Reisen & Beats

Heute (gestern) ist das Programm für den diesjährigen Kirchentag in Dresden erschienen. Es umfasst mal wieder über 600 Seiten... einen ersten Überblick kriegt man aber eigentlich ziemlich schnell. Die Großkonzerte sind mäßig spektakulär, das musikalische Programm ist insgesamt aber recht nett. Das Zentrum Jugend ist diesmal unglaublich groß (es kommt mir zumindest größer vor als sonst). TEN SING ist dafür diesmal äußerst schlecht vertreten, sehr schade.

Thematisch bietet sich wie immer eine großen Bandbreite, diesmal mit den Schwerpunkten "Theologie und Glaube", "Gesellschaft und Politik" und "Welt und Umwelt". Zu den üblichen Vertretern wie dem Forum Juden und Christen, dem Zentrum Älterwerden, dem Forum Gesundheit oder den Podien zu Homosexualität gesellen sich diesmal (unter anderen natürlich) auch das (neue?) Forum Studieren Heute, das Forum Natur- und Technikwissenschaften, die Podienreihe zum Thema Bergbau und verschiedene Veranstaltungsreihen zum Thema Demokratie.

Mein spontan entworfener Zeitplan ist natürlich mal wieder von Überschneidungen geprägt, reicht aber schon fast aus, um mich die ganze Zeit zu beschäftigen. Schließlich will ich nicht nur von Veranstaltung zu Veranstaltung hetzen, sondern auch in Ruhe das Messegelände und z.B. das Zentrum Jugend besuchen. Zum Zeitplan sei gesagt, dass der Kirchentag fünf Tage geht, von denen der erste aber komplett der Begegnung und dem Ankommen und der letzte komplett dem Abschluss(gottesdienst) gewidmet ist, daher entfallen 98% des Programms auf die drei mittleren Tage. Übrigens ein weiterer Punkt, warum man auch als Berufstätiger oder Schüler zum Kirchentag kann - denn die drei Haupttage sind immer Donnerstag bis Samstag, wobei der Donnerstag immer ein Feiertag ist.

Kirchentags-Zeitplan

Bis zum Kirchentag ist es noch etwas hin, für die Anmeldung ist aber nicht mehr so viel Zeit, zumindest, wenn man ein Quartier braucht (der Kirchentag vermittelt bei Bedarf). Wer also neugierig geworden ist, sollte unter kirchentag.de mal in das als PDF verfügbare Programm schauen und sich dann gegebenenfalls anmelden und um die Anreise kümmern. hahahah

Bei mir ist dieses Jahr schon alles erledigt. Kurz nach dem Kirchentag steht allerdings unsere TEN SING-Show an (18.6.) und ich bin wild motiviert dort den Schlagzeugpart von Misery Business zu übernehmen. Also befasse ich mich bis dahin intensiv hiermit:

Misery Business Drumtab



TEN SING im Weiglehaus-Wunderland

01 Moderation Am 12. Februar war nicht nur morgens die Regio-Sitzung, sondern auch abends die Show von TEN SING Weiglehaus, einer der drei Gruppen aus Essen (das Weiglehaus ist zu Fuß vom Essener Hauptbahnhof zu erreichen). Unter dem Motto "TEN SING im Wunderland" gab's eine rundum gut gelungene Show von etwa 30 TEN SINGern mit recht geringem Altersdurchschnitt, die auch mit kleineren technischen Problemen oder textlichen Unsicherheiten gut klar kamen.

Aber ich greife vor und fange an von negativen Dingen zu reden. Eigentlich wollte ich mit der Setlist einsteigen, die habe ich aber leider nicht. Es war auf jeden Fall eine Liedauswahl, die mit meinem Geschmack gut vereinbar war; ich erinnere mich noch an Milows "You don't know", gespielt auf einer Ukulele, an "Türlich, türlich", was auf unserer letzten Show auch dabei war, daran, dass am Ende zwei Lieder klare Favoriten für eine Zugabe waren1, "Can you feel the love tonight" von Elton John und Bon Jovis "It's my life".

