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Nicht ganz unverschuldet bin ich von Sumi mit einem 90er-Stöckchen beworfen worden. Es geht darum einige Erinnerungen an die 90er auszugraben - das betrifft bei mir ziemlich genau die Zeit von meiner Geburt bis zum Wechsel auf's Gymnasium. Ich bin mir nicht sicher, wie präzise die folgenden Angaben wirklich in diese Zeit fallen oder nicht schon später waren - aber auf jeden Fall war es witzig, mal wieder daran zurück zu denken. hahahah

Liebster Disneyfilm?

War ja klar dass es gleich mit etwas losgeht, was ich gar nicht so genau beantworten kann. Ich bin absolut kein Filmmensch und war es glaube ich auch noch nie. Ich erinnere mich noch an Fantasia, aber den hab ich erst 2001 im Musikunterricht gesehen. Gesehen habe ich bestimmt ein paar Filme, die damals aktuell waren, aber bleibenden Eindruck hinterlassen hat eigentlich keiner.

Liebste/r Musiker/in/Band?

Bei Musik ist das natürlich ganz anders. Die erste CD, die ich von eigenem Geld kaufte, war die Single Narcotic, der einzige wirkliche Erfolg von Liquido, die übrigens eine deutsche Band waren und auch noch ein paar andere brauchbare Songs geschrieben haben (und deren Mitgründer Tim Eiermann nun bei Deine Jugend spielt, die man sich auch gut anhören kann).

Der Song hat mich von da an mein Leben lang begleitet. Ich feierte ihn auf meiner ersten Party (und allen folgenden), es war eines der ersten Stücke, die ich am Schlagzeug lernte, und inzwischen kann ich jeden Part des Liedes übernehmen - alle vier Instrumente und auch solo sang ich es nun zweimal vor Publikum.

Liebste Süßigkeit?

Und damit kommen wir zu dem, was meine Kindheit lange dominiert hat: Pokémon! Aus gesundheitlichen Gründen war ich nie der große Süßkramesser, aber ich erinnere mich noch an diese Pokémon-Kaugummis... es gab einfach alles von Pokémon.

Pokemon-Kampf auf dem Gameboy

Liebstes Spiel?

Vor allem natürlich die Karten. Aktenordnerweise hab ich die gehabt (okay, ich habe sie immer noch). Keine Ahnung, ob das nun schon in den 90ern oder kurz danach war, jedenfalls nahm ich auch an Wettkämpfen teil. Ich übertreibe gerne mal etwas...

Videospiele waren damals jedenfalls noch gar nicht so das Thema. Zwar zockte ich Tomb Raider lange bevor ich die Altersgrenze erreichte, aber noch nicht zur Grundschulzeit. Auch bei anderen Playstation-Spielen bin ich mir nicht sicher, wann das anfing. Eines der ersten Spiele, die ich suchtete, war jedenfalls Crash Bandicoot. Fantastische Serie. Müsste ich eigentlich mal wieder auskramen...

Liebstes McDonald’s Juniortütenspielzeug? (Jaja, damals hieß das hierzulande noch nicht Happy Meal! :D )

Oha. Meine Erziehung war immer sehr Fastfood-feindlich, aber ich erinnere mich daran, dass die Schlümpfe immer attraktiv waren, weil die Beigaben in den Juniortüten im Vergleich zu den irrsinnig teuren im Laden zu erwerbenden Figuren, Häusern und anderem Zubehör recht großzügig ausfielen.

Liebstes Buch?

Oooh, Bücher. Ich weiß noch, wie ich die Bibliotheksangestellten verwirrte, weil ich darüber enttäuscht war, dass man nur 40 Medien gleichzeitig entleihen durfte. Ich verschlang Bücher wie das Krümelmonster Kekse. Highlights waren auf jeden Fall alle Netsurfer-Bücher und später Level 4: Die Stadt der Kinder und die Mystery Park-Serie. Fantastische Geschichten. hahahah

Liebstes Klamottengeschäft?

Das ist etwas, was sich bis heute gehalten hat: Kleidung ist mir ausgesprochen egal.

Liebste Zeichentricksendung?

Erwähnte ich, dass ich Pokémon suchtete? ;) Dabei gehöre ich auch zu der Fraktion, die nie etwas anderes toleriert hat. Digimon, Dragon Ball, Naruto und was es nicht alles gab - keine Chance.

Was hast du nach der Schule im Fernsehen angeschaut?

Da die ganzen Animes zu schülerfreundlichen Zeiten liefen, entsprechend: siehe oben. :D

Ich bin ein Serienjunkie. Und als es letztens Montag war und ich keine neue Folge irgendeiner Serie konnte, organisierte ich eine alte Folge Two And A Half Men. Und stellte fest, dass es nicht nur sehr unterhaltsam ist, sondern außerdem von Chuck Lorre, dem Autor von Big Bang Theory, geschrieben wird. Der wiederum hat auch mal eine Folge CSI geschrieben. Genau wie Quentin Tarantino, über den ich noch zuvor einen Artikel gelesen hatte - weil von ihm auch "From Dusk Till Dawn" ist, ein Film, der mir vorgeschlagen wurde, als ich auf der Suche nach Serienmaterial war.

