Alle Artikel zu #musik


Projektseite: Projekt Hörsturz

Das Projekt Hörsturz, angeboten auf freeQnet, ist eine Aktion, bei der Blogger neue Musik entdecken, ihre eigene Musik vorstellen und anderer Leute Musik bewerten können. Alle zwei Wochen endet eine Runde und startet eine neue - dann können jeweils für die gerade gestartete Runde Bewertungsbeiträge geschrieben und Vorschläge für die neue Runde abgegeben werden. Jeweils 10 ausgeloste Songs sind verpflichtend für jeden, der an der Runde teilnimmt, alle weiteren vorgeschlagenen können optional bewertet werden. Aus den 10 werden am Rundenende Rundencharts erstellt und außerdem gibt es über das gesamte Projekt die Top 50 und die Bottom 10.

Die Projektdauer ist nicht befristet, Interessenten können jederzeit einsteigen, indem sie mit einem Kommentar auf freeQnet.de verkünden, dass sie nun teilnehmen möchten. Am sinnvollsten ist das natürlich unter dem Projektbeitrag zur aktuellen Runde - dabei kann auch direkt ein Vorschlag für die nächste abgegeben werden. Aktuell steht jede dritte Runde unter einem bestimmten Thema.

Auf Konzertheld.de werden Beiträge zum Projekthörsturz mit "projekthörsturz" getaggt und außer in der Einzelansicht nur durch ein grau-oranges Logo dargestellt. Je nach Laune bewerte ich mal alle Vorschläge auf einmal und mal Pflicht und Bonus getrennt.

Alle Einträge zum Projekt Hörsturz anzeigen



Projektseite: Musik-Neuentdeckungen

Die Beitragsserie "Musik-Neuentdeckungen" erscheint an jedem Monatsersten und stellt die Lieder vor, die ich während des vergangenen Monats für mich entdeckt habe. Das können neue Lieder sein oder alte, bekannte oder unbekannte. Die Serie dient vorwiegend als Gedächtnisstütze und Recherchehilfe für mich selbst, darf aber natürlich gerne auch als Inspiration für meine Leser dienen neue Musik zu entdecken.

Die Serie ist erkennbar am Tag "musikneuentdeckungen" und am grünen Logo auf Übersichtsseiten. Wie die anderen Serien wird auch diese außer in der Einzelansicht nur mit einem Logo dargestellt, um weniger Platz zu verbrauchen.

Alle Einträge dieser Serie anzeigen



Irgendwie anders?

Irgendwie anders war die Casting-Show, die ich mir vorhin reingezogen habe. Oma sucht Frau für Matti. Die asoziale fette, die hoffnungslos romantische, die zickige eingebildete, die englische mit dem Personal Assistent und die saufende Russin battlen in harten Disziplinen wie Baumstammwerfen und Daumencatchen um den Schlüssel zu Mattis Herz.

Sehr coole Sache, was TEN SING Mülheim als abendfüllendes Programm auf die Beine gestellt hat. Die Übertragung von "Oma sucht Frau für Matti" wurde immer wieder von Musikwerbespots unterbrochen, damit keine Langeweile aufkam. Der fliegende Wechsel zwischen Instrument und Chor klappte dabei durchweg gut und wenn die Solisten nicht so dermaßen abgegangen wären, dass sie ihr Mikro sonstwo hingehalten haben, hätte man auch weiter hinten verstanden was vorne gerade rockt. Aber wer will schon hinten sein...

Knapp zwei Stunden Programm wurden geboten (inkl. Pause), die Lieder wechselten zwischen Rock und Pop und einige coole kleine Ideen wie der mit Taschenlampen ausgestattete Chor bei "Glücklich" von Farin Urlaub sorgten für zusätzliche Auflockerung. Mich haben Liedauswahl, Tanzperformance, Theaterstück und Gesamtkonzept jedenfalls total überzeugt. Die Location ist angenehm groß und das Licht war gut, der Chor hätte lauter sein sollen und die Solisten sollten trotz Party nicht vergessen dass das Mikro nicht überall aufnimmt. ;-)

Interessieren würde mich mal, welche TEN SING-Gruppen alle da waren. Ich selbst war leider zu spät, daher hab ich die Vorstellung der Gästeliste nicht mitbekommen... gesichtet habe ich Burgaltendorf, Freisenbruch, Bochum und eine Gruppe mit Westbundseminar-T-Shirts. Mülheim liegt sehr angenehm mitten im Ruhrgebiet, daher wohl die relativ vielen Gruppen, die als Gäste da waren. Hat auf jeden Fall ziemlich Bock gemacht - nächstes Jahr bin ich wieder dabei!



Geflüster in Oberhausen

Der Artikel für das Seminar braucht noch n bisschen, das ging schließlich ne Woche und nicht zwei Stunden. Direkt nach dem Seminar, sprich Freitag Abend, war aber noch Grossstadtgeflüster in Oberhausen. Völlig fertig wie ich war bin ich zwar nachmittags ungeplant eingepennt und erst aufgewacht, als eigentlich Konzertbeginn war, aber aus irgendwelchen Gründen hatte sich alles nach hinten verschoben und so war ich zwar fast 1,5h zu spät, hab aber dennoch nur die Vorband verpasst. Dennoch schade, schließlich war es Nachlader.

