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Retro ist in und die Menschen kramen alte Videospiele hervor. Ich besitze endlich eine Playstation 2 und nachdem ich die ersten drei Teile der Crash Bandicoot-Serie, die für PS1 erschienen, auf einem Emulator durchzockte, ging es nun an den ersten Teil für PS2. Einiges hat sich geändert und da die ersten drei sowieso unanfechtbar großartig und Kult sind, möchte ich hier einen Einblick in den modernisierten Crash geben.

Während meine Mutter, die mir das Spiel lieh, sich zuerst über die neue Optik beschwerte, fielen mir noch vorher die gruseligen Dialoge auf. Die deutschen Synchronsprecher sind dermaßen emotionslos, dass man sich die ohnehin schon schlechten Texte wirklich nicht geben kann. Ich hatte immer Spaß an den kurzen Zwischensequenzen mit Dr. Neo Cortex und Konsorten, aber in "Der Zorn des Cortex" drücke ich sie weg. Dermaßen platte, unkreative Ansagen habe ich lange nicht gehört, und mir fehlte daher auch die Motivation, die englische Vertonung zum Vergleich heranzuziehen. Die Grafik hingegen finde ich eigentlich ganz schick - sehr comichaft, dadurch deutlich anders als die Vorgänger, aber niedlich, bunt und insgesamt doch gut gemacht. Entsprechend ist der Soundtrack diesmal deutlich moderner, elektronischer und erinnert gelegentlich an Spielautomaten-Stimmung (klingt aber deutlich besser). Leider geraten die Spuren des Soundtracks manchmal durcheinander und man hört bis zum Ende des Levels nur noch wildes Kuddelmuddel oder merkwürdige Verzerrungen - das könnte allerdings auch an meiner verkratzten DVD liegen.

Nun aber zum Wesentlichen - dem Spielen an sich. Da muss ich leider direkt wieder kritisieren, denn wenn ich eines bei Spielen nicht ausstehen kann, ist es eine fummelige Steuerung. Crash Bandicoot ist, genrebedingt, sehr einfach zu steuern, es gibt nur wenige Aktionen, die nicht laufen und springen sind. Wenn man aber direkt vom allerersten Crash Bandicoot kommt, der durch seine fast durchgehende 2D-Optik extrem exakt zu steuern ist, kriegt man bei "Der Zorn des Cortex" graue Haare. Alles fühlt sich schwammig an, ein bisschen weichgezeichnet wie die Comic-Optik, ich bin Dutzende Male in Nitro-Kisten gelaufen oder gesprungen, weil das Verhalten einfach total anders ist als bisher. Laufen ist weniger präzise, Sprünge sind weiter. Der neue Schleich-Modus spricht schlecht an. Dazu kommt, dass man bei manchen Fallen und Gegnern nicht genau einschätzen kann, in welchem Bereich sie nun schädlich sind, was zu noch mehr unnötigen Toden führt. Das hat nichts mit Schwierigkeit zu tun, sondern nur mit Frust.

Über die Inhalte der Level kann man nur ein bisschen streiten. Hier wurden viele schöne neue Ideen eingebracht: Crash in einer riesigen Glaskugel durch Parcours rollend, Level mit kombinierten Settings (z.B. Unterwasser und an Land), viele neue Maschinen und Fahrzeuge (z.B. fahrende Loren, ein U-Boot oder ein Mech-Roboter). Coco ist wieder ein spielbarer Charakter, niedlich wie immer. Alte Ideen wurden ebenfalls aufgegriffen, Flugzeuge, Jetpack und Autorennen sind wieder im Programm, Level verlaufen wie gewohnt in den Bildschirm hinein, aus dem Bildschirm heraus oder seitlich. Ähnliches gilt für die Settings: Schnee und Eis oder Labor-Umgebungen sind wieder dabei, mittelalterliche Settings neu im Programm.

Deutliche Änderungen gibt es beim Schwierigkeitsgrad. Die Level an sich sind einfach wie nie, es gibt auch keine wirklich versteckten Kisten mehr. Dafür ging man zurück zur Strategie vom Ursprungs-Crash und tobte sich in Sonder- und Bonusbereichen aus, die oft deutlich schwerer als das eigentliche Level sind. Außerdem sind nun endlich die Bossgegner etwas schwerer, wenn auch teilweise auf enttäuschend unkreative Weise. Hier hätte man wirklich bessere Ideen gebraucht - teilweise scheinen sogar alte Gegner recyclet worden zu sein. Überhaupt fallen gelegentlich Elemente auf, die zu oft eingesetzt werden und nur zu Frust führen, wie beispielsweise Kisten, die sehr hoch platziert und dadurch vor Erwerb der Doppelsprung-Fähigkeit nur fummelig zu erreichen sind.