11 Liebe!03 Solisten02 Chor

Beim Theater ging's um Alice. Die kam leider mit ihren Eltern so gar nicht klar, weshalb die Eltern die Super-Nanny rufen mussten ("mit stille Treppe und so"). Die Super-Nanny musste dann auch gleich mal hart durchgreifen und Alice ins Wunderland schicken. Dort macht sie sich erstmal kräftig unbeliebt.

Etwas klassischer ging es beim Tanz zu. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir die Performance zu Goethes Zauberlehrling, musikalisch interpretiert von "Junge Dichter und Denker", einem Projekt mit Unterstützung von Thomas D. Ein sehr schönes Beispiel dafür, dass es sich lohnt, sich was zu trauen und auch mal einen Besen zu spielen. Klasse Leistung.

04 Theater 1: Alice und ihre Eltern05 Theater 2: Alice und die Super-Nanny08 Alice im Wunderland09 Alice und die fette Katze06 Zauberlehrling 107 Zauberlehrling 2

Überhaupt finden sich bei TEN SING Weiglehaus viele Talente. Die Solisten waren eigentlich alle sehr überzeugend, der Chor ebenso, wenn man ihn denn gehört hat. Mehr Männerstimmen würden sicherlich nicht schaden. Der kleine Raum, in dem der Auftritt war, war recht vollgestopft; verschiedene TEN SING-Gruppen waren angereist, von nah gelegenen wie Burgaltendorf bis hin zu weit entfernten wie Kürten. Den Rest machten dann größtenteils Eltern aus. Stimmung war leider nur ziemlich weit vorne; aber okay, da bin ich ja bekanntermaßen extrem anspruchsvoll. Bin ja auch konzertverwöhnt.

10 SolistenDie Rückfahrt ist übrigens noch zum Abenteuer geworden... Joni und ich waren mit Mareike von meiner Jugendgruppe da, die wollte uns nach der Show nach Hause fahren. Dann fielen aber aus irgendwelchen Gründen die Scheinwerfer aus... wir waren gerade in Bochum, sind dann zum Bahnhof, haben noch TEN SING Bochum getroffen und dann versucht uns durchzuschlagen. Geendet ist es dann darin, dass wir das Auto meiner Mutter geliehen haben, damit Joni nach Hagen kommt und ich dann danach nach Herne... hat unglaublich lange gedauert, aber ging dann irgendwie. Schöner Nebeneffekt: Die Bochumer wollten uns noch ins Bermudadreieck einladen und als ich hinterher auf Facebook gepostet hatte, dass die Rückfahrt schwierig war, rief einer der Duisburger TSer an und fragte ob alles okay sei. hahahah

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Alle Fotos von Joni!

  1. Es ist bei TEN SING nicht unüblich, keine Zugaben vorzubereiten, sondern schon während der Show alle Lieder rauszuhauen und dann bei Bedarf Lieder zu wiederholen - welche, entscheidet dann auch schonmal das Publikum.


Objektivtests

Sigma 30mm f1.4 EX DC HSM

+ Ultralichtstark, bei Innenaufnahmen reicht ISO 200
- Fotos aus der Hand trotzdem schwierig, denn jede minimale Bewegung lässt Fotos bei Offenblende unscharf werden, selbst bei 1/30 und kürzer, erst ab 1/50 nicht mehr - Vorteil der Lichtstärke weg
+ Schärfe mit Stativ und manueller Fokussierung sehr gut
+ Schneller Autofokus (etwas langsamer als beim Tamron 17-50 f2,8), manueller Eingriff möglich
- Anwender-Endkontrolle: Auch ich habe anscheinend ein fehljustiertes Modell erwischt, der Autofokus trifft selten
+ Sehr wertige Verarbeitung
+ Fokusbereich sehr klein bei Offenblende, geniale Tiefenunschärfe
+ Innenfokussierung
+ Lieferumfang (Gegenlichtblende und Köcher)
- teuer

