I gotta feeling

Diese Woche, vom 30. März bis zum 2. April, ist nach vier Jahren wieder JesusHouse zentral, diesmal in Stuttgart. JesusHouse kann man sich vereinfacht als ein Event über vier Abende vorstellen, bei dem die Abende jeweils aus Lobpreis, etwas Show, einem längeren Impuls und der Möglichkeit, über Glauben zu sprechen, bestehen. Eine Art moderner Jugendgottesdienst, wenn man so möchte.

JesusHouse zentral wird in vielen Städten live übertragen, es gibt dann jeweils etwas Rahmenprogramm, manche Programmpunkte aus Stuttgart werden auch vor Ort an den Übertragungsorten durchgeführt. Für mich war das Hagen, da der dortige Veranstaltungsort, die Elbershallen, zentral liegt und daher (obwohl Hagen als Stadt nicht so nah ist) am einfachsten zu erreichen ist.

Nun sind zwar in Stuttgart 3500 Menschen, die an JesusHouse teilnehmen, und auch in Hagen kommen ein paar mehr als in den CVJM bequem reinpassen würden, aber so klein sind die Elbershallen nun nicht, also war etwas Werbung fällig. Und weil's Spaß macht und modern ist und wir alle jung und verrückt sind, gab's deshalb einen Tanz-Flashmob in der Hagener Innenstadt.

Das lief dann für mich so, dass Franzi, die das mitorganisiert hat, bei TEN SING rumlief und jeden bequatscht hat zu kommen, ein paar sind dann zu der Gemeinde wo uns der Tanz beigebracht wurde und dann sind wir von dort in die Stadt gelaufen, zu einem relativ großen Platz zwischen gut besuchten Geschäften. Man mag schimpfen, dass sei kein richtiger Flashmob, weil nicht spontan und nicht (nur) mit Fremden organisiert und bla, aber meine Güte, ist nicht so wichtig was es genau war.

Der ein oder andere kennt vielleicht das bei Youtube kursierende Video, wo bei einem Oprah-Event zigtausende Menschen einen genialen Massentanz zu I gotta feeling von Black Eyed Peas tanzen. Wir waren dreißig und der Tanz war etwas anders, ziemlich cool war's trotzdem und so sah das dann aus:

Flashmob_Franzi-small.JPGFlashmob_1-small.jpgFlashmob_4-small.jpg

Bei Vimeo in bewegten Bildern anschauen

Der Ghettoblaster war für den großen Platz leider doch recht leise, sonst hätten wir vermutlich schon eher Aufmerksamkeit erregt, aber ich fand's so schon faszinierend dass sich niemand darum kümmert wenn mitten auf dem Platz jemand einen Ghettoblaster aufbaut und Musik anmacht... als am Ende alle zusammen waren, standen aber dann doch einige Leute herum und guckten zu.

Definitiv eine lustige Aktion. Das sei auch allen Kritikern gesagt... viel mehr Spaß, als darüber zu lästern, wie albern das ist oder dilettantisch oder dass es kein richtiger Flashmob ist, macht es, mitzumachen. hahahah



Habari: Verwendung von Postinfo: Posts mehr Informationen hinzufügen

[Habarimag-Eintrag]

Manchmal kann es praktisch sein, Posts mehr Informationen hinzuzufügen, als Habari erlaubt. Beispielsweise, weil man einen neue Inhaltstyp entwickeln will; so wie das Eventscontent-Plugin Event-Posts hinzufügt, die eine Location und andere Informationen haben können. Oder weil man pro Post bestimmen können möchte, ob dieser Post voll oder nur als Auszug auf bestimmten Seiten des Themes dargestellt werden soll.

Man kann sich dafür ein Plugin schreiben, welches diese Aufgabe übernimmt; man kann aber auch das Postfields-Plugin benutzen (SVN-Link). Damit lassen sich auf einfachstem Wege Textfelder zu jedem Post-Typ hinzufügen, die beliebige Informationen speichern können.