Naja passend zur Location (300 Leute) waren GSGF dann auch ziemlich entspannt, haben erstmal Stimmung gemacht mit ihrem coolen Intro (bei Youtube mal nachm Deichbrand-Festival suchen) und dann n bisschen rumgeblödelt, Oberhausen zu Überhausen erklärt weil schon wieder so viele Menschen da waren (Olgas Rock war auch dort) und ihre Keyboards festgegaffert. In der Setlist waren diesmal viele "ältere" Lieder, bei denen ich weder text- noch titelsicher bin, daher kann ich gar nicht so genau sagen was sie gespielt haben... ich erinnere mich an Käthe baut sich ne Rakete, Lebenslauf, Ich muss gar nix, Kann ich auch, Haufenweise Scheiße und Weil das morgen noch so ist. Waren ne ganze Menge Lieder anscheinend oO

Zwischendurch gab's dann so Aktionen wie "Mir ist mein Wodka hier ausgekippt, auf den ich mich den ganzen Abend gefreut hab. Wenn ihr es schafft, nen doppelten so nach vorne zu reichen, dass hier n einfacher ankommt, wär das echt geil" - was übrigens gleich zweimal geklappt hat :D . Auch cool: Irgendwer hat "Ohne dich" reingebrüllt (das Publikum hat sich immer wieder Lieder gewünscht), da es aber kein GSGF-Lied mit dem Namen gibt, gab's dann halt n fix improvisiertes Cover von Münchener Freiheit... :D

Insgesamt ein sehr entspanntes und trotzdem cooles Konzert. Nicht ausverkauft und entsprechend nicht so eng, soll heißen mehr als so gerade eben ausreichender Platz um auf der Stelle zu hüpfen, und das Publikum (zumindest bei mir in der Ecke) ziemlich cool drauf. Irgendwo sollen ein paar nervige besoffene rumgehangen haben, aber naja... die kann man ja in ne Ecke schieben und dort abstellen. Hat Spaß gemacht - gerne wieder hahahah



Spätsommerabend-Mixtape: Aktiv

Oh nein, schon wieder Samstag Freitag. Ich wollte doch heute den Artikel rausbringen, der mein Mixtape vorstellt und damit auch die Titelliste bekannt gibt.

Spätsommerabend war das Thema... spontanes Bild dazu im Kopf waren Menschen auf ner Wiese, es ist schon dunkel, Lagerfeuer oder ein etwas zweckentfremdeter Grill, ein Cajon, eine Akustikgitarre... spätere Gedanken haben mich ans Open Flair erinnert, klar, im Spätsommer gibt's auch die letzten Open Air-Festivals. Daraus entstanden zwei oder drei Teile, die ich dann zu einem Mixtape verbastelt habe.

Die zweite Hälfte besteht aus festivaltauglichen Songs. Eine ganze Menge Altrocker und bekannte Bands sind da zusammen gekommen - die größeren Stars sind vielleicht das letzte Mal im Lande, nach der Festivalsaison verschwinden sie wieder in die USA oder nach sonst wo. Die erste Hälfte kann man nochmal teilen, dann wäre der erste Teil für die Menschen am Lagerfeuer und der zweite für die, bei denen es regnet und die deshalb lieber feiern gegangen sind.

Insgesamt ist doch recht viel bekannte Musik zusammen gekommen, die weniger bekannten Lieder sind alle im ersten Teil. Das Problem war, dass ich die Vorstellung, welche Art Musik da drauf soll, relativ fest im Kopf hatte, die meisten Sachen die ich höre1 passten da dann absolut nicht rein. Ich hab auch bis jetzt noch keine Idee, wie man so elektronische Sachen wie La Roux auf ein Spätsommerabend-Mixtape kriegen soll... würde mich daher freuen, wenn die Empfängerin Feedback geben würde wie's gefallen hat.

  1. Dido - Sand in my Shoes
    Ein ganz ruhiger Einstieg. Erst einmal ankommen, vielleicht hat man vom Urlaub wirklich noch Sand in den Schuhen.
  2. Jack Johnson - Upside Down
    Angekommen - aber die gute Stimmung ist noch da. Stellt die Welt auf den Kopf!
  3. A Fine Frenzy - What I Wouldn't Do
  4. Juli - Regen und Meer
  5. Oasis - Wonderwall
    Ohne viele Worte - Lieder, die ein gutes Gefühl und eine entspannte Atmosphäre vermitteln.
  6. Alizée - Moi... Lolita
    Wer nicht am Lagerfeuer sitzt und vom Urlaub erzählt, geht lieber tanzen...
  7. Jonathan Coulton - I feel fantastic
  8. Wir sind Helden - Echolot
    ...denn es darf auch lauter und schneller sein, wenn's um gute Laune geht.
  9. Tauchsport - Die Welt gehört dir
    Der Titel, bei dem ich mir am sichersten bin, dass ihn kaum jemand kennt, schon gar nicht die Empfängerin des Mixtapes. Tauchsport sind eine sympathische Bochumer Band mit viiiiel Potenzial. Es gibt kein Album, aber viel Musik auf MySpace und sie treten hier im Ruhrgebiet immer wieder irgendwo auf - oft gratis.
  10. Billy Joel - We didn't start the fire
    Okay, auf zu den (angehenden) Klassikern. Wenn die Zusammenstellung an Bands und Liedern so auftreten würde wie ich mir das beim mixen vorgestellt habe, wäre es vielleicht die genialste halbe Stunde, die es auf nem Festival geben könnte. Okay, das war anmaßend.
  11. Simple Minds - Alive and kicking
  12. Don Henley - The Boys of Summer
  13. The Gaslight Anthem - The '59 Sound
  14. Nickelback - How you remind me
    Mein bester Übergang *g*
  15. Bryan Adams - Summer of '69
  16. Deep Purple - Smoke on the Water
  17. Joan Jett & The Blackhearts - I love Rock&Roll
  18. Genesis - The Brazilian

Ich hoffe, die Empfängerin kann mit der Musik etwas anfangen - ich habe versucht, bekannte und weniger bekannte Musik zu mischen, sowie Musik die ich öfter höre mit Musik die vermutlich jeder mag. Wer auf ein Against Me-Konzert geht, wird jedenfalls nicht durch und durch Hopper sein hahahah Ich fürchte ja, die poppigeren Stücke werden eher auf Kritik stoßen, aber nun gut, die Aktion sollte ja hauptsächlich Spaß machen und nicht unbedingt eine CD voll perfekt abgestimmter Lieder hervor bringen. Daher: Viel Spaß!

