Konzertheld rockt den Fotograben

Das Konzert von den Sounds, von dem ich gestern berichtete, war nicht nur besonders gut, sondern auch in anderer Hinsicht interessant - es war mein erstes, bei dem ich als offiziell akkreditierter Fotograf im Fotograben war. Die vorgegebene Regelung für The Sounds war, bei den ersten drei Songs zu fotografieren und danach die Kamera wegzubringen. Vor Ort war aber alles etwas anders...

Das fing schon damit an, dass ich die ganze Zeit dachte, mit "Fotopass" sei "Lichtbildausweis" gemeint. Hielt also immer schön meinen Perso bereit, um mich auszuweisen. Das hat aber niemanden interessiert, da hätte jeder hingehen und sich für mich ausgeben können... abgesehen davon war das Reinkommen über die Gästeliste aber kein Problem, nebenbei gab's noch die Info, dass für die Vorbands keine besondere Regelung besteht was das Fotografieren angeht und dann rein.

Drinnen haben wir dann erstmal unseren Krempel zur Garderobe gebracht und irgendwann gemerkt, dass unten plötzlich nicht mehr einfach Musik lief, sondern zwei auf der Bühne standen. Es dauerte bis fast zum Schluss, bis wir merkten, wer - der einzige Name auf der Bühne war "Kids At The Bar" auf einem Laptopdeckel, aber die beiden Typen, die gerade spielten, waren The Limousines - Kids At The Bar war der DJ, der anschließend in der Umbaupause auflegte. Wäre ja nicht schlecht, wenn man als Band zwischendurch mal darauf hinweisen würde, wer man eigentlich ist... jedenfalls hat es da noch niemanden interessiert, dass ich fröhlich aus dem Publikum fotografierte, und so entstanden einige der besseren Fotos schon bei der Vorband The Limousines.

Danach bin ich dann nach vorne, wo mir der Security-Mensch am Fotograben erstmal das Prinzip mit dem Fotopass erklärte... in der Dunkelheit hatte ich den für eines der üblichen Merchandise-Giveaways gehalten und in die Jacke gesteckt, die ich dann direkt mal holen ging. Ab da lief's entspannt, außer mir war niemand im Fotograben, dafür einige im Publikum, und der Security-Typ meinte auch noch, es sei kein Problem wenn ich danach weiter fotografieren würde. Da war mir dann aber doch mehr nach selber feiern.

Insgesamt eine sehr merkwürdige Sache... und alles viel einfacher und entspannter als ich erwartet hatte. Waren eben doch The Sounds im Skaters Palace und nicht Rock am Ring... bleibt als offene Frage, ob ich das bei Konzerten, die ich mir sonst sowieso ansehen würde, nochmal machen würde, denn die ersten drei Songs quasi zu verpassen war schon ziemlich ärgerlich. Einerseits ist es natürlich cool, die feiernde Menge mal komplett hinter sich zu haben und von vorne fotografieren zu können und zudem ganz nah an der Band zu sein, andererseits ist es eben nur das und jede Stimmung fällt zwangsweise weg, weil gleichzeitige fotografieren und pogen nunmal nicht geht. Mal schauen wie das weitergeht.



Info in eigener Sache

Normalerweise funktioniert der Spamfilter dieses Blogs sehr gut, so dass Kommentare von neuen Kommentatoren von mir moderiert werden müssen, aber nicht im Spam landen, wohingegen alles, was wirklich Spam ist, auch zuverlässig als solcher erkannt wird. Trotzdem habe ich bisher immer einen Blick auf den Spam geworfen, um false positives auszuschließen.

Bis vor ein paar Tagen. Seitdem kommen hier täglich dutzende Kommentare von irgendwelchen angeblichen Facebook-Profilen rein, die scheinbar sinnvolle Texte schreiben, die sich aber bei genauerem Lesen als völliger Blödsinn herausstellen und obendrein auf sonderbare Weise falsch geschriebene Worte enthalten. Da Facebook als Absender hier generell nicht akzeptiert wird, landen die alle im Spam, was aber die Spam-Masse so erhöht, dass ich nicht mehr alles Prüfen kann.

Wenn also mal ein Kommentar nicht freigeschaltet wird, ist das nicht unbedingt böse Absicht. In dem Fall einfach eine kurze Mail schreiben... und bitte keine Facebook-Daten angeben, die werden aller Wahrscheinlichkeit nach direkt für das Aussortieren des Kommentars sorgen.