Im Theme greift man dann wie folgt darauf zu:

$wert = $post->info->feldname;

Dabei muss $post ein Post-Objekt sein, welches man vorher aus der Datenbank geladen hat, und feldname der Name eines mit dem Postfields-Plugin hinzugefügten Feldes. Enthält das Feld Leerzeichen, kann man sich mit diesem Trick helfen:

$feldname = "Name mit Leerzeichen";
$wert = $post->info->$feldname;

$wert enthält danach den Wert des Textfeldes. Der Zugriff kann auch direkt in if-Abfragen oder allem anderen verwendet werden; die Member von $post->info können wie Variablen benutzt werden.



Projekt Hörsturz - Runde 42

Eine weitere Sonderrunde im Projekt Hörsturz möchte gehört und bewertet werden und diesmal werden wir kaum ein Wort der Songtexte verstehen und teilweise nichtmal wissen, um welche Sprache es sich handelt, denn dieses Mal durften nur Songs vorgeschlagen werden, in denen weder englisch noch deutsch vorkommt.

Hauptteil (Schnitt: 6,2)

{rating60} Kvelertak - Utrydd dei Svake (von Tenza)
Wüste, laute Töne eröffnen die Runde. Den Sänger würde ich vermutlich auch nicht verstehen, wenn ich seine Sprache verstehen würde, aber dadurch, dass hier mal nicht mit bis zum Unerträglichen verzerrten Sounds gearbeitet wird, bleibt es doch recht erträglich und so im letzten Drittel (da, wo andere Songs enden) klingt es sogar ganz brauchbar.

{rating60} Zaz - Je Veux (von David)
Hmm, diesmal habe ich mich nicht erschreckt, sondern eher ein bisschen gelangweilt. Mit etwas Schwung wäre das durchaus ein netter Song.

{rating100} Wir sind Helden - La Réclamation (von Konzertheld)
Mit den Helden habe ich ja ein bisschen geschummelt, ein kleines bisschen deutsch kommt da ja doch drin vor. Aber Der einzige vertretbare Song den ich noch hatte war Travailler von Irie Révoltés und der kam schon in einer normalen Runde als Vorschlag von jemand anderem. Und was Helden-Lieder in anderen Sprachen angeht, singt Judith einfach am besten auf französisch... und Guten Tag rockt einfach.

{rating40} Kaizers Orchestra - Svarte katter & flosshatter (von beam)
Mit orchestraler Musik kann ich zuhause nur sehr wenig anfangen... die Stimme des Sängers macht es nicht besser und irgendwie finde ich das ziemlich langweilig.

{rating60} Tappi Tíkarrass - Hrollur (von beetFreeQ)
Hmm ja, die Stimme habe ich tatsächlich schon gehört. Bin mir aber nicht sicher ob ich weiß wer es ist. Witzig, wie es "damals" ausgesehen hat, wenn minderjährige Punk machen. Ungewöhnlich unanstrengend für BeetFreeQ, danke dafür. Und durchaus überdurchschnittlich.

{rating80} Pizzicato Five - Mon Amour Tokyo (von cimddwc)
Das hat den Schwung, der Zaz vorhin gefehlt hat.

{rating30} Khaled - Aicha (von Sorkin)
Jede Menge Leute schrieben, dass kenne doch jeder. Ich nicht. Aber es entpuppt sich als das Original von Aisha von Outlandish, was um die Jahrtausendwende herum irgendwann rauskam. Originale sind aber, wie bekannt, nicht zwangsweise besser...

{rating30} Moneybrother - Livet börjar här (von JuliaL49)
Dümpel dümpel, brabbel brabbel, sabber das Mikro an. Nee.

