Verstärker in Müll

Stellt euch folgende Szene vor... euer Gitarrist kommt statt mit Verstärker mit einem Kaffeebecher an... holt seine Gitarre raus... macht den Deckel vom Kaffeebecher ab, zieht ein Kabel raus und schließt den Becher an die Gitarre an. Schon ziemlich schräg. Aber irgendwie find ich die Idee cool, und der Typ hier ist echt überzeugt von seiner Idee, Müll anders zu verwerten.

Trash Amps



Bochum, ich komm aus dir!

Das stimmt so zwar nicht, aber wen kümmert das schon, wenn man gerade zwei Stunden fett gefeiert hat. "Bochum" von Herbert Grönemeyer war das abschließende Lied des Planteils der Show. TEN SING Bochum haben getreu ihrem Motto "We're gonna rock hard!" die Freilichtbühne Wattenscheid in Grund und Boden gerockt - mit ca. 500 Zuschauern. Es war verdammt geil.

War zuletzt Münster die Show, die meinen Musikgeschmack am besten getroffen hat, hat Bochum nochmal eins drauf gesetzt. Eine durchgängig rockige Setlist, angereichert mit Worship. Ich liste jetzt einfach mal alles auf, im nächsten Absatz geht's dann weiter. ;) Die Reihenfolge von der Show kriege ich allerdings nicht mehr zusammen. Da waren also: Mr. Brightside (Killers), Tears don't fall (BFMV), Tell me baby (RHCP), Diamond on a landmine (Billy Talent), Trough the glass (Stone Sour), Unrockbar (Ärzte), Fly Away (Lenny Kravitz), TNT (AC/DC), NA NA NA (My Chemical Romance), Tommy-Gun (Royal Republic), Don't stop me now (Queen), Rope (Foo Fighters), Smells like teen spirit (Nirvana), Nobody's wife (Anouk), Das Privileg zu sein (Samuel Harfst), Amazing because it is / Amazing Grace, So wie du bist (Madsen) und Bochum (Herbert Grönemeyer). Yeah.

Da technisch sogar mal alles gut funktioniert hat (meistens), gab es an den ganzen Songs auch von mir nichts auszusetzen. Klar war der ein oder andere nervös, hier und da ist in der Band vielleicht nicht alles nach Plan gelaufen, aber solange dabei nichts schiefes rauskommt was sich schlecht anhört, ist das ja egal. So waren die "die/der hat's ganz schön drauf"-Momente keine Seltenheit. Selbst der Chor war (meistens) gut zu hören, und außer etlichen Liedern, wo der Chor klassisch den Refrain übernahm, gab es auch den ein oder anderen ziemlichen coolen abweichenden Chorsatz, z.B. bei Through Glass. hahahah Sehr geil fand ich übrigens die Aktion, jemandem aus dem Publikum eine Luft-Luftgitarre in die Hand zu drücken um die einzige Frau in der Band moralisch zu unterstützen. :D

Im Theater sah es eigentlich auch ziemlich gut aus. Die Zuschauer wurden zu Zuhörern einer Buchvorlesung, einem Buch über das Steigen und Fallen der Coffeemakers, einer Band, die vom kleinen Anfang über den absoluten Chartserfolg bis hin zum schmählichen Niedergang inklusive Trennung und Alkoholverfall alles kennt. Thematisch absolut passend und auch erstmal gut umgesetzt: Da gab es direkt am Anfang noch den Typen, der eher zufällig als Bassist entdeckt wurde; den Frauenschwarm; den Alkoholiker; den Schlagzeuger ohne Freunde; die Managerin, die die Musik der Band eigentlich scheiße findet, aber irgendwie trotzdem erfolgreich ist; die Make-Up-Künstlerin und die Reporter, die der Band ein exklusives Interview entlocken konnten.