---

1 Meine Musiksammlung ist zwar recht groß, besteht aber eben ausschließlich aus Musik die ich auch selbst höre. Eigentlich logisch, finde ich, aber anscheinend denken etliche Menschen anders und bunkern alles was sie kriegen können Oo



Spätsommerabend-Mixtape: Passiv

Vor vier Wochen startete Sascha von endgueltig.com das Mixtape-Wichteln. Es ging darum, die Idee der Mixtapes ein bisschen aufleben zu lassen und zu einem vorgegebenen Thema ein Mixtape bzw. eine MixCD zu erstellen und an einen ausgelosten Partner zu verschicken. Eine Aktion, die interessant zu werden versprach und bei der ich daher mitgemacht habe.

Das von mir erstellte Mixtape ist inzwischen endlich unterwegs, ich bin mal wieder spät dran. Viel früher traf das für mich bestimmte Mixtape ein (welches nicht von der Person stammt, für dich ich gemixt habe). Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an den Burgherrn, der meinen Musikgeschmack insgesamt doch recht gut getroffen hat!

Ich liste jetzt einfach mal den gesamten Mix und kommentiere nur einzelne Lieder, mit kommentierten Songlisten habe ich euch in letzter Zeit genug gequält. Die Ideen des Erstellers gibt es übrigens hier.

  1. Big Light - Indian Summer
  2. Anna Ternheim - Feels like Sand
    Definitiv einer der Songs, die mir am Besten gefallen. Ich hab erst an "Halo" gedacht, weil das Wort immer wieder auftaucht, aber es ist ein völlig anderer Song. Viel besser!
  3. The Decemberists - Summersong
  4. Manic Street Preachers - Indian Summer
  5. Anajo - Spätsommersonne
  6. Tomte - Was den Himmel erhellt
    Eine der drei Bands, die ich immerhin dem Namen nach kannte, aber eins der Lieder, die mir eher weniger gefallen. Tomte sind nicht so meins.
  7. Nationalgalerie - Himmelhochjauchzendzutodebetrübt
    War das mal beim Projekt Hörsturz? So im Nachhinein kommt es mir doch so vor als hätte ich das schon gehört. Kann es aber grad nicht finden.
  8. Eels - Flyswatter
  9. Feeder - Summer's gone
  10. Hello Saferide - I thought you said the summer is going to take the pain away
  11. The Cure - The last day of the summer
  12. Tonic - If you could only see
  13. Cake - I will survive
    Es ist doch DAS I will survive! Kam mir so bekannt vor.
  14. Terry Hoax - Hot heyday
    Ich mag Folk hahahah
  15. Malcom Middleton - A brighter beat
  16. Anne Clark - Elegy for a lost summer
  17. The sparrows and the nightingale
  18. Queens Of The Stone Age - Feel good hit of the summer
  19. Lost Prophets - Ode to summer
  20. Jack's Mannequin - The mixed tape

Gegen Ende hat's etwas nachgelassen, was aber auch Zufall sein kann und obendrein von meiner Laune abhängig ist. Viele Lieder, die ich recht gut finde, zwei, drei Stücke die mich wirklich begeistern und auch zwei, drei die ich mir eher nicht so bald wieder anhören werde. Gute Mischung dafür dass es von jemandem gemacht wurde, mit dem ich noch nie zu tun hatte. Spaß gemacht hat's auf jeden Fall und neue Musik ist immer gut hahahah Und nun bin ich gespannt wie mein Mix ankommt.



[stöckchen] Musik ist überall

Ich schaute gerade bei Beam vorbei um nach dem Projekt Hörsturz zu schauen, da sah ich, dass auch sie die 16 musikalischen Fragen beantwortet hat, und das auf eine Art, die dem Stöckchen den Beigeschmack des "wenn Bloggern langweilig ist" genommen hat. Mein Leben ist momentan so voll mit Musik, ich mach's jetzt auch mal hahahah

1. Ein Lied aus deiner frühesten Kindheit
Als Kind habe ich Musik nahezu nur per Radio konsumiert. Ich hörte Lilipuz und votete für die dortigen Charts. Da hier von frühester Kindheit die Rede ist, hab ich mal ein bisschen in meinem Gedächtnis gekramt, was da so lief, bevor die Popmusik hereingebrochen ist, bin allerdings nicht mehr so recht fündig geworden. Ich habe noch Kassetten aus der Zeit - so mit das älteste, was ich auch mit einer Klassenfahrt der Grundschulzeit verbinde, ist wohl "Du und ich" von Blümchen :D

2. Ein Lied, das dich an einen Urlaub erinnert
Hmhm, kommt jetzt auf die Art von Urlaub an. Spontan kommt mir da "Crazy" von Gnarls Barkley in den Sinn. Das gehört zu einem Familienurlaub an der Nordsee, da lief den ganzen Tag Hitradio Antenne und der Sender spielt noch mehr als die Lokalradios immer die gleichen Lieder... übrigens ist das auch eins von denen, die ich am Anfang nervig fand und hinterher mochte.

3. Ein Lied, von dem du in der Öffentlichkeit nicht so gerne zugeben möchtest, dass du es eigentlich ganz gerne magst
Das ist einfach. Ich finde z.B. die Killerpilze gar nicht schlecht. "Springt hoch" ist ganz cool.

