2011 auf einem Mixtape

Seit mein PC über einen CD-Brenner verfügt, erstelle ich jährlich eine rückblickende CD. Am Anfang waren es einfach Songs, die ich in dem Jahr kennen lernte, inzwischen sind es Songs, die ich mit Ereignissen des Jahres verbinde. Dieses Jahr gibt's diese Zusammenstellung auch bei Grooveshark und da sie damit auch für euch verfügbar ist, stelle ich sie hier mal vor. Zu etlichen Hintergrundgeschichten gibt es auch eigene Artikel, in dem Fall ist das Stichwort grün und klickbar.

Luxuslärm - Nichts ist zu spät
Die erste größere Aktion im Januar war das zweite Probenwochenende mit TEN SING Hagen. Luxuslärm ist dort eine sehr beliebte Band, wir spielten später auf der Show deren Song "Leb deine Träume".
Nickelback - How You Remind Me
Mit den Überlegungen, wie ich es anstellen könnte, zuhause Schlagzeug zu üben, kam ein E-Drumset als Testgerät. M., C. und S. kamen vorbei und wir jammten ne Runde und versuchten uns an Narcotic und Nickelback. Danach war klar: E-Drum kommt nicht in Frage.
Mando Diao - Down in the Past
Wieder eine Woche später war das Wochenende erneut belegt, diesmal mit meinem ersten TEN SING Inside-Meeting, einer 24 Stunden dauernden Aktion, die dem spaßigen Beisammensein und Sich-Kennenlernen dient. Eine wunderbare Sache, weil man in kurzer Zeit ganz viele TEN SINGer aus verschiedenen Regionen kennenlernt. Dazu gehören auch jeweils eine kurze Chor- und Workshopeinheit und Live-Karaoke, bei letzterem tauchte mehrfach das unglaublich gute "Down in the Past" auf.
Lykke Li - I Follow Rivers
Es folgten ein paar ruhigere Wochen mit vereinzelten Aktionen, die nächste Marke macht mein gerade verbloggter Kurztrip nach Amsterdam aus, der um das dortige Lykke Li-Konzert entstand.
Good Weather Forecast - Freakshow
TEN SING-technisch war im Frühling Planung angesagt, um im neuen TEN SING-Jahr nach Bochum zu wechseln. Nach einem Ausflug zum Dassel-Seminar und der Bochum-Show ging es aber erstmal noch zum Kirchentag. Der war aus Sicht von TS ziemlich mager, ansonsten aber wirklich schön und Good Weather Forecast haben dort ein richtig, richtig gutes Konzert abgeliefert. Übrigens sind davor Echtzeit aufgetreten, auch die sind es wert, mal reinzuhören.
Red Hot Chili Peppers - Snow (Hey Oh)
Zwei Wochen nach dem Kirchentag war es dann soweit: Meine erste eigene abendfüllende TEN SING-Show mit TEN SING Hagen. "Snow" war das Solo, was ich dort gesungen habe - dass das mal möglich sein würde, hätte ich mir früher nie träumen lassen. Eine unglaubliche Erfahrung.
Royal Republic - Tommy-Gun
Eines der Lieder, bei denen ich auf der Show Schlagzeug spielte, war Tommy-Gun. Das zog sich aber eh durchs ganze Jahr, weshalb es auf jeden Fall hierher gehört. Auch bei der Bochum-Show kurz vorher war es schon dabei und außerdem sah ich Royal Republic später noch zweimal live, beim Rheinkultur (R.I.P.) und bei Olgas Rock.
I Blame Coco - Selfmachine
