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Nutzpflanzen auf der Fensterbank

In meiner neuen Wohnung habe ich mehr Fenster und damit auch mehr Fensterbänke. Die möchten genutzt werden - und außerdem hatte ich immer noch Saatgut vom Geburtstag ungenutzt herumliegen. Frische Kräuter aus eigenem Anbau sind auch lange überfällig. Also beim Kaufland noch ein paar Saattütchen dazu gekauft, naiv einfach mal alles in Erde gestopft, das Ergebnis ist erstaunlich für das dilettantische Vorgehen und ich möchte es hier einfach mal zeigen. Die ursprünglich angebauten Chilipflanzen und Petersilie, Majoran und Koriander haben dann noch Gesellschaft von Erdbeerpflanzen aus dem Baumarkt bekommen. Und dann, ursprünglich mehr aus Spaß, hatte ich auch Sonnenblumenkerne zum Essen aus der Tüte genommen und einfach in einen Pott Erde geworfen und Wasser drauf geschüttet - die Sonnenblumen sind inzwischen 50cm hoch. Viele Bilder, daher heute mal 1x klicken zum Weiterlesen. :)



Größenwahnsinn

Wenn man weiß, dass man im Recht ist, sollte man nicht klein beigeben.

Da die Wohnung in Dortmund bereits meine zweite war, musste ich auch vor meinem Umzug nach Chemnitz wieder auf Wohnungssuche gehen, denn auf meine Küche und mein Bett will ich nicht mehr verzichten. Nun gibt es keine Gegend in Deutschland mit niedrigeren Mitpreisen als den Osten und Chemnitz als ehemalige Karl-Marx-Stadt hat wirklich kein Wohnraumproblem. Ich saß also zuhause vor den Wohnungsanzeigen auf den einschlägigen Internetportalen und mein größtes Problem war, aus der Masse welche auszusortieren, denn 40m² warm für unter 300€ zu finden, war wirklich keine Herausforderung. Auch schlechte Gegenden gibt es in Chemnitz eigentlich nicht.

Straße in Chemnitz Einen Monat vor meinem Umzug fuhr ich dann 8 Stunden quer durch Deutschland, um mir in drei Tagen 15 Wohnungen anzusehen. Ich lief mir auf dem Kopfsteinpflaster die Blasen meines Lebens, couchsurfte, lernte nette und merkwürdige Einwohner, ein süßes kleines Programmkino, merkwürdige Imbissbuden und die Zentralhaltestelle kennen. Und eine Menge Immobilienmenschen.

Makler, die im Cabrio mit Heizung durch die Gegend heizen. Da ich zu Fuß unterwegs war, um die Stadt nebenbei kennen zu lernen, wurde ich öfter mal von Maklern durch die Gegend gefahren, wenn mehrere Wohnungsbesichtigungen in Folge anstanden. Der Typ mit dem Cabrio war einer der Selbstständigen und kaum älter als ich, aber schon super darin, seine Wohnungen wie das Beste der Welt anzupreisen.

Selbstständige Makler sind auch gerne mal supergehetzt. Wer auf Provision arbeitet, muss viele Termine abreißen, damit auch ein paar Vertragsabschlüsse dabei rumkommen. Zeit für Fragen? Fehlanzeige. Ausmessen der Räume? Wo kommen wir denn da hin?! Wird schon alles passen und sonst muss man halt ein paar Möbel zuhause lassen.

Wer nicht unter Druck arbeitet, ist entspannter. Da wird dann auch schonmal verschlafen, ein Kunde sitzen gelassen und ach ja, die Wohnung ist eh nicht mehr zu haben. Absolut seriöses Verhalten. Auch schön: Der Vertreter, der total schockiert war, als ich mal die Toilette einer seiner Wohnungen benutzen wollte. "Sowas hab ich in all den Jahren noch nie erlebt!" Ja, was denn. Dass man nach 8 Stunden Wohnungsbesichtigungen mal einen Ort der Ruhe braucht? Schockierend.

Nach den Maklern kamen dann die Vermieter. Ach, sie möchten die Wohnung gerne anmieten? Übrigens, die Mindestvertragsdauer ist jetzt doch 3 Jahre. Welcher Student soll denn solche Konditionen hinnehmen? In 3 Jahren kann sich alles ändern.