4. Ein Lied, das du in deinem Leben vermutlich am häufigsten gehört hast
Ich hab grad bei der Suche nach nem Lied für Frage 1 gesehen, dass es sogar schon auf den Anfang-90er-Mixtapes drauf ist, den Titel "häufigstes Lied meines Lebens" verdient definitiv Narcotic von Liquido, was ich vermutlich schon mehrere hundert mal gehört habe und immer noch saugeil finde.

5. Ein Lied, das eine deiner liebsten Bands repräsentiert
"Shut up and let me go" von The Ting Tings hahahah Die passen in die anderen Fragen nicht so recht, sind aber ne tolle Band. Ich bin gespannt auf das zweite Album. (Und ich habe jetzt "Du und ich" im Ohr.)

6. Ein Lied, in dem du dich selbst wiederfindest
Haha, ich wollte vorhin eigentlich "The Geek" von Wir sind Helden nennen, aber eigentlich passt das hier auch sehr gut. Ich mag das Lied. Und den Text. Und überhaupt. Unterstütze das voll hahahah

7. Ein Lied, das dich an eine spezielle Begebenheit erinnert
Die Frage hat Beam ausgelassen, ich nehme sie trotzdem mal auf. Eine gute Gelegenheit ist grad für Nummer 9 draufgegangen. (Ich habe immer noch "Du und ich" im Kopf. Verdammt, ich hätte es nicht nochmal hören sollen.)
Eine besondere Begebenheit... ich denke, etwas besonderes war wie ich 2007 zum Kirchentag gekommen bin. Eine Bekannte hatte mich gefragt ob ich mitfahren möchte, die Wise Guys würden abends auftreten. Wir haben uns Tageskarten besorgt, der Kirchentag war damals in Köln, hatten einen genialen Tag und das Konzert abends war der absolute Wahnsinn, ich weiß nicht, ob es inzwischen im Guiness-Buch steht, aber es muss das europa- oder weltgrößte a-capella-open-air-Konzert gewesen sein, ich habe 80.000 Menschen im Kopf und wahnsinnige Bilder. Ein Lied, zu dem ich noch Bilder vom Konzert im Kopf habe, ist "Ruf doch mal an (Live-Version 2006)" von eben den Wise Guys.

8. Ein Lied, bei dem du am besten entspannen kannst
Zum Entspannen finde ich Dido super. Wunderbare ruhige Popsongs. Eines meiner liebsten ist "Sand in my shoes".

9. Ein Lied, das für eine richtig gute Zeit in deinem Leben steht
Hmm... gemeint (wenn man davon reden kann, das irgendwas irgendwie gemeint ist) ist vermutlich eine längere Zeit, mit "gute Zeit" verbinde ich aber eher einige wenige Erlebnisse, Reisen oder sowas. Zu Beginn der Oberstufe waren wir auf einer Stufenfahrt, die sich "Tage religiöser Besinnung" nannte. Die war zwar nicht sehr religiös, aber dafür sehr gruppendynamisch und ein unglaublich geiles Erlebnis. Den Abschluss hat ein gemeinsamer Liederabend am Kaminfeuer gemacht und ich erinnere mich immer noch an "Moonlight Shadow" von Mike Oldfield und Maggie Reilly.

10. Ein Lied, das momentan ein Lieblingssong ist
Momentan ist einfach, irgendein Lied, was ich in jede Playlist schmeiße und morgens zum wach werden höre, habe ich immer. Momentan ist das "Hallelujah" von The Helio Sequence, die ich über das Projekt Hörsturz kennen gelernt habe.

11. Ein Lied, das du deiner besten Freundin widmen würdest
Uuuff. Dazu müsste ich erstmal jemanden zu besten Freundin oder alternativ zum besten Freund bestimmen. Dann ist es sauschwer, für jemand anderes Musik zu wählen... und jemandem etwas widmen ist eine Sache, die ich eigentlich nicht mit anderer Leute Werken tun würde. Nachdenken... Situationen von Freunden... mein Verhältnis zu verschiedenen Leuten... hmm... ein wunderbares Lied, in dem es, wenn ich es nicht völlig falsch deute, um Freundschaft geht, ist "Bohemian like you" von den Dandy Warhols.

12. Ein Lied, bei dem du das Gefühl hast, dass es außer dir niemand gerne hört
Hmm. Ich könnte jetzt aus meinem Musikpool was rausgreifen, was die meisten Leute, die ich so kenne, nicht hören würden, aber hier geht es quasi die ganze Zeit auch um Lieder, die mir persönlich sehr wichtig sind. Ein Lied, von dem glaube ich niemand, den ich kenne, so begeistert ist wie ich, ist vielleicht "Moi... Lolita" von Alizée. Das hätte übrigens auch woanders gepasst... in der Anfangszeit am Gymnasium, als Alkohol noch nicht so interessant war, haben wir mit der Klasse Abschlussfeiern gemacht. Dieses Lied habe ich entweder dort erst kennen gelernt oder aber es ist mir seit dem im Kopf geblieben. Auf jeden Fall verbinde ich es heute noch mit dieser Feier damals und dem Kicker an dem ich grad war :D

13. Ein Lied, das du vor allem aufgrund seiner Lyrics magst
Uuuuff. Zugegeben: Ich bin ein Mensch, der relativ selten über die Liedtexte nachdenkt, weil ich zu faul bin, sie nachzusehen wenn ich sie nicht verstehe. Von daher beschäftige ich mich eigentlich nur dann mit den Texten, wenn ich sie durch zuhören erkenne (sooo gut ist mein Englisch dann auch nicht dass ich das bei dem Genuschel was manche Bands produzieren könnte). Um mal noch eine weitere Band vorzustellen, die ich sehr liebe, soll hier mal "Underground" von The Sounds als Antwort dienen. The Sounds sind die einzige mir bekannte Band mit mehr als einem Album (inzwischen drei), von der ich wirklich ALLE Lieder mag. Meine Lieblingsstelle aus dem Lied ist übrigens auch in der Datenbank der Zitate, die neben dem Header erscheinen: "The past is a place where you can never return to / even though people say: This is where you belong."