Die Running Gags nicht zu vergessen: so tauchte die Buchautorin immer wieder auf, denn schließlich spielt sie Blockflöte und möchte doch auch gerne dabei sein. Später ist sie mit einem aus der Band zusammen. Und dann war da noch Anouschka Aus Rrrussland, heute persönliche Assistentin der Autorin, früher hat sie sich mit "Gelegenheitsjobs" über Wasser gehalten ("Hallo. Icchh bin Anouschka. Icchh bin heute ihrre Streitschlichterrin.") - definitiv mein Lieblingscharakter. :D

Etwas schade nur, dass das Ende des Stücks so plötzlich kam. Nachdem die Band sich in einer Krise im Streit getrennt hat, verliest die Autorin zunächst einige Statements von ehemaligen Beteiligten. Die Make-Up-Artistin hat nun zwar ein eigenes Studio, langweilt sich dort aber. Die Bandmitglieder haben zumeist jetzt ein Leben, aber es ist öde. Und die Reporter müssen sich mit Justin Bieber begnügen. So nimmt Anouschka ihren nächsten Nebenjob an: Morddrohungen versenden, um die Coffeemakers wieder zusammen zu bringen. ("Rrose ist auch Symbol des Todes.") Das passiert dann auch ziemlich zügig - man trifft sich irgendwo und wie zufällig tauchen alle Bandmitglieder samt Personal auf und beschließen fix, dass man es nochmal versuchen könnte. Nunja. Nichtsdestotrotz eine sehr spaßige Sache. :D ("Hallo. Icchh bin Anouschka. Heute ihrre persönliche Sektlieferrantin." :D )

Übrigens hat es kaum geregnet, wodurch es natürlich sehr geil war, dass die Show Open Air stattgefunden hat. Das Gegenstück zum Regen war dann leider der aufgewirbelte Staub von der Pogo-Sektion, die schon beim ersten Lied gestartet ist. War aber dann irgendwann genauso egal wie der kurze Minischauer gegen Ende. Und wenn nach einer geilen ersten Hälfte die zweite einfach mal mit Nirvana startet, ist eh keinem mehr kalt...

In der zweiten Hälfte kamen dann auch die beiden Tanzworkshops zum Performen. Mit Worten kann ich da leider wenig beschreiben, daher hoffe ich, dass die Fotos für sich sprechen. Was man dort leider nicht richtig erkennt: Die erste Gruppe ist kurz nach dem Betreten der Bühne hinter einem weißen Vorhang verschwunden, der zunächst für Schatten genutzt wurde, bevor die Tänzerinnen durch den Vorhang wieder nach vorne kamen. In der zweiten Gruppe wurde dafür mit Schwarzlicht gearbeitet, was recht gut kam, obwohl es noch nicht ganz dunkel war. hahahah

Gegen Ende konnte sich das Publikum dann nicht mehr auf Klatschen, Pogen und Chormoves beschränken - die Vorbühne wurde gestürmt, es gab jede Menge Liebe und eine riesige Gruppenumarmung. :D Und spätestens nach der ersten Zugabe war es mit der Ordnung völlig vorbei, die Securitys standen hilflos am Rand (wurden ohnehin nicht benötigt), als quasi jeder die Bühne stürmte und wir alle zusammen das Finale gefeiert haben und eigentlich nur die Band, die nach "Smells like Teen spirit" noch "Tommy-Gun" raushaute, nicht komplett im Chaos versank. Ein wunderbares Ende für eine wunderbare TEN SING-Show! hahahah



Projekt Hörsturz - Runde 46

Hauptteil (Schnitt 5,9)

{rating80} Wim - See You Hurry (von Mars)
Hui, das ist gut. Wäre das Video nicht gewesen, hätte ich wohl trotzdem an Wälder gedacht, oder zumindest an weite Landschaften.

{rating10} Childish Gambino - Freaks And Geeks (von David)
Ein Rapper, der über sich selbst rappt? Sorry, geht gar nicht. Wird auch irgendwie nicht besser. Zeitverschwendung.