Die Modernisierung der Ticketkontrollen

Schwarzfahren ist böse. Das dürfte jeder mitbekommen haben, der in den letzten zehn Jahren mit einem Bus, einer Straßenbahn oder einem anderen städtischen Nahverkehrsmittel gefahren ist. Schwarzfahren darf nicht bestraft werden, aber wer ohne gültigen Fahrschein fährt, zahlt ein "erhöhtes Beförderungsentgelt" (das übrigens, so der VDV, zu niedrig ist).

Um diese Entgelte einzutreiben, müssen Kontrollen her. Aber Kontrollen kosten Personal und Personal ist teuer, auch Auszubildende und 400€-Kräfte. Also kam vor einigen Jahren mal jemand auf die Idee, das könne ja der Busfahrer übernehmen. Die Idee war super, in kürzester Zeit wurde sie von allen lokalen Verkehrsbetrieben übernommen. Und fortan fuhren die Leute mit ihren Sparkassenkarten, Mitarbeiterausweisen und Schülerticket-farbenen Papierfetzen, während der Busfahrer Zeitung las und "mhm" brummelte. Busse kamen noch mehr zu spät, weil nun alle vorne einsteigen mussten, auc wenn der Bus vier Türen hatte, aber man hatte ein Kontrollsystem geschaffen und Kontrolle ist gut.

Einige Jahre später wurde klar: Die Busfahrer sind überfordert mit dieser Aufgabe! Es musste etwas her, was Kontrolle ermöglicht, ohne dass der Busfahrer alle Tickets auswendig kennen muss. Und da RFID-Chips gerade total im Trend waren, verpasste der VRR, der Verkehrsverbund im Ruhrgebiet, einer Auswahl seiner Abotickets einen solchen Funkchip und stattete die Busse mit entsprechenden Lesegeräten aus. Die waren am Anfang noch lustig fehleranfällig und meldeten bei jedem zweiten Ticket (nach dem fünfsekündigen Lesevorgang), es sei gefälscht oder defekt, aber nach einer Weile klappte das ganz gut und nun gibt es Pieptöne, wenn man am Eingang des Busses sein Ticket vor das Lesegerät hält.

Und nun steigen nicht nur Menschen ein, bleiben in der Tür stehen, um ihr Ticket rauszukramen, sondern halten es danach noch vor den Leser, der immer noch zwei Sekunden braucht um es zu lesen. Manche halten es auch vor einer der Haltestangen, weil in dem Bus, mit dem sie sonst fahren, das Lesegerät dort angebracht ist. Manche steigen ein, um ihrem Krempel abzuladen, und laufen danach ganz brav nach vorne, um ihr Ticket vor das Lesegerät zu halten (während der Busfahrer gerade die Zeitung liest, weil die Ampel rot ist). Und wieder andere fahren immer noch mit ihrer Sparkassenkarte, die sie dem Busfahrer hinhalten, denn es gibt ja genug Tickets, die keinen Chip haben - und der Busfahrer liest jetzt noch desinteressierter Zeitung, denn die Aufgabe der Kontrolle wurde ihm ja durch die Lesegeräte abgenommen.

Irgendwer kam mal auf die Idee, man könnte nur dann vernünftige Kontrollen realisieren, wenn man Drehkreuze in die Busse einbauen würde. Das wäre zwar auch eine Maßnahme, die bei den bisher vollkommen außen vor gelassenen Straßenbahnen funktionieren würde (wieso haben die eigentlich Sonderrechte?), aber realisierbar ist das wohl nicht, weil das Ein- und Aussteigen schlicht viel zu lange dauern würde. In London und Rom gibt es Drehkreuze - die sind dort aber nicht in den Fahrzeugen, sondern in den U-Bahn-Stationen. Das funktioniert dort sehr gut, weil die Lesevorgänge der Karten schnell vonstatten gehen und die Kontrollen eben in den großen Eingangsbereichen stattfinden, wo es dann nicht ein oder zwei, sondern gleich ein halbes Dutzend Drehkreuze gibt.

