Funkstille

blinkende_kommunikation.jpgEs gibt eine Menge Dinge, die mich kurzfristig aufregen können. Menschen, die in öffentlichen Verkehrsmitteln die Türen verstopfen, indem sie einfach stehen bleiben, rücksichtslose Autofahrer, laute Nachbarn, ungünstig gelegene Univeranstaltungen oder verspätete Züge. Aber so richtig dauerhaft, regelmäßig und jedes Mal wieder ärgert mich eigentlich fast nichts. Bis auf eine Verhaltensweise, die bei fast allen Personengruppen zu beobachten ist, ganz gleich ob Freunde, Bekannte, Kommilitonen, Arbeitskollegen, Couchsurfer, Sachbearbeiter oder sogar Studienberater, die genau dafür zuständig sind: Immer wieder passiert es, dass ich auf Fragen keine Antwort erhalte, auf Mails keine Reaktion kommt oder schriftliche Gespräche kommentarlos abgebrochen und nicht wieder aufgegriffen werden.

Natürlich gibt es zahlreiche Erklärungen dafür. Veraltete Kontaktdaten oder technische Fehler, die verhindern, dass die Nachricht überhaupt erst zugestellt wird. Nachrichten können in der Masse untergehen - bei WhatsApp, SMS und Facebook im privaten Umfeld, aber auch E-Mail-Accounts von zahlreichen Firmenangestellten nicht unüblich. Unvorhergesehen Ereignisse oder dringende Termine, die einen Abbruch des Gesprächs erfordern. Aber die wenigsten Gründe, die mir einfallen, liefern eine brauchbare Rechtfertigung, vor allem dann nicht, wenn es wiederholt zu Funkstille kommt.

Keinerlei Verständnis habe ich beispielsweise für die beiden Studienberater, die ich in den vergangenen Semesterferien anschrieb, um mich über die von ihnen betreuten Studiengänge zu informieren. Bis heute keine Reaktion. Wenn es an der Masse der E-Mails hängt, liegt das an mangelhafter Selbstorganisation. Falsche Kontaktdaten auf Uniwebsites kommen sicher auch vor, sind aber einfach nicht vertretbar. Und als Studienberater sollte man zumindest irgendwie reagieren - auch wenn man mal nicht alle Fragen beantworten kann.

Für Ämter und Angestellte diverser Unternehmen verhält es sich ähnlich. Klar hat man ein enormes Mailaufkommen, wenn man im Kundenservice arbeitet, aber gerade dann sollte und muss man ein System finden, die Mailflut zu bewältigen oder zumindest im Auge zu behalten, was noch bearbeitet werden muss. Das ist aber noch gar nicht der ärgerlichste Beispiel.

Auch Menschen, mit denen ich im Alltag persönlichen Kontakt habe, sind teilweise erschreckend schlecht erreichbar. Daran, dass im Zeitalter von Facebook niemand mehr auf gewöhnliche E-Mails antwortet, habe ich mich ja gewöhnt. Dass SMS ignoriert oder vergessen werden, kann man vielleicht mit WhatsApp begründen - wo ich nicht angemeldet bin, was aber ja im Wesentlichen wie SMS funktioniert, weswegen es mir nicht logisch erscheint, letztere zu vernachlässigen. Ist es so schwer, wenn man seine Nachrichten jederzeit lesen kann, dann innerhalb von ein, zwei Tagen zumindest mal darauf zu reagieren?

Da mich das Thema wirklich beschäftigt, spreche ich immer wieder Personen darauf an. Verständnis ernte ich selten, dafür Aussagen wie "Ja, SMS / Mails lese / beantworte ich nie" oder "Manchmal bin ich einfach zu faul" oder "sorry, vergesse ich ständig". Was sagt denn das aus? Sind soziale Kontakte nicht mehr wichtig? Können wir die Menschen, mit denen wir uns abgeben, nach unserem bevorzugten Kommunikationsmedium aussuchen? Und ist es normal, dass Kommunikation nicht mehr aus Dialogen besteht, sondern aus dem Senden einzelner Nachrichten ins Irgendwo?

