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Gefahren auf vier Rädern

Kaum ein Thema aus dem alltäglichen Geschehen sorgt so häufig für Frust, Wut und Verständnislosigkeit bei mir wie der Straßenverkehr. Es vergeht kaum ein Tag, an dem ich mit dem Fahrrad durch die Stadt fahre und dabei nicht mindestens einmal gefährdet werde. Jeden Tag berichten die Lokalnachrichten über Unfälle mit Personen- oder Sachschäden. Ich weiß nicht, woher es kommt, dass in Chemnitz ständig Autos angezündet werden, aber Wut über die durch Autofahrer verursachten Gefahren scheint mir ein plausibles Motiv zu sein.

Abgesehen davon, dass es einfach viel zu viele Menschen gibt, die von ihrer Persönlichkeit her Arschlöcher sind, gibt es auch eine Reihe von Dingen, gegen die man etwas tun könnte. Erstens, am Wochenende hat ein Rentner eine Fußgängerin schwer verletzt und eine Mauer gerammt, weil er Gas- und Bremspedal verwechselt hat. Ich verstehe bis heute nicht, wieso Führerscheine kein Ablaufdatum haben. Ich habe meinen jetzt bald acht Jahre, bin aber in den letzten vier Jahren fast gar nicht Auto gefahren und mit Sicherheit bin ich dadurch kein besserer Fahrer geworden. Sowohl mangelnde Fahrpraxis als auch altersbedingt höhere Reaktionszeiten, verminderte Konzentrationsfähigkeit und unüberlegteres Verhalten in Extremsituationen sind eine enorme Gefahr. Führerscheine sollten regelmäßig erneuert werden müssen. Für manche Fahrzeugklassen ist das längst so - auch für normale PKW sollte eine solche Regelung eingeführt werden. Führerscheindaten sind zentral erfasst, es müssen also keine Kontrollen durchgeführt werden, um festzustellen, wer seinen Führerschein nicht erneuert hat.

Was uns zu zweitens führt, man würde dadurch möglicherweise mehr ungültige Führerscheine verursachen, was aber ja erstmal natürlich niemanden davon abhalten muss, trotzdem zu fahren. Mehr allgemeine Fahrzeugkontrollen sind also angesagt, um generell mehr Fahrer ohne gültige Fahrerlaubnis oder mit Alkoholeinfluss zu erwischen. Bei kommerziellem Verkehr, vor allem LKW und Fernbusse, sind diese Kontrollen in den letzten Jahren drastisch verschärft worden, das sollte auch für PKW erfolgen, und zwar beginnend bei, drittens, Geschwindigkeitskontrollen. Es ist mir völlig unbegreiflich, wieso Blitzerstandorte im Radio bekannt gegeben werden dürfen, und wieso nicht jede Stelle, die regelmäßig von mobilen Blitzern besetzt wird, einen festinstallierten Blitzer bekommt. Überhöhte Geschwindigkeit ist eine große Gefahr. Auch Straßen, die wegen des hohen Verkehrsaufkommens tagsüber kein zu schnelles Fahren ermöglichen, sollten ausgestattet werden - da viele davon nachts zum Rasen verleiten, wodurch regelmäßig Personen zu Schaden kommen.

Überhaupt, hohes Verkehrsaufkommen. Viertens, wütende Autofahrer sind unkonzentrierter und risikobereiter als ausgeglichene Fahrer. Eine typische Kreuzung auf meinem Weg zum Supermarkt ist eine klassische Vorfahrt-Achten-Kreuzung mit einer vielbefahrenen Hauptstraße. Man hat dort kaum eine Chance, diese Hauptstraße zu überqueren, teilweise wartet man minutenlang. Ich beobachte dort regelmäßig, wie Autofahrer, wenn endlich eine halbwegs brauchbare Lücke entsteht, das Gas durchtreten und ohne Rücksicht auf alles andere über die Kreuzung brettern, nicht selten nur haarscharf an einem schweren Unfall vorbei. Solche Kreuzungen sollten dringend durch Ampeln mit Anforderungskontakt entschärft werden. Ebenso halte ich die bessere Verbreitung von Rechtsabbieger-Grünpfeilen in Westdeutschland für sinnvoll, da diese in Sachsen viele Kreuzungen deutlich entlasten.

