Alle Artikel zu #trigami


Was aus Trigami wurde

Die wenigen Trigami-Artikel, die hier im Blog erschienen sind, sind in der Menge der anderen nicht besonders aufgefallen. Außerhalb des Blogs hat aber jeder einzelne Eintrag eine Menge Staub aufgewirbelt... und inzwischen habe ich meinen Trigami-Account gelöscht, aus mehreren Gründen.

Zum einen habe ich nicht die Zeit und die Nerven und die Disziplin, in einer immer recht kurzen Zeitspanne mich um einen Produkttest zu kümmern und einen gescheiten Artikel zu produzieren. Die Umstände sind teilweise recht schlecht, Produkte kommen zu spät oder sowas und dann wird's Hetzerei. Will ich nicht, brauche ich nicht. Trigami ist mit den Fristen zwar recht kulant, aber dauerhaftes schlechtes Gewissen ist Mist.

Dann sind da die vielen Auflagen. Formulierungen, die verwendet werden müssen, Links, die gesetzt werden müssen. Es soll immer so geschrieben werden, als wäre es ein normaler Produkttest und kein von Trigami initiierte. Wird ein Wort über Trigami im Testartikel verloren, gibt's Ärger. Manche Kampagnen geben sogar vor, dass man direkt für das Produkt werben soll, die kann man aber ablehnen.

Dann ist das die Flut von schwachsinnigen Kampagnen, die man angeboten bekommt. Ich habe so viel Kram bekommen, der nicht auf mein Blogprofil passt, dass ich den Eindruck habe, Trigami sucht teilweise echt verzweifelt nach Bloggern, die mitmachen. Oder die Firmen haben zuviel Geld und lassen ihre Kampagne immer an alle Trigami-Teilnehmer versenden. Auch das ist jedenfalls ein weiterer Nervfaktor.

Trigami war ein nettes Experiment. Letztlich hat es mir aber zu viele Verbindlichkeiten. Ich will mit meinem Blog Spaß haben, kein Marketing betreiben. Und das mit dem "Geld verdienen", womit man geworben wird, ist eh nicht ernst zu nehmen, die meisten Kampagnen beschränken sich auf die Produkte, die man bekommt. Wenn man an denen dann nicht interessiert ist, ist der Anreiz weg. Unter so vielen Auflagen teste ich keine Produkte aus Spaß an der Freude. Also... bye bye, Trigami.



Testbericht: LED-LENSER M14

[Trigami-Review]

Vor einiger Zeit erhielt ich die Gelegenheit zu einem ganz besonderen Produkttest: Die multifunktionale Taschenlampe Zweibrüder LED Lenser M14 sollte getestet werden und ich wollte mich mit J. zusammentun, um Capture The Flag im "Real Life" zu organisieren. Kurz zum Spiel: Zwei Teams spielen gegeneinander; zu jedem Team gehören eine Flagge und ein Start- und Sammelpunkt. Das Ziel ist es, die gegnerische Flagge von deren Sammelpunkt zu stehlen und zum eigenen Sammelpunkt zu bringen, ohne dass dabei die eigene Flagge verloren geht.

Jan ist nicht nur Gamer und CTF-Spieler, sondern auch Geocacher. Dunkle Umgebungen in schwierigem Terrain sind ihm also nicht fremd, und wenn man nachts nach kleinen Hinweisen, Markierungen oder Gegenständen sucht, ist es hilfreich, dabei lichttechnisch gut ausgestattet zu sein.

Es hatte geschneit und wir trafen uns bei Einbruch der Dunkelheit in Gelsenkirchen an der Halde Rungenberg. Leider war die Planungszeit recht kurz, so dass wir nur zu fünft waren und keine vernünftige Kamera hatten. Einige Taschenlampen, darunter natürlich auch die LED Lenser, ein Smartphone und zwei abgenutzte Drumsticks mit Geschirrtuchfahne mussten also fürs erste reichen.

