Protestaufruf gegen menschenverachtende RTL-Sendung

Der Privatsender RTL plant, eine Doku-Soap mit dem Titel "Erwachsen auf Probe" auszustrahlen. In dieser Sendung werden Jugendlichen Säuglinge, Kinder und Teenager anvertraut, damit die Jugendlichen, die in Erwägung ziehen selbst Eltern zu werden, schonmal "ausprobieren" können, wie es ist, Verantwortung zu übernehmen. Die Idee mag ja interessant sein, schließlich werden immer wieder Jugendliche unvorbereitet Eltern, jedoch werden für die Dreharbeiten zu dieser Sendung die betroffenen (Klein-)kinder ihren Eltern entrissen. Gerade bei Säuglingen kann dies schwere Schäden nach sich ziehen. Psychoanalytische Forschungen belegen, dass Kleinkinder intensiven Kontakt zu ihren Eltern benötigen, um sich korrekt zu entwickeln. Daher habe ich folgende Mail an das zuständige RTL-Team verfasst und fordere alle meine Leser auf, dies ebenfalls zu tun.

An

Frank.Rendez@rtl.de

henning.walther@rtl.de

mandy.berghoff@rtl.de

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Sicherheit ist es eine schwierige Aufgabe, anspruchsvollen Zuschauern ein unterhaltsames Programm zu bieten. Mir ist durchaus bewusst, dass Sie bei RTL, einem Privatsender, eine andere Zielgruppe und andere Programminhalte als die öffentlich-rechtlichen Sender haben. Dennoch finde ich, dass Sie mit der Sendung "Erwachsen auf Probe" zu weit gegangen sind. Sie entreißen Kinder im Säuglingsalter ihren Eltern, um eine Doku-Soap zu produzieren.

Nicht nur Freund und Erikson, die vielleicht bekanntesten Psychoanalytiker, haben nachgewiesen, dass solche Ereignisse in der schwierigen Phase der frühen Kindheit zu schweren Traumata führen können. Kleinkinder müssen ein starkes Vertrauen zu ihren Eltern aufbauen, damit ihre spätere Erziehung erfolgreich sein kann. Mit den Dreharbeiten zu Ihrer Sendung stören Sie dieses Vertrauen!

Es sei dahin gestellt, ob es korrekt ist, Menschen, die selbst Entscheidungen treffen können, in populistischen Sendungen zu zeigen. Kleinkinder und Säuglinge jedoch können und werden definitiv nicht darüber entscheiden, ob sie an einer Fernsehsendung teilnehmen können. In Anbetracht dieser Tatsache und aufgrund der zahlreichen Untersuchungen zu frühkindlicher Entwicklung fordere ich Sie auf, die Dreharbeiten zu dieser Sendung ungeachtet der potentiellen Einnahmen einzustellen und die bereits gedrehten Folgen nicht auszustrahlen. Anderes Handeln wäre unverantwortlich und moralisch verwerflich.

Diese Nachricht wird auch im Internet veröffentlicht. Sie finden sie unter [Link zu diesem Post] .
Mit freundlichen Grüßen,
Christian Gredig

Quelle u.a. Spiegel
Idee zum Protest Wise Guys

Meine E-Mail habe ich aufgrund eigenem Wissen und eigenem Entsetzen verfasst und nicht, weil ich die Wise Guys so toll finde. Das nur am Rande.

Update, 3.6.09 17:47: Bisher keine Reaktion außer einer Abwesenheitsnotiz.



[reisen::bremen] Kirchentags-Berichte

Mittwoch und Donnerstag habe ich schon Notizen zu gemacht, werden evtl. Freitag veröffentlicht, je nachdem wie k.o. ich bin. Ich sage nur:
- Gospelkonzert
- Menschenmengen
- Logistisches Wunder
- Wise Guys-Konzert vor 60000 Menschen



Verschiedene zusammengewürfelte Fotos

Hier einfach mal, ein bisschen zusammenhanglos, ein paar Fotos, die jeweils einzeln nicht für einen Blogeintrag reichen. Nachlader-Bundle, Mathe-LK-Buch einer Gesamtschule und tropfender Honig. Jetzt entscheiden ob ihr die sehen wollt: ok, ihr wollt.