Die Hochzeit von ICQ und MSN ist noch gar nicht so lange her. Damals gab es im Chat zahlreiche Statuszustände, die auch rege genutzt wurden: Verfügbar, Abwesend, Lange Abwesend, Beschäftigt, Sehr beschäftigt (nicht stören). Heute funktioniert nicht mal der Onlinestatus bei Facebook noch ordentlich, man kann nicht davon ausgehen, dass eine Person tatsächlich anwesend ist. Dafür gibt es nun Hinweise, wenn Nachrichten gelesen wurden - was zu allerlei Ärgernissen führen kann, da niemand genau weiß, wann diese Hinweise erzeugt werden, ganz davon abgesehen dass sie anscheinend auch technisch unzuverlässig sind.

Unser moderner Alltag und unsere Lebensumstände erlauben es nicht mehr, dass wir uns für jedes Gespräch persönlich treffen; selbst Telefonate sind nicht immer möglich. Wir sollten mit digitaler schriftlicher Kommunikation also wieder sorgfältiger umgehen, auch wenn sie so einfach ist wie nie zuvor.



Reiseschnipsel

Duisburg Hauptbahnhof bei Nacht

Seit ich vor bald fünf Jahren von Zuhause ausgezogen bin, habe ich in meiner Freizeit etwa 43.000km Luftlinie zurückgelegt, davon 9.000km auf regelmäßigen Fahrten. 25.000km habe ich in Zügen verbracht, wenn man Fahrten zur Arbeit einrechnet, sicher noch ein paar tausend mehr. Kein Wunder, dass sich in den Notizen in meinem Handy mit der Zeit etliche kleine Anekdoten angesammelt haben.

Schön ist zum Beispiel immer, wenn man merkt, dass die nervigen Stimmen aus dem Off am Bahnhof doch menschlich sind.

Herbert, Telefon!

(irgendwo wird er schon sein...)

Und auch das Personal im Zug und am Gleis verdient etwas mehr Respekt. Regionalzug fahren in Oelde ist gar nicht so einfach, da springt auch mal eine Schaffnerin vor Freude vor dem Zug herum, weil alle Türen ihres Zuges am zu kurz geratenen Gleis öffnen können.

Spandau einsteigen bitte!

- WAAAS?

Spandau einsteigen bitte!!

(man kann ja mal nachfragen)

Menschen mit Humor sind auch super. So wie der Kontrolleur, der das Ticket eines Teenie-Mädels kontrolliert hat und schon weiterging, bevor die ihren Ausweis dazu zeigen konnte, woraufhin sich die Gruppe über das lausige Foto amüsierte und meinte, er hätte doch auf den Ausweis bestehen sollen. Ließ er sich nicht entgehen und kam nochmal zurück...

Siggi muss morgen noch tätowiert werden, ich muss morgen noch Grünkohl kaufen

(schwer beschäftigt)

Gegen die Fahrgäste ist das natürlich nix. Gemeinschaftlich ausgelacht haben wir mal den Typen mit sooo dicken Eiern, der sich telefonierend an die Tür in der Straßenbahn lehnte. In Gelsenkirchen fährt die Straßenbahn nur teilweise im Tunnel und so wechselt beim Verlassen des Tunnels die Ausstiegsseite... und der Typ fiel aus der Tür.

Ich schlaf unter dem McDonalds-Zeichen, hab ne schwarze Jacke an

(wie sich Obdachlose verabreden)

Teilen ist eine in der heutigen Zeit unüblich gewordene und doch sehr schöne Geste. Manche Menschen teilen ihre gute Laune, andere Schokolade und Kaugummi, mir wurde sogar schonmal ein Burger angeboten. Eine alte Frau hat in Bochum einer Bettlerin mal ihre Einkäufe vom Bäcker geschenkt. Bitte Hilfe, habe Hunger stand auf dem Schild - als ich wenig später an der gleichen Stelle vorbei kam, war die Bettlerin weg.



