Über Konzertheld.de gestolpert (3)

Kuriositäten vom 11.6. bis 27.7. Sachen gibt's...

  • lied ein hoch auf unsern busfahrer
    Das hab ich reingenommen, weil ich die anderen Ergebnisse so schön fand... jemand sucht da nach dem Text und Noten - ich mein - Noten! Ich kenn das nur als Party-Gegröhle :D
  • de youtube de unf ele lkw
    äh wtf?
  • schlägereien online organisieren
    Das war schonmal Oo
  • ten sing köln ökt
    An sich nicht spektakulär, aber an drei Tagen hintereinander jeweils einmal?
  • gredig bäckerei
    Öhm... okay, es gibt Bäckereien von Menschen die so heißen wie ich... damit hab ich aber nix zu tun... und was bitte hat der Mensch gesucht? Der Treffer ist bei der Google-Suche zur Zeit auf Seite 10 - es ist der Artikel Die andere Seite der Straße, in dem das Wort "Bäckerei" vorkommt, der Name kommt aus dem Footer. *kopfschüttel*
  • joshua radin millionär
    Manche Leute lesen nichtmal den Google-Teaser - das "Millionär" im Treffer stammt aus nem anderen Artikel über Wer wird Millionär...


Cocktailreste verwerten

Ahem, das hier ist eine spontane Verkürzung der kürzlich angedrohten Serie. Eigentlich sollte es noch Posts mit Rezepttipps und nen Bericht zur aus dem Ganzen entstandenen Cocktailparty geben, bin ich aber grad mal zu unkreativ für. Schaut mal bei Wikibooks rein, da gibt's ne Menge cooles Zeug.

Tja, jetzt hatte ich wirklich genug Zeit herauszufinden was man mit dem anstellt, was so übergeblieben ist. Wichtigste Erkenntnis: So viel bleibt da gar nicht über. Von denen, die Ahnung haben, werde ich jetzt Schläge kriegen für das was ich hier gemacht habe, die, die keine Ahnung haben, probieren das am Besten mal aus und bilden sich selbst ne Meinung, ich find das alles nich so schlimm.

  • Alkohol: Je nachdem was da ist, auch mal anderen Alkohol nutzen. Pina Colada funktioniert auch halbwegs mit Cachaca statt Rum. Ansonsten kann man Rum, Wodka und Cachaca und alles was ähnlich viel Umdrehungen hat aber auch einfach lagern, wenn der Kühlschrank groß genug ist.
  • Sirup: Kann man lagern, hält auch offen ewig. Oder als Dessertsoße z.B. für Eis verwenden. Aber bitte SEHR sparsam!
  • Säfte trinken, Sahne verwenden, Eis lagern. Mit dem meisten kann man ja auch so was anfangen.
  • Sirup und Säfte, aber kein Alkohol: Saftanteil erhöhen und alkoholfreie Cocktails mixen.
  • Alkohol und Säfte: Einfach so mischen, Wodka und Rum kann man fast überall reinkippen.

Beim nächsten Mal weiß man was die Gäste trinken und kauft entsprechend ein. Das Schlimmste, was passieren kann, wenn einige Zutaten überbleiben, ist dass man seinen Lieblingscocktail irgendwann leid wird, weil man ihn ständig zuhause mixt ;)



-+-+-+-+----> 2!

Tote Blogs - neue Blogs - Lebensdauer - Geburtstage - Jubileen - Gründungsdatum - heute

Was ist das? Ne Gedankenkette. Hab grad mal wieder durch Blogs gestöbert und About-Seiten gelesen und stolperte über ein Datum, seit dem der grad offene Blog existierte. Könnte eigentlich mal gucken, wann meiner Geburtstag hat. Und tada: Es ist heute. Konzertheld.de wird 2! Vor 730 Tagen schrieb ich hier den ersten Post. Inzwischen hat sich eine Menge verändert, aber eh der Beitrag hier in Blabla ausartet, seht's euch lieber direkt an oder wartet ab, was ich in den nächsten Tagen dazu bloggen werde, das artet sonst eh nur aus, denn es ist 07:07 und ich bin mittlerweile doch müde und rede wirr. Außerdem habe ich seit ich wach bin schon seitenweise Text verfasst und ebensoviel gelesen.