14. Ein Lied, bei dem du dich bestens abreagieren kannst
Das ist wieder einfach. Abreagieren kann ich mich am Besten wild durch die Wohnung springend zu lauter Rockmusik. Einer meiner Lieblingssongs dafür ist "Misery Business" von Paramore.

15. Ein Lied, das auf deiner Beerdigung gespielt werden sollte
Obiges wäre sehr cool wenn das laufen würde. Wünschen würde ich mir auch "Viva la Vida" von Coldplay.

16. Ein Lied, das du zu den besten aller Zeiten rechnen würdest
Als ob ich mit 20 schon Aussagen über sowas machen könnte... Viva la Vida und Narcotic habe ich bereits angeführt, gerade letzteres hätte diesen Titel definitiv verdient. Eines der besten Lieder aller Zeiten muss ewig lange bekannt bleiben, muss mir nach langer Zeit noch gut gefallen und sollte, obwohl nicht besonders simpel, eine möglichst große Menge Menschen ansprechen. Ich denke, "Wonderwall" von Oasis erfüllt das mit Leichtigkeit.

Sehr cooles Stöckchen. Musik ist das Beste, was es auf dieser Erde gibt. Mir ist beim Schreiben bewusst geworden, wie viel großartige Musik ich eigentlich kenne. Hört euch das ein oder andere was ihr noch nicht kennt mal an, es könnte sich lohnen.

Soo... fangt, Leute, fangt. Ich kann nicht ordentlich werfen. Würde mich freuen, wenn Hannah, das rebhuhn und Jan die Fragen auch beantworten würden. Wer ansonsten noch Bock drauf hat, kann natürlich auch drüber schreiben. hahahah



Open Flair Festival 2010

Übersicht über ein kleines Abenteuer hahahah Schon wieder etwas spät, aber auch was lange braucht, kann noch gut werden, z.B. bei Kleinodyssee, die jetzt noch ein paar wunderbare Fotos vom Hurricane veröffentlicht hat. Vorab möchte ich außerdem darauf hinweisen, dass ich die vielen Kleinkunst-Angebote auf dem Open Flair zugunsten der Bands komplett links liegen gelassen habe. Wer sich dafür interessiert, sei auf die Festivalhopper verwiesen.

Reise

Volksbank Eschwege FrontansichtDas Open Flair findet in Eschwege in Nordhessen statt, das ist 256 Kilometer von meiner alten Wohnung entfernt. Blöderweise hatte ich mein Navi bei einer Freundin vergessen, die ebenfalls in Hessen wohnt, so dass wir auf der Hinfahrt nur Google Maps zur Verfügung hatten und auch einen kleinen Stau abgekriegt haben. Das war aber nichts im Vergleich zu der Katastrophe die uns in Eschwege erwartete. Durch die gesamte Stadt stauten sich Autos, wir haben ewig lange dort rumgestanden, zwischendurch ging es so wenig voran, dass man den Motor abstellen konnte. Die Eschweger Autofahrer haben das leider gar nicht gelassen genommen, stand man in der Schlange mal mitten im Weg, war man direkt ein "blödes Arschloch". Super Anfang. Bei der Ankunft waren wir so froh endlich einem Ordner zu begegnen, dass wir ganz vergessen haben, dass wir ja mit Auto Zelten wollten, ergo sind wir auf nem Parkplatz gelandet. Sehr ärgerlich, denn das hätte sicher einen Teil des Erlebnisses ausgemacht, außerdem war der Parkplatz hinterher ein Schlammfeld und wir mussten das Auto von einem Bagger rausziehen lassen (da gab's dann wenigstens das neue Erlebnis). Allerdings war es auf dem Campingplatz schon sehr voll und der Boden war auch dort nicht gut, so dass der Kommentar des Ordners "da [Parkplatz] seid ihr auf der sicheren Seite" schon okay war...

Der Rückweg war eher unspektakulär, eine freundliche Tankstellenmitarbeiterin stellte uns mitten in der Nacht einen Hochdruckreiniger zur Verfügung, um die Reifen zu säubern (das Profil war quasi nicht mehr da durch den Schlamm), danach ging's durch die Nacht und über Berge, Landstraßen und Autobahnen wieder nach hause. Die Aussicht, wenn man gerade eine Teilstrecke mit Steigung hochgefahren ist und dann wieder runterfährt, ist echt beeindruckend hahahah Und, wichtig, merke: Serways ist völlig überteuert.

Das Foto zeigt die Volksbank Eschwege - die Figuren sind teils vollständige Figuren, teils halb und teils gar nicht. Sieht in echt noch viel beeindruckender aus als so, weil man sich wirklich erstmal nicht sicher ist, was davon Figuren sind und was Zeichnungen oder ob nicht doch einige davon leben.

Campen, Zelten, Überleben

Blick auf den ZeltplatzDas Auto stand auf nem Parkplatz, also haben wir uns das Zelt geschnappt und sind einfach mal drauf los gelatscht. "Folge der Masse" funktioniert immer wieder und nach weniogen Minuten wurde der noch freie Bereich des Zeltplatzes sichtbar. Wir wurden dann noch ein bisschen gescheucht um möglichst platzsparend zu zelten und haben dann relativ problemloss alles aufgebaut. Das platzsparende Zelten hat sich hinterher als nötig erwiesen, denn auch am Freitag reisten noch etliche Leute an und es wurde mächtig voll.