Mit dieser Maßnahme ist dann auch ein System wie die Oyster Card aus London möglich. Dabei wird vor Fahrtantritt und nach dem Aussteigen jeweils am Drehkreuz die Karte mit RFID-Chip vor das Lesegerät gehalten, woraufhin nicht nur das Drehkreuz öffnet, sondern auch die gefahrene Strecke abgerechnet wird. So kann man ganz genau ein zuvor aufgeladenes Guthaben verbrauchen. Umgerechnet kann man damit mehrere Haltestellen für unter einen Euro fahren. Aber wo kämen wir da hin, das würde ja Kontrolle mit Vorteilen für den Nutzer verbinden.



Musik-Neuentdeckungen 1/2012

Update: Ich habe das Grooveshark-Widget jetzt doch entfernt. Ohne Browser-Addon hat es eh nicht funktioniert, vollständig war die Playlist auch nicht und gerade entdeckte ich, dass sich auch noch einer der Songs geändert hat. Offenbar gibt es bei Grooveshark zwei Dutzend Versionen eines Songs, der nicht "Bigger Than Us" von den White Lies ist, aber stets so betitelt wird - oder Amazon hat mir den falschen Song verkauft (worüber ich mich in diesem Fall nicht beschweren wollen würde). Aber dazu mehr im Text.

  • Walk Off The Earth - Roll Up (Wiz Khalifa Cover)
    Direkt in der ersten Januarwoche tauchte plötzlich ein Video einer Band auf, bei der sich die fünf Leute dieser Band eine Gitarre teilen und darauf gemeinsam einen Song spielen. Klingt nicht so cool wie es ist. Ansonsten machen die vier und Sarah diverse Livesampling-Geschichten, zum Beispiel eben Roll Up. Die Videos sind nicht nur hörens-, sondern auch sehenswert und ich war selten spontan so geflasht. Definitiv mal hier und in Somebody That I Used To Know reinhören - und sehen!
  • White Lies - Bigger Than Us (venue.de)
    Noch vor dem Video wies allerdings einer meiner Mitautoren bei venue.de darauf hin, dass es bei Amazon gerade drei Songs als Gratisdownload gibt. Konnte ich mir nicht entgehen lassen...
  • Snow Patrol - Fallen Empires
    ...denn es stellte sich heraus, dass es drei echt gute Songs sind. Die ersten beiden haben gemeinsam, dass sie sehr sparsam instrumentiert sind und doch eine angespannte Atmosphäre erzeugen und Aufmerksamkeit fordern.
  • The Naked + Famous - Crazy? Yes! Dumb? No!
    Dieser wunderbare Titel schließlich ist eine ältere B-Seite der eher für "Young Blood" bekannten The Naked + Famous1. Nicht so mitreißend wie die Songs, die auf dem Album zu finden sind, aber dennoch schön. Und alleine für den Titel lohnt es sich ja wohl mal reinzuhören.
  • The Kills - Cheap and cheerful (House)
    Mangels neuer Folgen in der Winterpause ziehe ich mir gerade alte Dr. House-Staffeln auf englisch rein. Der Song ist nur etwa fünfzehn Sekunden am Anfang einer Folge in Staffel fünf zu hören, hat aber sofort meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Kein Wunder, ist er doch von The Kills, deren neuestens Album ich gerade meiner Sammlung hinzufügte. Wusste gar nicht, dass das schon das vierte war. Heißt: Drei weitere potenziell großartige Alben!
  • Subways - We Don't Need Money To Have A Good Time (TS)
    Diesen Monat war ich auch wieder unterwegs, um TEN SING-Gruppen zu besuchen, und dabei kommt auch der ein oder andere gute Song rum. hahahah
  • Bulletproof Messenger - Bring Me To Life (Grooveshark)
    Überhaupt war echt viel los. Diese Band habe ich durch Zufall entdeckt, als ich mir auf Grooveshark Bulletproof von La Roux anhören wollte. "Bulletproof Messenger" war der erste Suchvorschlag und der hat mich irgendwie neugierig gemacht. Gute Entscheidung, da mal reinzuhören, denn der Song ist echt gut2 und auch sonst hat die Band einiges auf dem Kasten!
  • Kasabian - Underdog (TEN SING)
    Bei der ersten TEN SING-Show des Jahres, über die ich kürzlich berichtete, entdeckte ich diesen genialen Song. Der Gitarreneffekt des Borkener Gitarristen gefiel mir noch besser, aber auch die Kasabian-Version rockt ordentlich.
  • Blood Red Shoes - Cold (Bandwebsite)
    Kurz darauf entdeckte ich bei Blood Red Shoes, dass die ein neues Album angekündigt und eine entsprechende Single vorgestellt haben. Fantastischer Song. Hat mal wieder mehrfaches Hören gebraucht, bis ich ihn mochte, aber jetzt liebe ich ihn bereits und freue mich auf das Album - und auf das Konzert!

