52 Songs: Wut

Und los geht's in die nächste Woche. Ich hoffe von euch ist niemand wütend, weil hier nichts passiert. Dem, der wenig Blogs zu lesen hat, sei empfohlen sich hier durch das Archiv zu klicken; oben werden aus den qualitativ etwas höherwertigeren Artikeln zufällig welche vorgeschlagen und es gibt auch eine Übersicht über alle Eventberichte. Da sollte was zu finden sein - immerhin sind es inzwischen 700 Artikel, die ich hier verfasst habe.

Musik in Verbindung mit Wut also. Da kann ich gar nichts aktuelles nennen, wütend war ich lange nicht, höchstens genervt oder frustriert. Aber im Zweifel wird es da immer eine Nummer lauter als normalerweise bei mir und bevorzugt läuft dann Last Resort von Papa Roach. Das habe ich übrigens Anfang des Jahres schon bei der 30 Day Challenge geschrieben - ein Anlaufpunkt, wenn euch das Projekt {52s} gefällt.

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Musik-Neuentdeckungen 8/2011

Diesen Monat war vor allem live einiges los, daher hier mal einige Songs von Bands, die ich nicht jeden Tag zuhause hören, mir aber jederzeit wieder live ansehen würde.

  • Royal Republic - Underwear
    Beim Rheinkultur das erste Mal und bei Olgas Rock direkt nochmal gesehen. Einfach eine grandiose Punkrock-Liveband. Wer Rock mag und sich da nicht bewegt, ist echt nicht mehr zu retten. Außerdem ist der Sänger eine geniale Stimmungskanone.
  • Madsen - Mein Herz bleibt hier
    Madsen mag ich zuhause gar nicht besonders, aber ihre Auftritte sind einfach immer fantastisch. Egal ob Bochum Total, Open Flair oder Gamescom, die Stimmung war immer irrsinnig gut. Madsen sind nicht nur eine geniale Liveband, bei der jeder einzelne wirklich Spaß am Performen hat - sie haben auch ein total irres Publikum. Ich glaube, selbst wenn nur die Hälfte der Band erscheinen würde, würden alle abfeiern. Vorher Texte lernen, um nicht aufzufallen!
  • beat!beat!beat! - We are Waves
    Von beat!beat!beat! sagte man mir immer wieder mal, dass die echt gut seien, und irgendwann war mal We are Waves beim {ph} dabei. Jetzt waren sie beim kostenlosen Gamescom Festival in Köln, da war ich natürlich dabei. War ziemlich entspannt, nur eine kleine Partyecke im in der Sonne schwitzenden Publikum, aber ein ziemlich cooles Konzert. Angenehmes Publikum, gut gelaunte Band, nette Songs, ein guter Auftakt für den Abend.
  • Guano Apes - You can't stop me
    Außer beat!beat!beat! und Madsen waren, als Headliner, noch die Guano Apes auf der Bühne am Friesenplatz beim Gamescom Festival. Von denen wusste ich nur, dass die mal irre berühmt und erfolgreich waren und dann abgetaucht sind und irgendwie war der Name gerade wieder aufgetaucht. Von anderen Konzertbesuchern lernte ich, dass es eine Rockband ist, die mal richtig, richtig erfolgreich war und es auch wieder ist dank erfolgreichem Comeback. Ich kannte, sagenhaft, einen Song, aber das Konzert war echt gut. Die Band ging gut ab und auch effektmäßig fand ich's ziemlich cool. Allerdings soll das Publikum langweilig gewesen sein, das kann ich nicht beurteilen, da ich weiter hinten war. Ist aber ja eh immer anders (außer bei Madsen).


52 Songs: Luftgitarre

Woche für Woche ein neues musikalisches Thema. Ich spiele Schlagzeug und Bass, aber mit Gitarren kann ich nicht viel anfangen, verknote mir die Finger wenn ich versuche mit 6 Saiten zu spielen und ich hasse gitarrenlastige Musik wie z.B. Metallica. Entsprechend nicht vorhanden sind meine Luftgitarren-Skills.

Daher heute eine etwas freiere Interpretation des Themas. Bei der letzten Show meiner jetzigen TEN SING-Gruppe gab's ne Publikumsaktion mit einer etwas anderen Luftgitarre... nämlich einer aufblasbaren... das entsprechende Video und den dazugehörigen Song möchte ich hier mal als meinen Beitrag für diese Woche einreichen. :D

Live-Video
Original-Song



Projekt Hörsturz - Runde 52

Trotz verlängerter Rundenlaufzeit hat sich diesmal keine rechte Motivation bei mir eingestellt. Ein wenig neue Musik wäre mir aber schon recht, also fällt die Runde nicht aus. Außerdem ist es allemal besser als Radio, da läuft ja momentan noch weniger brauchbares als sonst...

