Bismarcker Rocktage: Tauchsport

Ja, der Artikel war schonmal da, aber irgendwie hat der sich gar nicht so angehört wie's gemeint war, daher hier nochmal neu.

Bismarcker Rocktage - eins der wenigen Festivals in Gelsenkirchen. Darauf gekommen bin ich über Tauchsport, die im April den Battle of Bands im C@fe42 gewonnen haben und z.B. auch in Bochum, ihrer Heimatstadt, beim Newcomer Festival dabei waren.

Als ich ankam, waren Kryptonite gerade am abbauen und auf der zweiten Bühne war ein etwas merkwürdiger Mensch zugange, der seinen Auftritt mit einem "dänischen Kinderlied" (Highway to Hell) beendet hat. Naja. Zeit sich n Getränk zu holen, die anderen zu suchen und über die unentspannte Security abzulästern.

Tauchsport haben dann auch nicht lange auf sich warten lassen und etwa 45 Minuten gut gerockt. Trotz des dürftigen Publikums waren die sechs Jungs super drauf - hat mich ein bisschen an Nachlader bei der Popmeisterschaft erinnert, wo auch nur wenig Menschen da waren, aber trotzdem alle Spass hatten. Das Konzert war jedenfalls gut - wer gerne deutschen Rock hört, sollte sich mal die MySpace-Seite ansehen oder Youtube oder einfach mal hingehen, bei den meisten Gigs ist der Eintritt frei.

Sehr cool war, wie locker und normal die Band drauf war. Während dem Konzert Gratis-CDs abholen und uncoole Zuschauer verarschen inklusive hahahah Bin nach dem Konzert einfach mal hin, weil ich keine CD mehr abgekriegt hatte, bekomme jetzt grad während ich das hier schreibe die Songs per ICQ geschickt :D

Nach Tauchsport bin ich dann wieder abgehauen, hat sich aber alleine dafür schon gelohnt. Beim Beckhausen Open Air bin ich wieder dabei hahahah



Ruhe vor dem Sturm

Die letzten Tage war hier viel los und es gab viel zu lesen, diese Woche wird es wieder ruhiger. Gestern und vorgestern waren Serverarbeiten angesagt, das ist auch heute noch der Fall, und da es Donnerstag zum Open Flair geht, werde ich auch morgen nicht zum bloggen kommen, fürchte ich. Ein bisschen was ist noch vorbereitet, es wird also nicht komplett leer bleiben hier bis zum Montag.

Was das Open Flair angeht, bin ich total gespannt, fast mehr als beim Hurricane, obwohl es ja jetzt mein zweites Festival ist... z.B. öffnet der Zeltplatz heute schon - Beginn ist aber erst Donnerstag Abend. Außerdem kann man mit dem Auto auf den Zeltplatz und das Auto auch da lassen. Ich habe keine Ahnung, wie das funktioniert... ich will aber mal schwer hoffen, dass es gut funktioniert, den 15€ sind echt heftig für's Campen, dadurch ist das Festival längst nicht mehr so billig wie ich anfangs annahm.

Einen ordentlichen Geländeplan gibt es immer noch nicht... mal sehen wie das wird, bei meiner Orientierung... ich erinnere mich mit Grausen an die ersten 100 Male, die ich mich auf dem Hurricane verlaufen habe, und daran, wie ich halbnachts durchs Gebüsch bin weil ich falsch abgebogen war und mich nur noch am Lärm des Diskozeltes orientieren konnte, welches mir oft geholfen hat, mein Zelt wieder zu finden. Immerhin bin ich diesmal nicht alleine da.

Die Running Order sieht auch völlig anders aus als beim Hurricane - tagsüber zwei Bühnen, abends drei, und tagsüber spielen die Bands meist ne Stunde, und zwar abwechselnd ohne Pause auf den verschiedenen Bühnen. Find ich persönlich total beschissen. Bleibt man an einer Bühne, hat man ne Stunde Leerlauf - zu wenig um zum Zelt zu gehen, zu viel um rumzuhängen. Will man zu ner anderen Bühne, muss man früher gehen und hetzen. Mal schauen, wie störend das tatsächlich wird, die Bands die da tagsüber laufen finde ich persönlich ohnehin nicht soo spannend.

Wir werden sehen, wie's wird... 256km ohne Navi, vier Tage Festival mit eigenem Zelt, ein Erlebnis wird es auf jeden Fall.