Canon EF 35mm f2

+ Lichtstark, mit max. ISO 400 wird man immer glücklich
+ gute Schärfe
+ schneller Autofokus
- Sehr lauter Autofokus (lauter als jeder andere den ich kenne)
+ Filterring dreht sich nicht mit (Frontelement bewegt sich aber als Ganzes vor und zurück)
+ Fokusring ist bei AF nicht gekoppelt, d.h. frei drehbar (allerdings ohne Effekt) ohne den Motor zu schädigen
+ klein und leicht
+ wertige Verarbeitung
- Brennweite
- keine Gegenlichtblende im Lieferumfang
+ vollformatgeeignet (für mich nicht relevant)

Sigma 18-50 f2.8-4.5 EX DC OS HSM

+ Innenfokussierung
+ Innenzoom (d.h. Objektiv verändert weder beim Zoomen noch beim Scharfstellen seine Länge)
+ sehr günstig
+ gute Schärfe
+ wenig Rauschen
+ umwerfend guter Bildstabilisator
- nicht soo tolle Lichtstärke

Meine Wahl fiel dann auf das Sigma 18-50. Für ein hyperlichtstarkes Spezialobjektiv wie das Sigma 30 f1.4 fehlt mir einfach das Geld. So werde ich nun versuchen mein Kitobjektiv Canon EF-S 18-55mm f3.5-5.6 zu verkaufen, das Sigma 18-50 wird dann mein neues Immerdrauf. Eine deutliche Verbesserung, sowohl bei der Lichtstärke als auch bei der Qualität an sich. Die Innenfokussierung ist einfach geil und mit dem Bildstabilisator schaffe ich es manchmal 0,4 Sekunden lang zu belichten und ein scharfes Foto zu bekommen, irre. Das sollte meinen Frust bei Konzertfotos deutlich senken.

Auf Dauer hoffe ich, dass ich mal günstig gebraucht an ein Objektiv wie das Sigma 30mm f1.4 komme. Das 18-50 habe ich jetzt bei Ebay ersteigert, für 103,90€ inklusive Versand. Etwas Glück war da schon dabei, aber selbst neu kostet das Teil nur 220€ inzwischen nur noch 165€ (siehe Link oben) und das ist es echt wert.



Projekt Hörsturz - Runde 40

Nachdem ich die letzte Runde zu meiner Schande voll verpasst habe und auch keinen Song vorschlagen konnte, mache ich mal ganz fix bei der laufenden Runde mit. Mehr über das Projekt Hörsturz {phref}.

Hauptteil (3,05)

{rating2} 31Knots - The Savage Boutique (von Kristin)
Am Anfang war die Freude über etwas alternative Musik. Dann machte die Musik einen Schritt zurück und ein Sänger tauchte auf. Und nun leidet leider auch dieser Titel unter dem, was mich am häufigsten stört - der Stimme des Sängers.

{rating05} Max Raabe - Küssen kann man nicht alleine (von Mars)
Grusel. Max Raabe kannte ich schon, u.a. weil er auch mal was von Wir sind Helden gecovert hat, und ich finde ihn recht fürchterlich. Das hört sich alles an, als käme es aus der Zeit, als meine Oma noch so alt war wie ich (höchstens)... aber... es ist 2011 und meine Toleranzgrenze geht nur bis in die 70er zurück.

{rating4} The National - Bloodbuzz Ohio (von Dr. Borstel)
Das hier ist auch nicht gerade typische Musik dieses Jahrzehnts, sagt mir aber dennoch sehr zu. Ideal für die Stimmung in der ich gerade bin - ausnahmsweise mal früh aufgestanden, gerade gefrühstückt und jetzt ein bisschen entspannte Musik, die mich nicht einlullt.

{rating4} Fountains Of Wayne - Red Dragon Tattoo (von maloney8032)
Cool, wir bleiben in einer ähnlichen Richtung wie vorhin und ergänzen ein paar unaufdringliche synthetische Sounds. Wenn das so weitergeht, fange ich gleich wieder an, in Google Earth durch die Weiten von Kanda zu streifen, um zu überlegen, wo ich überall hin will wenn ich dort bin...