Eine der Entdeckungen des Jahres. Und eins der Events des Jahres. Das WDR 2 Open Air in Warburg. Meine ersten Fotos von wirklich bekannten Künstlern und ein klasse Livekonzert von I Blame Coco, die in kürzester Zeit zu einer meiner liebsten Künstlerinnen geworden ist.
Carpark North - Shall we be grateful
Wir befinden uns inzwischen mitten im Festivalsommer. Zwar habe ich 2011 kein großes kommerzielles Festival besucht, dafür aber wie schon erwähnt das Rheinkultur, Olgas Rock und auch Bochum Total, wo ich Carpark North entdeckte, die ich ebenfalls später noch bei einem eigenen Konzert erlebte. Weitere Entdeckungen: Die Rakede und Itchy Poopzkid.
Blur - Song 2
Mit dem Europäischen TEN SING-Festival war ich dann auch komplett zu TEN SING Bochum gewechselt. Wir hatten dort zwei Auftritte - einen "normalen" auf der allgemeinen Open Air-Bühne und, große Ehre, einen für ganz Deutschland repräsentativen vor nahezu allen Festivalbesuchern (über 2000!) auf einer irrsinnig großen Indoor-Bühne. Letzterer dauerte zwar nur fünf Minuten, weil an dem Abend alle teilnehmenden Länder (über 20) vorgestellt wurden, dennoch war es die prägendere Erfahrung. Ins Publikum zu blicken und eine riesige mit kreischenden Zuschauern gefüllte Halle zu sehen ist ein unbeschreiblich geiles Erlebnis. Die beiden Songs, die wir dort ergänzend zu unserem Anspiel präsentiert haben, waren Misery Business und Song 2.
Joan Osbourne - One of us
Und weil das ETS so ein irres Erlebnis war, sei hier noch einer der Songs genannt, die beim gemeinsamen Rahmenprogramm immer wieder auftauchten - (What if God was) One of us.
Katy Perry - Firework
Ebenfalls vom ETS, aber fließend übergehend in die darauf folgende Aktion, ist Firework von Katy Perry. Im direkten Anschluss an das ETS war ich nochmal in Hagen, um an einer weiteren internationalen TEN SING-Austauschaktion teilzunehmen - diesmal mit Besuch aus Woloshin/Weißrussland, TEN SINGern, die auch beim ETS waren, und aus Bekescaba/Ungarn, einer Gruppe, die bereits früher von den Hagenern besucht wurde. Daraus geworden ist eine weitere wunderbare Woche mit tollen Menschen und einer kleinen Abschlussshow.
beat!beat!beat! - We are Waves
Der Sommer war wirklich vollgestopft. Noch am Abend des letzten Tages der Hagen-Ungarn-Weißrussland-Aktion war ich bei Olgas Rock, um erneut Royal Republic zu sehen. Eine Woche später dann in Köln beim Gamescom-Festival, wo neben den unglaublichen Madsen und den genialen Guano Apes auch die fantastischen beat!beat!beat! auftraten. Ein wunderbarer Abend - und eine zweite Fotoserie von namhaften Bands.
Supershirt - Teitmaschine
Eine Lanparty und zwei Wochen später gab's noch ein kleines Open Air-Festival, diesmal direkt vor Ort: Das KAZ Herne Open Air. Total aus den Latschen gehauen haben mich dort Supershirt, von denen ich vorher nur "Punk ist, was du draus machst" kannte, bei denen ich auf dem Konzert dann aber so viel Spaß hatte wie selten bei Konzerten.