Musik-Neuentdeckungen 10/2014

Wie jeden Monat stelle ich hier die Lieder vor, die ich neu entdeckt habe - weil ich sie zu schätzen gelernt habe, weil sie nach langer Zeit wieder aufgetaucht sind oder weil sie einfach neu sind. Radio, Konzerte, Festivals und Empfehlungen von Freunden und Bloggern bringen immer wieder frischen Wind in meine Sammlung und die hier ausgewählten Titel, oft auch andere Titel der Band, möchte ich als Empfehlung an euch weitergeben. Aufgrund der schwierigen Lage in Deutschland gibt es meistens keine Links, aber über Google, Spotify & Co findet sich alles.

Knife Party - Bonfire
Emiliana Torrini - Gun
Ihr bringt den Namen Emiliana Torrini sofort in Verbindung mit "Jungle Drum" und findet es zum Davonlaufen? Nun, löst euch von dieser Vorstellung. Der Rest des Albums klingt... sehr anders. Ruhiger, teilweise, "Gun" allerdings besteht im wesentlichen aus diesem großartigen dramatischen und doch simplen Gitarrenriff, das mich in zwei Sekunden gepackt hatte.


Photography Challenge - Sunset

Sonnenuntergänge (und Sonnenaufgänge, die ebenso schön sein können) sind wohl eines der beliebtesten Motive in der Landschaftsfotografie. Ich muss zugeben, dass einer der Gründe, warum ich mich vor allem Konzerten widme, der ist, dass ich da nicht auf gutes Wetter oder die passende Uhrzeit warten und auch keine geeignete Location suchen muss. Umso mehr freut es mich, wenn sich in meiner direkten Umgebung schöne Motive bieten. Die beiden folgenden Fotos sind von 2011 aus meiner Zeit in Herne und entstanden am selben Abend. Das erste zeigt den Blick von meinem Balkon, das zweite den Bochumer Hauptbahnhof, der 15 Minuten mit der U-Bahn entfernt war und den ich gerade ansteuern wollte, als mir das Licht draußen auffiel.

Sonnenuntergang Balkon HerneSonnenuntergang Bahnhof Bochum

Wer auf HDR-Bilder steht, kann sich auf Sonnenuntergänge stürzen. Eine vernünftige Belichtung zu finden ist schwierig und nicht immer gibt die Szene es her, mit Silhouetten zu arbeiten. Das folgende Motiv ist spontan beim Autofahren irgendwo zwischen Hagen und Bochum entstanden.

Sonnenuntergang irgendwo zwischen Hagen und Bochum

Da Josh in seinem Artikel schon mehr gesagt hat als ich gewusst hätte, belasse ich es heute mal beim Zeigen der Fotos.



Photography Challenge - Silhouette

Silhouetten treten in der Fotografie eher zufällig auf, es sei denn, man hat reichlich Kunstlicht zur Verfügung. Ich arbeite nie im Studio, besitze keinerlei Lichtequipment und habe auch nicht vor das zu ändern - denn mein Lieblingsgebiet ist stets mit ausreichend Effekten ausgestattet. Bei Konzerten bekommt man schnell eine Gelegenheit, Künstler im Gegenlicht zu fotografieren. Zu den interessanteren Varianten gehören Aufnahmen gegen Stroboskoplicht - Farben werden vollkommen vernichtet, es gibt nur noch schwarz und weiß im angestrahlten Bereich. Leider ist das Timing dabei sehr schwer und es ist fast unmöglich, auch noch den Fokus richtig zu setzen.

Traumzeit 2013 Freitag - Editors

Den Gitarristen der Editors habe ich immerhin halbwegs erwischt. Das Konzert war großartig, aber fototechnisch extrem anstrengend, da nicht nur massenhaft Stroboskoplicht zum Einsatz kam, sondern generell sehr wenig anderes Licht, so dass es schlichtweg sehr dunkel war.