Zu guter letzt ist die bloße Menge der Fahrzeuge ein Problem. Die Innenstädte sind überlastet, selbst wenn man Gefahrensituationen so gut es geht verhindert, gibt es immer noch massive Probleme mit Staus. Radfahren muss attraktiver werden. Jeder hätte gerne einen Firmenwagen, wie wäre es mit Firmenfahrrädern? Wer einigermaßen sportlich ist und über ein gutes Fahrrad verfügt, kann locker 10km zur Arbeit fahren, und selbst ein sehr gutes Fahrrad kostet nur einen Bruchteil eines Autos sowohl in der Anschaffung als auch im Unterhalt. Das ist natürlich ein ganz anderer Ansatz als die Firmenwagen (die ja meistens auch zur Ausübung des Berufs rege genutzt werden), aber möglicherweise eine interessante Förderung und vielleicht auch ein Anreiz, in die Nähe des Arbeitsortes zu ziehen.
Ebenso trägt ein gut funktionierender öffentlicher Nahverkehr zur Entlastung der Straßen bei. Das ist nun wirklich ein altes Argument und gerade in Chemnitz funktioniert das auch schon ziemlich gut. Es mangelt aber noch am Bewusstsein der Bevölkerung, dass ein Leben sogar ganz ohne Auto in der Stadt gut funktionieren kann. Denn viele werden den Gedanken haben, wenn ich eh schon ein Auto besitze, warum dann noch eine Monatskarte für den Bus kaufen? Mit der Kombination aus Bus, Bahn und Fahrrad lässt sich nahezu alles erledigen, wofür man sonst ein Auto gebraucht hätte, und bei Ikea mietet man sich dann eben kurzzeitig einen Transporter. Meine Nachbarn scheuchen eh schon ihre Kinder zum Einkaufen - auf ein Fahrrad passt ein Wocheneinkauf für zwei Personen, zu dritt würde man die ganze Familie versorgen.

Letztlich ist dieser Bewusstseinswechsel wohl das Wichtigste für eine langfristige Verbesserung der Verkehrssituation. Oft werde ich schockiert angesehen, wenn ich erzähle, dass ich für mein Fahrrad natürlich auch einen Satz Winterreifen habe und auch bei Schnee und Eis fahre. Umgekehrt verstehe ich genauso wenig, wie man sich um der scheinbaren Bequemlichkeit des Autos willen in den Berufsverkehr stürzen kann (den ich mit dem Fahrrad einfach umgehen kann). Autofahren hat einige Nachteile, bei denen mir jeder zustimmen wird, aber auch die Vorteile sind nicht alle so toll, wie es scheint. Umdenken ist notwendig. Wer wünscht sich nicht weniger Unfälle, weniger Lärm und weniger Kosten?

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Foto von davidbenito unter CC-BY-SA-2.0



Funkstille

blinkende_kommunikation.jpgEs gibt eine Menge Dinge, die mich kurzfristig aufregen können. Menschen, die in öffentlichen Verkehrsmitteln die Türen verstopfen, indem sie einfach stehen bleiben, rücksichtslose Autofahrer, laute Nachbarn, ungünstig gelegene Univeranstaltungen oder verspätete Züge. Aber so richtig dauerhaft, regelmäßig und jedes Mal wieder ärgert mich eigentlich fast nichts. Bis auf eine Verhaltensweise, die bei fast allen Personengruppen zu beobachten ist, ganz gleich ob Freunde, Bekannte, Kommilitonen, Arbeitskollegen, Couchsurfer, Sachbearbeiter oder sogar Studienberater, die genau dafür zuständig sind: Immer wieder passiert es, dass ich auf Fragen keine Antwort erhalte, auf Mails keine Reaktion kommt oder schriftliche Gespräche kommentarlos abgebrochen und nicht wieder aufgegriffen werden.

Natürlich gibt es zahlreiche Erklärungen dafür. Veraltete Kontaktdaten oder technische Fehler, die verhindern, dass die Nachricht überhaupt erst zugestellt wird. Nachrichten können in der Masse untergehen - bei WhatsApp, SMS und Facebook im privaten Umfeld, aber auch E-Mail-Accounts von zahlreichen Firmenangestellten nicht unüblich. Unvorhergesehen Ereignisse oder dringende Termine, die einen Abbruch des Gesprächs erfordern. Aber die wenigsten Gründe, die mir einfallen, liefern eine brauchbare Rechtfertigung, vor allem dann nicht, wenn es wiederholt zu Funkstille kommt.