Der Schnee war glücklicherweise zwar ein bisschen, aber nicht wirklich angetaut, so dass der Aufstieg sehr einfach war, weil wir durch den tiefen Schnee guten Halt hatten. Es gibt zwar auch angelegte Wege, aber die waren uns nun wirklich zu lang. Einige Ebenen höher genossen wir erstmal die Aussicht und testeten die Reichweite der Taschenlampen; damit hörten wir aber schnell wieder auf, weil wir Angst hatten, die Autofahrer unten zu blenden, da die Taschenlampen selbst unten auf der Straße noch deutlich zu sehen waren. Die angegebene Reichweite von 280 Metern glaube ich dem Hersteller.

Ich hatte in der Bewerbung für den Produkttest verschiedene Vorteile der LED Lenser für Capture the Flag genannt; diese haben wir natürlich versucht ins Spiel einzubringen. Dazu gehörte zum Beispiel die Stroboskopfunktion (im "Defense Mode"), um Gegner abzuwehren. Für das Spiel erwies sich die als absolut nutzlos, da wir quasi alle mit einer solchen Funktion ausgerüstet waren; allerdings blendet das in der Dunkelheit wirklich sehr. Kann man aber auch schon bei halb so teuren Taschenlampen bekommen.

Dann waren da die verschiedenen Helligkeitsmodi für das LED-Licht. Man kann hier umschalten zwischen 15% und 100% Helligkeit, stufenlos dimmen sowie kurzzeitig 120% der Normalleistung erreichen. Was sich nett anhört, ist draußen bei Dunkelheit nur noch halb so nützlich. Für das Spiel dachte ich, man würde weniger schnell gesehen werden, wenn man nur 15% der Helligkeit verwendet; 15% der unglaublichen Lichtleistung sind aber immer noch sehr hell, daher war jede Tarnung dahin, sobald die Taschenlampe in irgendeiner Helligkeit an war. Das Dimmen erwies sich außerdem als etwas schwierig. Diese Funktionen sind wohl eher in einer nicht völlig dunklen Umgebung nützlich und helfen dann, die Akkulaufzeit zu maximieren.

Als weiteres groß beworbenes Feature verfügt die LED Lenser über eine Einhandfokussierung. Das bedeutet, dass man den Lichtkegel von weitreichend und schmal bis hin zu breite Ausleuchtung eines eher nahen Bereichs verstellen kann. Das funktioniert durch Verschiebung des Lampenkopfes und lässt sich tatsächlich mit einer Hand bewerkstelligen; aber nur mit recht großen Händen ohne Handschuhe, außerdem ist es wesentlich schwieriger den Lampenkopf zu sich hin zu ziehen (breiter Lichtkegel) als ihn nach vorne zu schieben (schmaler Lichtkegel). Das Advanced Focus System wirbt außerdem mit einem besonders gleichmäßigen Lichtkegel im defokussierten Bereich und einem besonders hellen Licht im fokussierten Zustand. Dabei verliert niemand ein Wort darüber, dass der Lichtkegel dazwischen - man kann ja schließlich stufenlos fokussieren - einfach bescheiden aussieht, weil es überall Schatten gibt.

LED_Lenser_M14_Produktbild.jpg Unser Capture The Flag-Spiel ist definitiv eine lustige Aktion mit viel Spaß geworden, nur die innovative LED-Taschenlampe konnten wir dabei nicht wirklich gewinnbringend einsetzen. Als Outdoor-Taschenlampe allgemein ist die LED Lenser M14 aber zweifelsfrei eine große Hilfe. Interessant ist dabei zum Beispiel auch, dass diese Lampe im Gegensatz zu quasi allen anderen über zwei verschiedene Energiemodi verfügt. LED-Taschenlampen sind oft mikrocontrollergeregelt, damit der Lichtstrom konstant bleibt, egal wie voll der Akku ist. Irgendwann steht man dann aber plötzlich im Dunkeln. Andere Modelle leuchten immer schwächer, je leerer der Akku ist. Die M14 lässt den Benutzer wählen und kann dank Smart Light Technology beides. Außerdem gibt es eine Warnung durch Blinklicht, bevor der Akku zu schwach wird.