{rating80} Camille - La demeure d'un ciel (Acoustic) (von Freddi)
Live-Sampling hatten wir ja in der letzten Runde schonmal, das hier finde ich aber deutlich ansprechender, obwohl technisch durchschaubarer. Die Sängerin erzeugt die gesamte Begleit(-percussion) mit dem Mund und loopt das dann... dann wird dazu gesungen. Das Ergebnis ist vielleicht ein bisschen seicht, aber definitiv faszinierend und nett anzuhören und auch anzusehen.

{rating80} hide - Dice (von Khitos)
In welcher Sprache singt der denn da so irre schnell? Das kenne ich eigentlich nur von Französisch, das scheint es aber nicht zu sein. Ich mag diese Art schnelle Songs. Erinnert mich ein bisschen an "I feel fantastic" von Jonathan Coulton, wobei da noch der geniale Text dazu kommt, den ich hier nicht verstehe.

Bonusteil (Schnitt: 4,4)

{rating40} Belle Êpoque - Il Est Trop Tard (von Kristin)
Irgendwie belanglos. So belanglos, dass es mich nichtmal stört, dass der Typ Screamo betreibt.

{rating20} Dead Can Dance - The Lotus Eaters (von Fabian)
Dazu mag ich nichtmal tanzen, obwohl ich noch lebe...

{rating20} Dengue Fever - One Thousand Tears of a Tarantula (von Graval)
Klingt wie irgendeine Beschwörung. Einlullend, fremde Klänge und sich ständig wiederholend.

{rating30} DJ Reno – Je veux te voir DANCER (von Mars)
Bäh, Soundcloud. Die funktioniert doch in Chrome nicht. Solche Dancesachen kriegen bei mir prinzipiell nur Daumen rauf oder Daumen runter. Der Beat ist unspannend, die Musik hat zwar Potenzial, aber mehr auch nicht, und der Gesang nervt mich. Daumen runter.

{rating60} Loituma - Ievan Polkka (von Konna)
Das hätte auch in die WTF-Runde gepasst. Geht nur etwa drei Minuten, kommt mir aber dennoch ewig lang vor. Vielleicht, weil das Stück vorhin doch etwas treibender war... dennoch, vertretbar.

{rating70} Shout Out Louds - Spöken (von Dr. Borstel)
Wenn das ganze Album "Is there a Ghost" so klingt, hätte das sicher eine merkwürdig einlullende Wirkung auf mich. Der Gesang wurde bearbeitet und hört sich jetzt so an wie in Filmszenen, wo entweder Rückblenden, Gedanken oder Drogeneinfluss gezeigt werden. Irgendwie strange und ein bisschen high. Im Gegensatz zum vorherigen kommt mir dieser Song nicht lang vor, obwohl er auch etwa drei Minuten lang ist. Ganz nett anzuhören.

{rating70} Yoko Takahashi - Zankoku Na Tenshi No These (Neon Genesis Evangelion Opening) (von maloney8032)
Hmm japanischer Pop-Soundtrack. Auch das hier nett anzuhören, aber nicht mehr.

Lausige Bonusrunde, obwohl meine Bewertungen in dieser Runde insgesamt recht gnädig ausgefallen sind. Für die nächste Runde kann wieder alles vorgeschlagen werden und aus einer Laune heraus schlage ich einfach mal Tommy-Gun von Royal Republic vor. ups, das Lied kenne ich ja vom Projekt Hörsturz. Gut, dann sei es crushcrushcrush von Paramore. hahahah



Paket-Update

Inzwischen habe ich übrigens mal Meine Zustellung ausprobiert. Klappt gut, hab rechtzeitig ne SMS bekommen an welchem Tag mein Paket voraussichtlich ankommt. Aufgrund der Kosten (1,49€ pro Nutzung) werde ich aber wohl keine weiteren Services (Zustellung aufschieben) nutzen. Die nächste Postfiliale ist gut zehn Minuten zu Fuß von hier entfernt, die Packstation zwei Minuten und seit kurzem haben wir hier einen neuen Paketboten, der die Benachrichtigungskarten ordentlich ausfüllt, also alles bestens.