Da wäre zunächst mal das Nachlader-Bundle, über das ich im Artikel zur Popmeisterschaft geschrieben habe. Für fünf Euro bekommt man das Album, ein Standard-Feuerzeug mit Nachlader-Aufdruck, einen Nachlader-Button und einen Lolli:

Nachlader-Bundle

Beim Lernen für die Matheklausur zeigte sich, dass die Oberstufe in NRWs Gesamtschulen absolut gleichwertig ist mit der in Gymnasien. Am Gynmnasium verwendet man drei verschiedene Bücher für die drei großen Themen, an der Gesamtschule dieses hier:

Foto Grundkursbuch Mathematik Oberstufe

Beim Backen hatte ich Spass daran, wie der Honig vom Rührstab des Mixers in den Teig tropfte. Tropfbewegungen finde ich allgemein faszinierend und interessant für Fotos... daher hier mal drei Stück:

Foto Honig tropft Phase 1Foto Honig tropft Phase 2Foto Honig tropft Phase 3

Die Kekse haben übrigens besser geschmeckt als der Teig auf dem Foto aussieht. ;)



[konzerte] Je kleiner die Location, desto größer die Kameras

Lange bei Twitter angekündigt, war ich dann am Freitag endlich in Krefeld zur Popmeisterschaft. Riccu und ich hatten ja die ersten beiden Tickets. Mein Mitfahrer hatte Nummer 48... und als wir ankamen und uns vor der KuFa getroffen haben, standen tatsächlich nicht sonderlich viele Leute dort, die auf Einlass (19:00) warteten. Der Konzertraum der Kulturfabrik fasst etwa 300 Leute, vielleicht auch 400, jedenfalls kamen wir uns recht verloren vor, als wir gegen halb 8 reingingen. Tatsächlich kaum jemand da.

Line-Up des Abends: Nachlader, Paula, Radiopilot, Klee. Zwar wird bei der Popmeisterschaft nicht wirklich ein Popmeister gewählt (auch wenn die Bands durchaus darauf anspielen), allerdings ist klar erkennbar, dass die Professionalität der Bands im Laufe des Abends bzw. der Nacht anstieg. Zumindest Klee waren ja immerhin in den Charts. Deswegen und auch von der Art des Auftretens und der Musik unterschieden sich die Bands durchaus recht stark, auch wenn es bei allen vier Electropop war, was geboten wurde.

So traten Nachlader (Frontsänger Daniel mit Shokkaboy und Barotti) noch mit reichlich gesampleter Playbackmusik auf und hatten hauptsächlich ihre Musik und coole Sprüche zu bieten. Unvergessen: "Wir haben hier jetzt gleich einen Mitmachteil. Mal gucken, ob der hier funktioniert." Anschließender Songtext: "Gib mir jeder einen Euro, kostet mich ein Lächeln und dann bin ich reich" :D leider waren Riccu und ich wohl die einzigen die der Aufforderung gefolgt sind :D Eigentlich ein genialer Gag, die Band ist finanziell tatsächlich nicht so gut dran und bei dem lächerlich niedrigen Eintrittspreis (19€ für die vier Konzerte) und dem niedrigen Preis des Nachlader-Bundles (CD mit Button, Feuerzeug und Lolli für 5€!) mag man die sympathischen Jungs doch gerne unterstützen.

Mit Paula kam auch ein Großteil der Zuschauer. Zumindest die anhand der Kartennummerierung zu erwartenden 48 waren zu dem Zeitpunkt wohl da und auch wenn die beiden Ultra-Fans in der ersten Reihe die einzigen hüpfenden waren, lockerte sich die Stimmung doch ein wenig. Auf mich persönlich wirkten der lockere Umgang der Band mit Alkohol und die Sängerin sehr befremdlich, andere fanden bei dieser Band den Kontakt zum Publikum am beasten, alles Ansichtssache. Während Nachlader auf der Bühne sehr viel rockiger wirkten als aus der Konserve, kam einem bei Paula vieles bekannt vor. Bemerkenswert ist übrigens, das seit der Umbesetzung von Nachlader zwei von jeweils drei Bandmitgliedern in beiden Bands spielen, bei Paula ergänzt um Frontsängerin Elke und bei Nachlader eben mit Shokkaboy.