Serengeti - 0001 Chase & Status

Ganz anders bei Chase & Status im selben Jahr auf einem anderen Festival. Alleine die riesige Videowand hat eine großzügige Beleuchtung abgegeben. Das Foto ist entsprechend einfach zufällig entstanden, als gerade kein Frontlicht auf den Schlagzeuger gerichtet war. Ich bin ein bisschen neidisch auf das Drumset. hahahah

Im Hintergrund ist übrigens ein anderer typischer Konzertfoto-Effekt zu sehen: Die Kamera kann das Licht der LED-Scheinwerfer nicht korrekt verarbeiten. LEDs geben auf einem sehr schmalen Wellenlängenspektrum sehr intensives Licht ab, dadurch reißen die Farben aus. Auch auf dem oberen Foto ist der Effekt im Hintergrund zu sehen. Abhilfe schafft leider nur das Vermeiden von LED-Lichtquellen im Bildausschnitt, denn die wenigsten Beleuchter arbeiten mit Diffusorfolien, die das Licht zwar weicher machen, aber wie alle Filter auch die Helligkeit mindern.

Dieser Beitrag ist Teil einer Serie, die restlichen Beiträge sind ebenfalls unter dem Tag 30dpc zu finden.



Fernbusreisen - schnell und bequem oder nur billig?

Die Gewerkschaft der Lokführer streikt wild und Zugreisen sind unzuverlässiger denn je. Ein guter Zeitpunkt, darüber nachzudenken, ob Fernbusse inzwischen das kleinere Übel sind.

FlixBus

Da wäre der vom Preis her billigste Anbieter FlixBus. Anfangs mit durchschnittlichem Streckennetz und immer wieder ausfallender Website, inzwischen mit anständigem Netz und funktionierender Website. Der Support ist freundlich und hilfreich (getestet auf Twitter). Fahrzeiten sind teilweise etwas kürzer bei der Konkurrenz, da anscheinend Fahrer besser geplant werden, um vorgeschriebene Pausen nicht auf Kosten der Fahrgäste durchzuführen. Es kommt allerdings auch öfter zu Verspätungen durch Staus und Berufsverkehr. Mit den Fahrzeugen hatte ich bisher nur gute Erfahrungen.

BerlinLinienBus

Ebenfalls sehr günstig und am Längsten etabliert ist BerlinLinienBus, die allerdings immer noch vor allem um Berlin herum aktiv sind. BerlinLinienBus fährt am meisten kleine Orte und Orte im Ausland an. Die Busse sind teilweise so leer, dass ich keine Ahnung habe, wo die Wirtschaftlichkeit bleibt. Möglicherweise liegt es an der Ausstattung - als einziger Anbieter habe ich hier mal einen wirklich alten Linienbus statt eines modernen Reisebusses vorgesetzt bekommen.

MeinFernBus

Auch aus Berlin, aber mit dem in Deutschland dichtesten Streckennetz ausgestattet ist MeinFernBus. Auch hier gibt es längst nicht Verbindungen von überall nach überall, aber die Versorgung großer Städte ist hier am Besten und es gibt tagsüber oft mehrere Verbindungen und auch einzelne Nachtbusse, zudem bietet die Website Verbindungen mit Umsteigen an. Support auf Twitter ist trotz Account nicht vorhanden. Die Fahrer bei MeinFernBus setzen teilweise rigoros Gepäckauflagen durch, mein kleiner Fotorucksack musste daher schonmal in den Gepäckbereich. Preislich liegt MeinFernBus prinzipiell im Mittelfeld, durch die große Beliebtheit sind die günstigen Preise aber oft schon sehr früh ausgebucht. Während FlixBus dies auf Nachfrage mitteilt, ist es bei MFB nicht möglich, herauszufinden, ab wann bestimmte Verbindungen gebucht werden können und es gibt auch kein einheitliches Konzept dafür (manche Verbindungen jetzt im Oktober bis Januar, manche nur bis Ende November).