The Naked + Famous - Dadada

Alle Konzerte und Shows aufzuzählen, bei denen ich im Jahr 2011 war, wäre wie jedes Jahr ziemlicher Overkill. Außerdem gibt es dafür die A-Z-Liste. Beispielhaft und weil auch sie zu meinen liebsten Entdeckungen gehören seien hier aber mal The Naked + Famous genannt, die dieses Jahr im FZW in Dortmund waren.

My Chemical Romance - Sing

Beim Dassel-Seminar war ich "nur" zur Abschlussshow, aber beim Westbundseminar in Gelsenkirchen wieder voll dabei, dieses Jahr im Bandworkshop. Wieder ein fantastisches Erlebnis und durch den anderen Workshop dieses Jahr auch auf der Bühne statt "dahinter"1. "Sing" war dabei mein Liebling; "Alles auf Anfang" von Wir sind Helden, "Somebody to Love" von Queen und natürlich auch "Alles nur in meinem Kopf" von Andreas Bourani, was ich am Schlagzeug gespielt habe, erfreuen sich aber ebenfalls großer Beliebtheit.

Daft Punk - Harder Better Faster Stronger

Stellvertretend für die vielen TEN SING-Shows, die ich größtenteils mit anderen TEN SINGern besuchte, möge hier mal ein Song von Daft Punk stehen. Der wurde zwar nirgendwo aufgeführt, lief aber während der Autofahrt und hat mir mal wieder gezeigt, dass die Aussage "Kennste eh nicht" bei TS keine gültige Antwort auf die Frage "Was hörst du so für Musik?" ist...

Train - Drops of Jupiter

Ziemlich am Jahresende gab es dieses Jahr noch ein zweites Seminar. Das HOME-Seminar ist ein kostenloses christliches Seminar für TEN SINGer - statt den typischen Workshops geht es hier z.B. darum Andachten zu schreiben, die Bibel zu lesen und Worship zu feiern. Eine schöne Sache in einer wundervollen Location - im Kloster Volkenroda in Thüringen. Vielleicht später mehr dazu.

Nickelback - When We Stand Together

Abschließend noch ein Song, der so gar nicht aufgetaucht ist, aber repräsentativ für eine Aktion stehen soll. Auf dem Seminar habe ich dieses Jahr wieder so viele tolle Menschen kennen gelernt, dass ich beschlossen habe, alle Gruppen zu besuchen, wo ich Leute kenne. Mit Duisburg-Süd und Krefeld ist das jetzt gestartet. Der Text der aktuellen Nickelback-Single trifft sicher nicht nur auf TEN SING zu, aber ich erlebe es besonders dort: Draußen kann noch so sehr die Welt untergehen, wenn wir zusammen sind, ist alles möglich und die Stimmung super.

Zur Grooveshark-Playlist

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  1. Effektiv ist es gegenüber auf der Empore gewesen, aber egal.


Musik-Neuentdeckungen 12/2011

Irgendwas ist ja immer. Wenn mal kein Konzert ist, ist es halt ne Tourankündigung inklusive Vorfreude (und ein bisschen Ärger wegen massiv gestiegenen Eintrittspreisen). Sind keine TEN SING-Shows, ist Probenwochenende, und kann ich nicht am Projekt Hörsturz teilnehmen, entdecke ich eine neue Musikrichtung. Auf der Aftershowparty vom letzten Seminar wurde eine Weile Dubstep gespielt, das gefiel mir da schon recht gut (gehört hatte ich vorher schon kurz davon), und wie es aussieht, werden wir Freunde. Der erste neue Song diesen Monat dürfte momentan einer der populärsten aus dem Dubstep-Bereich sein.

  • Skrillex - Scary Monsters and Nice Sprites (Chaosmacherin)
    Ursprünglich gefunden habe ich den Song bei der Chaosmacherin, dann erneut auf dem Probenwochenende und da stellte ich fest: Auf einer anständigen Anlage in laut ist das verdammt geil. Definitiv nicht für jedermann, aber ich steh drauf.
  • Good Charlotte - Sex On The Radio (meine Mutter)
    Kein Witz. Dieweil ich beim ETS vor 2000 Menschen auf ner Bühne Party machte, war meine Mutter mit meiner Schwester bei nem Good Charlotte-Konzert. Und war davon so begeistert, dass sie sich das Album "Cardiology" kaufte, welches ich mir dann auslieh, weil ich außer den Hitsingles nichts kannte von denen. Und hey, die machen wirklich noch mehr gute Musik. hahahah
  • SDP feat. Sido - Leiche (TEN SING)
    Jaaa es ist Sido und ich hör Sido sonst nicht, aber... dieser Song ist nicht nur total krank, sondern auch ziemlich lustig, wenn man den Humor mag. :D


52 Songs: Mitsingen

Haha. Gab es bisher viele Themen, wo mir schnell was eingefallen ist, und einige wenige, wo ich Mühe hatte etwas passendes zu finden, bereitet mir diese Runde {52s} aus einem anderen Grund Probleme: Ich könnte hier dutzendweise Songs aufschreiben, die ich mitsingen kann. Einen auszuwählen kann nur bedeuten, einen Song repräsentativ für andere stehen zu lassen.