Nach Paula folgte eine größere Umbaupause, in der ein Großteil des Publikums wieder verschwand (im Gegensatz zur Band selbst übrigens). Eigentlich merkwürdig, denn soo unterschiedlich waren die Bands dann nun auch nicht, dass man sich wenn man schonmal da war nicht auch die anderen anhören konnte / wollte. Allerdings fing auch allmählich der Freaky F******* Friday an, zu dem Konzertbesucher freien Eintritt hatten. Naja... Zeit für Getränke, die Örtlichkeiten selbst hatten wir ja schon vor Beginn ausgiebig begutachtet, immerhin fingen Nachlader erst geschätzt gegen 19:45 an. Bepfandete Plastikbecher und vernünftige Preise für Getränke, okay, soviel dazu.

Radiopilot machten einen deutlichen Schnitt in der Technik. Die für die Größe der Location beachtliche Lightshow und der Sound konnten ja schon bei Nachlader und Paula zeigen was sie drauf haben, Radiopilot brachten noch massiven Nebeleinsatz, kabellose Mikrofone (Kabel können verhängnisvoll sein!) und Fernseher mit. Letztere waren ne coole Sache, denn Leinwand und Beamer waren nicht vorhanden, so haben die Fernseher das Hintergrundvideo ersetzt. Wechselweise witzige oder einfach simpel passende Animationen zum Lied und Nahaufnahmen der Musiker auf vier Fernsehern machen schon was her. Radiopilot waren insgesamt zu sechst, fünf Bandmitglieder im Einheits-T-Shirt plus der Cousin des Sängers, der die Gitarren "verwaltet" hat ("Familie geht halt vor"). Die Jungs waren gut drauf ("heute alkoholfrei, letztens waren wir in Oberhausen, da war Alkohol nötig!"), trotz des richtig kleinen Publikums (vielleicht das kleinste am Abend) konnte man das spüren und irgendwie wirkten die fünf einfach authentisch und ungezwungen. Da bekommt man auch Spass am Konzert, wenn einem die Musik eigentlich nicht so zusagt. Zusammen mit Nachlader entstand übrigens im Vorfeld die Idee, man müsste auf jedem Konzert einen neuen Song spielen können... so entstand spontan "Tokio - Krefeld" ;)

Nachdem Radiopilot verschwunden waren und sich Klee ankündigte, es mittlerweile spät geworden war und die verbliebenen Gäste langsam betrunken wurden, wurde es auch ziemlich voll. Standen wir vorher noch mittendrin genauso verstreut wie die anderen und mit etwa 5 Metern recht nah an der Bühne, waren wir hinterher die letzte Reihe. So viel Freiheit kann aber durchaus praktisch sein hahahah

Immerhin, Klee spielten dann vor 70-100 Leuten, der bisherige Abend hatte das nicht erhoffen lassen. Die beste Stimmung hatten sie definitiv, alleine schon durch die Menschenmenge, auch wenn Suzies Versuch, die Leute nah an die Bühne zu holen ("Kommt nach vorne, legt eure Hände auf die Bühne, wenn ihr das Geheimnis spüren wollt" -> externer Link mein Geheimnis) scheiterte. Muss frustrierend sein, 100 Leute und niemand rührt sich. Bei Paula hieß es noch "und die Arme nach oben zum Klatschen - oh - hey, die machen das ja"... aber was soll's, mehr Bewegungsfreiheit bedeutet mehr gut gelaunte Menschen die tanzen. Der Auftritt selbst ging dann trotz gut gelaunter Sängerin recht langsam an, viele eher ruhige Lieder zu Beginn, kaum Steigerung, dafür am Ende zwei Feier-Knaller ("Nicht immer aber jetzt" und "Gold") und als Zugabe (ha! immerhin eine Band mit genug Zeit für eine Zugabe) "Alle die", was dann einfach zum Partyhit mutierte. Sehr schöner Abschluss, nachts um 1 und ziemlich geschafft, aber glücklich, so muss das sein hahahah