Apropos Packstation... ist inzwischen schon drei Wochen her, aber als ich das letzte Mal mehrere Pakete einliefern und abholen wollte, habe ich ein Fach geöffnet bekommen, wo schon ein fremdes Päckchen drin lag... merkwürdige Sache. Hab dann erstmal der Packstation klar gemacht, dass ich das Fach nicht will und mir die Postnummer der Empfängerin des gefundenen Paketes aufgeschrieben. Ein Anruf beim DHL-Kundendienst (kostenlose Nummer und gut funktionierender Rückrufservice statt Warteschleife) sorgte dann dafür, dass sich schleunigst jemand darum kümmert, dass die Empfängerin ihre Sendung abholen kann.

Mutmaßungen des Servicemenschen zufolge ist das Paket versehentlich nicht registriert worden, als der Paketbote es in die Packstation legte. Ich habe einmal gesehen wie das abläuft... da geht alle paar Sekunden ein Fach auf und der Paketbote rotiert davor und ordnet Pakete in Fächer ein und entnimmt Pakete und scannt Barcodes... ich kann mir gut vorstellen dass da mal versehentlich was nicht gescannt, aber trotzdem in ein Fach eingelegt wird.

Der DHL-Servicemensch hat sich jedenfalls über meinen Anruf gefreut. Bleibt zu hoffen, dass sich rechtzeitig jemand um das herrenlose Paket gekümmert hat. Bei der Menge an Sendungen, die ich schon per Packstation erhalten habe, mache ich mir jedenfalls keine Sorgen, dass sowas öfter vorkommt.



Abgeschmeckt - das Beste für TEN SING Münster

Die über das Jahr verteilten TEN SING-Shows sind inzwischen zu einer Überbrückung von Konzert zu Konzert geworden, die ich nicht mehr missen möchte. Am Samstag vor einer Woche erlebte ich mal wieder eine Premiere1: Als ich mit Andi ankam, war gerade Einlass, und vor dem Gebäude hatte sich eine riesige Schlange gebildet. Das ließ auf eine Show mit beeindruckender Besucherzahl schließen.

IMG_7917o.JPGDie Halle war dann auch tatsächlich gut gefüllt (die Gruppe selbst schreibt auf ihrer Website von 450 Zuschauern), es gab einen großen Stehbereich und seitlich davon etliche Sitzplätze für die Unmotivierten. Bühne und Hallendecke waren mit reichlich Technik vollgestopft, das erklärte auch den trotz vieler Sponsoren vergleichsweise hohen Eintrittspreis von 5€ (VVK 3€). Die großzügige Lichttechnik musste allerdings nicht dafür herhalten, schlechte Leistungen zu vertuschen, denn alle dargebotenen Leistungen konnten sich definitiv hören und sehen lassen.

Den größten Bestandteil machen natürlich immer die Lieder aus. Nie hat eine TEN SING-Show meinen Musikgeschmack so gut getroffen. 1000 Miles (Vanessa Carlton) und Suddenly I see (KT Tunstall) waren dabei, Happy Ending (Avril Lavigne) und Jerk it out (Caesars), aber auch Living on a prayer (Bon Jovi) und Hungriges Herz (MIA./Scala). Bei Münster ist allerdings auch der Tanz sehr präsent gewesen; es gab nicht nur Frauentanz, sondern auch Paartanz und sogar einen ernsthaften Männertanz, der eine deutlich bessere Figur machte als so mancher alberner Auftritt anderer Gruppen. Last but not least2 gab es natürlich das Theaterstück, welches für die Show titelgebend war und dessen Szenen sich mit den Liedern abwechselten. "Abgeschmeckt" ist der Titel des Kochbuches von Starfernsehkoch Horscht Lischter, der seine Konkurrentin Johanna Laifer völlig im Schatten stehen lässt. Doch deren Management möchte das nicht einfach so hinnehmen... mehr möchte ich gar nicht verraten, denn am Samstag gibt es noch eine zweite Aufführung und ich kann wirklich empfehlen hinzugehen.