{rating35} Hey Rosetta! - Yer Spring (von JuliaL49)
Ich bin nicht halb so bewandert in Musikrichtungen wie Beety, der dieses Projekt hier schmeißt, und so muss die Beschreibung dieses Titels ohne ausgefallene Genrebezeichnungen auskommen. Der Sänger hört sich ein bisschen nach Mumford&Sons an und die Musik würde anfangs gut zu den beiden vorherigen Songs passen, wird aber im Gegensatz zu ebendenen gegen Ende lauter und mit weiteren Instrumenten angereichert, die ich bei Straßenfesten einordnen würde. Südamerikanischen, oder so.

{rating45} I Blame Coco - Selfmachine (von David)
Vermutlich wird man noch ewig als Tochter von Sting über sie reden, aber was soll's, ihre Musik ist definitiv gut - und völlig anders als die von Sting. Und auch wenn sie sich hier fast anhört wie er, ist das bei den anderen Songs, die ich mir direkt mal reingezogen habe, nicht so. Voll meine Musik. Sie hat einen Song mit Robyn aufgenommen, yeah. Und hey - Selfmachine habe ich schon die ganze Woche im Ohr, und das obwohl mein MP3-Player kaputt gegangen ist.

{rating3} X-Ray Dog - Time Will Tell (von Steve)
Wir machen drei Schritte zurück und entspannen uns bei einem instrumentalen Intro, welches die halbe Songlänge einnimmt, um sich dann als erster Teil eines komplett instrumentalen Songs zu entpuppen. Könnte etwas episch sein, wäre es nicht so synthetisch. Das ist zwar nicht prinzipiell schlecht, erinnert mich aber gerade negativ an die Typen, die in der Stadt manchmal auf der Einkaufsstraße stehen, indianisch anmutende Kleidung tragen und entsprechende Musik abspielen (von CD) und zu verkaufen versuchen - die Instrumente aber vermutlich noch nie gesehen haben. Dennoch, schlecht ist das nicht.

{rating4} The Unicorns - Sea Ghost (von Freddi)
Daas ist äh cool. Hört sich an wie schon was älter, ist es aber nicht? Blicke grad nicht ganz durch und außerdem fange ich an Mist zu schreiben.

{rating2} Tyondai Braxton - Platinum Rows (von beetFreeQ)
So, neuer Tag, zweite Hälfte. Beginnt mit nicht ganz leichter Kost, die ich mal wieder nicht wirklich einordnen kann. Am Anfang dachte ich, dass sei eine Art Jingle der Band vor dem Lied, das gehörte aber schon dazu. Ist das ein Soundtrack oder macht die Band immer solche Sachen? Diverse Effektspielereien (sowohl im Sinne von Bearbeitung mit Effekten als auch im Sinne von Ereignissen), Stimmungsaufbau, sehr malerische Musik, finde ich. Jedenfalls habe ich immer wieder Szenen vor Augen. Die Effekte erinnern mich eher an so comic-/cartoonartige Videospiele und gehen mir besonders gegen Ende auf die Nerven.

{rating3} Black Stone Cherry - Blame it on the Boom Boom (von cimddwc)
Ah, Blackstone Cherry, die kenne ich zufällig schon. Ganz netter Rocksong ohne Überraschungen. Das geht besser.

Bonusteil (2,8)

{rating35} Escape With Romeo - It's Loneliness (Wumpscut remix) (von Konna)
Hmm, weder besonders toll, noch schlecht.

{rating35} Fever Ray - When I Grow Up (von Kamil)
Interessantes Stück. Ziemlich elektronisch, aber nicht die Dance-Richtung, sondern eher Ambient. Sowas hört man nicht oft.

{rating3} Holy Moly - Motocade (von Graval)
Netter Popsong mit Gute-Laune-Potenzial. Interpret und Titel sind vertauscht, oder?

{rating2} Kylesa - Spiral Shadow (von Tenza)
Lange Instrumentalstücke mit Rockbandbesetzung. Da krieg ich meistens die Krise, weil es an Variationen mangelt und daher langweilt oder nervt. So auch hier.

{rating2} The Blue Van - Run to the Sun (von Basti)
Und noch ein eher langweiliger Rocksong zum Abschluss.