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Ebenfalls über einen Artikel bin ich über einen lange vergessenen Song gestolpert. Ich war gerade mal wieder fasziniert von Olivia Wilde in ihrer Rolle als "13" in Dr. House und las nach, wo sie noch so mitgespielt hat. Unter anderem in einem Musikvideo von Dashboard Confessional, die an sich schon eine merkwürdige Rolle haben - sie tauchen immer wieder völlig zusammenhanglos in irgendwelchen Themen auf, mit denen ich mich gerade beschäftige. Und ihren Song "Stolen", zu dem besagtes Video gehört, kannte ich auch schon. Davon gibt's nämlich auch eine Version mit Juli - da sind mir Band und Song zuletzt begegnet, bei der Recherche was Juli eigentlich so gemacht haben die letzten Jahre.

Die obige Aussage stammt aus einem Kommentar zu diesem Artikel. Es geht dort darum, dass man im Internet immer mehr krass bearbeitete Fotos findet und immer weniger pure Aufnahmen, an denen nicht viel geschraubt wurde. Das sehe ich soweit erstmal auch so, aber die obige Aussage hat mich nachdenken lassen.

Als erstes ist mir eine Parallele aufgefallen: Das Fernsehen. Wie sehr schlagen sich die Privatsender um die beste Unterhaltung, während ich immer wieder höre, dass Dokumentationen nicht gerne gesehen werden. Ich habe selbst keinen Fernseher, denke aber, dass das durchaus ein Trend ist. Bei der Fotografie ist das mit der Motivauswahl nicht ganz so einfach, dafür kann man dort aber z.B. mit HDR-Aufnahmen beeindrucken.

Der "Gigantismus", wie der Autor des Artikels es nennt, findet sich auch in anderen Bereichen. Jahrelang habe ich mich intensiv mit technischen Dingen beschäftigt, besonders mit PC-Hardware, konnte jeden beraten und für jeden Wunsch einen PC zusammenstellen. Inzwischen bin ich da ausgestiegen, weil die Entwicklung in manchen Bereichen stagniert und in anderen dafür rasend weitergeht, es muss immer schneller gehen und wenn nicht schneller, dann wenigstens mehr, bunter oder "echter".

Bei der Fotografie merkt man, dass der Drang nach Perfektion ein allgemeiner Trend ist, wenn man selbst unbearbeitete Fotos macht und die herumzeigt. Ich treibe mich gar nicht viel in irgendwelchen Communitys herum, aber auch von Bekannten kriege ich immer wieder mal zu hören, was ich eigentlich für schlechte Aufnahmen machen würde. In Bearbeitung war ich nie gut und ich weiß auch gar nichts über Photoshop, es hat also schon ganz pragmatische Gründe, dass ich meine Fotos quasi gar nicht bearbeite. Außerdem fotografiere ich überwiegend Konzerte, bei der Fotomasse, die dabei entsteht, ist eh kein Platz für mehr Bearbeitung als automatische Helligkeit und zuschneiden.

Bei der Hardware muss man gar zu den anderen gehen. Das Konkurrenzdenken, wer den fettesten PC hat, hat inzwischen selbst in meiner Lanpartytruppe weitgehend aufgehört. Aber es gibt ja Microsoft und andere Softwarehersteller, die meinen, wo ja jeder einen modernen PC hat, kann man sich ja bei den Ressourcen bedienen. Ich erinnere mich noch daran, wie ich Windows ME benutzte, was vom Betätigen des Einschalters bis zum nutzbaren Desktop 8 Sekunden brauchte. Windows 7 braucht heute mehr als eine Minute, bis ich mich überhaupt anmelden kann, obwohl der Rechner in allen Bereichen mehr als doppelt so gut ausgestattet ist wie der damals.

Da mich das ähnlich nervt wie den Autor des eingangs verlinkten Artikels, gehe ich bei der Fotografie gerade zwei Wege, um davon Abstand zu gewinnen. Erstens fotografiere ich analog. Das verhindert Bearbeitung (für mich), produziert Fotos, bei denen niemand erwartet, dass ich sie bearbeite, und hilft mir gleichzeitig noch, außerhalb von Konzerten nicht auch ständig den Auslöser gedrückt zu halten und jedes Motiv zehnmal zu fotografieren.

Zweitens sichte ich alte Fotos nochmal. Ich fotografiere seit sieben Jahren, seit drei mit einer Spiegelreflex, und anfangs habe ich wirklich gar nichts gemacht mit den Fotos. Beim nochmaligen Sichten fliegen erstens nochmal viele dieser Mehrfachaufnahmen des gleichen Motivs raus, das stellt schonmal die guten Fotos besser dar. Dann werden die, die über bleiben, teilweise zugeschnitten - dafür habe ich schließlich ein Dutzend Megapixel. Und während ich das mache, merke ich erstmal, wie viele gute Fotos ich eigentlich schon gemacht habe. Und daran sehe ich: Es ist gar nicht so ein Wunderwerk, beeindruckende Fotos zu machen, wie man sie auf diversen Websites findet. Man findet sie bloß immer direkt zu Hunderten - dass man das alleine nicht in ein paar Jahren anhäuft, ist doch vollkommen normal. Das muss einem nur erstmal bewusst werden.