...woooh, es ist ja schon Sonntag! Na jetzt aber fix.

Hauptprogramm

{rating60} Deastro - Daniel Johnston was stabbed in the heart with the moondagger by the king of darkness and his ghost is writing this song as a warning to all of us (von LemonHead)
...nehmen wir diesen Titel mal einfach so hin. Passabler Song, lasse ich mir als Einstieg gefallen.

{rating50} 3 Daft Monkeys - Paranoid Big Brother (von Michael)
Hm, kommt vermutlich besser wenn man sich den Text anhört und das Video anschaut.

{rating20} Björk - Crystalline (von Mars)
Wenn das ein typischer Björk-Song ist, habe ich ja nicht viel verpasst.

{rating40} The Eagles vs Dragonforce - G3RSt - Hotel California In Fire And Flames (von maloney8032)
Das ist ein Cover, oder? Passen irgendwie nicht zusammen, die Instrumentierung und der Song.

{rating20} Sunny Day Real Estate - Grendel (von Fabian)
Der Song kann sich irgendwie nicht entscheiden, was er ist, oder?

{rating30} Woven - Prickly Pear (von Kristin)
Hm, wieder so ein düsterer Song mit dem ich nix anfangen kann...

{rating60} Blind Pilot - The Story I Heard (von Freddi)
Ganz nett, aber so richtig umwerfend ist das jetzt auch nicht.

{rating70} Sick Puppies - I Hate You (von cimddwc)
Der erste Song, der ordentlich rockt und bei dem wenigstens ein kleiner Funke überspringt.

{rating100} Carpark North - Shall we be grateful (von Konzertheld)
Okay, mein eigener Vorschlag. Synth-Rock, eine Stilrichtung, von der ich bis vor kurzem gar nicht wusste, dass ich sie so mag.

Noel Gallagher's High Flying Birds - The Death Of You And Me (von David)
Okay, ein Songausfall...


Beard­fish - Awa­ken The Sleeping (von beetFreeQ)
...und ein Song, der zumindest die ersten zwei Drittel instrumental und mir gerade definitiv zu anstrengend ist. Später nochmal.

Hm. Jetzt hab ich die Frist der Runde verpasst und gelohnt hat es sich auch nicht. Was ist denn da los? Hoffentlich wirds nächste Runde wieder besser... immerhin ist für die übernächste Runde als Sonderrundenthema mein Vorschlag gewählt worden. hahahah



Rückblick auf die Sommerlanparty 2011

Das war sie also, unsere turnusmäßige große Lanparty in den Schulferien, die im Sommer üblicherweise meist etwas größer ausfällt. Dieses Jahr waren wir zu sechst bzw. nachts noch zu fünft. Die Ursachen dafür liegen bei einigen Dingen, über die wir schon im Vorfeld nachgedacht haben - und wir haben viel nachgedacht und überlegt, diesmal auch inhaltlich, nicht nur organisatorisch.

Unsere Lanpartygruppe besteht seit etwa vier Jahren, ich selbst habe auch schon vorher ab und zu an privaten Lanpartys teilgenommen. Relativ am Anfang hat sich ein Kern gebildet, dessen gemeinsamer Nenner Schule und Jugendtreff in Gelsenkirchen sind. Mit dem Beginn der großen LANs in ebendem Jugendtreff waren wir auch immer wieder mal mehr, mal weniger, aber selbst der "erweiterte Kern", sprich die, die standardmäßig eingeladen wurden, fasste schon an die zehn Leute.

In letzter Zeit schrumpfen wir. Also, eigentlich sind wir gerade erst wieder um zwei Dauermitglieder gewachsen, aber effektiv schrumpfen wir. Während C. nach Köln gezogen ist, ist A. und J. die Motivation flöten gegangen. D. muss arbeiten und kann daher nicht immer komplett teilnehmen. Und auch ansonsten ist die Bindung an die Schulferien eigentlich Unfug - die Mehrheit hat mittlerweile ihr Abi, studiert teilweise schon oder macht eine Ausbildung und kann daher auch in den Ferien nicht unter der Woche. Daher also unsere erste Schwierigkeit, die Terminfindung.