Die LED Lenser M14 ist definitiv eine leistungsstarke, hochwertige Taschenlampe. Sie verfügt über eine Menge Funktionen und erreicht im Idealfall eine Akkulaufzeit von bis zu 96 Stunden. Aufgrund des Preises von 120€ ist sie aber nur für Leute geeignet, die alle diese Funktionen auch benötigen. Eine lange Akkulaufzeit in Kombination mit sehr hoher Lichtstärke bekommt man z.B. bei Fenix für das halbe Geld. Zu beachten sind auch das hohe Gewicht und die Notwendigkeit von vier Akkus - in der Hosentasche macht die LED Lenser sich nicht gut. Ein Gürtelclip wird allerdings mitgeliefert.

Zum Schluss die Videos von unserer CTF-Aktion. Leider hatten wir recht wenig Zeit zur Planung, so dass wir keine normale Kamera nutzen konnten und auf ein Smartphone zurückgreifen mussten. Die Qualität ist entsprechend... sehr schade. Vielleicht wiederholen wir das bei Gelegenheit mit besserer Technik.

Videos: 1 2 3 4



3D-Laser-Foto - Gag oder Geschenkidee?

[Trigami-Review]

Kürzlich hatte ich die Gelegenheit, ein sehr exklusives Fotoprodukt zu testen: Looxis ist ein Dienstleister, der Fotos in 3D modelliert und in Glas lasert. Es gibt verschiedene Größen, je nach Größe passen dann z.B. mehr Personen auf das Foto, was man lasern lassen möchte.

So recht vorstellen konnte ich mir darunter nicht wirklich etwas. Die Beispielfotos sahen zwar alle ganz interessant aus, aber irgendwie war das alles nicht greifbar für mich. So wählte ich zuerst ein Foto, was nicht für die Modellierung geeignet war, eine Aufnahme von der Ostsee mit einer Boje und Inseln im Hintergrund. Es sollte ein Geschenk für Verwandte werden, die so oft sie können ans Meer reisen, das Motiv wäre sicher gut angekommen.

Ein paar Minuten nachdem ich meine Bestellung aufgegeben hatte, bekam ich einen Anruf. Man wunderte sich bei Looxis über das Foto und hatte den Eindruck, ich hätte nicht verstanden was dort eigentlich gemacht wird - damit lag der freundliche Mensch völlig richtig. Ich ließ mir erklären, dass das Angebot des 3D-Fotos für Aufnahmen von konkreten Objekten gedacht ist, eben Personen, Häuser, Haustiere. Der Hintergrund wird dabei entfernt. Ich wählte also ein anderes Foto, diesmal einen Leuchtturm, der über einer Häusergruppe herausragt.

Der Bestellprozess ist ziemlich einfach. Die Auswahl des Produktes (neben verschiedenen Quadergrößen gibt es auch noch Flachglas-Varianten) und des Fotos erfolgt unkompliziert, man kann das Foto noch rudimentär bearbeiten, was einfach zu bedienen ist und gut funktioniert. Die gängigen Formate für Grafiken werden akzeptiert, die zulässigen Größen bewegen sich in einem vernünftigen Bereich (400x400 bis 4000x4000). Witzlos ist die unvermeidliche "ähnliche Produkte"-Box im Warenkorb, bei einer so kleinen und vor allem spezialisierten Produktpalette ist das ziemlich sinnlos.

Manche Bezeichnungen könnten verwirrend sein, so werden beispielsweise zwei Dateien angegeben, eine ist offensichtlich die bearbeitete Variante. Das müsste man dem Kunden nicht unbedingt anzeigen. Am Preis ist aber klar erkennbar, wieviele Objekte man bestellt. Der Preis im Warenkorb war niedriger als zuvor angegeben - ich denke, dies liegt an der Nichtverwendung eines Textes, denn man kann einen Text angeben, der dann wohl mitgelasert wird, das habe ich nicht genutzt.