{rating70} Panic! At the Disco - There's a good reason these tables are numbered Honey, you just haven't thought of it yet (von maloney8032)
Panic! At The Disco, die Band, die mir vor allem wegen der langen Songtitel in Erinnerung geblieben ist. Diesen Song hier kannte ich noch nicht, gefällt mir aber recht gut. Bin mir nur nicht sicher, was das eigentlich für Musik ist.

{rating90} Adebisi Shank - International Dreambeat (von beetFreeQ)
Ich habe keine Ahnung, wieso Math-Rock Math-Rock heißt, aber irgendwie find ich's passend. Viel Synthesizer, verzerrte Klänge und vollständig instrumental, sich wiederholende Themen, aber nicht langweilig. Ich find's genial.

{rating70} Rev Theory - Justice (von cimddwc)
Yeah, viel Getöse und es rockt. Eigentlich etwas zu hart für meinen Geschmack, aber irgendwie mag ich's. Kommt sicher gut wenn man entweder schlecht drauf ist oder sich das live reinzieht oder einfach so in Partystimmung ist.

{rating40} 16 Horsepower - Clogger (von Michael)
Die Musik ist nicht kreativ, aber nett anzuhören; der Sänger hingegen ist nicht nett anzuhören, sondern nervt einfach. Man, sucht euch mal jemanden, den man sich anhören kann.

{rating50} Streetlight Manifesto - One Foot on the Gas, One Foot in the Grave (von Tenza)
Da bin ich ja wegen dem Titel schon skeptisch. Geht dann anscheinend aber wohl nicht um Raserei (jedenfalls wird sie nicht positiv dargestellt). Ist das Ska? Fängt etwas lahm an und wird dann gemäßigt. Na, besser als vorhin. Nur etwas lang.

{rating60} Van She - Sex City (von Fabian)
Hmm, es ist nicht besonders spannend, aber es hat nen Synthi. Bonuspunkt.

{rating40} David Ford - Go To Hell (von Sorkin)
Das klingt mal so gar nicht nach Hölle...

{rating70} Metallspürhunde - Moloch (von Konna)
Okay, der Sänger singt wirres Zeug, und eigentlich singt er auch nicht, sondern sprechgesangt nur, aber da es sich besser anhört als Herbert Grönemeyer, gibt's keinen Abzug. Und die Musik gefällt mir.

Bonusteil (Schnitt 3,8)

Heute im Schnelldurchlauf, da es schon Sonntag ist und nachher die nächste Runde startet.

{rating20} Childish Gambino - Lights Turned On (von Khitos)

{rating10} G3RSt (Yolanda Be Cool / John Williams) - We No Speak Cantina (von Graval)

{rating100} Great Northern - Story (von Konzertheld)

{rating30} Kuato - Schindler's Lisp (von Dr. Borstel)

{rating30} Steep - Like This (von Mausz)

{rating30} The Dears - Blood (von Kristin)

Na, da hätte ich die Bonussongs auch wie geplant ganz weg lassen können. Aber im Hauptteil waren ja ein paar nette Sachen dabei. Und dieweil im Projekt gerade überlegt wird, wie wir in Zukunft mit den Bonusrunden verfahren, gibt's jetzt erstmal eine neue Runde mit normalen Vorschlägen. Von mir diesmal: The Sounds - It's so easy.



Mantra mit Lücke

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Produkttest: Creative FATAL1TY Gaming-Headset

Da mein bisheriges USB-Headset (Typhoon, 50€, wird nicht mehr produziert) immer mehr den Geist aufgab, war jetzt ein neues fällig. Mit Creative hatte ich bereits gute Erfahrungen gemacht und für unter 30€ bekommt man dort selten etwas. Meine Neugier war geweckt. Das FATAL1TY Pro Series-Headset (30€) bedeutet zwar einen Rückschritt von 5.1 auf Stereo, aber 5.1 im Headset fand ich nie besonders wichtig. Aber fangen wir vorne an.