Bei den horrenden Preisen auf dem Festivalgelände war es schlau, sich selbst zu versorgen. Wir bauten also den Grill auf, der im Ackerboden praktischerweise festen Halt hatte, ernährten uns vier Tage von Fleisch, Brötchen und Fertigsalat von Edeka und bauten Tetrapaks mit Panzertape zusammen, um sie umgehängt mit auf das Konzertgelände nehmen zu können. Die Meinung über das Deckelverbot war dabei unterschiedlich... ich denke aber, das Festival- und das Zeltgelände waren so nah beieinander, dass man am Besten dran war, wenn man seinen Liter zügig leer getrunken hat und dann zum Nachfüllen kurz zum Zelt gegangen ist. Aufgrund des überwiegend angenehmen Wetters und der Mischung aus "geh ich mal hin"- und "will ich sehen"-Konzerten war es aber ohnehin recht entspannt, so dass man sich keine Sorgen machen musste zu verdursten.

Wir haben gelernt:

  • Tetrapaks kann man sich prima umhängen, wenn man ein langes Stück Panzertape zu einem Ring baut und zusammenklappt, so dass keine Klebeflächen mehr offen sind, und anschließend das Tetrapak quasi einhängt und quer zum Ring mit Panzertape festklebt. Am besten sind Tetrapaks, die NICHT in der Oberseitenmitte erhöht sind oder son komisches ... Dings haben. Die halt nicht eben sind. Ihr wisst was ich meine.
  • Ein Grill ist für alles gut. Ravioli z.B. kann man prima kochen indem man einfach die Dose in die Kohle stellt. Feuer wird mit Bier gelöscht oder alternativ mit Wasser, dann hat man direkt eine Ausrede, warum um alles in der Welt man Wasser gekauft hat (falls man Wasser gekauft hat). Asche wegräumen vorm nächsten Grillen wird überbewertet.
  • Wenn es schnell gehen muss, weil die Pause bis zum nächten Konzert kurz ist, funktioniert es absolut super, statt 100% Kohle/Briketts 10-20% festen Grillanzünder beizumischen und das dann mit reichlich flüssigem Grillanzünder anzuzünden. Kein Witz - dauert keine 10 Minuten bis man Fleisch drauf garen kann und ist nicht so gefährlich wie Spiritus. Allerdings muss man dabei ggf. hinnehmen, dass Etiketten und Sicherheitshinweise am Grill einfach verbrennen :D
  • Helga ist nur schwer tot zu kriegen. Gegenüber von unserem Zelt wurde sie beerdigt - Gerüchten zufolge spukt sie aber jetzt zwischen den Zelten umher, jedenfalls waren immer wieder Helga-Rufe zu hören...

Brötchen und Wurst auf einem GrillAm Samstag bzw. in der Nacht auf Sonntag waren wir irgendwie lange auf, es war plötzlich halb vier... aber Schlaf wird ja sowieso überbewertet und morgens kommt man irgendwann freiwillig aus dem Zelt gekrochen, weil es so warm wird da drin. Okay, Sonntag hat es geregnet, nachmittags und abends sogar ziemlich heftig, aber dennoch, es war warm. Ich hab mir dann die ersten beiden Bands geknickt und stattdessen die Packstation im Ort aufgesucht, in der mein bestelltes Handyautoladegerät und mein Navi bereit lagen (danke Isi für's Nachschicken!). Irgendwie war ich dann noch am Auto und habe dabei ein Päärchen getroffen, deren Autobatterie verreckt war, weil sie die Scheinwerfer angelassen hatten. Er wusste wie man ein Starterkabel anschließt und ich hatte ein funktionierendes Auto, fünf Minuten später waren drei Menschen glücklich. hahahah

Wir waren übrigens dreimal einkaufen während der vier Tage. Es gab mindestens drei Supermärkte, davon min. einer auch am Sonntag geöffnet, in der Nähe des Zeltplatzes, zu zwei davon (ein überraschend großer Edeka und ein von mir nicht getesteter Aldi direkt nebeneinander) fuhr ein kostenloser Shuttlebus, der ausgesprochen cool war. Ich habe noch vor Augen, wie der Bus sich nach einer Ampel um eine Kurve gequält hat, wo gerade mal wieder Anreise-Rückstau war (es müssen eine Menge Tageskarten verkauft worden sein, außerdem schrieb ich ja dass viele erst Freitag kamen). Der Busfahrer hatte da natürlich keinen Bock drauf - also kurzerhand beschlossen, dass wir im Bus das Vorrecht haben und einfach durch den Gegenverkehr gebrettert bis zum Zeltplatz :D Überhaupt waren die Busfahrer alle klasse, total entspannt und kannten jeden Schleichweg. DAS war wirklich mal gut organisiert. Außerdem sind im Bus mit die lustigsten Storys passiert. Genial war z.B. auch, als n Typ mit nem Kasten Bier n anderen mit Peter angelabert hat, der sich angesprochen gefühlt hat, worauf der Typ mit dem Bierkasten meinte, wenn du wirklich Peter heißt, trink ich eins auf Ex. Peter den Perso raus und der andere Typ am fluchen :D

SchaumpartyDie Autoschlange, die wir mit dem Bus überholt haben, war aber auch super... irgendwann hat sich einer einfach vor'n Auto gesetzt, "Hin-setz-en!" angefangen und Gesellschaft von bestimmt zehn Leuten bekommen, die dann alle mal ein Humba Humba Tätärä angestimmt haben... :D Bewegt hat sich da eh nix, so blieb wenigstens der Spaß...

Festival der Fail-Momente

Womit wir vor dem Highlight zum weniger erfreulichen Teil kommen, denn das Open Flair war unserer vier Meinungen nach echt schlecht organisiert. Pannen, wie wir sie erlebt haben, dürfen nach 25 Jahren nicht auftreten, auch nicht, wenn das Festival mit diesem Jahr wieder einmal größer geworden ist.