Übrigens: Wenn meine internen Zähler so funktionieren würden, wie ich es gerne hätte, würden sie wahrscheinlich sagen, dass ich hier schon über 400 Beiträge rausgehauen habe. Das hier ist der 380. "Entry" - aber wie das bei Habari so ist, gibt es mehr als "Entries", bei mir nämlich auch noch die Events, das sind die, die so grün leuchten, die werden irgendwo separat gezählt. Kann sein, dass es zusammen schon 400 sind oder mehr, vielleicht auch knapp drunter, ist aber auch nicht so wichtig - wichtig ist, dass hier im Moment mehr los ist. Das ist gut so und wird erstmal so bleiben, denn das Bloggen macht im Moment richtig Bock. hahahah



Kirchentags-Übersicht

Mist, jetzt ist auch noch der Beitrag vom Cocktailshopping zwischen die Kirchentagsbeiträge gerutscht, dabei waren die eh schon viel auseinandergerissener als ich das beabsichtigt hatte. Ich bastle da grad an was praktischem, aber hier erstmal der Link zu dem Beitrag mit der Übersicht: Kirchentag beeindruckt



Kirchentag ist organisiert

Klar, als Großveranstaltung braucht der Kirchentag ein Team von Leuten, die alles organisieren. Trotzdem ist es immer wieder eine Meisterleistung, was die wenigen angestellten und vielen (vielen!!) ehrenamtlichen Helfer auf die Beine stellen. Heute mal chronologisch wie ich es erlebt hab.

Ein paar Wochen vor dem Kirchentag: Das Programmheft wird geliefert, zusammen mit vielen anderen Informationen, Änderungen zum Programmheft, einem Stadtplan, Liederbuch usw. Das Programmheft umfasst 720 Seiten und enthält alle Programmpunkte jeglicher Art geordnet nach Tagen und nach Themenschwerpunkt (also zwei Listen). Auf dem Stadtplan sind alle Veranstaltungsorte eingezeichnet, außerdem gibt es gesonderte Karten für das U-Bahn-Netz, die Innenstadt und das Messegelände. Es dauert, bis man sein persönliches Programm zusammen gestellt hat - aber das liegt nur daran, dass so viel angeboten wird.

Anreisetag: Wir fahren mit einem Sonderzug, der von einem Bistum organisiert wurde, einem von vielen; auch der Kirchentag selbst und die Deutsche Bahn haben Züge organisiert. Es gibt spezielle vergünstigte Tickets für die An- und Abreise. Am Hauptbahnhof erwarten uns schon die ersten Helfer, die Schals verkaufen und Schilder halten, die zur Innenstadt, zur Gepäckaufgabe1 und zur Theresienwiese führen. Unsere Unterkunftsbeschreibung sagt uns, mit welcher U-Bahn wir bis wohin fahren sollen, also dahin und aus der U-Bahn raus - es grinsen uns Schilder an mit dem Namen unserer Unterkunft, draußen direkt vor der U-Bahn-Station sind Pfeile auf den Boden gemalt, der gesamte Weg ist auf diese Weise bis vor die Tür ausgeschildert. So sicher habe ich noch nie etwas gefunden.

Während dem Kirchentag: Eigentlich sind immer überall Helfer zu finden, die irgendwas tun (Schilder halten, Schals verkaufen, Zeitungen verteilen, Leute lotsen) und den Weg kennen. Zu Veranstaltungsorten, wo ein hohes Menschenaufkommen ist, sind mehrere Anreisewege eingerichtet worden; bestes Beispiel ist die Messe - Direktverbindung mit der U-Bahn2, von dort, wo die S-Bahn (die nicht direkt zur Messe fährt) hält, Shuttlebusse, und ein ausgeschilderter Fuß- und Fahrradweg (Fahrräder kann man direkt dort leihen). Auf dem Plan sind auch Busse und Straßenbahnen eingezeichnet, damit man nicht immer in die manchmal doch recht volle U-Bahn muss; allgemein ist die U-Bahn aber ein tolles Verkehrsmittel, weil wirklich reichlich Züge gestellt werden - und Zug bedeutet in München zumindest beim ÖKT wirklich Zug und nicht bloß "kleine U-Bahn". Das Verkehrssystem in München hat aber eh viel dazu beigetragen den Kirchentag angenehmer zu machen, alleine die Tatsache, dass S-Bahnen, wenn sie unterirdisch halten, auf beiden Seiten die Türen öffnen, so dass man auf einer Seite ein- und auf der anderen aussteigen kann, ist genial.

Nach dem Kirchentag: Nach dem großen Abschlussgottesdienst wurde die Innenstadt noch gesperrt gelassen, damit die Menschenmassen sicher zum Bahnhof strömen konnten. An der Gepäckaufgabe wurden die Wege für rein- und rauslaufen getrennt, unterstützt von Helfern, die Gepäckausgabe selbst funktionierte unglaublich schnell und so war das einzig Unbequeme dann mit dem ganzen Kram zum Zug zu laufen. Wohl denen, die dann Papphocker hatten und so am Bahnhof ne Sitzgelegenheit hatten.