Sowohl wir als auch die Bands hatten wohl mehr Besucher erwartet. Zugegeben, ich bin eher zufällig über Empfehlungen aus dem Helden-Forum auf Paula und Klee gestoßen, aber so wenig waren echt heftig. Insgesamt war es definitiv ein cooler Abend, auch wenn mangels Menschenmenge nicht immer Partystimmung aufkam. Die vier Bands werde ich definitiv im Kopf behalten... und immerhin das Album von Nachlader steht momentan neben meiner Tastatur hahahah

Oh... ja, kommt davon, wenn man den Artikel offline schreibt und die Überschrift online steht. Der Spruch kommt daher, dass wir uns anfangs gefreut haben, dass mal keine Handykamera-Kiddies dabei sind... bis die Profis mit den dicken SLRs kamen :D



Blog neu aufgesetzt

So... dieser Post sollte eigentlich schon vor knapp einer Woche raus. Ich habe Wordpress komplett neu installiert und mit der wunderbar funktionierenden Export-Import-Funktion alle Daten übernehmen können. Dabei habe ich die Exportdatei ein wenig verändert, bevor ich sie importiert habe... nämlich alle Tags rausgelöscht. Die Tags in den Artikeln waren quasi doppelt gespeichert, einmal als Tag und einmal als Teil eines Artikels. Sprich, alle nicht genutzten Tags sind jetzt weg - das war etwa die Hälfte, da ich nie aufräumen konnte.

Im ersten Moment hab ich ja trotz erfolgreichem Testlauf gedacht, meine Entwürfe seien weg. Glücklicherweise wurden die nur unter einem Account mit meinem Namen gespeichert statt wie vorher im Admin-Account... alles noch da, es gab wirklich keinen Datenverlust, sogar die Bilder wurden übernommen und auch die Plugins funktionieren alle noch. Okay, fast keinen: Die Blogroll war weg. Warum auch immer. Gut, dass es den Google-Cache gibt, eben meine eigene Seite ausm Cache geladen und Links kopiert und neu angelegt und dabei direkt entrümpelt.

Das Archiv ist jetzt eingeklappt, das wächst immer mehr an und dadurch dass die internen Inhalte jetzt alle in der linken Sidebar sind, wurde es da doch recht voll. Dafür wird jetzt auch die Anzahl der Posts in den einzelnen Monaten angezeigt.

Kommentare können jetzt nicht nur insgesamt, sondern auch pro Beitrag abonniert werden. Nachdem kürzlich tatsächlich eine Anfrage zu einer meiner Technikanleitungen kam, habe ich gemerkt, dass der jenige gar nicht mitkriegen würde, wenn ich per Kommentar antworte, es sei denn er schaut immer wieder auf die Seite. Also gibt's jetzt pro-Beitrag Abonnements für die Kommentare, als RSS oder per Mail (mit Double-opt-in 1x pro Mailadresse für die rechtliche Sicherheit). Funktioniert bisher wunderbar, man kann sogar seine Abonnements verwalten. Schön, wenn es Leser gibt, denen dieser Blog nutzt, da rüstet man doch gerne nach.

Mein Related-Posts-Plugin ist beim Themewechsel kaputt gegangen und da es nicht mehr entwickelt wird, musste ich selbst für Ersatz sorgen. Nachdem ich ja zunächst an einem dummen Fehler verzweifelt bin, habe ich es jetzt geschafft mit benutzerdefinierten Metatags verwandte Artikel von Hand kennzeichnen und suchen zu können. Daher gibt es nun unter jedem Post, der zu einem eigenen Thema gehört, in dessen Einzelansicht einen Link "Alle Posts zu diesem Thema anzeigen", welcher eine Suche nach versteckten Metatags durchführt und dadurch genau die Posts auflistet, die ich als zugehörig gekennzeichnet habe. Bei diesem Post führt das z.B. alle Posts auf, die mit dem Blogumbau zu tun haben. (Für die Insider und Neugierigen: Das t_ vor dem Stichwort sorgt dafür, dass keine Posts ausgespuckt werden, die zufällig diesen Begriff enthalten.) Posts, die zu einem solchen Thema gehören, haben das Thema jetzt auch als Kicker über dem Titel stehen (der Kicker kann ebenfalls geklickt werden).