Der Versand erfolgte dann per DPD, was extrem schnell ging. Das Paket war kompakt und doch mit reichlich Verpackungsmaterial gefüllt. Im Verpackungsmaterial fand ich die angekündigte Geschenkbox. Dann kam der Moment der Wahrheit, ich war gespannt was mich erwartet, und das ist keine Floskel weil es ein Produkttest ist... Geschenkbox aufklappen, Mikrofasertuch rausnehmen, Foto im Glas entnehmen (schweres Teil!), zack, erstmal beschlagen. Klar, der Paketbote kam aus Eiseskälte. Also vorsichtig abwischen und staunen.

Vorderansicht mit BeleuchtungVorderansichtAnsicht von linksAnsicht von hintenAnsicht von rechts

Ungelogen, ich bin schon beeindruckt. Besonders von vorne sieht das Ergebnis echt cool aus. Ich hätte es mir größer gewünscht, aber vermutlich aufgrund der Tiefe des 3D-Modells ist seitlich und oben ziemlich viel Platz. Ansonsten war das Motiv eine gute Wahl, die Hausdächer und der Leuchtturm selbst kommen sehr schön raus.

Der Glaskörper selber wirkt tatsächlich sehr hochwertig. Looxis wirbt immer wieder mit Viamant-Glas - leider wird erst in der mitgelieferten Beschreibung deutlich warum (oder ich habe es auf der Website übersehen). Das Glas ist wenig anfällig für Fingerabdrücke und ähnliches, es gibt keine farblichen Schimmer oder Schlieren.

Ich habe jetzt die Mega-Variante bestellen können - laut Beschreibung geeignet für 1-4 Personen. Kostenpunkt mit Text: 119€ (ohne, also so wie meins auf dem Foto, 100€). Der Quader ist dabei 11x7,5x6,5cm groß (BHT). Das Angebotsspektrum reicht 5,6x3,5x3 (21,90€) bis 20x15x10 (199€). Außerdem bietet Looxis weitere Produkte wie Fotos in Flachglas, im Herz oder im Schlüsselanhänger. Weitere Informationen zum Produkt auf der Anbieter-Website.



Konzertheld.de und Trigami

Nachdem ich den vorhergehenden Post über die Swiss Post Box veröffentlicht und bei Trigami eingetragen hatte, bekam ich Post. Man bat mich, einige Mängel zu beseitigen... z.B. die [trigami]-Kennzeichnung im Titel und den Hinweis darauf, dass die Links und Bilder von Trigami vorgegeben wurden. Man würde die Vergütung kürzen oder streichen müssen, wenn der Artikel nicht angepasst würde.

Naja, da ich nicht vorhatte, im Auftrag Werbeartikel zu schreiben, habe ich denen mal zurück geschrieben warum ich das gemacht habe, das Ergebnis ist, dass ich gebeten wurde, mein Feedback zu Trigami in einen eigenen Artikel zu verpacken, natürlich dürfe ich sowohl Trigami als auch dem Produkt kritisch gegenüber stehen, aber bitte getrennt.

Na gut. Ich habe jetzt mal die Passagen, die auf Trigami verweisen, rausgenommen und stattdessen auf eine Fußnote verwiesen, in den ich wiederum auf diesen Artikel verweise. Daher also hier nochmal ein paar Worte zum Ablauf der Kampagne.

Im Prinzip funktioniert es wie folgt: Trigami informiert Blogger, dass Kampagne X vorliegt, gibt ein paar Informationen (Welches Produkt, wie hoch ist die Vergütung) und setzt eine Bewerbungsfrist. Blogger bewirbt sich. Firma hinter dem Produkt akzeptiert Bewerbung. Blogger erhält Produkt, testet und bloggt. Blogger meldet Artikel bei Trigami an, Trigami nickt ab und Blogger bekommt Geld. Die "Treuhandfunktion" die Trigami sich dabei zuschreibt beschränkt sich wohl darauf, dass Trigami das Geld von der Firma bereits erhalten hat und es den Bloggern auf jeden Fall weiterreichen kann.

Was ich vorher nicht wusste war in welchem Ausmaß Trigami bzw. der "Advertiser" (die Firma, die Trigami den Auftrag gegeben hat, Blogger zu finden - Trigami vermittelt ja nur) Inhalte vorgeben. Man ist zwar im Prinzip in seiner Meinung freigestellt - dennoch werden einige Links, Bilder und Stichworte vorgegeben, die man verbauen muss. Und wenn der Artikel mit "Jetzt zur Swiss Post Box" enden muss, kann man schonmal diskutieren in wie weit der Artikel meine Meinung widerspiegelt... das Logo und alle Links (außer denen, die zu Flickr oder zu diesem Artikel führen) stammen von Trigami.