Server- und Blogarbeiten

Hier wird mal wieder gearbeitet... leider noch nicht mit viel Erfolg.

  • Habari soll endlich außer Tag-Ansichten auch Location-Ansichten für Events lernen. Ich krieg das irgendwie nicht hin, auch die Habari-Entwickler sind ratlos.
  • Caching-Probleme hab ich auch immer noch (siehe die Fehlermeldungen rechts, hmpf).
  • Der Server, auf dem das hier alles läuft, zickt. Ist Strato, und zufrieden ist anders. Unser Gameserver laggt und die Konfiguration mit Plesk ist die Pest. Liebäugele jetzt gerade mit Hosteurope, die sind wohl echt gut. Quasi alles perfekt, es fehlen nur Ubuntu 10.04 und Confixx, aber wer weiß... fragen kost' nix. Und der Service da ist ja wohl mal geil - die arbeiten grad an der Einrichtung eines Testservers für mich - nachts um viertel nach vier, fünf Minuten nach der Bestellung!!
  • Piwik, mein Statistikdings, funktioniert auch schon wieder nicht. Ist doch alles Scheiße hier.


Ohne Liebe

Pflicht ohne Liebe macht verdrießlich.
Wahrheit ohne Liebe macht kritiksüchtig.
Erziehung ohne Liebe macht widerspruchsvoll.
Klugheit ohne Liebe macht gerissen.
Verantwortung ohne Liebe macht rücksichtslos.
Gerechtigkeit ohne Liebe macht hart.
Freundlichkeit ohne Liebe macht heuchlerisch.
Ordnung ohne Liebe macht kleinlich.
Sachkenntnis ohne Liebe macht rechthaberisch.
Macht ohne Liebe macht gewalttätig.
Ehre ohne Liebe macht hochmütig.
Besitz ohne Liebe macht geizig.
Glaube ohne Liebe macht fanatisch.

Kursiert im Netz. Sollte es einen Autor haben, ich nenne ihn gerne, falls er sich zu erkennen gibt.



Blood Red Shoes [Ankündigung]

Blood Red Shoes habe ich letztes Jahr beim Hurricane kennen gelernt, bin nach London geflogen um sie nochmal zu sehen, dort haben sie total gerockt, jetzt freue ich mich dass sie beim Open Flair dabei sind und habe mir dann auch direkt mal n Ticket für eines ihrer diesjährigen Deutschlandkonzerte geholt. 14. November, 20:00, im Zakk in Düsseldorf, wo übrigens öfter interessante Konzerte stattfinden - zu einem angemessenen Preis. hahahah



HowTo LANParty

Für die Teilnehmer gab's vor einiger Zeit mal die ultimative LAN-Checkliste, für die Organisatoren von Lanpartys jetzt hier mal eine Liste worauf man achten und worüber man nachdenken sollte.

Location & Räume

  • Der Raum oder die Räume, in denen ihr zockt, befinden sich idealerweise in einem Gebäude, in dem sich sonst zum Zeitpunkt der Lanparty (alle Tage!) außer euch keiner befindet.
  • Das Gebäude befindet sich idealerweise in einer Gegend, wo nachts keine Asozialen gegen Fenster und Türen hämmern, dafür aber möglichst viele der folgenden Einrichtungen in unter 10 Minuten zu Fuß erreichbar sind: Pizzeria, Dönerbude, Döneria, chinesischer Schnellimbiss, griechischer Schnellimbiss, Supermarkt, Getränkemarkt und, must-have: ein Bäcker (Kaffee!).
  • Was die Räume angeht: zwei Räume für zwei Teams sind cool, aber nur auf der selben Etage. Teams in verschiedene Räume zwangsverstreuen ist absolut uncool. Große, gut belüftete Räume mit vielen Tischen sind cool. Getrennte Räume zum Zocken und Schlafen sind sehr cool.
  • Räume mit Couchen o.ä. sind super, weil da auch Leute pennen können, die keine eigene Ausrüstung mitgebracht haben.
  • Kellerlans sind lustig - aber nur, wenn man gescheit lüften kann.