Das Headset kommt in einer schicken, großen und leicht zu öffnenden Verpackung. Ich habe nichtmal eine Schere gebraucht, sehr vorbildlich. Zum Lieferumfang gehört außer dem Kopfhörer und dem abnehmbaren Mikro noch eine Tasche, die in schwarzer Lederoptik gehalten ist, aber schon beim Transport etwas gelitten hat. Also eher zweckmäßig als schick. Dafür gibt es in der Tasche einen eigenen Bereich für das Mikro, der zwar ruhig noch einen Zentimeter länger sein dürfte, aber trotzdem dafür sorgt, dass man das Headset ohne Mikro aus der Tasche nehmen kann. Ein Kabelaufwickler wäre nett gewesen, ist aber leider nicht dabei.

Das Kabel ist nämlich sehr lang (über zwei Meter), aber etwas dünn. Sowohl die Stecker am Kabel als auch der am Mikro sind vergoldet. Das Mikro sitzt fest. Man könnte sowohl ein anderes Mikro an das Headset anstecken als auch das Mikro woanders anschließen (z.B. MP3-Player), die Anschlüsse sind geeignet gebaut und alles ist im Standard 3,5mm-Klinke gehalten. Die Stecker sitzen fest in den Anschlüssen, aber der sonst übliche Druckpunkt fehlt. Keine Ahnung, ob das etwas zu bedeuten hat. Am Kabel ist ein Lautstärkeregler mit An-Aus-Schalter für das Mikro angebracht.

Auf dem Kopf sitzt das Headset fest und bequem, nachdem ich es mir richtig eingestellt habe. Etwas weniger fest dürfte ruhig auch sein, es ist aber nicht unbequem und ich vermute, dass es dafür auch lange halten wird. Die nächste Lanparty wird zeigen, ob es auch im vielstündigen Einsatz noch bequem ist. Einen Film kann man jedenfalls am Stück gucken, ohne hinterher Druckstellen zu haben. Leider kann man die Ohrmuscheln nicht vollständig drehen; so kann man weder wie ein DJ eine Seite umklappen, um nur auf einem Ohr etwas zu hören, noch das Headset auf die Ohrmuscheln stellen.

Das Wichtigste ist aber wohl der Klang. Zunächst zum Mikro: Ich habe eine sehr leise Stimme und werde z.B. in Skype oft schlecht verstanden. Mit dem Mikro des Creative-Headsets konnte ich den Mikrofonverstärker bei gleicher Aufnahmelautstärke um zwei von drei Stufen herunterschrauben, was Störgeräusche vermindert. Für professionelle Aufnahmen ist das Mikro nicht unbedingt geeignet, das ist aber ja hier auch gar nicht das Ziel. Für Sprache ist es jedenfalls gut, besser als mein altes.

Die Wiedergabequalität habe ich in verschiedenen Situationen getestet. Das erste, was auffiel, war der satte Bass. Wo Tiefen sind, hört man sie auch. So wie mein Gesprächspartner in Skype mich gut verstehen konnte, konnte ich ihn auch gut verstehen. Auch den Tatort, bei dem die Stimmen mal wieder zu leise abgemischt waren, konnte ich angenehm verstehen. Bei unkomprimierter Musik von CD zeigte sich dann vollends, dass nicht nur die Tiefen satt sind, sondern auch alles andere. Der Sound ist zwar tatsächlich etwas bassbetont, es sind jedoch trotzdem immer alle Frequenzen sauber und angenehm zu hören. Meiner Meinung nach ein sehr schöner Klang zum Musikhören.