Übrigens gibt's zum Artikel noch einen Nachtrag - die Swiss Post hat nämlich nochmal gefailt. Mein Scan ist durch, aber meine Kündigung zum Monatsende wurde sofort umgesetzt und der Account war schon dicht als ich mir den Scan ansehen wollte...



Swiss Post Box - Elektronischer Briefkasten scannt Papierpost

[Trigami-Review]1

So, in den letzten drei Wochen hatte ich also Gelegenheit mit einem Produkt der Schweizer Post Bekanntschaft zu machen. Die Swiss Post Box ist das Gegenstück zur aktuellen Aktion der Deutschen Post - statt Mails auszudrucken und auf Papier zu verschicken kann man hier Dokumente scannen lassen und diese dann per Mail erhalten. Ein elektronischer Briefkasten. Klingt nach einer interessanten Idee, leider hatte ich nur eben diese drei Wochen zum Testen, mehr Zeit gab man mir nicht.1

Post einscannen könnte eine simple Sache sein... bei der Post Schweiz hat man sich gut überlegt, wie simpel es wirklich ist, und wieviel Geld die ganzen Leistungen wert sind. Das Produktvideo zeigt das ein oder andere Feature... ich zeige mal die Praxis. Im Groben funktioniert es so, dass die Post an eine feste Adresse geschickt wird (was ja an sich ganz nett ist, zieht man um, ändert sich die Adresse nicht), dort wird der Umschlag gescannt und dann auf Wunsch geöffnet und der Inhalt gescannt, weggeworfen oder ungeöffnet an eine hinterlegte echte Adresse weitergeleitet. Das scheitert oft schon daran, dass man eine Postboxnummer angeben muss, so dass (wie leider auch bei der Packstation der Deutschen Post) der Dienst manchmal mangels Adressfeld gar nicht genutzt werden kann. Die Deutsche Post löst das so, dass sie erlauben, die Postnummer mit in eine andere Zeile zu schreiben, wie die Schweizer Post das handhabt, weiß ich nicht.

Logo der schweizer postAm 17.8. habe ich meine Bewerbung abgeschickt, am 18.8. wurde ich angenommen und am 21.8. fragte ich mich, wo eigentlich der Gutscheincode blieb, mit dem ich mich kostenlos registrieren können sollte. Schließlich kostet das Abo, was ich testen sollte, normalerweise 30CHF im Monat. Das kostenlose Abo beinhaltet kein Inklusivvolumen für Umschlagscans, jeder Scan kostet dann 1.15CHF. Außerdem sind die Gebühren für den Nachversand an eine echte Adresse höher.

Am 24.8. (inzwischen sind schon 5 der 21 Tage, die ich zum Test habe, vergangen) tauchte der Gutscheincode in den Kampagneninformationen auf und etwas später kam auch eine Mail die darauf hinwies. Ich registrierte mich also, der Code wurde akzeptiert, von dem in der Kampagne angekündigten Erlass der Setupgebühren (25CHF) war erstmal keine Rede. Das Sicherheitsverfahren meiner Kreditkarte (zur zusätzlichen Verifizierung des Inhabers) wird nicht unterstützt. Am 27.8. erhielt ich dann endlich das Willkommenspaket mit dem PostIdent-Formular, welches erforderlich ist, damit die Schweizer Post meine Post annehmen darf. Am 31.8. hatte ich dann auch mal Gelegenheit zur Post zu gehen und das Formular abzuschicken. Die Mitarbeiterin fand es noch merkwürdiger als, dass die Schweizer Post eine deutsche Identifikation haben möchte, und wusste auch nicht so recht was sie tun sollte, denn normalerweise gehört zum PostIdent-Verfahren ein vorfrankierter Umschlag, in dem das Formular zurückgeschickt wird. Wir haben uns dann dafür entschieden, das PostIdent-Dings mit in den Umschlag mit den allgemeinen Informationen, die ich noch unterschreiben musste, zu stecken, das kostete mich 3,40€ (Versand in Nicht-EU-Ausland). Nochmal Gebühren, die mir laut Kampagnenausschreibung erstattet werden sollen. Es sind 12 Tage vergangen und ich habe noch nicht einmal Gelegenheit gehabt das Produkt zu testen.