Für die nächste Runde diesmal ein Vorschlag, der gerade ganz neu erschienen ist und vermutlich ein bisschen aus der Reihe fällt: Da wird auch dein Herz sein von Bodo Wartke, der Mottosong zum diesjährigen Kirchentag.



Danger. Contains Irony.

Klasse, Microsoft. In Editor (früher: Notepad) funktioniert der Shortcut Strg-Backspace (Wort vor dem Cursor löschen) immer noch nicht, trotz Windows 7.

Klasse, buecher.de. Danke für den Gutschein, der einen Tag, bevor er hier mit der Warenlieferung ankam, abgelaufen ist.

Klasse, Lenovo und Logitech. Wenn mein WLAN größere Datenmengen durch das Netzwerk schiebt, stört es meine Funkmaus so stark, dass ich kaum noch klicken kann.

Klasse, Stadtwerke Herne. Super kostenloser Rückrufservice, den ihr da habt. Echt sinnvoll, von einer Rückrufstelle aus zu versuchen, mich mit der Servicenummer zu verbinden, um mir dann nach einer Minute zu sagen, dass alle Leitungen belegt sind und ich es später nochmal versuchen soll.

Klasse, deutsches Recht. Danke, dass die Stadtwerke es gar nicht nötig haben, sich mit mir in Verbindung zu setzen, denn sie haben ja fünfzehn (15) Monate Zeit, meinem neuen Stromanbieter den Zählerstand mitzuteilen. Jetzt noch 13.



Brücken bauen

Hallo, ihr da draußen. Ich bin gerade krank und mir ist danach ein bisschen zu erzählen was so los ist. Schuld daran ist Adobe Bridge, was sich unerwartet bei mir beliebt gemacht hat.

Dabei habe ich Bridge immer gehasst, weil es elendig lahm war. Aber ich habe inzwischen einen schnelleren PC und außerdem brauchte ich etwas, um schnell RAW-Fotos zu sichten, denn XnView ist dafür zu lahm und Picasa ist nur bedingt gut, weil es zwar schnell eine unscharfe Ansicht darstellt, aber zum Schärfen braucht es dann eben doch lange und außerdem kann es nix. Also bekam Bridge noch eine Chance.

Und naja, so langsam freunde ich mich damit an. Es gibt da diesen Betrachter-Modus, den finde ich echt klasse. Der sieht so aus - und falls sich jemand beschwert, das Bild sei zu klein: Es gibt eine Lupenfunktion, mit der man das Bild quasi "absuchen" kann:

bridge-betrachtermodus.png

Das coole daran ist, wenn ich mal wieder hundert Fotos vom gleichen Motiv gemacht habe, weil meine zittrigen Hände eh zwei Drittel verwackeln, sehe ich direkt, ob nach dem Foto, was ich gerade begutachte, noch eins vom gleichen Motiv kommt. Dann muss ich nämlich weniger hin- und herspringen, um zu sehen, ob ich das Foto nun aussortieren kann oder ob es vielleicht das beste ist was ich habe und ausreichen muss. Dadurch und auch, weil Bridge in diesem Betrachtermodus unheimlich schnell ist, spare ich jetzt unheimlich viel Zeit beim Sichten von RAW-Aufnahmen.

(Aus-)sortieren und konvertieren und vor allem bearbeiten geht jetzt auch fix. A. hat mir ein paar einfache Dinge in Camera Raw, diesem Winz-Photoshop, gezeigt (danke dafür!), und das lässt sich auf Knopfdruck von Bridge aus öffnen. Überhaupt geht alles per Tastatur, was ich ja liebe. Fotos bewerten oder verwerfen ebenso wie die Navigation durch die Fotos. Für das einfache Sichten ist es z.B. sehr praktisch, mit allen zu sichtenden Fotos in der Auswahl in den Betrachtermodus zu gehen, dort alle, die man nicht behalten will, aus der Auswahl zu entfernen (Pfeiltaste nach unten - die "fallen" dann aus diesem Flowdings raus) und am Ende eine "Kollektion" zu erstellen (C), die enthält dann alles, was man behalten wollte, einschließlich eventueller Änderungen aus Camera Raw. Ich schmeiße das dann in Photoshop zum Konvertieren nach JPEG, da ich die Rohdaten nie behalte, und habe so am Ende JPEGs von allen guten Fotos und kann die Rohdaten, unter denen sich auch die schlechten Fotos befinden, komplett wegwerfen.