Dann die Tatsache, dass ich gerade diesen Artikel schreibe, obwohl es erst 6:22 Uhr ist. Die fünf anderen sind schon weg, mit dem Auto nach Hause gefahren. Die Lanparty ist kein Event mehr, es ist ein gemeinsames Treffen zum Zocken. Das mag aber auch daran liegen, dass wir diesmal den Jugendtreff wegen Renovierungsarbeiten nicht nutzen konnten.

Das größte Problem liegt aber gar nicht bei den Teilnehmern. Fünf Interessenten werden beim nächsten Mal eingeladen, wir sind also vermutlich auch bald mal wieder mehr Leute. Aber wichtiger als die Anzahl der Personen ist doch: Was machen wir? Und da fehlt uns noch die Antwort, denn uns gehen die Spiele aus.

Am Anfang waren unsere Hauptspiele Rainbow Six: Raven Shield, Age of Empires II und Empire Earth. Die Liste veränderte sich ständig, länger geworden ist sie auf Dauer aber nicht:

  • Rainbow Six: Raven Shield / Athena Sword - zwei geniale Spiele, die uns lange Spaß gemacht haben, aber später von Call of Duty 4 abgelöst wurden.
  • Age of Empires II verschwand irgendwann in der Versenkung, im Vergleich zu Empire Earth war es nicht umfangreich und im Vergleich zu Command & Conquer nicht so modern. Tauchte irgendwann wieder auf, ist aber nun endgültig vom Tisch, da es unter Windows 7 nicht mehr funktioniert.
  • Empire Earth ist wohl immer noch das beste Strategiespiel was wir je hatten. Umfangreich, komplex, zuverlässig, ressourcenschonend, speicherbare Spielstände. Aber der Umfang bricht ihm das Genick, niemand will heutzutage mehr drei, vier, fünf Stunden an einem Spiel sitzen. Die Online-Server sind längst abgeschaltet und unter Windows 7 läuft es ohnehin nicht mehr.
  • Command & Conquer Generals: Zero Hour kam recht bald dazu, verschwand zwischendurch und ist jetzt seit einiger Zeit wieder da. Absolut geniales Strategiespiel, aber megaschlecht programmiert, voller Bugs und elendig langsam im Multiplayer. Mehr als fünf Spieler sind nicht zumutbar.
  • Herr der Ringe: Schlacht um Mittelerde 2 verwendet (wie vermutlich alle EA Games-Strategiespiele) die gleiche Engine wie C&C GZH und hat daher die selben Bugs und noch ein paar mehr. Ist auch genau deshalb verbannt worden.
  • Empire Earth II tauchte kurz mal auf, wurde aber aufgrund seines abartigen Ressourcenverbrauchs wieder verbannt. Schade, eigentlich ein geniales Spiel, wenn auch völlig anders als sein Vorgänger.
  • Ebenso tauchte C&C 3: Tiberium Wars mal auf, bot aber nicht so viel Spaß wie Generals und verwendete außerdem immer noch die gleiche kaputte Engine bei höherem Ressourcenbedarf.
  • Call of Duty 4 ist unser aktueller Egoshooter. Zuverlässig und gut spielbar, aber dem ein oder anderen sind die Maps inzwischen zu ausgelutscht, also moddeten wir es mit OpenWarfare, einem irre umfangreichen Mod, der quasi alles kann. Leider ist die Konfiguration ab und zu mal kaputt, so dass viel Zeit in Wartungsarbeiten gesteckt werden muss. Zwischenzeitig hatten wir sogar mal einen VServer mit CoD4: OW.
  • Enemy Territory: Quake Wars und Rainbow Six: Vegas waren Versuche, mehr Egoshooter einzuführen, aber aufgrund mangelhafter Kompatibilität mit einigen PCs haben wir sie dann nie wirklich gespielt.
  • Warcraft 3 ist immer in irgendeiner Variante dabei. Dank unzählichen Maps gibt es zig verschiedene Spiele - die aber immer wieder für Frust sorgen, weil quasi nie jeder das jeweilige Spiel kennt und dementsprechend eher passiv rumgammelt. WC3 ist unser Dauerexperiment.
  • Dazu kommen einige Fungames wie Trackmania oder Hedgewars, die immer mal da waren, aber entweder nicht für genug Spaß sorgten oder zu buggy waren.