Zum Design kam immer wieder Kritik... daher hier die ultimative Leser-Umfrage: Welche Farbe wollt ihr als Basisfarbe im Blog? Momentan ist es gelb, bei mir zuhause sieht das sehr schön warm sommerlich aus, bei den meisten anderen eher nach Kotze oder Käse mit Hintergrundbeleuchtung... das ist ja nun nicht schön. Daher wär's cool, wenn hier per Kommentar mal geschrieben wird, welche Farbe euch gefallen würde... idealerweise als sechsstelliger Hexcode wie bei CSS üblich... das aktuelle Gelb ist FFFF8F. Vorschläge mit Pink-Tönen, schwarz oder weiß als Grundfarbe werden ignoriert, das kommt mir hier nicht hin. Ich hätte gerne was sommerliches...

Fertig ist der Umbau noch lange nicht. Die Zitate sollen wieder her, das ist kein großer Akt, ich muss nur mal den Code raussuchen. Die statischen Seiten sind momentan nicht da, die müssen überarbeitet und wieder eingebaut werden, aber nicht mehr oben wie früher, das nimmt zu viel Platz weg. Zugunsten der Barrierefreiheit werde ich die Bilder mit vernünftigen Alternativtexten versehen, was ich ungern direkt beim Einfügen tue, da Wordpress den Alternativtext immer automatisch als Beschriftung nimmt und ich die dann erst löschen muss. Da allerdings wenig blinde Leser meinen Blog lesen dürften, hat das niedrige Priorität. Sollte sich auch nur einer finden und hier einen Kommentar schreiben, erledige ich das sofort, versprochen. ;)

Das Theme muss auch noch weiter bearbeitet werden. Für die aktuelle Version gibt es noch keine deutsche Übersetzung, daher habe ich teilweise schon manuell dafür gesorgt, es ist aber geplant auch offiziell eine anzubieten, ich werde daher eine anfertigen. Bei den Kommentar- und Trackback-Links im Footer sind auch noch Fehler, da habe ich schon bei der alten Version eine Lösung gehabt, die muss ich mal wieder raussuchen und dann einfügen und dem Autor mitteilen, damit die zukünftig immer korrigiert bleibt. Daher kommt übrigens in der Einzelansicht der Posts der doppelte senkrechte Strich im Footer des Beitrags.

Während und nach der Umsetzung komme ich dann hoffentlich auch dazu, die immerhin 15 Entwürfe abzuarbeiten. Es geht auf 200 veröffentlichte Posts zu. Und wenn es so weitergeht wie bisher, mit einer vernünftigen Frequenz veröffentlichter Posts und einer leicht wachsenden Leserzahl, bin ich doch schon glücklich hahahah



Verzweiflung II

Seufz... nachts um halb 5 passieren dumme Fehler... DUMME Fehler... RICHTIG DUMME Fehler... und es ist doch gut, einfach in einem wacheren Zustand nochmal auf den Code zu schauen... mir ist sofort aufgefallen was falsch war... ein Anführungszeichen. Ich habe den Link geschlossen, bevor die Variable geschrieben wurde. D.h. die Variable wurde dann einfach wild in das a-Tag reingeschrieben... was der HTML Validator auch brav bemängelt hat, nur habe ich mir den heute nacht nicht angeschaut. Naja... es funktioniert jetzt... später mehr dazu. Jetzt schiebe ich erstmal ne Runde Frust wegen so einem DUMMEN Fehler. *heul*