So, und warum der ganze Aufwand und die vielen Fotos die gesichtet werden wollen? Ich habe ein neues Objektiv. Es wird mein bisheriges Immerdrauf (Kitobjektiv der EOS 450D) ersetzen, hoffe ich. Es ist noch nicht da, aber ich habe es bereits testen können. Eher zum Spaß bot ich bei Ebay einen eher niedrigen Preis - und ersteigerte das gute Stück sogar für deutlich weniger. So habe ich für lächerliche 97€ jetzt ein Sigma 18-50mm f2.8-4.5 DC OS HSM. hahahah Und für die Nichtfotografen: Das ist ein Objektiv mit nem guten Bildstabilisator (gegen meine zittrigen Hände), geeignet auch für schlechter beleuchtete Räume und mit einem recht durchschnittlichen Zoombereich, der für alles taugt, was nicht mehr als einige Meter weit weg ist. Und hey, der Bildstabilisator ist klasse, damit hab ich schon 0,4s aus der Hand belichtet und zumindest 1/8s geht damit immer.

Und jetzt packe ich Kartons - getestete Objektive zurück senden. Testübersicht morgen.



Musik-Neuentdeckungen 2/2011

  • Culcha Candela - Sommer im Kiez (TEN SING)
    Einer der Vorschläge für die Liederwahl für unsere Show im Juni (wurde auch gewählt). Nettes Sommerlied, werd ich mir mal reinziehen wenn mich das Winterwetter wieder mal nervt. hahahah
  • I Blame Coco feat. Robyn - Caesar
    Als im Projekt Hörsturz "Self Machine" von I Blame Coco vorgeschlagen wurde, was auch immer wieder im Radio läuft, nutzte ich die Gelegenheit mir noch mehr Songs reinzuziehen. Genau meine Musik. "Caesar" zusammen mit Robyn, die ich auch letztens erst entdeckte, ist mein bisheriger Liebling.


Im Test: E-Drumset Fame DD 506 im Musicstore-Stage-Bundle

Seit Sommer 2010 spiele ich Schlagzeug bei TEN SING bzw. lerne es dort nebenbei, aber das ist immer nur einmal die Woche, also muss mal bald ein Übungsschlagzeug her. In ner Mietwohnung nicht einfach, also bestellte ich ein E-Schlagzeug beim Musicstore und testete mal wieder.

Bestellt habe ich ein Musicstore-Bundle, bestehend aus dem E-Drumset Fame DD 506, einer Monitorbox mit Kabel, Drumsticks, einem Hocker, einem Kopfhörer, einer Tasche und einer Übungs-DVD. Die Monitorbox sollte später mal zum Einsatz kommen, als ich mit M., C. und S. in meinem Schlafzimmer Musik gemacht habe (worüber sich lustigerweise niemand beschwert hat. Aber dazu später mehr).

Aufbauen ließ sich das Drumset dann noch recht einfach. Ich habe allerdings zwei Tage gebraucht, um zu merken, dass die Beckenpads und die Drumpads nicht alle gleich sind, sondern es jeweils ein spezielles gibt für Hi-Hat und Snare Drum. Die Hi-Hat kann man nicht mit der Hand stoppen, die Snare Drum hat einen eigenen Anschlag am Rahmen für Rimshots. Vertauscht man die Pads, gibt es merkwürdige Effekte wie abbrechende Töne und nicht stoppbare Becken. Das aufgebaute Schlagzeug schwankt zwar leicht beim Spielen, wirkt aber prinzipiell stabil.