So saßen wir hier also gestern wieder mit drei Spielen. Perfekt durchorganisiert und vorbereitet, Spiele vorher installiert und auch ansonsten alles so vorbereitet, dass diesmal tatsächlich keinerlei Probleme aufgetreten sind und sogar quasi ohne dass zwischendurch Leute Filme geguckt haben, dafür wurde uns aber schlicht und ergreifend zwischendurch fast langweilig, weil sich C&C aufgrund der miesen Performance endlos zog und wir keinen Bock hatten, dauernd Call of Duty zu zocken oder irgendwelche komischen WC3-Mods auszuprobieren. Und so sehr ich mich freue, dass beim nächsten Mal neue Leute kommen wollen, so wenig weiß ich, was wir mit denen dann machen sollen.



52 Songs: Selbstbeschreibung

Diese Woche geht es um Songs, die uns beschreiben oder mit uns zu tun haben, je nach Auslegung. Einen Song zu finden, der eine Person beschreibt, die einem selbst sehr ähnlich ist, halte ich für ausgesprochen schwierig. Auch wenn ich z.B. Beetys Auslegung sehr schön fand - er hat einen selbstgeschriebenen Song genommen - wollte ich mich doch möglichst nah am Thema halten (außerdem habe ich keine selbstgeschriebenen Songs). So ist es einer geworden, der etwas beschreibt, was man auch von mir wirklich behaupten kann... in Nobody's fool singt Avril Lavigne davon, dass sie sich von niemandem verdrehen lässt. Der Song hat mich schon immer begeistert und wenn ich so überlege, wie gut ich ihre Musik vor einiger Zeit fand, muss ich eigentlich unbedingt mal in ihr viertes Album reinhören...

Übrigens... wenn ich mir das Publikum so angucke, werde ich ganz neidisch. Wieso haben die alle Leuchtstäbe?! Hier haben die Leute ja nicht mal mehr Feuerzeuge...



VPN einrichten unter Windows 7

Aufgrund der Beliebtheit hier meine Schnellanleitung auch nochmal speziell für Windows 7 Professional. Bei der Home-Version weichen eventuell Bezeichnungen ab. Beim Server hat sich nichts geändert im Vergleich zu Vista.

Einrichten eines VPN unter Windows 7 - Server

  1. Systemsteuerung -> Netzwerk- und Freigabecenter -> Netzwerkverbindungen verwalten
  2. Menü "Datei" -> Neue eingehende Verbindung (ggf. mit Alt einblenden)
  3. Benutzerkonten einrichten oder auswählen, die das VPN nutzen dürfen sollen -> Weiter
  4. Wie stellen die Benutzer eine Verbindung her? Über das Internet. -> Weiter
  5. Wichtig: TCP/IP Version 4 auswählen -> Eigenschaften -> Haken setzen bei "Anrufern den Zugriff auf das lokale Netzwerk gestatten" -> "IP-Adressen angeben" auswählen -> Einen IP-Bereich angeben (bei einem Netzwerk mit DHCP in einem nicht genutzen Bereich des DHCP1) -> OK -> Zugriff zulassen
  6. Warten -> Schließen -> Fertig

Einrichten eines VPN unter Windows 7 - Client

  1. Systemsteuerung -> Netzwerk- und Freigabecenter -> Neue Verbindung oder neues Netzwerk einrichten
  2. Verbindung mit dem Arbeitsplatz herstellen -> Nein, eine neue Verbindung erstellen (Schritt entfällt manchmal) -> Die Internetverbindung (VPN) verwenden
  3. Adresse eingeben, einen Namen ausdenken, Haken setzen bei "Jetzt nicht verbinden, nur für spätere Verwendung einrichten" -> Weiter
  4. Zugangsdaten eingeben -> Erstellen -> Warten -> Schließen
  5. Systemsteuerung -> Netzwerk- und Freigabecenter -> Netzwerkverbindungen verwalten
  6. Eigenschaften der VPN-Verbindung öffnen (evtl. F5 drücken, damit die Verbindung erscheint)
  7. Tab "Netzwerk" -> Eigenschaften von TCP/IP 4 -> Erweitert -> Tab "IP-Einstellungen" -> Haken entfernen bei "Standardgateway für das Remotenetzwerk verwenden" -> Alle Fenster mit OK schließen -> fertig. (Doppelklick auf die Verbindung öffnet das Verbindungsfenster, evtl. muss das Kennwort erneut eingegeben werden.)