Ausgehend davon, dass nicht mindestens fünf Bands schlechte Tontechniker mitgebracht hatten, war entweder die Tontechnik schlecht oder die Open Flair-Tontechniker unfähig, jedenfalls haben auf einem Festival keine Rückkopplungen aufzutreten. Eine hab ich gehört als ich gerade an der Packstation war, 15 Gehminuten vom Konzertgelände entfernt. Arme Fans, arme Band. Ich weiß, dass Rückkopplungen nerven und schwer zu vermeiden sind, aber es gibt Technik dagegen und bei Konzerten dieser Dimension hat so etwas einfach nicht zu passieren.

Die JuryKleinere Pannen waren dann so Dinge wie der ausgefallene Strom am Eiswagen oder die ziemlich früh ausverkauften T-Shirts. Ärgerlich war auch, dass die Wasserschläuche, mit denen im Bereich direkt vor der Bühne der Staub gebunden und die Zuschauer abgekühlt werden sollten, ständig zu wenig Druck hatten. Zu den größeren, nicht verzeihbaren Pannen gehört der verbockte Einlass am Samstag und Sonntag. Grund war eine Getränkelieferung, die am Samstag dafür sorgte, dass erst eine halbe Stunde nach planmäßigem Beginn des ersten Konzertes der Einlass geöffnet wurde, absolut unmöglich, wie ich finde. Die wunderbaren NEOH mussten dafür mit ihrer Spielzeit büßen; immerhin hat man ihnen nicht die gesamte halbe Stunde abgezogen, sondern die Zeit verteilt auf die ersten Bands. Die für viele Besucher sicherlich die schlimmste Panne war vielleicht der Auslöser für die Getränkelieferung - mindestens zweimal war nämlich das Bier ausverkauft. Ich frage mich zwar, wie das bei 3€ pro Becher passiert ist, aber die Leute scheinen genug Geld zu haben, das Open Flair aber zu wenig Bier. Jedenfalls spricht das nicht gerade für die Organisationskünste beim Open Flair. Der eigentliche Wucher am Preis ist übrigens, dass man für die 3€ keine Coke bekommt, sondern Gut&Günstig-Limonade...

Eins ist mir dabei allerdings positiv aufgefallen: Die Videotechniker, die das Geschehen auf der gerade genutzten Bühne auf die Leinwand gebracht haben, hatten ne Menge drauf. Das, was da auf der Leinwand zu sehen war, hätte durchaus auch das Ergebnis des fernsehtauglichen Videoschnitts sein können. Nicht, dass das während dem Festival was bringen würde, aber beim Hurricane war das nicht so gut.

The Gaslight Anthem

Alles anders als man denkt

Okay, trotz aller Pannen und dem ganzen Spaß auf dem Zeltplatz bleiben natürlich die Bands das Wichtigste. Trotz Bands wie Papa Roach war das Open Flair doch sehr von Ska und Pop geprägt. Beides nicht gerade die bevorzugte Musikrichtung von uns vieren, die wir dort waren, dennoch sollte der Spaß bei keinem zu kurz kommen.

Bei mir war es vor allem dann der Fall, wenn wieder mal alles anders kam. So zum Beispiel ziemlich am Anfang, nachdem ich bei Sondaschule eine Million blaue Flecken bekommen hatte, bei Grossstadtgeflüster. Ich wusste nicht mal, dass die schon drei Alben rausgebracht haben, kannte nur "Ich muss gar nix" und fand das eigentlich eher nervig als gut. Live waren die aber dann so gut wie ich es im Leben nicht erwartet hätte. Laute, harte elektronische Sounds und jede Menge rotzige, freche Texte, einfach richtig gut. Anspieltipps für ein bisschen Kontrast "Weil das morgen noch so ist" und "Haufenweise Scheiße". Der Live-Mix war übrigens, wie ich im Nachhinein herausgefunden habe, ziemlich bunt aus alten und neuen Liedern und wenn ich mich richtig erinnere, haben sie sogar den bekanntesten Song "Ich muss gar nix" irgendwo mittendrin gespielt. Klasse Sache.

Typen in Chirurgen-OverallsAnders als von den letzten beiden Malen gewohnt waren dafür Blood Red Shoes. Nachdem das Konzert beim Hurricane so gut war, dass die Menge trotz strömendem Regen gerockt hat, und auch das Konzert in London richtig geil war, waren sie auf dem Open Flair vergleichsweise schlecht und haben sogar bei zwei Liedern gegen Ende total den Takt versaut. Könnte daran gelegen haben, dass sich vor dem Konzert eine Gruppe betrunkener Menschen gebildet hat, die die ganze Zeit "Anna" gebrüllt haben, ausgehend davon, dass irgendjemand irgendeine Anna gesucht hat, aber eher so, als würden sie euphorisch den Namen der Sängerin brüllen. Die war vermutlich etwas angepisst, schließlich heißt sie nicht Anna, sondern Laura-Mary... hat dann dazu geführt, dass sie, als am Ende noch eine Saite ihrer Gitarre gerissen ist, dieselbe hingeschmissen hat und von der Bühne gestürmt ist (und dabei noch einen Verstärker umgeworfen hat). Dass danach die Zugabe-Rufe nicht erhört wurden, war absehbar Oo

Anders als erwartet waren Liquid Lightning aus Düsseldorf. Ich kannte bisher nur das auf der Open Flair-Website verlinkte Lied ("Mary") und hatte mir danach viel versprochen, wollte ja sogar vorher schon nach Düsseldorf, hatte dann ja aber nicht geklappt. Traurig bin ich nicht drüber, denn das Konzert auf dem Open FLair war ziemlich enttäuschend. Das ganze Programm wirkte irgendwie abgespult und die Band hat sich ziemlich lächerlich damit gemacht als deutsche Band in Deutschland ihr Konzert auf englisch zu halten. So wirkte dann trotz der eigentlich nicht schlechten Lieder alles irgendwie öde.