DeinBus

DeinBus hat vieles ins Rollen gebracht, als sie von der Bahn für ihr Bus-Mitfahrgelegenheitssystem verklagt wurden, den Prozess aber gewannen. Das Netz ist seitdem aber dürftig geblieben, bei mir im Osten gibt es gar nichts. Dafür bieten sie aber als einziger Anbieter einen einheitlichen Online-Sparpreis von 9€ auf alle Strecken. Auf Fragen per Twitter kommt immer eine Reaktion, Praxiserfahrungen konnte ich leider bisher keine sammeln.

City2City

City2City hat inzwischen das Geschäft aufgegeben, trotzdem möchte ich meine Erfahrungen kurz aufschreiben. Meine einzige Fahrtbuchung gestaltete sich leider recht kompliziert, da das Bezahlsystem versagte, so dass Telefonsupport in gebrochenem Deutsch nötig war. Grund war das System für die Sitzplatzreservierung (das übrigens ein Alleinstellungsmerkmal war). Der Fahrer begrüßte mich dann mit Namen und ich wurde pünktlich und komfortabel von A nach B transportiert, allerdings mit sehr wenig anderen Fahrgästen, daher wohl auch der wirtschaftliche Untergang. Schade. Wie bei BerlinLinienBus gab es hier Schüler- und Studentenrabatt.

ADAC Postbus

Ebenfalls kränkelnd ist der ADAC Postbus. Bei den gelben Bussen ist meine Meinung gespalten - nein, falsch, meine Meinung über die gelben Busse ist eigentlich eindeutig. Ich bin noch nie so bequem Bus gefahren wie mit dem ADAC Postbus. Wesentlich größere Beinfreiheit als bei allen anderen Anbietern, als einziger Anbieter Busse mit Dreipunktgurten und ansonsten komfortabel wie die Konkurrenten. Es sind stets zwei Mitarbeiter an Bord, damit Gepäck, Fahrkarten und Snack/Getränkeversorgung schnell abgewickelt werden können. Hier habe ich als einziges die Fahrradmitnahme getestet, da dies durch eine Aktion kostenlos war. Das Fahrrad wurde im Gepäckraum stehend verstaut - fühlt sich wesentlich sicherer an als der Gepäckträger hinten dran. Leider sind die Preise hier mit Abstand am Höchsten, was durch den Mehrkomfort noch vertretbar wäre, aber auch die Fahrpläne sind deutlich komplizierter als bei der Konkurrenz. Allzu oft gibt es bei der Suche nach Verbindungen keinen Treffer und es ist nicht erkennbar, ob auf der jeweiligen Strecke einfach keine Busse fahren oder nur an dem Datum, denn der ADAC Postbus bietet aus wirtschaftlichen Überlegungen nicht an jedem Tag jede Verbindung an. In Kombination führt das dazu, dass ich meistens gar nicht erst nachschaue, ob der Postbus eine Alternative zu den anderen Anbietern ist.

Fazit

Schafft man es, auf der gewünschten Verbindung einen günstigen Bus zu buchen, wird man in der Regel pünktlich, komfortabel und sicher transportiert. Grobe Zwischenfälle gab es keine, vorteilhaft ist die Unterbringung des Gepäcks im verschlossenen Gepäckraum - das empfinde ich als sicherer als die Ablage meines Rucksacks im Gepäckständer am anderen Ende des Großraumwagens im Intercity-Zug. Beim Sitzkomfort kann der ADAC Postbus punkten, BerlinLinienBus schwankt hier stark.