Der typische Mitsingtyp bin ich, glaube ich, eh nicht. Schon gar nicht zuhause bzw. alleine. Okay, manchmal im Auto, aber sonst eigentlich vor allem auf Konzerten. Denn während es durchaus Menschen gibt, die mich gerne singen hören, höre ich mich nicht gerne singen, schon gar nicht alleine. In der Masse mitgröhlen ist dagegen kein Problem und im Chor macht es mir allgemein Spaß, es kostet mich aber generell Überwindung so laut zu singen dass man es auch in mehr als 50cm Entfernung noch hört.

Nunja. Zur Halbzeit wegen der Qual der Wahl schwächeln gilt nicht, also hier einfach mal ein Song, den ich erst kürzlich lautstark mitgesungen habe - wobei "singen" da schon fast nicht mehr passt, denn hier kann man wirklich mal alles rauslassen, was einen ankotzt, und lautstark mitbrüllen.

Grossstadtgeflüster - Ich muss gar nix



Zweijahresplan, Update 4

Das erste Jahr ist rum. Mal schauen, welche Ideen ich umgesetzt habe.

Anfang des Jahres sah das so aus:

  • Weltjugendtag in Madrid
  • Evangelischer Kirchentag in Dresden
  • European TEN SING Festival
  • 8.-10.4. Nach Amsterdam fahren und auf ein Lykke Li-Konzert gehen?
  • Nach Kanada fliegen und Judith besuchen
  • In die Schweiz fahren/fliegen, Zürich angucken und TEN SING Uster besuchen
  • Nach Schweden fliegen
  • Mit TEN SING auftreten
  • Fototour durch das Ruhrgebiet bzw. Gelsenkirchen und Herne (mehr dazu evtl. später)
  • Ein Open Air veranstalten, Bands buchen und ganz viel Technik auffahren :D
  • Auf noch ein großes Festival fahren (Highfield? Deichbrand? Melt?)
  • Zum Rothaarigentag fahren? :D
  • Blind Booking

Einiges konnte ich umsetzen, anderes nicht und manches wurde erstmal gestrichen. Für 2012 bleibt:

  • Zum Hurricane fahren! Tickets sind da. hahahah
  • Zu Rock am Ring fahren!
  • Zum Rothaarigentag fahren!
  • Nochmal nach Amsterdam fahren hahahah
  • Nach Brighton fliegen
  • In die Schweiz fahren/fliegen, Zürich angucken und TEN SING Uster besuchen
  • Blind Booking / Nach Schweden fliegen
  • Fototour durch das Ruhrgebiet bzw. Gelsenkirchen und Herne (mehr dazu evtl. später)
  • Mit TEN SING auftreten - diesmal in Bochum!
  • :check: Evangelischer Kirchentag in Dresden
  • :check: European TEN SING Festival
  • :check: 8.-10.4. Nach Amsterdam fahren und auf ein Lykke Li-Konzert gehen
  • :check: Mit TEN SING auftreten
  • :check: Wieder einen Job annehmen
  • :check: Westbundseminar!
  • Nach Kanada fliegen und Judith besuchen
  • Auf noch ein großes Festival fahren (Highfield? Deichbrand? Melt?)
  • Dassel-Seminar 2011 (TEN SING)
  • Weltjugendtag in Madrid
  • Ein Open Air veranstalten, Bands buchen und ganz viel Technik auffahren :D

Ich bin gespannt, was daraus wird. hahahah



Vielen Dank, Mfg, Dr. Laszlo Szandor!

Vor mittlerweile schon einigen Wochen bin ich wohl das erste Mal an einen waschechten Internetbetrüger geraten. Mein altes Netbook stand bei Ebay Kleinanzeigen zum Verkauf und einige Tage nachdem ich es eingestellt hatte kam eine E-Mail von jemandem, der sich Laszlo nannte, er hätte Interesse und ob die Anzeige noch aktuell.