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An diesem Punkt stelle ich normalerweise heraus, was gut und was schlecht war; das ist diesmal aber besonders schwierig, denn nicht nur Tanz und Theater machten einen guten Eindruck, sondern auch die Solisten glänzten durchweg durch starke Stimmen und Textsicherheit. In der zweiten Hälfte, als ich die Seite gewechselt hatte, beeindruckte auch der Chor; da zeigte sich sehr deutlich, dass die Plätze in der Mitte die besten sind, an der rechten Seite hat man den Chor kaum gehört, links dafür sehr laut.

IMG_8240o.JPGFehlt noch die Band. Die war recht gut besetzt; wenn ich mich richtig erinnere, waren es zwei Keyboarder, mindestens je zwei Schlagzeuger und Gitarristen und ein Bassist. Den Bassisten fand ich persönlich sehr cool, da er es bei einem Lied sogar schaffte, beim Spielen herum zu hüpfen, aber auch die anderen hatten sichtlich Spaß an den Liedern.

Alles in allem also ne richtig fette Show, die sowohl im Großen und Ganzen, als auch im Detail überzeugte. Sehr cool fand ich zum Beispiel den Effekt, den einer der Gitarristen bei Living on a Prayer mit dem Mund und irgendeiner Art Effektgerät gemacht hat. Oder die auf der Bühne aufgestellte Tür, durch die die Solisten teilweise gekommen sind.

Am Ende war dann mal wieder die Stimmung total ausgelassen, es gab zwei Zugaben und dann wurde lautstark nochmal der Männertanz gefordert. Etwa zwei Stunden gute Unterhaltung (plus Pause) waren das, für die es sich gelohnt hat, nach Münster zu fahren. Am Samstag gibt's nochmal einen Auftritt - noch kann man hier Karten reservieren. hahahah

  1. Damit ist nicht die Show selbst gemeint, denn das ist eigentlich immer eine Premiere - nicht alle Gruppen treten überhaupt mehrmals auf.
  2. Gibt es dafür eigentlich ein nicht dämlich klingendes deutsches Äquivalent (schon wieder ein Anglizsmus)?


Testbericht: LED-LENSER M14

[Trigami-Review]

Vor einiger Zeit erhielt ich die Gelegenheit zu einem ganz besonderen Produkttest: Die multifunktionale Taschenlampe Zweibrüder LED Lenser M14 sollte getestet werden und ich wollte mich mit J. zusammentun, um Capture The Flag im "Real Life" zu organisieren. Kurz zum Spiel: Zwei Teams spielen gegeneinander; zu jedem Team gehören eine Flagge und ein Start- und Sammelpunkt. Das Ziel ist es, die gegnerische Flagge von deren Sammelpunkt zu stehlen und zum eigenen Sammelpunkt zu bringen, ohne dass dabei die eigene Flagge verloren geht.

Jan ist nicht nur Gamer und CTF-Spieler, sondern auch Geocacher. Dunkle Umgebungen in schwierigem Terrain sind ihm also nicht fremd, und wenn man nachts nach kleinen Hinweisen, Markierungen oder Gegenständen sucht, ist es hilfreich, dabei lichttechnisch gut ausgestattet zu sein.

Es hatte geschneit und wir trafen uns bei Einbruch der Dunkelheit in Gelsenkirchen an der Halde Rungenberg. Leider war die Planungszeit recht kurz, so dass wir nur zu fünft waren und keine vernünftige Kamera hatten. Einige Taschenlampen, darunter natürlich auch die LED Lenser, ein Smartphone und zwei abgenutzte Drumsticks mit Geschirrtuchfahne mussten also fürs erste reichen.