Mit Verspätungen zu Stoßzeiten ist zu rechnen, Verbindungen zu diesen Zeiten werden von manchen Anbietern mehr, von manchen weniger angeboten. Ein großes alle Anbieter betreffendes Problem ist das unklare System der Ticketverfügbarkeit. Hat man den besten Zeitpunkt verpasst und andere Fahrgäste haben sich die günstigeren Tickets geschnappt, ist der Preisvorteil gegenüber dem Zug schnell weg, die oft höhere Fahrzeit bleibt aber natürlich bestehen. Durch Kontrollen wird diese noch wesentlich verlängert (von vielleicht 20 Fahrten wurde mein Bus bisher einmal kontrolliert). Ein Allheilmittel sind Fernbusse also keineswegs - aber das überrascht jetzt vermutlich die Wenigsten.



Musik-Neuentdeckungen 9/2014

Wie jeden Monat stelle ich hier die Lieder vor, die ich neu entdeckt habe - weil ich sie zu schätzen gelernt habe, weil sie nach langer Zeit wieder aufgetaucht sind oder weil sie einfach neu sind. Radio, Konzerte, Festivals und Empfehlungen von Freunden und Bloggern bringen immer wieder frischen Wind in meine Sammlung und die hier ausgewählten Titel, oft auch andere Titel der Band, möchte ich als Empfehlung an euch weitergeben. Aufgrund der schwierigen Lage in Deutschland gibt es meistens keine Links, aber über Google, Spotify & Co findet sich alles.

Inxs - Need you tonight
MetroGnome - Breaking Bad Remix
Was der da macht, möchte ich auch gerne können. Da gehört leider ne ganze Menge mehr zu, als am Ende mit den Triggern alles auszulösen.
Goran Bregović - Kalashnikov
Über sowas stolpert man, wenn man Couchsurfing-Hosts im Ausland sucht. Geht ganz gut ab, ist auch sehr witzig anzuschauen wie das Publikum so reagiert. Bloß keine Ahnung was der Text bedeutet.
El-P feat. Trent Reznor - Flyentology (Cassettes Won't Listen Remix)
Nochmal Breaking Bad-Soundtrack, diesmal original. Eine rauschende Meth-Party, total kaputte Gäste und eine richtig fette Anlage. Dieser Song passt perfekt dazu: Druckvoller Bass, wabernde Bass-Synthis, rauhe Vocals. Geiles Ding. Ich brauche neue Boxen.


616 Tage

Das Projekt 55 in 777, angelehnt an das Day Zero Project, soll über einen großen Zeitraum kleine und große Erfolge sichtbar machen. Dafür habe ich eine Liste mit 55 großen und kleinen messbaren Dingen erstellt und verfolge diese nun 777 Tage lang. So sah diese Liste am Anfang aus. Der Übersichtlichkeit halber habe ich Kommentare zu bereits im letzten Check abgeschlossenen Punkten entfernt.

Gesamtstand: 14/47
Letzter Tag: 20. Februar 2015

Sport / Ernährung

  1. 100 Liegestützen schaffen (?/100)
  2. 200 Sit-Ups schaffen (37/200)
  3. :check: 500 Kilometer mit dem Fahrrad zurück legen
  4. 2 Wochen vegan leben (0/2)
  5. 10 Gerichte aus 10 verschiedenen Ländern kochen (2/10)
    Pizza nach italienischer Art (die tatsächlich anders ist als die deutsche); Tofu nach vietnamesischem Rezept. Gar nicht so einfach, typische Nationalgerichte enthalten meistens Fleisch!
  6. Zu Weihnachten mindestens 10x backen (5/10)
  7. :check: Marmelade selber machen
  8. :check: Pudding selber machen

Digital

  1. Alle 77 Tage ein Update dieser Liste posten (7.5/10)
  2. 100 Artikel schreiben, die nicht Teil einer Serie sind (96/100)
  3. Mein gesammeltes Videomaterial von TEN SING zusammenschneiden (0/3)
  4. :check: 15 Beiträge zu Habari leisten (veröffentlichte Plugins oder Themes oder Core-Bugfixes)
  5. Eine Woche offline gehen (3/7)
    Beim Jugendcamp war ich immerhin schonmal drei Tage offline, bei der Interrail-Reise wird es sich sicher auch noch länger ergeben.
  6. 1000 Posts erreichen (988/1000)