Auf meine Antwort(en) kam dann erstmal nichts, was drei Tage später mit Spamproblemen erklärt wurde:

Hallo,
Tut mir leid für meine späte Antwort, aber ich habe gerade Ihre Antwort durch ebay in meinem Spam-Ordner gesehen und dort finde ich ihre email nicht...
Bitte schreiben Sie mir von Ihre E-Mail an meine persönliche E-Mail: drls9991@gmail.com
Ich bin immer noch sehr interessiert, und wenn du sie noch kann ich sofort bezahlen.
Vielen Dank!

Inzwischen stand das Westbundseminar vor der Tür, also informierte ich ihn darüber und bat um Anruf, um Versand und Zahlung zu klären. Daraufhin offenbarte er mir mit folgender schon ziemlich seltsamer Mail, dass er in London sitzt:

Ich werde es kaufen, Preis wäre kein Problem , aber ich lebe in London , und Sie müssen es mit DHL oder Fedex schicken,(EXPRESS wenn möglich) ich würde natürlich im Voraus zahlen,(auch für die lieferung).
Es gibt viele Betrüger und Ich möchte die sicherste Zahlungsmethode benutzen: PayPal. Millionen benutzen es jeden Tag online, und solange Sie es senden und eine Tracking-Nummer haben sind wir beide sicher: Ich erhalte mein Paket, und Sie haben Ihr Geld.
Wenn Sie es zu verkaufen möchten bitte schicken Sie mir ihre Paypal email und ihren Preis inkl. Lieferung nach London und PayPal-Gebühren: 4% .
Vielen Dank,

Mfg,
DR.LASZLO SZANDOR !

PS: Ein PayPal-Konto können Sie in 5 min. eröffnen Wenn Sie keinen haben, kostenlos. Und übrigens, da dies ein Privatverkauf ist, brauche ich keine Gewährleistung oder Garantie und keine Rücklauf.

Man beachte, wie sehr er betont, dass für mich alles ganz einfach und toll und ohne Umstände und Risiken ablaufen wird und dass er inzwischen einen Doktortitel hat... aber man ist ja merkwürdige Käufer gewohnt und außerdem hatte ich den Preis erstmal recht hoch angesetzt, also bitte, warum nicht. Ich mailte ihm die Kosten und meinen Paypal-Account. Daraufhin fraß mein Google Mail eine offensichtlich gefälschte, angeblich von Paypal, aber tatsächlich von private-zahlung@mail.com kommende Mail, in der es hieß, ich hätte eine private Zahlung erhalten und würde das Geld gutgeschrieben bekommen sobald die Ware beim Käufer ist. "Dr. Laszlo Szandor" mailte mir ebenfalls nochmal diese Mail mit einigem Blabla drumherum. Auf Paypal nachgesehen: Natürlich keine Zahlung angekommen, eine Funktion "private Zahlung" gibt es nicht und überhaupt, über die Funktion "Zahlung anfordern" erhielt ich die Info, dass der angebliche Käufer überhaupt kein Paypal-Konto hat.

Danach endete die Aktion sehr plötzlich. Ich schrieb noch eine Mail, dass kein Geld angekommen sei, um zu sehen, wie er reagiert; darauf mailte Google mir zurück, dass die Zustellung nicht möglich sei - "account disabled". Nachfolgende Recherchen ergaben dann, dass auch andere nicht auf diese Masche reingefallen waren. Merkwürdige Sache... aber damit ist es vermutlich wie mit Phishing-Mails, bei denen ich mich auch immer frage, wie man auf sowas hereinfallen kann.



Administrative Freigaben und die UAC

Wie oft habe ich seit Windows Vista über die neue Benutzerkontensteuerung geflucht und wie oft habe ich sie deaktiviert, um die dämlichen Nachfragen und merkwürdigen Einschränkungen zu umgehen... von letzteren habe ich gerade wieder eine entdeckt.

Als lokaler Administrator, der man auf seinem heimischen PC ja meistens ist, kann man über das lokale Netzwerk sehr bequem auf Dateien zugreifen, indem man administrative Freigaben verwendet. Das sind die Laufwerksbuchstaben mit einem $ hintendran. So erspare ich mir seit weigen Zeiten, alle Ordner, die ich synchronisiere, einzeln freizugeben.