Technik

  • Ausreichend Switche. Dran denken, dass die Anzahl der benötigten Ports größer als die Anzahl der Teilnehmer ist, wenn ihr mehrere Switche verwendet. Switche müssen "gestapelt" werden, also verbunden, das braucht auch auf jeder Seite einen Port. Also: Drei Viererswitche = 8 Ports.
  • Strom.
    • Prüfen, wieviele Sicherungen zur Verfügung stehen. Nicht fünf PCs an eine Mehrfachsteckdose hängen. Niemals. Am besten alle Sicherungen ausnutzen, lieber mehr Kabel verlegen als hinterher Stromausfall zu haben.
    • Im Idealfall hängen die Switche an ner eigenen Sicherung, ansonsten mit so wenig PCs wie möglich zusammen. Beamer gehören immer an eine eigene Steckdose.
    • Wenn Notebooks und PCs gemischt verwendet werden, das entsprechend verteilen, nicht alle Notebooks an eine und die PCs an die andere Sicherung... Notebooks verbrauchen ca 80% weniger als ein normaler PC.
    • Benutzer von Master-Slave-Steckdosen pauschal in den Arsch treten. An den Master irgendwas hängen, was immer an ist, und am besten keinen PC außer dem des Steckdosen-Besitzers an die Slaves. Vermeidet Stress.
  • Warm & kalt: Im Winter sollte die Heizung funktionieren (nicht so wichtig) und im Sommer wären Ventilatoren praktisch (wichtig). Raumbelüftung durch große Lüftungsanlagen oder viele Fenster ist ein Muss. Macht PCs aus, die nicht genutzt werden, auch Notebooks (z.B. falls beim Essen nicht gezockt wird). Es hilft wirklich. Ernsthaft, tut es.

  • Getränke haben übrigens auch kalt zu sein. Also bitte einen großen funktionierenden Kühlschrank bereit halten.

  • Vorher abklären, ob alle Teilnehmer alles haben was sie brauchen, sonst ggf. nachbessern. Siehe andere Liste.

Teilnehmer

  • Unter 4 Leuten macht's wenig Spaß, höchstens irgendwo zuhause gemütlich im Wohnzimmer. Ab 8 wird's richtig lustig.
  • Der Spielgeschmack aller Teilnehmer sollte halbwegs zusammen passen. Wenn reine Shooterzocker dabei sind, wird es für alle, die es auch mal strategisch mögen, unlustig.
  • Es ist machbar, dass vorher alle Leute alle Spiele installiert haben. Es erfordert etwas Abstimmung vorher und jemanden, der wochenlang allen in den Arsch tritt, aber es geht - und es ist saugeil, weil man einfach irgendwas loszocken kann.
  • LANs machen auch ohne Alkohol, Drogen und pr0n Spaß. Ernsthaft. Man sollte aber vorher prüfen, ob das alle so sehen.
  • Vorher klären, wer eher ne Runde schläft und wer eher durchmacht und die Räumlichkeiten entsprechend auswählen.
  • Eine Altersgrenze (Mindestalter) ist eine Diskussion wert.
  • Irgendwer vergisst immer sein LAN- oder Stromkabel, also Ersatz bereit halten... irgendwer hat immer ein zweites rumliegen.

Sonstiges

  • Filme auf Lanpartys? Ansichtssache und diskussionswürdig. Unbedingt vorher klären, sonst fangen hinterher welche an Filme auf ihren PCs zu gucken mit den Boxen vom Monitor und dann wird's ätzend.
  • Unter Umständen macht es Sinn, Essen und / oder Getränke für alle zusammen zu ordern. Bei den Getränken dann unbedingt für eine entsprechende Auswahl sorgen, nicht jeder ernährt sich von Bier oder verträgt zwei Tage lang nur Cola... im Zweifel Wasser kaufen, ist billig und geht immer. Was hingegen geht, auch wenn es untypisch ist: Einfach kochen statt Essen vom Imbiss zu holen.
  • Idealerweise haben vor der LAN alle Teilnehmer alle Spiele installiert, die gespielt werden sollen. Da das eh nicht klappt, unbedingt dafür sorgen dass nicht nur einer die DVDs hat, sonst dauert das eh schon lästige Nachinstallieren noch viel länger.
  • Einige Leute werden nach Internet fragen; da sollte man vorher abwägen, ob man welches bereit stellt (falls möglich). Manche Leute haben dann ICQ an, sind abgelenkt und jammern noch über ihren Ping...


Projekt Hörsturz - Runde 26: Bonussongs

Eigentlich hatte ich gar nicht vor, auch noch die Bonussongs zu bearbeiten, aber dann habe ich ein paar Rezensionen von anderen Teilnehmern angeklickt und in die Songs reingehört und irgendwie bin ich jetzt motiviert, auch, weil der "Pflichtteil" mich irgendwie nicht angesprochen hat.