Der Schnee war glücklicherweise zwar ein bisschen, aber nicht wirklich angetaut, so dass der Aufstieg sehr einfach war, weil wir durch den tiefen Schnee guten Halt hatten. Es gibt zwar auch angelegte Wege, aber die waren uns nun wirklich zu lang. Einige Ebenen höher genossen wir erstmal die Aussicht und testeten die Reichweite der Taschenlampen; damit hörten wir aber schnell wieder auf, weil wir Angst hatten, die Autofahrer unten zu blenden, da die Taschenlampen selbst unten auf der Straße noch deutlich zu sehen waren. Die angegebene Reichweite von 280 Metern glaube ich dem Hersteller.

Ich hatte in der Bewerbung für den Produkttest verschiedene Vorteile der LED Lenser für Capture the Flag genannt; diese haben wir natürlich versucht ins Spiel einzubringen. Dazu gehörte zum Beispiel die Stroboskopfunktion (im "Defense Mode"), um Gegner abzuwehren. Für das Spiel erwies sich die als absolut nutzlos, da wir quasi alle mit einer solchen Funktion ausgerüstet waren; allerdings blendet das in der Dunkelheit wirklich sehr. Kann man aber auch schon bei halb so teuren Taschenlampen bekommen.

Dann waren da die verschiedenen Helligkeitsmodi für das LED-Licht. Man kann hier umschalten zwischen 15% und 100% Helligkeit, stufenlos dimmen sowie kurzzeitig 120% der Normalleistung erreichen. Was sich nett anhört, ist draußen bei Dunkelheit nur noch halb so nützlich. Für das Spiel dachte ich, man würde weniger schnell gesehen werden, wenn man nur 15% der Helligkeit verwendet; 15% der unglaublichen Lichtleistung sind aber immer noch sehr hell, daher war jede Tarnung dahin, sobald die Taschenlampe in irgendeiner Helligkeit an war. Das Dimmen erwies sich außerdem als etwas schwierig. Diese Funktionen sind wohl eher in einer nicht völlig dunklen Umgebung nützlich und helfen dann, die Akkulaufzeit zu maximieren.

Als weiteres groß beworbenes Feature verfügt die LED Lenser über eine Einhandfokussierung. Das bedeutet, dass man den Lichtkegel von weitreichend und schmal bis hin zu breite Ausleuchtung eines eher nahen Bereichs verstellen kann. Das funktioniert durch Verschiebung des Lampenkopfes und lässt sich tatsächlich mit einer Hand bewerkstelligen; aber nur mit recht großen Händen ohne Handschuhe, außerdem ist es wesentlich schwieriger den Lampenkopf zu sich hin zu ziehen (breiter Lichtkegel) als ihn nach vorne zu schieben (schmaler Lichtkegel). Das Advanced Focus System wirbt außerdem mit einem besonders gleichmäßigen Lichtkegel im defokussierten Bereich und einem besonders hellen Licht im fokussierten Zustand. Dabei verliert niemand ein Wort darüber, dass der Lichtkegel dazwischen - man kann ja schließlich stufenlos fokussieren - einfach bescheiden aussieht, weil es überall Schatten gibt.

LED_Lenser_M14_Produktbild.jpg Unser Capture The Flag-Spiel ist definitiv eine lustige Aktion mit viel Spaß geworden, nur die innovative LED-Taschenlampe konnten wir dabei nicht wirklich gewinnbringend einsetzen. Als Outdoor-Taschenlampe allgemein ist die LED Lenser M14 aber zweifelsfrei eine große Hilfe. Interessant ist dabei zum Beispiel auch, dass diese Lampe im Gegensatz zu quasi allen anderen über zwei verschiedene Energiemodi verfügt. LED-Taschenlampen sind oft mikrocontrollergeregelt, damit der Lichtstrom konstant bleibt, egal wie voll der Akku ist. Irgendwann steht man dann aber plötzlich im Dunkeln. Andere Modelle leuchten immer schwächer, je leerer der Akku ist. Die M14 lässt den Benutzer wählen und kann dank Smart Light Technology beides. Außerdem gibt es eine Warnung durch Blinklicht, bevor der Akku zu schwach wird.