Seit einiger Zeit hat das nicht mehr funktioniert. Beim Zugriff auf administrative Freigaben wurde plötzlich nach einem Passwort gefragt und selbst bei Eingabe wurde mir der Zugriff verweigert. Den Rechnernamen als Domäne verwenden half auch nix. Was war - ich hatte an dem Rechner, auf den ich zugreifen wollte, mal wieder die UAC an, was dafür sorgt, dass lokalen Administratoren die Rechte an den administrativen Freigaben verweigert werden. Erklär mir da mal jemand den Sinn...

Jedenfalls gibt es einen kleinen Registryhack, der Abhilfe schafft. regedit.exe öffnen und in

HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Policies\System

einen neuen DWORD-Wert namens LocalAccountTokenFilterPolicy anlegen und diesem den Wert 1 verpassen. Rechner neustarten, danach geht's. Man muss sich allerdings (bei mir) immer noch explizit anmelden, auch wenn Benutzername und Kennwort auf beiden Rechnern identisch sind. Das kann allerdings auch an meinen sonstigen Einstellungen liegen.



Wirres Zeug

Die Tatsache, dass einem merkwürdige Dinge begegnen, wenn man sich viel mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder im Straßenverkehr bewegt, ist nicht neu...

Zum Beispiel der Eurozug aus irgendeinem EU-Ausland am Duisburger Hauptbahnhof, der reichlich Verspätung hatte, was aber für die Reisenden wohl nicht so relevant war - aus dem Zug kam laute Musik und buntes Licht, offensichtlich wurde darin wild gefeiert.

Oder der Rentner, der mit ca. 5 km/h und ohne Blinker in die Einfahrt des Supermarkts einbog - und da dann vollkommen stehen blieb.

Nachts besonders beliebt: Einfach mitten auf der Straße stehen. Da biegt man irgendwo in eine Wohnstraße ein, steht da ein Auto mit laufendem Motor, wahlweise mit oder ohne Licht, mitten auf der Straße. Aber wen stört's, die Polizei tut das ja ab und an auch...

Und dann waren da noch die, die meinem Fahrlehrer als Musterbeispiel dienen könnten. Der hat sich in der Einheit zum Absichern von Unfallstellen ausführlich darüber aufgeregt, dass niemand sein Warndreieck hundert Meter weit trägt, manche Leute ihr Exemplar sogar nur oben auf das Dach stellen. Aber in die falsche Richtung zu laufen, sprich in Fahrtrichtung, muss man erstmal bringen...



Amsterdam

Es ist der 25. Dezember und man sollte meinen es weihnachtet sehr, aber die Feiern sind für mich bereits abgeschlossen und es schneit nicht nur nicht, es ist auch noch herbstlich grau draußen. Eine wunderbare Gelegenheit sich drinnen zu verkriechen und Dinge zu erledigen, die eigentlich Spaß machen, aber auch Zeit kosten.

Reiseberichte zum Beispiel. Anfang April war ich für drei Tage in Amsterdam. Das ist hier vom Ruhrgebiet aus in zwei Stunden zu erreichen und wenn man zeitig bucht, kostet die Zugfahrt nur 19€. Lykke Li trat im Paradiso auf, wo ich immer mal hin wollte, und so hängte ich wie schon letztes Jahr in London noch einen Tag vorne und hinten dran. Der Plan war also: Mit minimalem Budget entspannte drei Tage abseits meines Alltags verbringen, ein tolles Konzert sehen und eine vielversprechende Stadt besuchen.

Das Hostel StayOkay Stadsdoelen (danke an's Hurra-Blog für den Tipp) war dabei eine große Hilfe. Es liegt auf halbem Weg zwischen Bahnhof und Paradiso, so dass ich die beiden Orte schonmal zu Fuß erreichen konnte. Da das Paradiso außerdem in der Nähe des ebenfalls recht bekannten Melkwegs und damit mitten in der Stadt liegt, hieß das, dass ich eine Menge sehen konnte ohne ein Verkehrsmittel zu benutzen.