Gepäckaufgabestation Kirchentag 2010Wegweiser zur Unterkunft Kirchentag 2010Wegweiser zur Unterkunft Kirchentag 2010

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1 Eine für den Kirchentag extra eingerichtete Gepäckaufgabe wohlgemerkt, die normale der Bahn wäre vermutlich leicht überfordert...

2 Natürlich mit Sonderzügen ausgestattet - ich liebe diese Durchsagen der nie genervten Stationsansagemenschen (wie nennt man die eigentlich? Sprecher? Ansager?) - "Keine Panik, jeder kommt rein, das Teil ist 110m lang und fasst $viele Menschen, einfach alle Türen benutzen, der Zug ist nur für euch..."



Cocktailshopping

Mancher Beitrag reift hier im Backend als Entwurf so vor sich hin, diese kleine Reihe wird den Juli-Abschluss machen - 5 Monate nach der Idee. Zu meinem Geburtstag dieses Jahr wollte ich unbedingt eine Cocktailparty schmeißen und hab mich mal ins Unbekannte gestürzt. Die gemachten Erfahrungen sollten für fünf Posts reichen, als erstes geht es um den Einkauf.

Ich war absolut gar nicht vorbereitet, zu allen Zutaten kam also auch noch eine Grundausstattung. Allein die Gläser hab ich weg gelassen. Im Handel findet man zig Cocktailsets mit 97 mysteriösen Geräten, dabei kann man alleine mit einem Cocktailshaker (besser zwei) schon viel reißen. Meine sind aus Stahl, das funktioniert super, wenn man kalte Cocktails drin hat werden die sicher auch so schnell nicht warm und der Shaker selbst kühlt unheimlich schnell ab. Sorgt aber natürlich auch für kalte Hände. Auch doof: Je nachdem, wie die Teile zusammengebaut werden, muss man die Verschlüsse trocken halten; bei mir werden drei Teile aufeinander gesteckt, sind die Übergänge nicht trocken, rutscht es oder ist zumindest dermaßen undicht dass beim Schütteln der Inhalt im Raum verteilt wird. Zum Shaker habe ich noch einen Stößel gekauft für Limetten, der ist aber aus Holz, verfärbt sich direkt und saut total ein, wir haben die Limetten von Hand ausgedrückt, das ging auch gut.

Bei Säften funktioniert Direktsaft besser als normaler, ist aber teilweise etwas teurer. Das eigentlich teure an den Säften ist aber die Tatsache dass man viel "exotisches" Zeug kauft. Ist aber alles nicht so tragisch, solange es keine Konzentrat-Plörre ist, O-Saft habe ich z.B. ganz billigen genommen. Wichtiger ist, dass man nicht von billigem Alkohol nen dicken Kopf kriegt. Sirup ist immer teuer, Unterschiede kann ich da nicht beschreiben, da ich einfach irgendwas genommen habe.

Manche Zutaten, z.B. Blue Curacao, gibt es mit und ohne Alkohol - ich empfehle den ohne, weil man den auch für alkoholfreie Cocktails verwenden kann. Kommt aber natürlich auf den Verwendungszweck an.

Partykram im Wert von 139 Euro



Kirchentag diskutiert

Im letzten Beitrag zum Kirchentag hatte ich schon die vielen Podiumsdiskussionen und ähnliche Veranstaltungen angesprochen. Tatsächlich gibt es auf jedem Kirchentag ein breites Themenspektrum mit Diskussionspotenzial. Auf dem Messegelände der Veranstaltungsstadt und überall verteilt in Kirchen und anderen öffentlichen Gebäuden finden sich Politiker, Wissenschaftler, Forscher, Wirtschaftler und andere Meinungsvertreter zusammen, um die verschiedensten Themen zu diskutieren.

Ein großes Thema war die Verlässlichkeit der Kirche - die Missbrauchsskandale waren gerade brandaktuell und Margot Käßmann wurde mit Alkohol am Steuer erwischt. Ich hörte von einer öffentlichen Entschuldigung und von Stimmen, die sie ins Amt zurück fordern. Selber war ich aber eher im Bereich Technik & Umwelt unterwegs.