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  1. Die Schreibweise mit dem + ist ihre eigene Schreibweise.
  2. Und hat absolut nichts mit dem gleichnamigen Evanescence-Song zu tun


Auf geht's nach Brighton!

Brighton, Künstlerstadt an der britischen Küste. Ich war lange nicht am Meer und eigentlich bin ich auch gar kein großer Fan davon, aber dafür bin ich umso mehr Fan von Städten mit großer Künstlerszene - spätestens seit Amsterdam im Frühjahr 2011. Dieses Jahr geht es also wieder ins Königreich auf der Insel. Ein Hostel, zehn Minuten zu Fuß vom Strand entfernt, ein Billigflug, eine Billigzugfahrt von London nach Brighton und natürlich Tickets für die großartigen Blood Red Shoes, die ich schon 2010 in London sah.

Und eigentlich war es nur Pech, was dazu führte, dass ich nicht sogar zwei großartige Bands sehe im April. Ladyhawke lässt sich nämlich auch mal wieder auf der Bühne blicken, sogar nur wenige Tage vor Blood Red Shoes, ebenfalls in Brighton - aber vier Tage nach Ankündigung war das Konzert schon ausverkauft. Und das nur weil BRS eine neue Website haben... sonst hätte der Newsfeed noch funktioniert und ich schon vorher gesehen, dass die auch Ende April nach Brighton kommen, denn von der Ladyhawke-Tour wusste ich bereits.

Nunja. Es gibt so viele Konzerthallen dort, vermutlich werde ich trotzdem mehrere Abende bei Konzerten verbringen. Auf jeden Fall freue ich mich schon auf eine Woche Urlaub und das Blood Red Shoes-Konzert - zumal die erste Single des neuen Albums schon wieder vielversprechend klingt und Brighton obendrein deren Heimatstadt ist. Ich glaube, das ist das erste Mal, dass ich eine Band in ihrer Heimatstadt sehe... hahahah

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Blood Red Shoes Offizielle Website



52 Songs: Versuchung: Lykke Li - Melodies and Desires

Melodies and Desires...1 der erste Song auf dem ersten Album von Lykke Li. Eine Frau, die mich immer wieder fasziniert, sowohl mit ihren Songs als auch mit ihren Liveauftritten. Melodies and Desires ist nach wie vor einer meiner liebsten. Bei ihrem Konzert im Zelt beim Hurricane 2009 war das sonst so gröhlende und saufende Publikum völlig gebannt. Noch nie sah ich so faszinierte Menschen.

Eigentlich ging es vergangene Woche aber ja um Versuchung, und mein ursprünglicher Gedanke war ein ganz anderer. Der einleitende Text demonstriert das aber sehr gut - in Zusammenhang mit Musik dachte ich an die Versuchung, sich anderen Gedanken oder eben genialen Songs hinzugeben, statt zu arbeiten. Ich könnte niemals Lykke Li hören, wenn ich arbeiten muss, weil ich ständig abgelenkt wäre. Gerade blättere ich im Textheft zum Album "Youth Novels" und bin total fasziniert von den wirren Bildern, die dafür erschaffen wurden. Also, hört euch Lykke Li an. Lasst euch verzaubern und gebt euch der Musik hin.

  1. In Ermangelung brauchbarer Portale verlinke ich keine Songs mehr, befragt also einfach Google nach der besten Quelle für diesen Song...


Stromausfall und nutzlose Tickets

Merkwürdigkeiten aus dem Alltag eines Pendlers...

Stromausfall an Bahnhöfen erlebt man nicht alle Tage. Dass der Zugverkehr dadurch nicht beeinflusst wird, noch weniger. Das im sicherheitsbewussten Deutschland an einem stockfinsteren Bahnhof nur lapidar darauf hingewiesen wird, dass man beim Aussteigen aufpassen soll, hätte ich nicht erwartet (nicht, dass es mich stören würde).