{rating2} Blind Guardian - Somewhere Far Beyond (von Tenza)
Hardrock? Nää. Kann man anhören. Mag ich aber nicht freiwillig tun. Hab's jetzt das zweite mal laufen und werde es gleich abbrechen, eh ich mich in 7 Minuten wieder frage, warum das immer noch läuft.

{rating3} Journey - Don’t Stop Believing (von David)
Wenn ich die Stimme schon höre... muss nicht sein. Das Klavierzeugs ist ganz nett. Uh, jetzt wird es sehr poppig. Nichts gegen Pop, aber nee... wenn es im Radio liefe, würde ich den Sender nicht wechseln, aber zuhause hören muss nicht sein.

{rating4} Lady Gaga - Fever (von Steve)
Irgendwie mag niemand Lady Gaga. Ich interessiere mich nicht für irgendwelche Klatschgeschichten, aber ihre Musik finde ich gar nicht schlecht. Das hier ist auch zuhause- und nicht nur discotauglich.

{rating45} Lisa Mitchell - Neopolitan Dreams (von Khitos)
Yeah, was ruhiges, was nicht balladig-kitschig ist. Ich mag ihre Stimme. WTF, die ist jünger als ich. Man kann ja sagen was man will über die Entwicklung der Musik, ich bin allgemein auch nicht glücklich, aber einige junge Sänger/innen/Bands sind wirklich gut.

{rating1} Marteria feat. Yasha - Verstrahlt (von WeGi)
Aaaarg, Hiphop. Verstrahlt. Mochte ich schon nicht, als ich den Titel sah. Komischer Text. Nervige Stimme. Hiphop geht gar nicht. Also, geht manchmal schon, aber meistens nicht und wenn nicht dann auch mal so richtig gar nicht. Ich glaube er singt über Drogen. Immerhin singt er nicht darüber, wie man Frauen vergewaltigt. Ist ja schonmal was. Ich geb ihm mal einen Stern dafür.

{rating2} Morris Day And The Time - Jungle Love (von Sir Donnerbold)
Was ist das? Fängt irgendwie schon etwas überzogen an. Die Stimme geht gar nicht. Irgendwie ist die Stimme ziemlich wichtig für so'n Lied. Kann irgendwie gar nix damit anfangen, irgendwie ist das nicht richtig schlecht, aber zu Ende hören mag ich es auch nicht. Okay, hab ich jetzt doch, überzeugt mich trotzdem nicht.

{rating4} My Robot Friend - Robot High School (von beam)
Ah, was elektronisches. Sehr gut. Sehr instrumental, auch gut. Ich mag diese glockenartigen Dinger. Irgendwie passt alles zusammen, die Musik, die Stimme, das Video, der Text. Gut.

{rating25} O.Children - Dead Disco Dancer (von Robert)
An sich nicht schlecht, das Riff ist ganz nett, irgendwas markantes gibt's in diesem Lied aber nicht - das einzig markante ist die Stimme, die klingt in etwa so tot wie der Titel. Kann man gut finden, muss man aber nicht.

{rating2} Ostzonensuppenwürfelmachenkrebs - Von Haus aus allein (von Postpunk)
Interessanter Bandname. Der Anfang ist lahm, der Rest auch nicht viel besser. Das Video ist ganz okay, aber das Lied komisch, und darum geht's hier. Schon wieder ein Sänger mit ner Stimme, die ich nicht mag. Hat die Regisseurin was mit dem Sänger zu tun?

{rating35} Perfume Genius - Mr Petersen (von JuliaL49)
Noch was ruhiges, diesmal dann aber doch balladig. Nicht schlecht, würde ich vielleicht besser finden in ner passenden Stimmung. Klavierlastig und irgendwie bedrückt. Hmhm.

{rating45} The Prodigy - Invaders Must Die (von DerGraf)
Um, ich weiß nicht, was es ist, ich wäre von alleine nie darauf gekommen, sowas zu hören, aber es ist gut. Es ist laut, es ist düster, ich denke, es ist sogar tanzbar, auf jeden Fall ist es moshbar, es ist fast vollständig instrumental, ich mag es.



Den Abgrund überwinden

Kleine Aktion zum Aufräumen diverser Notizen.

Möge es dir gelingen,
die Mauern deiner Vorurteile,
deiner Ängste und deines Hasses
einzureißen,
um aus Steinen
eine Brücke zu bauen
und den Abgrund
der Fremdheit
zu überwinden.

Christa Spilling-Nöker