Wichtig ist dabei, dass beim Server Schritt 5 UND beim Client Schritt 7 ausgeführt wird, sonst kommt es zu Problemen mit dem Zugriff auf die anderen Rechner im Netzwerk des VPN-Servers oder zu Problemen mit dem Internet des Clients und/oder des Servers!

Wenn die Verbindung sehr langsam aufgebaut wird, deutet das darauf hin, dass der Schritt mit dem Gateway ausgelassen wurde. Generell gilt aber: Warten, bis eine Fehlermeldung erscheint, manchmal dauert es einfach lange, also nicht ungeduldig abbrechen und anfangen nach Fehlern zu suchen bevor einer gemeldet wurde.

Das Fenster, was nach der Einstufung des Netzwerkes fragt, erscheint in Windows 7 nach einem mir nicht ersichtlichen Muster. Da sollte aber sowieso jeder wissen, was er für sein VPN will.

Bei Fragen einfach einen Kommentar schreiben.

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  1. Wenn die IP-Adresse eures Computers z.B. 192.168.178.21 ist wie bei der fritz.box, nehmt hier als Bereich z.B. 192.168.178.200 - 192.168.178.210.


Auf der Suche nach dem Negativscanner

Da ich nicht wegen des nostalgischen Gefühls ein Anhänger der Analogfotografie geworden bin, hat mein Plan von Anfang an beinhaltet, die Negative einzuscannen. Negativscanner gibt es in allen Arten genug, leider musste ich mal wieder feststellen, dass weder billig noch teuer pauschal gut ist. Ich habe mal ein paar ausprobiert; nicht sehr gründlich, die Automatikeinstellung musste erstmal reichen. Um sich einen Überblick zu verschaffen, reichte das aber. Die Überschriften sind verlinkt und führen auf Amazon; wer über einen solchen Link kauft, zahlt den gleichen Preis, aber Amazon schreibt mir eine kleine Provision gut.

Rollei

Rollei ist unter den Billigherstellern wohl einer der bekannteren. Von denen gibt es eine Reihe Modelle, die knapp über oder unter hundert Euro kosten und eigentlich keine Scanner sind, sondern die Negative abfotografieren. Mein Modell kam mit Speicherkartenleser und wurde ohne PC betrieben. Die Geräte sind alle recht kompakt. Vom Kauf würde ich definitiv abraten.

  • Die mitgelieferte CD funktionierte nicht, das Handbuch war online nicht verfügbar. Ich durfte also erstmal raten, was die Symbole auf dem Display bedeuten, und mir die Steuerung selbst erarbeiten. Text gab es nicht und selbsterklärend war nicht alles.
  • Negative oder Dias werden in einen Halter gesteckt und durch das Gerät gezogen. Das funktioniert recht gut. Für Dias gibt es ein cooles Magazin, mit dem man vermutlich recht zügig viele Dias abfotografieren kann.
  • Die Dateien werden nach einem nicht nachvollziehbaren System auf der Speicherkarte gespeichert und benannt. Einstellmöglichkeiten gibt es nicht. Als ich meine Kameraspeicherkarte verwendete, landeten die Scans in dem Ordner, in dem auch die Kamera ihre Fotos speichert. Komm da mal jemand drauf... immerhin wurde die Karte nicht formatiert.
  • Außerdem werden die Dateien automatisch mit Tags versehen, die jedoch keinen Sinn ergeben.
  • Die erzeugten Bilder weisen sehr starkes Bildrauschen auf. Außerdem sind die Farben blass und die Schärfe lässt sehr zu wünschen übrig.

Plustek

Von Plustek hatte ich ein höherpreisiges Modell hier, gut 250 Euro kostet der Optiscan 7600i SE. Er kommt mit Silverlight SE, einer abgespeckten Version eines verbreiteten Scanprogramms. Im Gegensatz zum Rollei wird hier echt gescannt. Das Gerät ist entsprechend schwer und wirkt wuchtig. Von der Größe her ist es etwa doppelt so groß wie der Rollei, kann aber keine Dias scannen. Verwendet wird der Scanner über den PC mit der mitgelieferten Software.

  • Ich zweifele schon an meinem DVD-Laufwerk, auch hier funktionierte die Treiber-CD nicht. Diesmal gab es die erforderlichen Daten aber im Internet.
  • Die Halterung für die Negative ist klapprig und wird dem Preis des Gesamtgerätes nicht gerecht. Es gibt keine vernünftigen Halterungen, die Negativstreifen verrutschen ständig.
  • Silverfast SE hat eine meiner Meinung nach sehr hässliche Oberfläche mit lose herumfliegenden Fenstern. Erinnert mich an Gimp. Der Automatikmodus belichtet viel zu stark. Außerdem wird teilweise sehr rigoros zugeschnitten. Das Programm ist keinesfalls selbsterklärend und man müsste etwas Zeit investieren, um sich einzuarbeiten.