Für den Vertragsabschluss brauchen wir dann außer der Schufa-Auskunft und all ihren Kontaktdaten auch noch eine Personalausweiskopie, beidseitig, ungeschwärzt, eine Bürgschaft ihrer Eltern - Sie sind ja selbstständig, da weiß man ja nie! -, ein paar Bescheinigungen von Ihrem Vermieter und zusätzlich bitte eine Kaution. Ach, Sie wollen uns Ihre Seele nicht verkaufen? Ja, wollen Sie denn die Wohnung nicht? Unterzeichnen Sie hier, das Ausfüllen des Formulars war freiwillig.

Ja, leckt mich doch alle am Arsch.

Im Endeffekt habe ich keine der Wohnungen genommen, sondern drei Tage vor dem Umzug eine Wohnung des größten örtlichen Vermieters, der alleine hunderte Studentenwohnungen vermietet, ungesehen angemietet. Unkompliziert, auf Empfehlung von bereits umgezogenen Studenten hin, bei einer sehr verständnisvollen Frau, die es total nachvollziehbar fand, dass ein Umzug über 600km für einen Studenten ohne ernstzunehmende Geldmittel schwierig ist.

Wenn der Markt groß genug ist, muss der Kunde nicht den Ausbeutern sein Geld in den Rachen werfen. Das sollten sich auch die Immobilienfirmen mit den protzigen Namen zu Herzen nehmen, die ihre Wohnungen gleich von sechs (!) Maklern gleichzeitig verwalten lassen, so dass die Wohnungsmärkte von Dopplungen überflutet werden.



Umzug mit Pannen

Als ich von zuhause auszog, dauerte das etliche Wochen, alles ging nur nach und nach voran und das ganze Zeug wurde nur langsam rübergeschafft. Beim Umzug nach Dortmund am Montag sollte das anders laufen. Ich mietete einen Transporter, mit einigen Helfern sollte alles zügig vonstatten gehen. Manche Pläne klappten, andere nicht...

WIRED1

  • Künstler-Atelier neben der Wohnung
  • Frisch renovierte Wohnung
  • Avis-Service
  • Viel Platz im Transporter
  • Pizza

Nicht wired war hingegen meine neue Wohnung, da der DSL-Techniker nicht in der Lage war, zu erkennen, wo die Wohnung ist, in die gerade jemand einzieht.

TIRED

  • Wenig Sicherungsmöglichkeiten im Transporter
  • Vom Vermieter hängen gelassen werden
  • Auseinanderfallende Möbel
  • Unfähige DSL-Techniker
  • Amazon-Kunden, die behaupten, Ware sei nicht angekommen
  • Nachts um 3 Elektrogeräte ausladen
  • Wir nachts um 3
  • Nach dem Umzug noch Sachen aus der alten Wohnung schaffen müssen, obwohl der Nachmieter schon dort einzieht

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  1. Ich habe endlich einen Laden gefunden, der die Wired führt!


Entspannung

Die Show ist vorbei und auch wenn nach der Show vor der Show ist und im August der nächste Auftritt ansteht, wird es jetzt erstmal etwas ruhiger. Weniger Proben zuhause und mit der Band vor allem. Dafür Überlegungen: Berichte ich über meinen eigenen Auftritt oder nicht?

Dieweil ist das Kalenderjahr halb rum und die Lage um meine Energieanbieter entspannt sich auch ein bisschen. Der Wechsel des Stromanbieters ist durch und ich habe einen ordentlichen Vertrag, der zweite Wechsel des Gasanbieters ist auch auf gutem Weg und der neue wirkt deutlich zuverlässiger als der, den ich zum Jahresanfang beauftragt hatte. Wenn dann irgendwann alle Abrechnungen durch sind, ist hoffentlich Ruhe.

Vor der Show am Samstag wollte ich eigentlich auf eine Gegendemo in Duisburg, das hat aber dann zeitlich nicht mehr gepasst, weil ich noch Technik vorbereiten musste. Es sollte dort eine Nazidemo geben unter der Parole "Todesstrafe für Kinderschänder" und "Wer Kinder nicht liebt, soll Deutschland verlassen". Ich musste ja schon lachen, als ich bei Twitter las, dass sich die Nazis (etwa ein Dutzend) unter einer Bushaltestelle vor dem Regen schützen. Die Videos, die ich gesehen habe, und die Berichte lassen auch darauf schließen, dass drei- bis sechsmal so viele Gegendemonstranten wie Nazis da waren und letztere sich ziemlich lächerlich gemacht haben. Gut so!



Unfähigkeit!