Die Kopfhörer schirmen übrigens nicht besonders ab. Bei normaler Lautstärke höre ich noch recht viel von meiner Umgebung und man hört auch, wenn man neben dem Träger der Kopfhörer steht, relativ früh, was derjenige hört. Während letzterer Aspekt vor allem stören dürfte, wenn man mit anderen Leuten zusammen ist (was allerdings hauptsächlich auf Lanpartys sein dürfte, wo es dann wiederum nicht stört, weil alle Kopfhörer tragen), ist ersteres für mich persönlich recht praktisch, da ich die Kopfhörer auch beim Schlagzeugspielen trage. Dafür sind sie zwar geeignet, aber nicht perfekt. Ich übe meist zu den Originalstücken, die Maximallautstärke der Kopfhörer lässt dabei teilweise etwas zu wünschen übrig. Man kann es zwar recht laut drehen, aber wenn die Originaldatei etwas leiser ist, geht doch manchmal etwas im Schlagzeugspiel unter. Auch ohne Schlagzeug tut die Maximallautstärke noch kein bisschen in den Ohren weh; im Gegenzug erhält man aber eine beeindruckend gute Qualität. Wer gerne gute Musik laut hört, kann also ruhig voll aufdrehen.

Der letztgenannte Aspekt ist aber tatsächlich der einzige, den ich wohl noch öfter bemerken werde. Da muss ich mir dann softwareseitig etwas einfallen lassen (oder meinem Notebook eine höhere Ausgangsleistung beibringen). Beim Zocken leistet das Headset jedenfalls wieder gute Dienste; der Klang ist nicht wahnsinnig gut und bietet nicht den "Wow, Wahnsinn, ich höre ja plötzlich schon 100 Meter vorher wenn sich ein Gegner nähert!"-Effekt, aber man hört mindestens genauso viel wie vorher mit dem anderen Headset und der Klang wirkt ausgewogen, obwohl das Spiel selbst recht basslastig ist.

Insgesamt ist das "Creative FATAL1TY Pro Series Gaming Headset" definitiv eine Empfehlung wert, besonders der klare Klang trotz sattem Bass beeindruckt mich. Da ich ohnehin nur eine Onboard-Soundkarte verwende, würde ich auch mit einem teureren Headset keine Wunder erzielen. Zu diesem Preis daher mit Sicherheit eine sehr gute Wahl. Wer nun ebenfalls einen Kauf erwägt, kann den folgenden Link benutzen, um mir ohne Aufpreis eine Provision zukommen zu lassen: Creative FATAL1TY Pro Series Gaming Headset

Nachtrag 9.1.2012: Bei Adaptare gibt es einen passenden Adapter für den Kombi-Headsetanschluss, er kostet etwa 6€ und trägt die Artikelnummer 14022 (keine Garantie darauf dass die in ein paar Monaten noch stimmt). Die Pinbelegung ist das Ausschlaggebende: L/R/GND/MIC.



Pläne für den Kirchentag

Nach einer vollen Woche und besonders einem vollgepackten Freitag und Samstag sowie einem zeitweiligen Ausfall meines Blog-Backends ist es heute wieder mal ruhiger und ich komme zum Bloggen. Hier zunächst mal mein Zeitplan für den Kirchentag...

kirchentag-zeitplan-2.JPG

Mich nervt etwas, dass bei den meisten Veranstaltungsorten mittags nichts los ist. Ich bin nicht der Typ, der mittags essen geht, schon gar nicht zu einer bestimmten Uhrzeit. Die einzigen, die da konsequent nicht mitmachen, sind die TEN SINGer, aber da der Treffpunkt leider schon Samstag Mittag geschlossen wird, ist zumindest dann irgendwie ein Loch im Plan. Naja.

Der Samstag ist eh irgendwie doof. Immer entweder haufenweise Veranstaltungen gleichzeitig, zu denen ich hin möchte, oder gar nix. Da werde ich wohl sehr spontan sein müssen. Den Kampf um das Konzert am Donnerstag haben dann doch die Wise Guys entschieden, einfach, weil ich bei denen aus Erfahrung weiß, dass es genial wird.

Irgendwas an Lücken wird sicherlich bleiben, was aber auch ganz gut ist, denn es gibt ja noch zeitlich nicht gebundene Angebote wie das Zentrum Jugend und den Markt der Möglichkeiten, der diesmal nicht nur auf dem Messegelände ist (was vermutlich daran liegt, dass die Messe Dresden nicht so groß ist). Mal schauen, wie es wird. Vom Plan bleibt vermutlich eh wieder nur die Hälfte...