Eine interessante kleine Veranstaltung zum Thema Virtualität ist eine von denen, die ich mir vollständig angesehen habe. Es ging dort darum, was Virtualität überhaupt bedeutet und welche Konsequenzen das hat - Potenzial, z.B. wieder mal auf "Killerspielen" rumzuhacken, dem war aber gar nicht so. Beispiel für virtuelle Handlungen war unter anderen das ganz reale Militär - schließlich werden dort Drohnen eingesetzt, die irgendwo im Kriegsgebiet sind und von weit weg über einen PC gesteuert werden. Hier fehlt der direkte Kontakt zum Geschehen. Das war aber vor der Zeit der PCs nicht anders - Artillerieschützen sehen ihr Ziel auch nicht, auch hier waren und sind Außenposten erforderlich um Erfolg oder Nichterfolg zu vermelden.

Bei Mitmenschen gehen wir davon aus, dass sie wirklich empfinden, bei Computerfiguren nicht - ein wesentliches Merkmal von virtuellen Dingen, das nicht so weit als normal gelten darf, dass man es in den Alltag überträgt und reale Menschen wie virtuelle behandelt. Virtuelle Dinge sind reversibel - reale nicht immer.

Jeden Gedanken und jedes Thema hier auszuführen würde den Rahmen eines Blogbeitrags mit Sicherheit sprengen, daher an dieser Stelle mal ein Sprung und ein kurzer Anriss zu einer weiteren Veranstaltung zum Thema alternative Energieversorgungen - diesmal in einer Messehalle, sehr gut besucht, Vertreter waren u.a. ein Sprecher der RWE und ein energiepolitischer Sprecher des Bundestags.

Es drehte sich immer wieder um Solarenergie. Solarkraftwerke in der Wüste wurden diskutiert und im Endeffekt als übertrieben gewertet, da zu weit weg, zu aufwändig und schlicht nicht nötig, da wir hier über genug Solarenergie verfügen. Ein großes Problem ist wohl die Speicherung - klassische Kraftwerke laufen ständig und versorgen das Netz mit dem benötigten Strom. Solarkraftwerke können nachts nicht laufen und müssen daher die tagsüber gewonnene Energie speichern - das ist aber bisher nur in kleinen Maßstäben möglich. Eine sehr dezentrale Energieversorgung wäre eine Möglichkeit - das würde aber 1. bedeuten, dass die großen Konzerne nicht mehr so leicht ein Atomkraftwerk mit Lizenz zum Gelddrucken bauen können, 2. bedeuten, dass man in viel mehr Gegenden mal eben ein kleines Solarkraftwerk rumstehen hat, oder 3. bedeuten dass viel mehr Gebäude Solartechnik installieren müssen. Interessant beim Thema Solarkraft: Die Zuschüsse zum Bau von Solaranlagen wurden gekürzt, weil die Anlagen inzwischen einen ausreichend hohen Gewinn erzielen. Die taz berichtete im Mai außerdem, dass zwar die Fördermittel zur Vergütung von über Solartechnik eingespeistem Strom gekürzt werden, aber dennoch bereits so viele Anlagen installiert sind, dass die an einem sonnigen Sommertag erzeugbare Leistung (8000MW) mehr als 10% des Bundesbedarfs decken könnte.

Bei den Podien ist es, gerade bei den gut besuchten, recht schwierig selbst mitzudiskutieren. Bei kleineren Veranstaltungen geht das noch, da moderieren die Vortragenden teilweise selbst, aber zumindest in der Messe wird das Publikum immer durch sogenannte "Anwälte des Publikums" vertreten, das heißt, die Zuschauer können ihre Fragen und Gedanken auf Zetteln notieren und nach vorne geben, die "Anwälte" versuchen dann, möglichst viele Fragen an die diskutierenden Gäste zu stellen. Leider ist immer sehr wenig Zeit für eine solche Veranstaltung vorhanden, so dass oft weder die von selbst laufende Diskussionsrunde noch die Fragen des Publikums vollständig abgearbeitet werden können. Es wäre sicher auch möglich, durch Ausweitung der Zeiten solcher Veranstaltungen zwei Wochen Kirchentag anzubieten...

Gelegenheit sich selbst zu informieren, zu unterhalten und zu diskutieren gibt es oft an den einzelnen Messeständen. Ich bin auf dem Kirchentag zum Organspendeausweis gekommen, außerdem sind immer zahlreiche Vertreter ethischer und religiöser Gruppierungen und Verbände sowie sozialer Einrichtungen vertreten, die gerne über ihre Arbeit informieren und Fragen beantworten. Meine Behauptung, zu jedem Aspekt des Kirchentages sei genug vorhanden, sich alleine damit fünf Tage zu beschäftigen, mag gewagt sein - es stimmt aber definitiv, dass man sich alleine auf der Messe die ganze Zeit aufhalten kann.



Blogroll erweitert.