Verzweiflung

Ich verzweifle gerade. Fast zweifle ich an meinem Verstand. Hier geht echt nicht alles mit rechten Dingen zu. Nicht genug damit, dass die offizielle Wordpress-Dokumentation auf wordpress.org fehlerhaft ist (die Funktion, mit der man die Post-ID bekommen soll, funktioniert schlicht nicht), nein... eine simple Ausgabe mit print in PHP verschwindet einfach! Folgenden Code habe ich eingefügt:

Screenshot PHP-Code mit unsichtbarem Fehler

Die auskommentierte Zeile tut genau das, was die folgenden drei zusammen tun... daran sieht man, wie verzweifelt ich bin. Eigentlich sollte, falls der angeforderte Wert (ein internes Metatag, um verwandte Posts zu identifizieren, später mehr dazu) nicht leer ist, ein Link erstellt werden, der eine Suche nach diesem Wert durchführt. Stattdessen wird der Link zwar erstellt, aber der Wert nicht eingefügt, obwohl er definitiv nicht leer ist, wie die anderen Zeilen beweisen.

Unter diesem Post (unter den Metadatan in der Vollansicht, also nicht auf der Startseite) kann man das Ergebnis begutachten. Es ist kein programmiertechnischer Fehler und kein Firefox-Fehler. Ich versteh's nicht. Der Link wäre gültig, wenn der Wert eingefügt werden würde. Denjenigen, der mir dieses Problem löst und die Lösung erklärt, lade ich ein... Essen, Cocktails trinken oder sowas... Problem gelöst, siehe Folgepost.

Nachtrag: Die eingerückten Zeilen nach dem if müssen natürlich von Klammern umgeben werden, das habe ich nachgeholt (ohne einen neuen Screenshot einzufügen), bringt mich aber mit dem Problem nicht weiter. Naja, wenn ich schon solche Fehler mache, sollte ich eh schlafen gehen...



Ohrhörer für tragbare Player von 10-30€

Im Laufe des letzten Jahres habe ich mindestens drei Paar Ohrhörer verschlissen, und da ich ja trotz allen Widrigkeiten immer noch hoffe, dass mein Player noch ne Weile hält, habe ich nun mal ein paar Testkäufe gemacht. Meine erste Wahl war Sennheiser, da die beim Player mitgelieferten mich total begeistert haben - und das sind Sennheiser. Also war meine erste Sammelbestellung ein Dreierpack von Sennheiser-Hörern.

Genauer habe ich die beiden "normalen" Ohrhörer MX260 und MX560 bestellt und ein richtiges in-ear-Paar, die CX300. Preise etwa 12, etwa 16 und etwa 32 Euro. Es ist faszinierend, wie ähnlich die Produktbeschreibungen auf der Sennheiser-Website sind, wenn man sich die MX-Reihe anguckt - unten das erste Bild zeigt den Produktvergleich, sogar dort sind die Unterschiede kaum sichtbar. Aber welche Unterschiede überhaupt?

Die MX260 und MX560 haben sich tatsächlich nur in der Farbe, dem sonstigen Design und dem mitgelieferten Zubehör unterschieden. Die billigeren MX260 kommen dabei besser weg, denn diese verfügen über ein äußerst praktisches asymmetrisches Kabel, d.h. man hat die Kabel nicht vorm Hals hängen, sondern nur das für das rechte Ohr im Nacken liegen. Zubehör gab's keins, bei den MX560 war ein Kabelaufwickler dabei, der eher an ein Fabrik-Abfallprodukt erinnert und den ich obendrein nicht verstanden habe - man kann die Ohrhörer reinstecken, aber nicht das Kabel aufwickeln. Anleitung gab's nicht. Die Tasche ist ganz nett, rechtfertigt für mich aber nicht den Preis.

Klanglich passt mein Testeindruck dann zur Produktbeschreibung, ich kann beim besten Willen keinen Unterschied feststellen. Beide Modelle geben alle Frequenzbereiche ausreichend wieder, die Bässe sind etwas laut, das Gesamtklangbild wirkt leicht dumpf. Die Hörer sind immerhin gut genug, schlechte Kompression hörbar zu machen (Kompressionsartefakte). Beide sitzen aber sehr unbequem, längere Zeit tragen mag ich die nicht, sie sind zu groß und verstopfen mein Ohr regelrecht.