Verdammte Scheiße! Es ist vier Uhr nachts. Vernünftige Menschen wären schon vor Stunden schlafen gegangen, ich habe vorhin noch Tatort gesehen und wollte danach auch ins Bett, nur noch fix den Kontostand abrufen und gucken ob irgendwas wichtiges war. Der hat dann wieder was losgetreten. Er war höher als vorher. :?

Ein steigender Kontostand mitten im Monat ist selten ein gutes Zeichen. In diesem Fall hieß es: Nachdem mein alter Stromanbieter, die Strausserauf, ein eigentlich recht sympathischer Ökostromanbieter, nach vier Monaten Problemen mit dem Netzbetreiber (in denen ich an keinen Stromanbieter Geld zahlte, weil ich keinen ordentlich gekündigten und auch keinen vernünftig abgeschlossenen Vertrag hatte) zunächst eine falsche Abrechnung erstellt, die dann durch spontane Abbuchung eines Monatsabschlags teilkorrigiert, einen zweiten Abschlag völlig sinnfrei abgebucht, dann beide wieder zurück überwiesen (wtf?), dann irgendeine Nachzahlung aus dem letzten Jahr wieder zurück überwiesen :eek: und dann einen errechneten Betrag, der die Schlussabrechnung richtig stellte, überwiesen hatte, hat er jetzt nochmal zwei Monatsabschläge auf mein Konto gut geschrieben. WARUM TUN DIE SOWAS?! Ich würde das Geld ja gerne nehmen, aber dann gebe ich es aus und am Ende buchen sie es doch wieder zurück. Warum zur Hölle ist denn da niemand in der Lage, eine elendige gammelige Schlussabrechnung zu erstellen? Die haben nichtmal Grundgebühren oder sowas, einfach nur Verbrauch. Die Schlussabrechnung wurde eh primitiverweise über die gesamte Vertragslaufzeit erstellt. Die Rechnung wäre also gewesen: (Endzählerstand - Anfangszählerstand) * Preis pro Kilowattstunde - alle Zahlungen meinerseits + alle Zahlungen auf deren Seite = Schlussrechnungsbetrag. Also, ich kann sowas, sogar ohne auch nur eine einzige BWLM&E-Vorlesung gesehen zu haben. :nerd:

Man, kotzt mich das alles an. So 'ne eigene Wohnung ist cool, aber wenn man ständig Ärger wegen irgendwelchem Abrechnungs- oder Papierkram hat, ist das echt ätzend. Die GEZ nervt auch tierisch. Hier war mal einer, der mir irgendwas erzählt und mich dann irgendwie angemeldet hat (wieso zum Teufel hab' ich den reingelassen?!), das war aber alles Mist. Mein PC ist angeblich ein Fernseher (die GEZ-Website sagt, ist er nicht), und ständig wollen die Geld von mir, obwohl ich doch Bafög bekomme und laut dem Typen auch rückwirkend befreit werde. Ätzender Scheiß. :thumbsdown:

Dann ist da noch die Sache mit dem Gaslieferanten. Manche Unternehmen hat die verdammte Wirtschaftskrise echt nicht hart genug getroffen. Bei den Stadtwerken Soest hat man Kunden jedenfalls anschenend nicht nötig. Es könnte natürlich auch eine andere Erklärung geben, dass ich seit Wochen keine Antworten auf meine Anfragen, wo meine Vertragsunterlagen bleiben, kriege, sowas wie "die zuständige Sachbearbeiterin wurde überfahren und sonst gibt es niemanden der das kann". Ist aber doch eher unwahrscheinlich (gehört auch eher zum Tatort als in mein Leben). Meine Konsequenz daraus war jetzt, einen anderen Anbieter mit der Kündigung bei den Stadtwerken Soest zu beauftragen, damit die dann meinen Vertrag übernehmen, und so wie man mich dort bisher behandelt, ist Eprimo zumindest daran interessiert, mich als Kunden zu gewinnen. Ich dachte eigentlich, das wäre überall so, aber nicht mal das scheint mehr zu stimmen. :thumbsdown:

Aber das ganze Geschimpfe ist nichts gegen das, was die Stadtwerke Herne in ihrer Rolle als lokaler Netzbetreiber von mir zu hören kriegen würden, wenn ich sie jemals erreichen würde. Nicht nur wochen-, sondern monatelang keine Antworten auf Mails, telefonisch geht entweder niemand ran oder es ist besetzt (haha, automatisches Abweisen triffts wohl eher), sogar mein alter Stromanbieter (der mit den falschen Abbuchungen) kommt da nicht durch. Noch so eine Annahme, die immer galt und sich jetzt als falsch erwies: Wenn der Vertragspartner B die Zahlungen an A einstellen will, wird A sich ganz schnell kümmern. Nicht, wenn A die Stadtwerke Herne sind. Alle vier Anbieter, jeweils neuer und alter Strom- und Gasanbieter, wurden hängen gelassen, und ich war mit jeder Woche mehr angepisst. :mad: Inzwischen ist es der fünfte Monat, den ich hier kämpfe, und der Kampf gegen vier Monate Doppelzahlung (weil bei den Stadtwerken der neue Vertrag akzeptiert, der alte aber irgendwie auch noch da war) war nur eine Episode. :thumbsdown:

Eprimo kriegt jetzt erstmal eine Mail, dass sie den Stadtwerken von Anfang an Dampf machen sollen, weil's sonst Monate dauert. Vielleicht auch gleich noch ein bisschen Lob, dass sie mir nach Vertragsannahme eine PDF-Datei (mit Hinweis, dass dadurch die Umwelt geschont wird) geschickt haben, in der eindeutig und klar verständlich alles steht, was ich mit dem Vertrag so abgeschlossen habe (welche Zahlungen muss ich leisten, Preisgarantie und sowas). Eigentlich sollte das selbstverständlich sein, aber das digitale Zeitalter scheint bei vielen Energieanbietern noch nicht angekommen zu sein. Ich dachte eigentlich, die Zeiten, in denen man ein schriftliches Angebot per Post einholt, sich das dann bestätigen lassen muss und dann darauf basierend einen schriftlichen Vertrag schließt, seien vorbei. War wohl nix. :thumbsdown:



Danger. Contains Irony.

Klasse, Microsoft. In Editor (früher: Notepad) funktioniert der Shortcut Strg-Backspace (Wort vor dem Cursor löschen) immer noch nicht, trotz Windows 7.

Klasse, buecher.de. Danke für den Gutschein, der einen Tag, bevor er hier mit der Warenlieferung ankam, abgelaufen ist.

Klasse, Lenovo und Logitech. Wenn mein WLAN größere Datenmengen durch das Netzwerk schiebt, stört es meine Funkmaus so stark, dass ich kaum noch klicken kann.

Klasse, Stadtwerke Herne. Super kostenloser Rückrufservice, den ihr da habt. Echt sinnvoll, von einer Rückrufstelle aus zu versuchen, mich mit der Servicenummer zu verbinden, um mir dann nach einer Minute zu sagen, dass alle Leitungen belegt sind und ich es später nochmal versuchen soll.

Klasse, deutsches Recht. Danke, dass die Stadtwerke es gar nicht nötig haben, sich mit mir in Verbindung zu setzen, denn sie haben ja fünfzehn (15) Monate Zeit, meinem neuen Stromanbieter den Zählerstand mitzuteilen. Jetzt noch 13.



Was gerade so geht

Zur Zeit nervt mich einiges ziemlich an. Alles mehr oder weniger Kleinigkeiten, aber es kleckert sich dermaßen zusammen, dass ich hier grad echt ne Krise kriege.

Da wäre die Sache mit dem neuen Kamera-Objektiv. Ich will schon seit längerem ein lichtstarkes Objektiv haben, kann mich aber nicht so recht entscheiden welches geeignet wäre und Geld fehlt eigentlich auch. Nun hatte ich das Tamron 17-50mm f2,8 XR Di II LD ASL IF (das IF ist das einzige wirklich tolle daran) hier und wollte es bei der Show von TEN SING Weiglehaus, bei der ich Samstag war, testen - denn genau für solche Gelegenheiten suche ich ja ein lichtstarkes Objektiv. Natürlich habe ich meine Kamera zuhause vergessen, zum kotzen. Bei der Bandprobe am Montag konnte ich dann immerhin feststellen, dass ich dank der durchgehenden Blende von 2,8 mit ISO 400 auskomme in unserem gammeligen Bandkeller.

Dann ist da der ÖPNV, immer für eine Nervigkeit gut. Hagen ist so ne tolle Stadt, da werden um 21:30 die Bürgersteige hochgeklappt1 und die Busse heißen ab dann Nachtexpress und fahren alle gleichzeitig um Punkt 21:30 von der Stadtmitte los. Immer super wenn ich den letzten Bus davor verpasse, mein Zug fährt nämlich Punkt 21:30. So tolle Sachen ziehen sich da durch den gesamten Busverkehr und so entstehen Situationen wie am Samstag, wo einer der Hagener TSer nur bis ca 21:00 in Essen bleiben wollte (1. Hälfte der Show), um nicht 40 Minuten am Hagener Drogentreff Bahnhof warten zu müssen. Wir haben ihn dann mit dem Auto nach Hause gebracht, aber dazu gehört eine Geschichte, die ich im dazugehörigen Bericht erzählen werde.