Keinerlei Verständnis habe ich beispielsweise für die beiden Studienberater, die ich in den vergangenen Semesterferien anschrieb, um mich über die von ihnen betreuten Studiengänge zu informieren. Bis heute keine Reaktion. Wenn es an der Masse der E-Mails hängt, liegt das an mangelhafter Selbstorganisation. Falsche Kontaktdaten auf Uniwebsites kommen sicher auch vor, sind aber einfach nicht vertretbar. Und als Studienberater sollte man zumindest irgendwie reagieren - auch wenn man mal nicht alle Fragen beantworten kann.

Für Ämter und Angestellte diverser Unternehmen verhält es sich ähnlich. Klar hat man ein enormes Mailaufkommen, wenn man im Kundenservice arbeitet, aber gerade dann sollte und muss man ein System finden, die Mailflut zu bewältigen oder zumindest im Auge zu behalten, was noch bearbeitet werden muss. Das ist aber noch gar nicht der ärgerlichste Beispiel.

Auch Menschen, mit denen ich im Alltag persönlichen Kontakt habe, sind teilweise erschreckend schlecht erreichbar. Daran, dass im Zeitalter von Facebook niemand mehr auf gewöhnliche E-Mails antwortet, habe ich mich ja gewöhnt. Dass SMS ignoriert oder vergessen werden, kann man vielleicht mit WhatsApp begründen - wo ich nicht angemeldet bin, was aber ja im Wesentlichen wie SMS funktioniert, weswegen es mir nicht logisch erscheint, letztere zu vernachlässigen. Ist es so schwer, wenn man seine Nachrichten jederzeit lesen kann, dann innerhalb von ein, zwei Tagen zumindest mal darauf zu reagieren?

Da mich das Thema wirklich beschäftigt, spreche ich immer wieder Personen darauf an. Verständnis ernte ich selten, dafür Aussagen wie "Ja, SMS / Mails lese / beantworte ich nie" oder "Manchmal bin ich einfach zu faul" oder "sorry, vergesse ich ständig". Was sagt denn das aus? Sind soziale Kontakte nicht mehr wichtig? Können wir die Menschen, mit denen wir uns abgeben, nach unserem bevorzugten Kommunikationsmedium aussuchen? Und ist es normal, dass Kommunikation nicht mehr aus Dialogen besteht, sondern aus dem Senden einzelner Nachrichten ins Irgendwo?

Die Hochzeit von ICQ und MSN ist noch gar nicht so lange her. Damals gab es im Chat zahlreiche Statuszustände, die auch rege genutzt wurden: Verfügbar, Abwesend, Lange Abwesend, Beschäftigt, Sehr beschäftigt (nicht stören). Heute funktioniert nicht mal der Onlinestatus bei Facebook noch ordentlich, man kann nicht davon ausgehen, dass eine Person tatsächlich anwesend ist. Dafür gibt es nun Hinweise, wenn Nachrichten gelesen wurden - was zu allerlei Ärgernissen führen kann, da niemand genau weiß, wann diese Hinweise erzeugt werden, ganz davon abgesehen dass sie anscheinend auch technisch unzuverlässig sind.

Unser moderner Alltag und unsere Lebensumstände erlauben es nicht mehr, dass wir uns für jedes Gespräch persönlich treffen; selbst Telefonate sind nicht immer möglich. Wir sollten mit digitaler schriftlicher Kommunikation also wieder sorgfältiger umgehen, auch wenn sie so einfach ist wie nie zuvor.



Seriously?

"Leider ist dieses Video in Deutschland nicht verfügbar, da es Musik enthalten könnte, für die die GEMA die erforderlichen Musikrechte nicht eingeräumt hat."

Das kann doch nicht echt sein. Wir reden hier von einem Musikvideo zu einem Song, der noch gar nicht auf dem Markt ist - veröffentlicht von der Band selbst. Sobald die mitbekommen haben, dass wir das Video hier in Deutschland ohne Proxyserver nicht sehen können, stellen sie es sicher wieder in ein anderes Portal ein - so wie es mittlerweile üblich ist. Das zeigt doch ganz eindeutig, dass es den Bands scheißegal ist, wer da wo was zahlt, sie wollen einfach nur, dass ihre Fans ihre neue Musik hören können.