Die CX300 habe ich nur mitbestellt, um mal in-ear-Hörer auszuprobieren. Für den Preis hatte ich da was wahnsinnig tolles erwartet... weit gefehlt. Nachdem ich es geschafft habe, mir die Dinger vollständig ins Ohr zu quetschen (nur die kleinste von drei Größen Ohrstecker passt, dabei bin ich ziemlich groß), habe ich zwar von der Außenwelt nur noch die Hälfte gehört, die Musik hat sich jedoch nicht so gut angehört wie auf den beiden normalen Modellen. Diesmal zu wenig Bass. Bei der Größe kein Wunder, die Membran misst vielleicht 6mm im Durchmesser, aber versprochen wurd's ja trotzdem. Beim Rausnehmen quietscht es, hurra, alles voller Ohrenschmalz, den ich beim Säubern nicht erwischt habe. Iiih.

Der Knaller war übrigens die Verpackung. Die MXe hatten eine mit Pappboden, den konnte man abreißen, nicht schön, aber einfach. Die Verpackung der CX musste ich regelrecht mit roher Gewalt zerstören. Scheiß Blister - siehe Fotos. Zurückgeschickt hab ich sie dann alle.

Lob an die AVIDES MEDIA AG: Alles reibungslos abgewickelt, Ware einwandfrei geliefert, Ware einwandfrei zurückgenommen. Ich habe keinen Cent bezahlt für die Testaktion. Sehr gut!

Nach diesem ernüchternden Ergebnis mussten andere her. Die Recherchen bei Amazon sagten leider vor allem eins aus: Die meisten Ohrhörer sind Schrott, ganz gleich wie teuer. Entweder hört man nix oder sie gehen schnell kaputt. Es ist erschreckend, was da teilweise geliefert wird, Ohrhörer die jedes Mal nach 2-3 Monaten defekt sind...

Jemand, der auch Sennheiser und Sony getestet hatte, schwärmte von AKG Acoustics, so wurde meine zweite Testrunde dann ein Viererpaket aus den AKG K 312P, den AKG K 315 Pebble, den Sony MDR-E 829V und, mehr zum Vergleich und um Sennheiser noch eine Chance zu geben, den Sennheiser MX 360. Alle Hörer kosteten zwischen 12 und 16€, bestellt habe ich diesmal direkt bei Amazon.

AKG machte direkt beim Auspacken einen guten Eindruck, die Verpackungen waren beide wiederverwendbar. Die 312P haben einen Steckverschluss, die Pebble muss man oben und unten aufreißen (Papplasche), danach kann man den Karton aufklappen (Magnetverschluss). Sony und Sennheiser hatten die bewährten Kaputtreiß-Pappkartons, Blister gab's diesmal keine.

Diesmal waren immerhin vier Modelle zu testen, bei denen deutliche Unterschiede zu erwarten waren, also hab ich ne Testliste angelegt und ein paar Lieder ausgesucht, mit denen Klangunterschiede hörbar sein sollten. Fünf Aspekte waren mir beim Test wichtig: Höhen / Mitten / Tiefen werden gut wiedergegeben, der Gesamtklang ist "schön", also nicht dumpf oder ähnliches, die Qualität des Klangs ist gut genug, um schlechte Komprimierungen raus zu hören, die Hörer sitzen bequem und fest im Ohr und verursachen auch bei längerem Tragen keine Schmerzen.

Im Klang sind eigentlich nur die sehr bassbetonten Pebble negativ aufgefallen. Der Gesamteindruck wirkte eher dumpf, Höhen wurden nicht gut hörbar wiedergegeben. Da ich keine Lust habe, mit dem Equalizer spielen zu müssen, hatte dieses Modell damit schon verloren. Das andere AKG-Modell hat dafür beim Bass geschwächelt, wohingegen die Höhen die besten von allen vier waren. Der Klang ist sehr klar und deutlich, aber es fehlt eben ein bisschen an Tiefe - nicht, dass keine da wäre, aber im Vergleich zu Sony und Sennheiser eben weniger. Sony und Sennheiser tun sich nicht viel im Klang, je nach Lied ist mal der eine, mal der andere leicht besser, beide schneiden insgesamt aber besser ab als die beiden AKG.