Foto / Musik

  1. Portfolio mit min. 20 Fotos pro Kategorie füllen (24/60)
  2. 100 Songs am Schlagzeug vollständig spielen können (31/100)
  3. 50 Songs am Bass spielen können (10/50)
  4. 10 Songs an der Gitarre spielen können (0/10)
  5. :check: Weiterhin min. 1x im Jahr auf ein Konzert im Ausland gehen
  6. Einen Film selber entwickeln
  7. Einen "Lost Place" besuchen
  8. Beide CD-Regale füllen (133/174)

Reisen

  1. :check: Beim Kirchentag in Hamburg dabei sein
  2. Beim Rothaarigentag in Breda dabei sein
    Dieses Jahr hatten wir selbst einen Auftritt an dem Wochenende. Damit klappt es in diesem Zeitraum leider nicht mehr.
  3. :check: Beim YMCA-Festival in Prag als Volunteer dabei sein
  4. Eine Interrail-Reise machen
  5. :check: In einem Nachtzug schlafen
  6. Eine Reise nur mit Couchsurfing bestreiten
  7. Eine Reise mit mindestens einer Übernachtung nur mit dem Fahrrad bestreiten
  8. :check: Eine Deutschland-Rundreise machen
  9. Nochmal nach Brighton reisen
  10. Beim Kirchentag in Stuttgart dabei sein
    Mir fällt jetzt erst auf, dass das ja nach dem Ende des Projektes ist...

Freizeit allgemein

  1. :check: Erdbeeren pflücken gehen - war ich nicht mehr seit ich Kind war!
  2. :check: Geocachen gehen
  3. Die Herr der Ringe-Trilogie lesen (0/3)
  4. 5 Bildungslücken bei Filmen schließen (3/5)
    Gesehen: Die fabelhafte Welt der Amélie, Pulp Fiction, Täglich grüßt das Murmeltier
  5. 5 Träume aufschreiben (3/5)
  6. :check: An einer Demo teilnehmen

Bildung

  1. Jede Woche einen zufälligen Wikipedia-Artikel lesen (0/111)
  2. Jeden Monat einen zufälligen englischen Wikipedia-Artikel lesen (0/26)
  3. Grundkenntnisse in einer vierten Sprache erwerben (0/3 - A1, A2, B1)
  4. Begrüßung und Verabschiedung in 10 Fremdsprachen lernen (4/10)

Organisation

  1. Regelmäßig (wöchentlich) den Finanzplaner in Ordnung bringen (88/111)
  2. Weihnachtsgeschenke spätestens Nikolaus zusammen haben (0/2)
  3. Jahresrückblick spätestens am 28.12. fertig haben (1/2)
  4. :check: Keller aufräumen

Menschen

  1. :check: Nachbarn ansprechen
  2. Alle TEN SING-Gruppen im Westbund besuchen (12/34)

Aber nicht alle Dinge sind messbar. In den vergangenen 77 Tagen...

  • ...überlebte ich die Klausurphase des zweiten Semesters,
  • ...erweckte ich einen vor fünf Jahren aus einem defekten Notebook ausgebauten LCD-Monitor wieder zum Leben,
  • ...fuhr ich zum href="http://www.festivalhopper.de/news/2014/08/19/highfield-2014-punkrock-bis-hip-hop" >Highfield und zum Utopia Island,
  • ...schloss ich mein Projekt, alle Staaten der Welt mit Hauptstadt und Flagge auswendig zu lernen, erfolgreich ab - das wäre auch dieser Liste würdig gewesen, aber die Idee kam erst viel später,
  • ...stand ich endlich wieder als Schlagzeuger, Bassist, Chorsänger und Solosänger auf einer Bühne.