Die Pedale für Hi-Hat und Bassdrum gefallen mir gar nicht. Es gibt zwar Klett und Spikes, auf Laminat rutschen die aber trotzdem ständig weg. Das Hi-Hat-Pedal liegt lose in der Gegend rum, da das zugehörige Beckenpad am Rack und nicht auf einem Ständer montiert ist. Das Basspedal ist schlabberig und federt sehr merkwürdig, so dass ich ständig Doppelschläge produziere. Ändern der Empfindlichkeit des Kickpads (Bassdrumpad) hilft nicht. Je nach Spieltechnik gibt's entweder undeutliche Schläge oder ich habe das Gefühl, das Pedal zu zerstören.

Letzteres ist merkwürdig, denn insgesamt muss man auf diesem Schlagzeug ziemlich kräftig spielen, um überhaupt Töne zu erzeugen, besonders bei den Becken - bei einem akustischen Schlagzeug ist es eher anders herum. Der Anschlag auf den Pads ist dadurch nicht gerade leise. Wenn man die Kopfhörer auf hat, hört man das ab einer gewissen Lautstärke nicht mehr, aber schön ist es in jedem Fall nicht.

Die Soundsamples selbst sind einer der größten Kritikpunkte, sie hören sich einfach scheiße an. Es gibt zwar einige hundert zur Auswahl, aber das klingt nur viel und ist es eigentlich nicht. Die Samples klingen mehr oder weniger unecht, bei den Becken ist es am schlimmsten, bei den Toms kann man es noch am ehesten ertragen. Bei der Hi-Hat kennt nicht jedes Sample die drei möglichen Zustände (offen, halboffen und geschlossen). Es ist ohnehin schon nervig, dass es nur diese drei Zustände gibt, eine Spielweise bei der die Hi-Hat langsam geöffnet wird ist so nicht möglich.

Damit wären wir beim Spielgefühl. Dass es anders ist als auf einem echten Schlagzeug, war ja zu erwarten, aber gerade bei den Becken ist es echt lausig. Es dauert eine Weile, bis man eine Einstellposition gefunden hat, bei der sich die Beckenpads wenigstens ein bisschen bewegen, wenn man draufschlägt, ohne gleich die Verkabelung zu stören. Danach ist es aber immer noch ein merkwürdiges Gefühl. Das Stoppen der Becken funktioniert, man muss aber ziemlich kräftig zupacken und kann sich auch dann noch nicht richtig darauf verlassen, dass es klappt, weil man den Bereich, den man anfassen muss, eventuell nicht getroffen hat. Die Hi-Hat kennt wie gesagt nur drei Stufen und diese Stufen kann man auch nicht fest einstellen, so dass man den Fuß immer auf dem Pedal haben muss.

Was den Drumcomputer angeht, habe ich außer der miesen Qualität der Sounds nichts zu meckern. Es gibt einen Ausgang für die Monitorbox (Stereo über zwei Monoklinkenkabel) und einen zweiten für die Kopfhörer, die Lautstärke lässt sich unabhängig regeln. Der Aux-Eingang für externe Soundquellen ist ebenfalls unabhängig. Die Bedienung des Drumcomputers ist einfach, die Verkabelung auch, die Kabellängen sind allerdings unflexibel. Eine andere als die Standardaufstellung ist nicht möglich und erweiterbar ist das Set schonmal gar nicht. Ein ganz klarer Nachteil gegenüber einem Akustikset.

Zu den restlichen Setkomponenten möchte ich gar nicht viele Worte verlieren, die tun alle ihren Job, nicht besonders gut, aber auch nicht schlecht. Ich denke aber, die bisherige Kritik am E-Schlagzeug spricht für sich. Mag sein, dass es für den ein oder anderen eine Alternative zum Üben ist, mir hat es aber vor allem aufgrund der Tatsache, dass sich die Sounds so mies anhören und dass man so fest draufkloppen muss, ziemlich schnell den Spaß verdorben.

Übrigens habe ich eine Sache außer Acht gelassen: Man kann den Drumcomputer über USB oder Midi an einen Computer hängen, dann lassen sich auch die Sounds austauschen. Das erfordert aber eine Menge Software, Einarbeitung und vermutlich auch Geld. Zum Üben zu aufwändig, meiner Meinung nach.