Alle vier Modelle sitzen sehr bequem im Ohr - was mich erstaunt hat, da die beiden anderen Sennheiser-Modelle aus der ersten Testreihe zur gleichen Produktreihe gehören wie die MX 360, dennoch sitzen letztere deutlich besser im Ohr. Länger getragen habe ich dann nur die Sony MDR-E 829 und die MX 360, da die beiden AKG schon aufgrund des Klangs verloren hatten - wenn auch nur knapp. Dabei zeigten sich allerdings auch keine Unterschiede.

Die weitere Ausstattung war bei allen vier unterschiedlich. Die MX 360 kommen mit drei Paar Ohrpolstern und asymmetrischem Kabel. Die von Sony und die Pebble von AKG haben einen Lautstärkeregler im Kabel integriert, der sehr klein, aber trotzdem leicht bedienbar ist. Beide Modelle von AKG und auch die Kopfhörer von Sony kommen mit Aufbewahrungsbox; die des Pebble ist aus festem Stoff und irgendwie nutzlos, da hohl. Die beiden anderen sind aus Plastik, schließen fest und bieten eine sehr komfortable Möglichkeit, die Kabel aufzurollen (ähnlich einer Kabeltrommel). Alle vier Modelle verwenden gummibeschichtete Kabel, was verhedderten Kabeln vorbeugt und ein Entwirren deutlich vereinfacht.

Letztlich musste ich eine Entscheidung treffen zwischen Sony und Sennheiser. Vom Klang her waren die beiden gleichauf, vom Sitz im Ohr auch, es galt also anhand der Ausstattung zu entscheiden. Preislich waren die MX 360 die billigsten mit knapp 12€, die Sony die teuersten mit knapp 16€, was aber für die Entscheidung nicht relevant war. Ich hätte gerne die Aufrollbox gehabt, aber zwei Aspekte sprachen für die Sennheiser-Ohrhörer: Zum Einen die asymmetrische Kabelführung und zum Anderen die wirklich vielen Erfahrungsberichte, nach denen Hörer von Sony andauernd kaputt gehen. Bei Amazon, bei Recherchen bei Google und sogar bei zufälligen Gesprächen unter Freunden hörte ich immer wieder "Sony kannste nach 2-3 Monaten wegschmeißen". Das asymmetrische Kabel ist für mich deshalb relevant, weil ich so den Player in die Hosentasche stecken kann und dann gar keine Kabel mehr vorm Körper hängen habe, nur noch seitlich. Fühlt sich freier an, finde ich, ist aber mein persönliches Empfinden. Außerdem kann man die Ohrhörer rausnehmen, ohne dass sie beim Loslassen herunterfallen, weil sie im Nacken Halt haben.

Amazon hat die drei anderen Modelle zurück genommen, mir fehlt noch ein Drittel Versandkostengutschrift, da muss ich mal nachhaken. Aus irgendwelchen Gründen haben die für ein Modell keine Versandkostengutschrift geleistet.* Die Sennheiser MX 360 trage ich jetzt schon eine Weile, ich bereue es nicht. hahahah

* Die zu erstattenden Versandkosten werden auf die zurückgesendeten Artikel gesplittet. Aus Versehen hatte wohl der zuständige Mitarbeiter nur zwei von drei Artikeln mit Versandkostengutschrift versehen. Auf meine Nachfrage vorhin kam innerhalb von fünf Minuten (!) eine Mail, dass es ihnen leid täte und ich selbstverständlich den vollen Betrag erstattet bekomme.
Signatur: "Unser Ziel: das kundenfreundlichste Unternehmen der Welt zu sein"... die sind auf gutem Weg.

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