Dann gab's da den Typen, der durch den Zug gelatscht ist und mich angesprochen hat, ob ich das sei, der hier Musik hört. Nein, die Ohrhörer sind zur Deko. Man hat klar gehört dass es von weiter hinten kam... "das ist hier nämlich verboten". Ahja. Wenn's dich stört, sag's doch einfach. Der kam bestimmt aus dem Bogestra-Gebiet, wo seit letztem Jahr eine Kampagne läuft, die auf das Verbot von offenem Essen und lauter Musik in Bussen und Bahnen hinweist. Übrigens noch so ein zusammen mit der Kampagne sinnloses Verbot, denn die Aufklärung darüber, dass sich andere Fahrgäste davon belästigt fühlen, bringt eindeutig mehr als das pure Verbot.

Das Highlight kam diesmal zusammen mit dem Lowlight. In Wanne-Eickel wollte sich jemand vor einen Zug werfen (bzw. jemand wurde als suizidgefährdet eingestuft), was dazu führte, dass dort keine Z+ge mehr fahren durften, so dass meine S-Bahn gar nicht erst in Duisburg ankam, geschweige denn von dort wieder zurück fahren konnte. Das hatte ich allerdings nicht von den Bahnhofsdurchsagen mitbekommen - die waren damit beschäftigt, zum fünften Mal auf die Verspätung des ICEs hinzuweisen - sondern von dem Typen neben mir, der die Nachricht von Twitter hatte. Nachdem sich eine Gruppe Reisender nach Wanne bzw. darüber hinaus zusammen gefunden hatte, rief er irgendwo an und gab die Twitter-Nachricht weiter - woraufhin am Bahnsteig (die planmäßige Abfahrtszeit war inzwischen kommentarlos verstrichen) dann doch eine Durchsage gemacht wurde. Es stellte sich heraus, dass besagter Typ bei einem Tochterunternehmen der Bahn arbeitet. Dadurch lernte ich auch das wohl nutzloseste Ticket kennen - das DB-Jobticket, mit dem man nur Züge der Deutschen Bahn benutzen kann, sprich keine Eurobahn, keine Abellio-Züge und schon gar keine Busse und Bahnen...



Mind The Gaep - Get Ready For Tonight

Albumcover: Mind The Gaep - Get Ready For Tonight

Eine Band, die zu 100 Prozent ihr Ding macht – ehrlich und authentisch. So beginnt die Presseinfo zur vierköpfigen Band "Mind The Gaep", die gerade ihr erstes Album "Get Ready For Tonight" veröffentlicht hat. Einen guten Anfang dafür haben sie ja hingelegt - bereits seit sechs Jahren spielen die vier Konzerte, und wo könnte man besser mit dem arbeiten, was man eben hat - ein paar typische Rockinstrumente und Verstärker?

Auf dem Album führt die Frankfurter Hardrock-Kombo das auch konsequent fort. Vorsichtig ergänzt um einzelne Instrumente wie Saxophon und Klavier beschränkt man sich größtenteils auf straighten Hardrock. Ein-, zweimal wird der Verzerrer ausgeschaltet, beim letzten Track gar der gesamte Strom. Hin und wieder gesellt sich auch mal eine weibliche Stimme zu den vier Jungs - das war's dann aber auch. Ohne Experimente hat die Band ihren eigenen Sound aufgenommen - wer den mag, wird die zwölf Tracks lieben.

Für mich klingt das alles etwas zu sehr nach dem, was auf Partys läuft, wenn die Luft raus ist und man morgens um fünf mit Gitarrenlärm im Hintergrund langsam einpennt. "Get Ready For Tonight" ist zwar der eröffnende Titel auf dem Album, aber um bei dem Partybild zu bleiben, wäre es eher der Sound, der eben noch im Radio läuft, während man seine Sachen zusammensucht. Man muss sie sich eben doch live reinziehen, um von ihren Rocknummern weg geblasen zu werden. Zum Beispiel hier:

  • 20. Januar - Orange Peel, Frankfurt (Albumrelease-Party)
  • 28. April - Rödermark
  • 21. Juli - Neu-Isenburg

"Get Ready For Tonight" erscheint am 20. Januar und umfasst zwölf Songs.