Sightseeing stand ohnehin nicht auf dem Plan und für die effektiven zweieinhalb Tage hat es auch vollkommen gereicht, einfach die Straßen und Grachten entlang zu laufen und die Stadt, die Menschen und die Häuser anzusehen (und zu fotografieren). Eine Hochschule ist ebenfalls in der Innenstadt gelegen und so hat sich dort auch die Künstlerszene breit gemacht. Außerdem gab es natürlich, wie erwartet, hunderte Geschäfte zu bestaunen - ich habe wohl noch nie eine so umfangreiche Shoppingmeile gesehen. Mal ganz davon abgesehen, dass es in Amsterdam mehr "Diamond Factory"s als Fast Food-Filialen gibt...

Die Entscheidung, sich zu Fuß durch die Stadt zu bewegen, war definitiv eine gute. Von der Anreise mit dem Auto wurde mir ganz abgeraten - ich wüsste auch nicht, wo ich da hätte parken sollen. Straßenbahnen fuhren zwar oft und sogar meist abgetrennt vom normalen Verkehr, aber dennoch nicht schnell und außerdem war es schlichtweg unnötig. Und auch das hier selbst im Vergleich zu Münster viel genutzte Fahrrad hätte mich nicht glücklich gemacht - Fahrradparkplätze1 gab es zwar reichlich, die waren aber genauso voll wie die für Autos. :D

Aber wie gesagt, Sightseeing war nicht angesagt und damit entfiel auch das von-A-nach-B-Gehetze. Im Madame Tussaud's war ich also nicht, dafür konnte ich auf dem Platz davor an einem Straßenkonzert teilnehmen. Sehr sympathisch: Es scheint dort völlig normal zu sein, sich einfach auf den Boden zu setzen und zuzuhören. Bei uns wird man dafür leider merkwürdig angeguckt und bleibt damit meist alleine. In Amsterdam war ordentlich was los. Ebenso auf dem Weg zum Paradiso, wo vorm Burger King gerade ein Gitarrenlehrer seine Künste zum Besten gab und Bob Marley-Songs coverte. Für mich das perfekte Urlaubsfeeling - in der schon warmen Frühlingssonne sitzen, umgeben vom Trubel der Stadt, und Livemusik lauschen. hahahah

Auf großen Plätzen war überhaupt immer was los. Musiker, Künstler, Schauspieler, einmal ist eine ganze Kapoeira-Gruppe aufgetreten und hat sich dort viele Fans gemacht. Und wenn ich von dem Trubel mal genug hatte (oder vom ständigen Verlaufen in den vielen Straßen), konnte ich mich ins Hostel zurück ziehen und dort in Ruhe lesen.

Das Hostel war übrigens recht angenehm und dank nicht-Saisonpreis definitiv angemessen. Das Personal war ausgesprochen freundlich, es gab Schließfächer und Internet (welches ich allerdings nicht benutzt habe), die Betten waren beqeuem, sauber und groß genug, Duschen waren ausreichend vorhanden und in einem vernünftigen Zustand und das Frühstück war sparsam, aber anständig - wurde allerdings trotz der moderaten Zeiten nur von wenigen Besuchern genutzt.

Über das Konzert habe ich ja bereits früher berichtet. Die Location war übrigens genauso wundervoll wie ich mir das vorgestellt hatte und die Mitgliedschaft, die man dort braucht, hat auch keine Probleme verursacht, die gibt es in einer unkomplizierten Ein-Tages-Variante. Also nur unwesentlich verwirrender als unser merkwürdiges Raucherclubsystem. Fotografieren durfte ich dort allerdings leider nicht.

So ist aus diesem Kurztrip letztlich genau das geworden, was ich mir vorgestellt hatte: Eine entspannte Reise in eine wundervolle Stadt, vollkommen frei und stressfrei spontan gestaltet mit einem richtig guten Konzert als Höhepunkt. Sicher nicht mein letzter Besuch dort.

  1. Kein Witz, ich meine damit keine Ansammlung von fünf Fahrradständern, sondern richtige größere Flächen für Fahrräder. Es gab auch massig eigene baulich getrennte Fahrradstraßen!