Bei Konzerten werde ich weiterhin 300 Fotos machen, 250 löschen und 50 so behalten wie sie sind. Das ist der Dokumentationsteil. Wenn da etwas nicht schön ausgeleuchtet oder nicht ganz scharf ist, ist das halt so, das Wichtige sind eh die Erinnerungen, die an dem Foto hängen. Und für Fotos, die wirklich gut aussehen, muss ich mal wieder mehr unterwegs und draußen fotografieren. Dann ergibt sich das schon. hahahah

Die Beitragsserie "Musik-Neuentdeckungen" erscheint an jedem Monatsersten und stellt die Lieder vor, die ich während des vergangenen Monats für mich entdeckt habe. Das können neue Lieder sein oder alte, bekannte oder unbekannte. Die Serie dient vorwiegend als Gedächtnisstütze und Recherchehilfe für mich selbst, darf aber natürlich gerne auch als Inspiration für meine Leser dienen neue Musik zu entdecken.

Die Serie ist erkennbar am Tag "musikneuentdeckungen" und am grünen Logo auf Übersichtsseiten. Wie die anderen Serien wird auch diese außer in der Einzelansicht nur mit einem Logo dargestellt, um weniger Platz zu verbrauchen.

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Der Privatsender RTL plant, eine Doku-Soap mit dem Titel "Erwachsen auf Probe" auszustrahlen. In dieser Sendung werden Jugendlichen Säuglinge, Kinder und Teenager anvertraut, damit die Jugendlichen, die in Erwägung ziehen selbst Eltern zu werden, schonmal "ausprobieren" können, wie es ist, Verantwortung zu übernehmen. Die Idee mag ja interessant sein, schließlich werden immer wieder Jugendliche unvorbereitet Eltern, jedoch werden für die Dreharbeiten zu dieser Sendung die betroffenen (Klein-)kinder ihren Eltern entrissen. Gerade bei Säuglingen kann dies schwere Schäden nach sich ziehen. Psychoanalytische Forschungen belegen, dass Kleinkinder intensiven Kontakt zu ihren Eltern benötigen, um sich korrekt zu entwickeln. Daher habe ich folgende Mail an das zuständige RTL-Team verfasst und fordere alle meine Leser auf, dies ebenfalls zu tun.

An

Frank.Rendez@rtl.de

henning.walther@rtl.de

mandy.berghoff@rtl.de

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Sicherheit ist es eine schwierige Aufgabe, anspruchsvollen Zuschauern ein unterhaltsames Programm zu bieten. Mir ist durchaus bewusst, dass Sie bei RTL, einem Privatsender, eine andere Zielgruppe und andere Programminhalte als die öffentlich-rechtlichen Sender haben. Dennoch finde ich, dass Sie mit der Sendung "Erwachsen auf Probe" zu weit gegangen sind. Sie entreißen Kinder im Säuglingsalter ihren Eltern, um eine Doku-Soap zu produzieren.

Nicht nur Freund und Erikson, die vielleicht bekanntesten Psychoanalytiker, haben nachgewiesen, dass solche Ereignisse in der schwierigen Phase der frühen Kindheit zu schweren Traumata führen können. Kleinkinder müssen ein starkes Vertrauen zu ihren Eltern aufbauen, damit ihre spätere Erziehung erfolgreich sein kann. Mit den Dreharbeiten zu Ihrer Sendung stören Sie dieses Vertrauen!

Es sei dahin gestellt, ob es korrekt ist, Menschen, die selbst Entscheidungen treffen können, in populistischen Sendungen zu zeigen. Kleinkinder und Säuglinge jedoch können und werden definitiv nicht darüber entscheiden, ob sie an einer Fernsehsendung teilnehmen können. In Anbetracht dieser Tatsache und aufgrund der zahlreichen Untersuchungen zu frühkindlicher Entwicklung fordere ich Sie auf, die Dreharbeiten zu dieser Sendung ungeachtet der potentiellen Einnahmen einzustellen und die bereits gedrehten Folgen nicht auszustrahlen. Anderes Handeln wäre unverantwortlich und moralisch verwerflich.

Diese Nachricht wird auch im Internet veröffentlicht. Sie finden sie unter [Link zu diesem Post] .
Mit freundlichen Grüßen,
Christian Gredig

Quelle u.a. Spiegel
Idee zum Protest Wise Guys

Meine E-Mail habe ich aufgrund eigenem Wissen und eigenem Entsetzen verfasst und nicht, weil ich die Wise Guys so toll finde. Das nur am Rande.

Update, 3.6.09 17:47: Bisher keine Reaktion außer einer Abwesenheitsnotiz.


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