Die Onlineauskunft auf vrr.de ist auch super momentan. Ich habe nach einer Verbindung zu einer Hausadresse in Bochum gesucht und bekam als Vorschlag, mit der U35 (hier vor der Tür) zum Bochumer Hauptbahnhof zu fahren und dort in den Bus umzusteigen, um zur Oskar-Hoffmann-Straße zu fahren. Das hört sich prinzipiell ja nicht doof an, aber: Die Oskar-Hoffmann-Straße ist die erste Haltestelle nach dem Bochumer Hauptbahnhof. Statt umzusteigen kann ich also einfach weitere 45 Sekunden in der U-Bahn bleiben (oder alternativ sogar laufen, ist eh nicht weit).

Meine Wohnung stresst auch. Also nicht die Wohnung selbst, die ist okay, und mit den Nachbarn komme ich auch zruecht, auch wenn die seltsam sind, aber meine Energieanbieter nerven. Zum Jahreswechsel habe ich sowohl Strom wie auch Gas gewechselt, da mir die Preiserhöhungen meiner bisherigen Anbieter nicht gepasst haben. Mein neuer Stromanbieter hat mir alles bestätigt, aber bisher kein Geld abgebucht, weil der Anfangszählerstand futsch ist. Den hatte ich vor einigen Wochen gemailt. Der alte Anbieter hat dieweil vergessen, die Endabrechnung zu erstellen. Beim Gas hängt dieweil alles am Netzbetreiber, der trödelt nämlich, so habe ich weder vom alten Anbieter eine Abrechnung noch vom neuen eine Zusage, überhaupt Kunde zu sein. Immerhin kriege ich noch Gas.

Am Sonntag habe ich Geburtstag und ich habe mir einfach mal gegönnt mir ein bisschen Gerümpel zu kaufen. Zur nächsten Lanparty geht es jetzt komplett ohne freakige Konstruktionen mit Sackkarren - ein großer gigantischer Rucksack kann mein PC-Gehäuse, meine 55cm breite Tastatur und alles, was ich sonst noch so an Kabeln und Zubehör brauche, aufnehmen, und für den Monitor habe ich eine Umhängetasche bestellt. Mein Drucker kann dank Ersatzteilhändler hoffentlich bald wieder CDs bedrucken und meine Musiksammlung ist um eine CD von Owl City reicher. Und dank Amazon, Ebay und dem Heise Preisvergleich hat mich das nichtmal ein Vermögen gekostet. hahahah

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1 Woher kommt diese Redensart eigentlich?



Einziehen: Digital zu den eigenen vier Wänden

Ahem, die kleine Serie über meinen Umzug ist durcheinander geraten. Das hier ist eigentlich der zweite Beitrag, nicht der dritte. Sorry.

Vor dem Einzug steht immer erstmal das Besichtigen potenzieller Wohnungen. Praktischerweise kann man im Internet sehr komfortabel eine größere Menge Angebote einsehen, viel umfangreicher als in der Zeitung, wo man jede zweite Anzeige in Betracht ziehen und anrufen müsste, selbst für so essenzielle Dinge wie: Wo ist die Wohnung überhaupt?

Ich habe mir vier Wohnungen angesehen, eine von der THS, eine von privat und zwei vom Wohnungsverein Herne. Die beiden vom Wohnungsverein liegen im gleichen Haus, bei der einen handelt es sich um die, in der ich jetzt wohne, bei der anderen um die direkt nebenan. Ich hatte die Wahl zwischen schon tapeziert oder schon Fußboden drin - ich entschied mich für schon Fußboden (Laminat) drin, denn tapezieren kann ich, Fußböden verlegen nicht. Die erste Wohnung war übrigens schon vergeben, als ich mich dafür entschied, die zweite sagte mir nicht komplett zu.