3 Feet SmallerAbsolut nicht anders als erwartet, höchstens noch besser, waren Wir sind Helden, mein persönliches absolutes Highlight. Am Nachmittag hatten wir schon die beeindruckenden Papa Roach erlebt, deren Sänger es einfach absolut drauf hat, jeden zum Feiern zu bringen (kommt auf die Bühne, macht die Arme hoch und brüllt JUMP! und die vordere Hälfte des Publikums springt), deren abschließendes Lied natürlich Last Resort war. Meinen Gedanken, doch einfach mal ein Konzert mit so einem Hit zu eröffnen, haben die Helden dann umgesetzt - Bühne dunkel, ein paar streunende Scheinwerfer, knacksen, plötzlich tutet ein Telefon: "Sie haben eine SMS-Kurznachricht. Die Nachricht lautet:"... fantastisch. Genauso genial ging es dann auch weiter, die besten Hits der bisherigen drei Alben gemischt mit ich glaube fünf neuen Liedern vom da noch nicht erschienenen vierten Album "Bring mich nach Hause". Übrigens gab es am Ende trotz schon begonnener Spielzeit der Brote mit deren Erlaubnis noch zwei Zugaben (Judith dazu in etwa: Wir waren jetzt so lange nicht da, das muss jetzt. und: Das gibt wieder Ärger, aber Ärger ist doch gut!) hahahah

Sowieso nicht voraussehbar sind Klee, die dieses Mal einen nur akzeptablen Auftritt hingelegt haben und deren Sängerin (wie immer?) ganz offensichtlich ziemlich betrunken war. Die Technik war dabei auch extrem schlecht, die beiden Handscheinwerfer hatten schon nach ner Minute den Akku leer und der Sound war scheiße. Naja, es war das letzte Konzert am Samstag, war dann eben für "so, jezz is Schluss für heute". Übrigens haben wir davor, nach der Flucht vor Jan Delay mit LSD und Schnupfen, auch noch zwei Drittel von TOS gesehen, die aber eher den anderen als mir gefallen haben. ("Wir sind gleich am Infostand, wir haben T-Shirts und CDs, aber eigentlich geht es nur darum mit euch Bier zu saufen.")

Völlig ohne Erwartungen sind wir an einige andere Bands rangegangen, zum Beispiel Timid Tiger. Die wurden mir empfohlen, als ich grad vor Levellers vor der Bühne rumhing und von zwei Typen angesprochen wurde. Ob ich aus Gelsenkirchen sei und auf dem MPG war... super, 260km entfernt und man wird von Leuten von seiner alten Schule angelabert :D Jedenfalls meinten die, wenn ich Blood Red Shoes mag, würden mir auch Timid Tiger gefallen und tatsächlich ist der Vergleich nicht schlecht, die Musik ist zwar nicht ganz ähnlich, aber auch Timid Tiger haben einen Hang zum Ausgefallenen und waren ziemlich cool drauf.

Der Rest

Ansonsten gab es natürlich noch etliche andere Auftritte...

  • Bands, die live ziemlich öde sind (Bad Religion),
  • Bands, die auf Drogen sind (Jan Delay),
  • Bands, die ihr Publikum total mit einbeziehen und allgemein bekannte Hits kurz anspielen um das Publikum anzuheizen (3 Feet Smaller - lassen synchron Stroh werfen und steigern das Publikum zum Circle Pit),
  • Bands, die vom Festival profitieren, weil es dort mehr Effekttechnik gibt als bei den eigenen Auftritten (Madsen mit Feuerwerk),
  • Bands, die ihr Publikum ständig verarschen und dann doch heiraten (The Hives),
  • Bands, die einfach ihr Programm abspulen, so dass hinterher niemand Zugaben fordert (NoFX, Against Me - dafür ist danach irgendwoher eine alte Frau mit Rollator aufgetaucht oO ),
  • Bands, deren Publikum ziemlich rabiat wird, wenn es im Einlass warten muss, der eigentlich gar nicht so voll ist (SKA-P),
  • Bands, die eine geniale Show hinlegen und zum Glück auch
  • Bands, die sich von der schlechten Organisation nicht die Laune versauen lassen und mit Zuschauern Pleks tauschen (NEOH).

Bei den Levellers war ich anfangs ziemlich am Rand, wo der Sound und auch sonst alles scheiße war, hinterher in der Mitte war's dann richtig gut. Hatte wie erhofft ein bisschen was von Eileen Q beim Kirchentag 2009. Fehlen noch Fettes Brot, zu denen ich noch kein Wort verloren habe - dabei haben die doch so einen guten Abschluss gemacht. Das Highlight für mich war klar Wir sind Helden direkt davor, aber Fettes Brot haben dann nochmal richtig für ne Party gesorgt und vermutlich alle ihre Hits gespielt (von einigen wusste ich gar nicht dass die Lieder von Fettes Brot sind...), danach taten uns die Füße weh und wir hatten ein glückliches Ende des Festivals hahahah

Gesamte Konzertliste in der Reihenfolge der Auftritte (nur komplett gesehene Konzerte): Sondaschule, Grossstadtgeflüster, Liquid Lightning, 3 Feet Smaller, Levellers, Mad Caddies, NEOH, The Gaslight Anthem, Madsen, The Hives, Klee, Timid Tiger, Livingston, Papa Roach, Blood Red Shoes, Wir sind Helden, Fettes Brot.

Alle Fotos bei Flickr