Wie vom Preis her schon vermutet, handelt es sich hier nicht um ein Einsteigergerät. Die Qualität überzeugt mich aber nicht und über die Software habe ich viel schlechtes gelesen.

Epson

Epson vertreibt einige Flachbettscanner mit Durchlichteinheit. Auf Empfehlung eines Forums hin bestellte ich mir den Perfection V330 Photo. Von den drei getesteten Geräten war das mit etwa 80 Euro das billigste. Als vollständiger Flachbettscanner nimmt der Perfection natürlich am meisten Platz weg und wird ausschließlich über den PC betrieben.

  • Der Scanner kommt mit gewinkeltem Netzteilstecker, aber geradem USB-Stecker. Immerhin ist überhaupt ein USB-Kabel dabei. Das Netzteil befindet sich direkt am Netzstecker und riesengroß, das passt definitiv in keine Mehrfachsteckdose, ohne andere Plätze zu belegen, und sei sie noch so intelligent gebaut.
  • Da sich Treiber und Handbuch ohne großes Suchen herunterladen ließen, habe ich diesmal direkt am Netbook getestet. Die mitgelieferte Scansoftware ist simpel gehalten, erfüllt aber ihren Zweck und ist einfach zu bedienen. Die Funktionstasten des Scanners können Aktionen am PC auslösen, dafür ist aber die zusätzliche Installation des "Epson Event Manager" erforderlich. Verzichtbar.
  • Das Einlegen der Negative muss auch hier in eine bestimmte Richtung erfolgen, ist aber im Gegensatz zu den anderen anhand einer klaren Grafik beschrieben. Die Abdeckung der Durchlichteinheit lässt sich leicht entfernen und wieder einsetzen und die Negativ-/Diahalterung hat Haken, damit man sie leicht an die richtige Position auf der Auflagefläche legen kann. Die Negative liegen fest in der Halterung, sobald man sie geschlossen hat, so dass die Handhabung einfacher ist als beim Rollei und der Halt trotzdem besser ist als beim Plustek.
  • "Epson Scan" erkennt im Vollautomatikmodus das eingelegte Bildmaterial korrekt und scannt alle eingelegten Negative vollautomatisch ein. Dabei verwendete Einstellungen wie die Auflösung und Speicherort lassen sich vorgeben. Für ein schnelles Einscannen reicht das schon.
  • Ansonsten gibt es auch noch andere Modi, bei denen sich mehr konfigurieren lässt. Die Qualität der dortigen Funktionen habe ich nicht getestet, da ich die Nachbearbeitung mit einem anderen Programm mache. Der Standardmodus verlangt bei Eingabe einer Auflösung (dpi) auch immer eine Ausgabegröße, was zu merkwürdigen Zielabmessungen führen kann und schnell eine Warnmeldung wegen großer Dateigröße verursacht. Was die Funktion eigentlich tut, weiß ich nicht - gebe ich statt "Original" zum Beispiel "10x15cm" als Zielgröße an, wird das Zielbild total aufgebläht und hat statt 5 plötzlich 150 Megapixel - gescannt wird aber immer noch mit 2400dpi. Da wäre es doch sinnvoller, nur die Zielgröße abzufragen und die Scanauflösung entsprechend zu wählen.

Behalten habe ich dann den Epson Perfection. Er war nicht nur am günstigsten, sondern bietet auch schon von Werk ab die beste Qualität und obendrein habe ich damit einen recht hochwertigen Flachbettscanner erworben. Eine Nachbearbeitung der gescannten Negative mit einem Programm wie Adobe Photoshop Camera Raw empfiehlt sich trotzdem. Als Abschluss daher noch ein paar Vergleichsreihen; von links nach rechts erst die Automatikscans in der Reihenfolge der Produktvorstellung und als viertes der nachbearbeitete Epson-Scan. Ich denke man sieht sehr gut, dass man aus dem Plustek auch noch mehr hätte rausholen können (vor allem unter Berücksichtigung der Funktionen des Scanprogramms), wogegen der Rollei einfach nur Schrott ist.

Vergleichsreihe 1

Vergleichsreihe 2

Vergleichsreihe 3