Ich bin auch mal gespannt, wie die Unterbringung wird. 2009 war ich bei Bekannten untergebracht, die ziemlich außerhalb gewohnt haben, 2010 in einer Schule an einer Haupt-U-Bahnlinie. Diesmal wird es eine Gemeinde in Radeberg sein, 20 Autominuten vom Zentrum Dresden entfernt. Dürfte ziemlich entspannt werden. hahahah



Was man so liest

Zum Kotzen vs genial und motivierend.



Statement zum Geschmacksstreit

Es ist kein Geheimnis, dass Musik Geschmackssache ist, und eigentlich ist das auch gar nicht diskussionswürdig. Trotzdem stoßen mir einige Dinge immer wieder sauer auf, zuletzt mehrfache Kritik aus dem Projekt Hörsturz, bei dem ja allerlei Musik vorgeschlagen und von Leuten mit verschiedenen Geschmäckern bewertet wird. Die meisten haben allerdings gemeinsam, dass sie eher kein Freund "mainstreamiger" Musik sind.

Ich gehöre da nicht so ganz zu und habe auch schon schlechte Kritiken einstecken müssen für meinen Musikgeschmack. Das ist ja erstmal auch okay; ich beschimpfe selbst ja auch immer wieder Screamo-Parts bei Metal-Stücken oder Rap. Was mich aber nervt, ist das immer wieder auftauchende Geschrei danach, dass die Sänger(innen) ja alle gar nicht singen können.

Es geht dann meist um eine Technik, die sich Autotune nennt meist Auto-Tune genannt wird1. Ob man denn gar nicht mehr ohne auskommen könnte, das sei ja alles Kommerz-Scheiß und total billig. Und jetzt stelle ich mich hier hin und sage: Na und?

Lasst die Leute doch ihre Stimmlage korrigieren. Erstmal tun sie das gar nicht immer nur, den Effekt kann man wohl auch für andere Klangveränderungen nutzen. Und ganz im Ernst, seit ich selbst in einer Band spiele, fällt mir immer mehr auf, wie primitiv manche Songs doch sind. Erster Gegenkritikpunkt wäre also schonmal: Wenn schon, dann teilt gefälligst an alle aus, auch an die Band.

Aber auch bei der Band bzw. dem PC / Synthesizer sage ich: Na und? Viele dieser primitiven Lieder gehen gut ins Ohr, bleiben dort, sind tanzbar oder verursachen gute Laune. Eingängige, simple Melodien sind doch nichts neues. Das Geniale an der Musik ist doch, dass für jeden etwas dabei ist. Es gibt momentan wohl (mal wieder) eine Zielgruppe, die auf primitive Musik mit eingängigen Beats und gepimptem Gesang steht. Na und?

Es ist nicht so, dass diese Musik alles andere verdrängt. Es ist nicht so, dass es nur noch Schrott gibt auf dem Musikmarkt. Es ist nicht so, dass jetzt alles elektronisch ist. Die Charts zeigen nur den kommerziellen Erfolg. Viele Titel tauchen da kurz mal auf und verschwinden dann wieder, weil sie nicht oft genug gekauft werden. Radio funktioniert größtenteils genauso - was mehr gekauft wird, bleibt länger in der Playlist. Aber großer kommerzieller Erfolg ist eben nicht alles und gerade auch die Projektteilnehmer sollten das wissen.

Es gibt Musik, deren Beat sich nie ändert und deren Gesang gepimpt ist. Es gibt Musik, die daraus besteht, dass man etwas altes genommen und neu abgemischt und Samples drunter gemischt hat. Es gibt deutsche Schlager. Es gibt Hip-Hop, Poprock und Europop2. Es gibt die Indie-Sachen, denen jetzt auch Mainstreamismus vorgeworfen wird (schonmal davon gehört, dass der Mainstream sich ändern kann?), und es gibt das, was neuerdings Singer-Songwriter heißt, was meiner Meinung nach eine Berufsbezeichnung und keine Musikrichtung ist und früher Liedermacher hieß.