Ich kenne das Konzept der GEMA nicht in allen Details. Es geht irgendwie um einen Geldtopf, aus dem alle Künstler schöpfen, in den aber auch alle Künstler einzahlen. Irgendwie sollen damit wohl finanziell noch nicht so starke Künstler gefördert werden. Das wirft für mich aber zwei Fragen auf: Die GEMA ist doch für Deutschland zuständig. Was haben dann Künstler aus dem Ausland damit zu tun? Sind die ernsthaft alle Mitglied bei der GEMA? Und: Was haben Portale wie Youtube damit zu tun? Wieso hat die GEMA so eine starke Machtposition und überhaupt, wieso ist es so wichtig, als Künstler Mitglied bei der GEMA zu sein? Ich verstehe das alles nicht.

Es ist echt allerhöchste Zeit, dass sich am System GEMA was ändert. Bezeichnendes Beispiel ist der Wikipedia-Artikel dazu - er besteht zu 20% aus Kritik, nicht nur, weil es so viel Kritik ist, auch, weil es sonst nicht viel zu schreiben gibt, weil das System so undurchsichtig ist...



Mantra mit Lücke

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Mehr Unfähigkeit!

Alle schreien, dass sie schnelles DSL wollen, und aufm Dorf wäre man froh, wenn es mal dreistellige Bandbreiten (Kilobytebereich, wohlgemerkt) gäbe, aber das uralte Prinzip E-Mail, was vermutlich ungefähr so alt ist wie das Internet selbst, ist immer noch nicht überall angekommen.

Manchmal kommt es mir echt so vor, als wäre ich der einzige Mensch, der es für sinnvoll hält, auf E-Mails zu antworten, und sei es nur Feedback, dass die Nachricht angekommen ist und verstanden wurde. Aber das verlange ich ja gar nicht generell (wenn es auch schön wäre, wenn man sowas immer erhalten würde). Oft geht es ja um viel mehr als eine bloße Bestätigung. Die Anfragen an Unternehmen zum Beispiel, die ich vorhin erwähnt habe1. In meinem Google-Account gibt es einen eigenen Ordner für Mails, die ich aus dem Posteingang verbannt habe, weil sie so alt sind, auf die ich aber immer noch keine Reaktion bekommen habe.

Da ist momentan die Mailkommunikation mit den Stadtwerken Soest drin. Da geht es um einen Gasliefervertrag. Wieso kümmert man sich nicht um sowas? Oder die Kommunikation mit einem potenziellen Arbeitgeber für einen Nebenjob. Der antwortet mir seit längerer Zeit einfach nicht mehr, obwohl er vorher relativ klar kommuniziert hat, dass er mich einstellen möchte, zumal ich offenbar der einzige oder einer von wenigen Bewerbern war. In beiden Fällen wurde erst hin- und her gemailt und dann kam einfach nix mehr. Was soll das?

Ganz zu schweigen von Mails, die nie beantwortet werden. Mails an Firmen, auf die nie reagiert wird, aber auch Mails an andere Personen, wo ich hinterher höre, dass die Mail angekommen war, aber auf Umwegen, weil man es nicht für nötig hielt, mir mal zu antworten. Dazu kommen Mails, wo es um Informationsaustausch geht. Vor einer Woche habe ich zum Beispiel eine Mail an eine Website geschickt, weil ich ein Plugin für deren Dienst entwickelt habe. Keinerlei Reaktion. Eine Onlineplattform für Eventberichte ruft dazu auf, mitzumachen. Ich schreibe denen, dass ich Interesse habe. Keine Reaktion.

Ausnahmen sind ausgerechnet da, wo ich es gar nicht erwarten würde. Einen Pluginentwickler habe ich angeschrieben und um Unterstützung bei der Portierung seines Plugins auf ein anderes System gebeten. Obwohl er selbst wenig Zeit hat, hat er sich zurück gemeldet und mich mit Infos versorgt. Eine Onlinecommunity habe ich um Erlaubnis gebeten, deren Logo verwenden zu dürfen, es kam eine freundliche Mail dass ich das gerne tun darf.