Die LED Lenser M14 ist definitiv eine leistungsstarke, hochwertige Taschenlampe. Sie verfügt über eine Menge Funktionen und erreicht im Idealfall eine Akkulaufzeit von bis zu 96 Stunden. Aufgrund des Preises von 120€ ist sie aber nur für Leute geeignet, die alle diese Funktionen auch benötigen. Eine lange Akkulaufzeit in Kombination mit sehr hoher Lichtstärke bekommt man z.B. bei Fenix für das halbe Geld. Zu beachten sind auch das hohe Gewicht und die Notwendigkeit von vier Akkus - in der Hosentasche macht die LED Lenser sich nicht gut. Ein Gürtelclip wird allerdings mitgeliefert.

Zum Schluss die Videos von unserer CTF-Aktion. Leider hatten wir recht wenig Zeit zur Planung, so dass wir keine normale Kamera nutzen konnten und auf ein Smartphone zurückgreifen mussten. Die Qualität ist entsprechend... sehr schade. Vielleicht wiederholen wir das bei Gelegenheit mit besserer Technik.

Videos: 1 2 3 4



Tastensperre

An meiner geliebten G11 von Logitech sind das O, das P, die Nummernblock-3, die Rücktaste, die linke Windowstaste und das Hochkomma neben der Rücktaste kaputt. Der Spritzwasserschutz konnte sie nicht vor der Attacke meines Wasserglases retten. Nun bespaße ich mich mit einer Tastatur, deren Tasten alle funktionieren, die dafür aber so alt ist, dass ich zwei Adapter dranhängen muss, damit ich sie am Notebook betreiben kann. Obendrein darf ich nicht draufgucken, denn die Tasten sind nach dem NEO-Tastaturlayout gesteckt.

Die G11 zählt als Gaming-Tastatur. Gekauft habe ich sie wegen der Makrofunktion und des USB-Hubs (und damals wahrscheinlich auch wegen der blauen Beleuchtung). Den USB-Hub brauche ich, da mein Mausempfänger bzw. der Sender der Maus lausig ist. Und die Makros sind nicht nur beim Zocken praktisch, sondern auch beim Programmieren und bei kleineren Textarbeiten, vor allem auch beim Bloggen und beim Massenbearbeiten von Texten. Anforderungen an eine neue Tastatur sind also: Makrofunktion (min. 20 Makros), Kabel, Standardlayout (bloß kein kompaktes) und USB-Hub, min. 1 Port - für maximal 70€.

Logitech hat da nur die G11. Alle ähnlichen Modelle sind sündhaft teuer bei kaum mehr Funktionen (nützlichen schonmal gar nicht) und haben meist weniger Makrotasten. Die G11 ist aber jetzt das zweite Mal kaputt und nutzt sich obendrein doch recht stark ab, wenngleich das nicht so stört.

Der renommierte Gaming-Hersteller Saitek hat gar nix. Makros sind da nicht so der Bringer, die Tastaturen sind alle teuer und gefallen mir teilweise auch von der Haptik gar nicht.

Microsoft hat nicht eine einzige Tastatur mit Makrofunktion, nur eine mit programmierbaren Tasten und die ist lausig beschriftet.

Irgenwie kam ich auf Cherry, ein Hersteller, der bekannt ist für seine unverwüstlichen, potthässlichen Tastaturen. Unverwüstlich ist bei mir ja gerade aktuell. Und immerhin: Cherry beeindruckt durch eine riesige Produktpalette mit zig ausgefallenen Modellen, auch aus dem Industrie- und Gewerbebereich. Problem: Die meisten kann man nirgendwo kaufen oder nur zu astronomischen Preisen (ab hundert Euro). Ich habe jetzt mal die G86-21050DE (knapp 35€) bestellt. Die hat zwar keine USB-Ports, dafür kann man die Makrotasten aber selber beschriften, was zusammen mit dem Preis ausreichend Neugier verursacht hat. Mal sehen... sonst wird es wieder die G11. Oder hat jemand einen besseren Vorschlag?