Es gibt aber auch immer noch anständigen Rock, der einem E-Gitarrenklänge um die Ohren pfeffert. Es gibt Metal, bei dem man sich fragt, wie viele Beater das Basepedal wohl hat und was der Sänger da mit seiner Stimme macht, ganz ohne Effektgerät. Es gibt Elektrosongs, die aus mehr als Beat bestehen und bei denen sich niemand beschwert, wenn die Stimme des Sängers bis zur Unkenntlichkeit verzerrt ist und alle Instrumente synthethisch sind. Es gibt Indiepop, der musikalisch und textlich überzeugen kann. Auch deutsche Produktionen weisen immer wieder mal Qualität auf.

Man müsste einfach nur mal mehr hören als Charts und Radio. Und vor allem, wenn man das schon tut, daran denken, dass man zwar nicht alles mögen, aber zumindest vieles tolerieren sollte, denn Musik ist Geschmackssache - und über Geschmack zu streiten lohnt sich nicht.

Und zusammen mit dem Gedanken, dass aktuelle Musik ja noch lange nicht alles ist und auch die vergangenen Jahrzehnte schon gute Musik hervor gebracht haben, gebe ich euch jetzt mal noch einige wild gemischte Bands mit auf den Weg, die ich persönlich hörenswert finde. Alle Bands sind verlinkt, ich habe jeweils eine Quelle heraus gesucht, bei der man sich einige Lieder anhören kann. Wer mehr möchte, sollte größtenteils im Netz fündig werden. Teilweise sind es mehrere Links zu einzelnen Songs.

  • The Kills und Blood Red Shoes, zwei zweiköpfige Rockbands, die ohne technisches Brimborium richtig einheizen.
  • Wir sind Helden, eine deutschsprachige Band, die außer Rock und Indiepop noch ein paar merkwürdige Ideen hat und von Anfang an bis heute durch ausgefeilte wie intelligente Texte überzeugt.
  • The Gaslight Anthem, die dadurch auffallen, dass sie nicht auffallen, und mit ihrem entspannten Indierock eigentlich immer hörbar sind.
  • Eileen Q, eine leider ziemlich unbekannte Folkrockband, die nicht immer durch Tiefgang, dafür aber umso mehr durch Partypotenzial besticht, besonders live. Freue mich schon darauf sie beim Kirchentag wieder zu sehen. Bei dem verlinkten Konzert war ich dabei, eins der geilsten auf denen ich je war. JEDER hat gefeiert.
  • Daft Punk, die vermutlich vielen bereits bekannt sind. Elektroband, von der ich selber noch nicht so viel kenne. Soviel ich bisher mitbekommen habe, verstehen sie sich darauf, aus wenig viel zu machen.
  • Grossstadtgeflüster, die nicht nur riesige Konzertpartys schmeißen und einem mit elektronischen Klängen die Ohren zerfetzen können, sondern auch richtig gute (deutschsprachige) Texte drauf haben, die durchaus Tiefgang aufweisen können.
  • Yeah Yeah Yeahs, bei denen sich jedes Album anders anhört. Können (Alternativ-/Indie-)Rock, gerne auch gemischt mit Synthis, und experimentieren ab und an. Funktionieren am besten laut und können durchaus auch mal abschreckend wirken. Die Stimme der Sängerin ist purer Sex.
  • The Sounds aus Schweden, die mit Garage-Rock gestartet sind, dann Synthi-Klänge vermehrten, mit Beats um sich warfen und aktuell mit Dance-Sachen spielen. Alle Varianten tanzbar, mit Frust-Abbau-Potenzial und live der absolute Wahnsinn.

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  1. Achtung, ich glänze jetzt mit Halbwissen aus einem Wikipedia-Artikel, dessen Diskussion um ein Vielfaches länger ist als der Artikeltext.
  2. Europop: Das, was jeder irgendwie toleriert.