf einer Isomatte tue, ist die Einrichtung vervollständigt (die Couch kam erst später) und ich habe im Wohnzimmer nochmal umgeräumt. Mit ein paar netten Ideen ist so vieles so viel besser... Beispiel: Ich habe zwei identische Regale im Wohnzimmer, die immer schon meinen wichtigsten Kram enthielten. Statt direkt links und rechts vom Eck-PC-Tisch habe ich das linke jetzt gedreht, so dass die Vorderseite Richtung Tisch zeigt. So komme ich 1. besser an den PC, der nicht mehr eingequetscht wird, weil das Regal jetzt quasi in den Raum zeigt, was aber 2. nicht doof aussieht, weil es mit dem Rücken zur Couch steht, wodurch ich 3. die Rückwand mit Fotos vollpappen kann, so dass es auch von der Couch aus nicht doof aussieht, und 4. konnte ich zwischen Regal und Tisch noch das CD-Regal an die Wand hängen.

Inzwischen wohne ich ungefähr vier Monate hier. Komplett fertig ist immer noch nicht alles; das Bett wurde inzwischen geliefert, aber noch nicht aufgebaut, ohnehin fehlt eine passende Matratze (140x220 ist einfach eine Scheißgröße!) und ich habe inzwischen einen anderen Elektroherd, weil ich den geschenkten nicht ans Laufen gekriegt habe - der neue muss aber noch eingebaut werden und entsprechend der alte raus. Aber abgesehen davon hat sich inzwischen alles eingespielt... auch bei den finanziellen Dingen habe ich inzwischen den Durchblick und ich denke, es steht nichts mehr im Weg, hier noch eine Weile wohnen zu bleiben.

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1 Ich muss es immer wieder erklären: Was in Hessen und wahrscheinlich auch anderen Gebieten völlig normal ist, ist im Ruhrgebiet ungewöhnlich. Toom ist in Herne ein gewöhnlicher (recht großer) Supermarkt - im Prinzip ein großer Rewe. Überall anders im Ruhrpott ist es ein Baumarkt, hier nicht.

2 Ich scheine recht gründlich gewesen zu sein beim Verteilen meiner neuen Daten, nicht ein einziges Mal klingelte mein zweites Telefon, weil jemand auf meiner alten Rufnummer angerufen hatte.



Doppelt hält besser?!

Jetzt bin ich doch arg verwirrt. Vertrauen in die Deutsche Post bzw. DHL habe ich ja schon eine ganze Weile nicht mehr. Schon vor meinem Umzug sind Sendungen verloren gegangen oder wurden aus mysteriösen Gründen nicht zugestellt und landeten im Nachforschungszentrum. Hier in dem Haus, in dem ich jetzt wohne, werden Sendungen, die mit der Post zugestellt werden, ohnehin wild im Hausflur verteilt. Mal steht was im Erdgeschoss, mal steht was auf ner Treppe, mal wurde die Sendung wieder mitgenommen und ein Zettel in den Hausflur geworfen, vorzugsweise ohne Hinweis auf die Art der Sendung oder den Verbleib (Filiale - welche? oder Packstation).

Die Story von heute ist noch etwas besser. Ich hatte bei Amazon bestellt und wusste nicht, dass die Ware aus England kommt. Macht aber nix, denn normalerweise geht das ziemlich flott, ich habe schon oft bewusst in England bestellt bzw. auf Amazon Deutschland bei Händlern mit Sitz auf der Insel. Nach zwei Wochen war aber immer noch nichts gekommen und ich mutmaßte schon, dass es an der Packstation lag, und schrieb dem Verkäufer. Der schickte dann etwas später nochmal eine Sendung los, diesmal an meine Hausadresse.

Das erste Paket wurde vor drei Wochen losgeschickt, das zweite vor einer. Heute erhielt ich eine SMS von der Packstation, dass eine Sendung für mich da sei, und ich überlegte, ob es wohl das bestellte Buch sei oder doch noch die Sendung aus England. Auf dem Weg sah ich schon das Päckchen in meinem Briefkasten, die Sendung aus England war mit dem zweiten Versuch angekommen1, also müsste in der Packstation das Buch liegen. Dort angekommen die Überraschung: Die erste Sendung aus England!

Wie schafft es die Post / DHL bitte, zwei gleiche Sendungen, die mit einem Abstand von zwei Wochen verschickt werden, am selben Tag zuzustellen? Der wirtschaftliche Schaden hält sich stark in Grenzen, aber dennoch, ich find's merkwürdig... was passiert da im Hintergrund? Oo

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1 Falls sich jemand wundert: Ich konnte an der Form der Verpackung klar erkennen was es ist.