6.9., Christian Gredig bestellt noch mehr Gerümpel beim Bundestag, da bisher kein Lebenszeichen aus der Schweiz bzw. aus Bamberg, der Adresse meiner Wahl, kam. 10.9., der helle Wahnsinn, die am 8.9. abgeschickte Sendung ist angekommen. Man bekommt dann ne Mail mit Verweis auf die Loginseite, die Postübersicht sieht dann so aus (am besten großklicken, Picasa):

swisspostbox-screen2swisspostbox-screen1

Tja, einen Tag vor Ablauf der Frist hat's dann doch noch geklappt, dass ich eine Sendung erhalten habe. Vielen Dank für den großzügigen Zeitraum und die schnelle Abwicklung. -.- Jetzt sitze ich also hier und blogge und kann gar nicht viel zu den konkreten Leistungen sagen... aber2:

  • Dieser Dienst ist so teuer, dass ich ihn ohnehin nicht nutzen würde. Ich weiß ja nicht, welche ihrer Zielgruppen die ernsthaft erreichen wollen - aber ich würde jetzt normalerweise als Nicht-Tester 30CHF im Monat zahlen (z.Zt. gut 23€) und das einzige, was kostenlos wäre, wären die ersten 100 Umschlagscans ohne Öffnen und das Wegwerfen oder Shreddern der Post. Jedesmal, wenn ich meine Post sehen will, kostet mich das entweder 1,95CHF für das Scannen oder 3CHF PLUS Porto für's Nachsenden.
  • Es dauert einen Tag länger als normal, bis ich überhaupt erfahre, dass ich Post bekommen habe.
  • Der Knaller: Man wirbt mich damit, ich könne mobil z.B. meine Geschäftspost empfangen - und dann erlaubt sich der Dienstanbieter, bis zu drei Tage (!) für das Scannen zu brauchen.

Mag ja sein, dass das alles ganz gut funktioniert, der Scan des Umschlags sah ganz ordentlich aus, aber unter den Bedingungen wäre es ja billiger und schneller, wenn ich alle zwei Tage meine Geschäftsreise unterbreche, nach hause jette und die Post selbst öffne... so nicht, Leute. Das ist nicht innovativ, toll und eine Vereinfachung meines Lebens. DEN Aufwand ist es mir nicht wert, alle paar Jahre wenn ich mal umziehe niemandem meine neue Adresse mitteilen zu müssen. So reich bin ich nicht. So viel Geld möchte sicher auch nicht jeder Geschäftsmann zum Fenster rauswerfen. Und iPhone-App hin oder her, das macht auch nur den einen Klick "bitte scannen" oder "bitte wegwerfen" schneller, nicht das scannen. Ein Hohn:

Jetzt zur Swiss Post Box1

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1 Weitere Informationen zum Thema: Konzertheld.de und Trigami

2 Ich glaub, meine alte Biolehrerin hat mich beeinflusst, ich stelle ständig Dinge in Listen dar, die nur Sätze listen ohne sie aneinanderzureihen. Hieß damals "Flussdiagramm" und wurde beschrieben als "Eigentlich sind es Stichpunkte, aber man macht n Pfeil dran und dann sieht es besser aus." ^^

Nachtrag 13.09.2010 15:30: Ich hatte der Swiss Post eine Kündigung zum Monatsende geschickt. Heute erhielt ich gleich drei Nachrichten: Meine Sendung wurde gescannt, meine Kündigung ist eingegangen und mein Account wurde heute geschlossen. Was verstehen die bitte unter Monatsende? Jetzt kann ich nichtmal mehr den Scan der Sendung ansehen, die dort eingegangen ist...