Praktischerweise ist meine Vermieterin beim Wohnungsverein sehr kooperativ, so dass ich schon vor dem Abschluss des Vertrages in aller Ruhe die Wohnung fotografieren und ausmessen konnte und nachdem ich mich endgültig entschieden hatte, durfte ich auch zwei Wochen vorher rein, um zu renovieren. Renovieren hieß: Tapeten in allen Räumen außer im Bad + im Schlafzimmer auch streichen. Ein Fehler übrigens, beim nächsten Mal werde ich einfach direkt streichen statt Rauhfaser drunter zu kleben, ist unnötig und kostet auch Geld.

Wohnungen besichtigen finde ich persönlich ziemlich lustig. Ich hatte das Glück, bei allen drei Besichtigungsterminen keinen labernden Vermieter dabei zu haben (also, einmal war ich alleine, zweimal hat sich der Vermieter auf das Wesentliche beschränkt). So konnte ich mir beim Anschauen schonmal überlegen, wo welche Möbel stehen würden, Ideen entwickeln was man machen könnte und Dinge wie die Anzahl der Steckdosen beachten.

Zwischen Renovierung der Wohnung und Umzug stehen noch ein paar andere Dinge an, die erledigt werden wollen. Strom, Gas, Internet und Telefon müssen her. Auch hier habe ich alles online organisiert - ehrlich gesagt weiß ich auch gar nicht, wie das sonst funktionieren würde, geht man dann z.B. zu den Stadtwerken hin und schließt vor Ort einen Vertrag ab? Meine Anbieter verwalten jedenfalls alle drei alles online. Interessantes Phänomen dabei: Beim DSL kommt es mir völlig normal vor, jeden Monat einen Betrag vom Konto abgebucht zu bekommen, ohne einen Vertrag zuhause liegen zu haben. Bei Strom und Gas finde ich es merkwürdig. Hängt vielleicht damit zusammen, dass letztere zwar monatlich Abschläge abbuchen, aber erst am Ende eines Jahreszeitraums abrechnen und eine Rechnung schicken. Beim Strom geht das noch, ich zahle nur für den Verbrauch ohne Grundgebühren, da schaue ich auf den Zähler und weiß was ich ausgebe. Beim Gas geht das nicht, weil ich die Umrechnungsformel in Kilowattstunden nicht kenne und nur den Verbrauch in Kubikmetern sehe.

Nachdem die Wohnung in einen gescheiten Zustand gebracht wurde und auch alle Ressourcen sichergestellt waren, konnten also Möbel und Kram angekarrt werden. War bei mir trotz der Menge recht unspektakulär, da ich nur einmal mit einem Transporter, aber nie mit einem großen LKW gefahren bin, sondern meistens mit einem normalen Kombi. Gelernt habe ich dabei vor allem, dass Regale abbauen nicht so schnell geht wie ich dachte (weil die Rückwand angenagelt wird und die Nägel dann rausmüssen), und dass Tische, die sich so anhören als würden sie gleich auseinander fallen, meistens gleich auseinander fallen.

Möbel brauchte ich nur für die Küche "neu", anderes Zeug hingegen auch für andere Wohnbereiche. Ein kabelloses Telefon sollte her - das verfügt jetzt über jeden Hightechscheiß inklusive Bluetooth und MP3-Klingeltönen. Ein Strommessgerät - das brachte mich dazu, viel öfter das Notebook statt dem normalen PC zu verwenden, denn letzterer verbraucht einfach mal das 6fache an Strom. Zwecks Stromsparen auch Energiesparleuchtmittel (und, nebenbei bemerkt, auch Lampen, die irgendwie ziemlich teuer sind) - meine sind zwar ziemlich teuer, 8€ pro Stück (Philips Tornado Daylight), leuchten dafür aber besser als 'n Weihnachtsbaum und verbrauchen dabei so wenig, dass ich schon nach einem Jahr mehr gespart habe als mich die Teile gekostet haben.

Irgendwann war dann alles da, angeschlossen, aufgebaut und funktionsfähig bzw. benutzbar. Das Bett fehlte noch, aber als ständig Reisender war es mir dann auch egal, in der Küche auf ner Isomatte zu schlafen - schließlich wollte ich endlich über Nacht in meiner Wohnung bleiben. Einiges habe ich nachträglich wieder geändert, mit der Positionierung meines 5.1-Systems bin ich immer noch nicht zufrieden, weil das Wohnzimmer eigentlich zu groß ist dafür, aber da wird mir sicher noch was einfallen. Heute ist Halloween, ich wohne seit vier Monaten hier und bin gerade heilfroh, dass bisher keine Kinder Süßes gefordert haben - ich hab nämlich außer Spekulatius nix da. hahahah