Etwas imageschädlicheres, als Kunden oder potenzielle Kunden oder überhaupt irgendwen schlecht zu behandeln, gerade in Form von Ignoranz, gibt es doch wohl nicht. Wieso scheren sich so wenig Leute darum? Ich versteh es nicht. :(

  1. Der Artikel wurde inzwischen auf privat gestellt. Es ging um meinen neuen Gasanbieter, den ich hier auch weiter unten erwähne, der sich nicht um meine Mails scherte, obwohl ich gerne zahlender Kunde bei ihm werden wollte. Außerdem berichtete ich von meinem lokalen Netzbetreiber, der sogar auf Geschäftskundenanfragen (sprich Anfragen von meinen Energieanbietern) nicht reagiert.


Unfähigkeit!

Verdammte Scheiße! Es ist vier Uhr nachts. Vernünftige Menschen wären schon vor Stunden schlafen gegangen, ich habe vorhin noch Tatort gesehen und wollte danach auch ins Bett, nur noch fix den Kontostand abrufen und gucken ob irgendwas wichtiges war. Der hat dann wieder was losgetreten. Er war höher als vorher. :?

Ein steigender Kontostand mitten im Monat ist selten ein gutes Zeichen. In diesem Fall hieß es: Nachdem mein alter Stromanbieter, die Strausserauf, ein eigentlich recht sympathischer Ökostromanbieter, nach vier Monaten Problemen mit dem Netzbetreiber (in denen ich an keinen Stromanbieter Geld zahlte, weil ich keinen ordentlich gekündigten und auch keinen vernünftig abgeschlossenen Vertrag hatte) zunächst eine falsche Abrechnung erstellt, die dann durch spontane Abbuchung eines Monatsabschlags teilkorrigiert, einen zweiten Abschlag völlig sinnfrei abgebucht, dann beide wieder zurück überwiesen (wtf?), dann irgendeine Nachzahlung aus dem letzten Jahr wieder zurück überwiesen :eek: und dann einen errechneten Betrag, der die Schlussabrechnung richtig stellte, überwiesen hatte, hat er jetzt nochmal zwei Monatsabschläge auf mein Konto gut geschrieben. WARUM TUN DIE SOWAS?! Ich würde das Geld ja gerne nehmen, aber dann gebe ich es aus und am Ende buchen sie es doch wieder zurück. Warum zur Hölle ist denn da niemand in der Lage, eine elendige gammelige Schlussabrechnung zu erstellen? Die haben nichtmal Grundgebühren oder sowas, einfach nur Verbrauch. Die Schlussabrechnung wurde eh primitiverweise über die gesamte Vertragslaufzeit erstellt. Die Rechnung wäre also gewesen: (Endzählerstand - Anfangszählerstand) * Preis pro Kilowattstunde - alle Zahlungen meinerseits + alle Zahlungen auf deren Seite = Schlussrechnungsbetrag. Also, ich kann sowas, sogar ohne auch nur eine einzige BWLM&E-Vorlesung gesehen zu haben. :nerd:

Man, kotzt mich das alles an. So 'ne eigene Wohnung ist cool, aber wenn man ständig Ärger wegen irgendwelchem Abrechnungs- oder Papierkram hat, ist das echt ätzend. Die GEZ nervt auch tierisch. Hier war mal einer, der mir irgendwas erzählt und mich dann irgendwie angemeldet hat (wieso zum Teufel hab' ich den reingelassen?!), das war aber alles Mist. Mein PC ist angeblich ein Fernseher (die GEZ-Website sagt, ist er nicht), und ständig wollen die Geld von mir, obwohl ich doch Bafög bekomme und laut dem Typen auch rückwirkend befreit werde. Ätzender Scheiß. :thumbsdown:

Dann ist da noch die Sache mit dem Gaslieferanten. Manche Unternehmen hat die verdammte Wirtschaftskrise echt nicht hart genug getroffen. Bei den Stadtwerken Soest hat man Kunden jedenfalls anschenend nicht nötig. Es könnte natürlich auch eine andere Erklärung geben, dass ich seit Wochen keine Antworten auf meine Anfragen, wo meine Vertragsunterlagen bleiben, kriege, sowas wie "die zuständige Sachbearbeiterin wurde überfahren und sonst gibt es niemanden der das kann". Ist aber doch eher unwahrscheinlich (gehört auch eher zum Tatort als in mein Leben). Meine Konsequenz daraus war jetzt, einen anderen Anbieter mit der Kündigung bei den Stadtwerken Soest zu beauftragen, damit die dann meinen Vertrag übernehmen, und so wie man mich dort bisher behandelt, ist Eprimo zumindest daran interessiert, mich als Kunden zu gewinnen. Ich dachte eigentlich, das wäre überall so, aber nicht mal das scheint mehr zu stimmen. :thumbsdown:

Aber das ganze Geschimpfe ist nichts gegen das, was die Stadtwerke Herne in ihrer Rolle als lokaler Netzbetreiber von mir zu hören kriegen würden, wenn ich sie jemals erreichen würde. Nicht nur wochen-, sondern monatelang keine Antworten auf Mails, telefonisch geht entweder niemand ran oder es ist besetzt (haha, automatisches Abweisen triffts wohl eher), sogar mein alter Stromanbieter (der mit den falschen Abbuchungen) kommt da nicht durch. Noch so eine Annahme, die immer galt und sich jetzt als falsch erwies: Wenn der Vertragspartner B die Zahlungen an A einstellen will, wird A sich ganz schnell kümmern. Nicht, wenn A die Stadtwerke Herne sind. Alle vier Anbieter, jeweils neuer und alter Strom- und Gasanbieter, wurden hängen gelassen, und ich war mit jeder Woche mehr angepisst. :mad: Inzwischen ist es der fünfte Monat, den ich hier kämpfe, und der Kampf gegen vier Monate Doppelzahlung (weil bei den Stadtwerken der neue Vertrag akzeptiert, der alte aber irgendwie auch noch da war) war nur eine Episode. :thumbsdown:

Eprimo kriegt jetzt erstmal eine Mail, dass sie den Stadtwerken von Anfang an Dampf machen sollen, weil's sonst Monate dauert. Vielleicht auch gleich noch ein bisschen Lob, dass sie mir nach Vertragsannahme eine PDF-Datei (mit Hinweis, dass dadurch die Umwelt geschont wird) geschickt haben, in der eindeutig und klar verständlich alles steht, was ich mit dem Vertrag so abgeschlossen habe (welche Zahlungen muss ich leisten, Preisgarantie und sowas). Eigentlich sollte das selbstverständlich sein, aber das digitale Zeitalter scheint bei vielen Energieanbietern noch nicht angekommen zu sein. Ich dachte eigentlich, die Zeiten, in denen man ein schriftliches Angebot per Post einholt, sich das dann bestätigen lassen muss und dann darauf basierend einen schriftlichen Vertrag schließt, seien vorbei. War wohl nix. :thumbsdown:



Danger. Contains Irony.

Klasse, Microsoft. In Editor (früher: Notepad) funktioniert der Shortcut Strg-Backspace (Wort vor dem Cursor löschen) immer noch nicht, trotz Windows 7.

Klasse, buecher.de. Danke für den Gutschein, der einen Tag, bevor er hier mit der Warenlieferung ankam, abgelaufen ist.

Klasse, Lenovo und Logitech. Wenn mein WLAN größere Datenmengen durch das Netzwerk schiebt, stört es meine Funkmaus so stark, dass ich kaum noch klicken kann.

Klasse, Stadtwerke Herne. Super kostenloser Rückrufservice, den ihr da habt. Echt sinnvoll, von einer Rückrufstelle aus zu versuchen, mich mit der Servicenummer zu verbinden, um mir dann nach einer Minute zu sagen, dass alle Leitungen belegt sind und ich es später nochmal versuchen soll.

Klasse, deutsches Recht. Danke, dass die Stadtwerke es gar nicht nötig haben, sich mit mir in Verbindung zu setzen, denn sie haben ja fünfzehn (15) Monate Zeit, meinem neuen Stromanbieter den Zählerstand mitzuteilen. Jetzt noch 13.



Mahnmal: Nachtrag

Ach, scheiß auf die defekte Taste, hab's ja letztendlich so hingekriegt dass alle, die ich brauche, funktionieren (also alle bis auf eine). Der Ebay-Fehlkauf heute war viel schlimmer. Überhaupt nervt mich momentan einiges an, allem voran ich selbst. Also sorry, dass es hier momentan nur so ne derbe Scheiße zu lesen gibt. Spätestens, wenn Habari fertig ist, wird das wieder toller, versprochen!