Gedanken zum Schlagzeugkauf

Seit Freitag besitze ich ein eigenes Schlagzeug. Ein Starsound (Billigmarke), aufgerüstet mit Remo-Fellen (Qualitätsmarke) und vernünftigen Becken. Aufgebaut ist es noch nicht, dazu muss ich im Keller noch etwas umräumen und unter anderem einen Schrank rausräumen, aber darum soll es hier auch gar nicht gehen. Viel interessanter als das abgebaute Schlagzeug ist nämlich, wo es her kommt.

Eigentlich sollte es ja ein neues werden. Da gab es auf Amazon so verlockende Angebote von neuen Schlagzeugsets für unter 200 Euro... habe lange nach dem Haken gesucht, aber keinen gefunden, bin aber bei Recherchen darauf gestoßen, dass es wohl Unmengen von wirklich beschissen klingenden Schlagzeugen gibt und man das Geld lieber in ein besseres gebrauchtes investieren soll. Also mal sämtliche Online-Kleinanzeigenbörsen auf den Kopf gestellt, angefangen bei Ebay Kleinanzeigen bis hin zur Kleinanzeigenliste bei Thomann.

Man sollte ja meinen, so Inserenten hätten ein gewisses Interesse daran ihren Krempel zu verkaufen. Tatsächlich ist aber etwa die Hälfte meiner Anfragen komplett unbeantwortet geblieben und mit nur drei hatte ich überhaupt ernsthaften Kontakt. Der freundlichste davon war telefonisch mit einer Frau aus Baden-Baden, die das Markenschlagzeug ihres Sohnes für einen Spottbreis anbot. Wir waren uns zwar einig, dass der Versand schwierig werden könnte, aber sie wollte sich mal Gedanken machen. Ich kaufte in der Zeit dann doch ein Schlagzeug aus dem Ruhrgebiet und hoffe, dass jemand anderes das Angebot zu schätzen weiß (habe natürlich Bescheid gesagt, dass ich nun ein anderes habe).

Aber was da so alles auf dem Markt ist... ich bin ja bis heute fasziniert von einigen Wohnungsanzeigen, die ich gelesen habe, als ich ausgezogen bin. Sowas scheint es in allen Bereichen zu geben. Da wollte mir jemand weismachen, er hätte sein Billigstschlagzeugset für 500€ gebraucht von der Musikschule. Der Neupreis liegt bei 400 und Verhandlungsbasis für das drei Jahre alte Teil war 150 - ich hätte es vielleicht genommen, wenn man mir 150€ Schmerzensgeld dazu gegeben hätte.

Als totaler Anfänger habe ich jetzt festgestellt, dass ich echt Glück hatte. Der Typ, von dem ich mein Schlagzeugset jetzt habe, hat etwas Ahnung und hatte zum Probespielen alles aufgebaut und gestimmt. Das ist so das Hauptproblem - ein schlecht gestimmtes Schlagzeug klingt scheiße, aber wenn man sich nicht auskennt, merkt man das nicht. Ich traue mir jedenfalls nicht zu, zwischen dem Klang eines schlechten Schlagzeuges und dem eines schlecht gestimmten Schlagzeuges zu unterscheiden.

Naja. Das nächste Problem wird vermutlich die Reaktion meiner Nachbarn. Mit etwas Glück habe ich bald einen Raum, in dem ich spielen kann, ohne jemanden zu nerven, aber bis dahin muss mein Keller herhalten. Drückt mir die Daumen, dass das keinen Ärger gibt.