Vielleicht hätte man den Entwicklern einfach noch etwas mehr Zeit geben sollen. Viele kleine Details zeigen, dass Potenzial vorhanden war: Die Mammuts in den Eisleveln trompeten, wenn man ihnen zu nahe kommt, und rücken ein Extraleben raus, wenn man ihnen auf den Kopf springt. Die schon erwähnten Bonusrunden sind teilweise trickreich und gewitzt gemacht. Zusätzliche Juwelen bekommt man wie gehabt für besondere nicht offensichtliche Leistungen.

Insgesamt macht "Crash Bandicoot: Der Zorn des Cortext" Spaß, frustriert aber immer wieder durch Mängel. Alte Hüte werden allerdings von guten neuen Ideen kaschiert. Die langen Ladezeiten nerven. Comicartige Grafik und quirliger Soundtrack sind gewöhnungsbedürftig, können aber begeistern. Insgesamt unterhaltsam, für eingefleischte Jump'n'Run-Fans und Bandicoot-Fans der ersten Stunde aber etwas enttäuschend.

Nicht ganz unverschuldet bin ich von Sumi mit einem 90er-Stöckchen beworfen worden. Es geht darum einige Erinnerungen an die 90er auszugraben - das betrifft bei mir ziemlich genau die Zeit von meiner Geburt bis zum Wechsel auf's Gymnasium. Ich bin mir nicht sicher, wie präzise die folgenden Angaben wirklich in diese Zeit fallen oder nicht schon später waren - aber auf jeden Fall war es witzig, mal wieder daran zurück zu denken. hahahah

Liebster Disneyfilm?

War ja klar dass es gleich mit etwas losgeht, was ich gar nicht so genau beantworten kann. Ich bin absolut kein Filmmensch und war es glaube ich auch noch nie. Ich erinnere mich noch an Fantasia, aber den hab ich erst 2001 im Musikunterricht gesehen. Gesehen habe ich bestimmt ein paar Filme, die damals aktuell waren, aber bleibenden Eindruck hinterlassen hat eigentlich keiner.

Liebste/r Musiker/in/Band?

Bei Musik ist das natürlich ganz anders. Die erste CD, die ich von eigenem Geld kaufte, war die Single Narcotic, der einzige wirkliche Erfolg von Liquido, die übrigens eine deutsche Band waren und auch noch ein paar andere brauchbare Songs geschrieben haben (und deren Mitgründer Tim Eiermann nun bei Deine Jugend spielt, die man sich auch gut anhören kann).

Der Song hat mich von da an mein Leben lang begleitet. Ich feierte ihn auf meiner ersten Party (und allen folgenden), es war eines der ersten Stücke, die ich am Schlagzeug lernte, und inzwischen kann ich jeden Part des Liedes übernehmen - alle vier Instrumente und auch solo sang ich es nun zweimal vor Publikum.

Liebste Süßigkeit?

Und damit kommen wir zu dem, was meine Kindheit lange dominiert hat: Pokémon! Aus gesundheitlichen Gründen war ich nie der große Süßkramesser, aber ich erinnere mich noch an diese Pokémon-Kaugummis... es gab einfach alles von Pokémon.

Pokemon-Kampf auf dem Gameboy

Liebstes Spiel?

Vor allem natürlich die Karten. Aktenordnerweise hab ich die gehabt (okay, ich habe sie immer noch). Keine Ahnung, ob das nun schon in den 90ern oder kurz danach war, jedenfalls nahm ich auch an Wettkämpfen teil. Ich übertreibe gerne mal etwas...

Videospiele waren damals jedenfalls noch gar nicht so das Thema. Zwar zockte ich Tomb Raider lange bevor ich die Altersgrenze erreichte, aber noch nicht zur Grundschulzeit. Auch bei anderen Playstation-Spielen bin ich mir nicht sicher, wann das anfing. Eines der ersten Spiele, die ich suchtete, war jedenfalls Crash Bandicoot. Fantastische Serie. Müsste ich eigentlich mal wieder auskramen...

Liebstes McDonald’s Juniortütenspielzeug? (Jaja, damals hieß das hierzulande noch nicht Happy Meal! :D )

Oha. Meine Erziehung war immer sehr Fastfood-feindlich, aber ich erinnere mich daran, dass die Schlümpfe immer attraktiv waren, weil die Beigaben in den Juniortüten im Vergleich zu den irrsinnig teuren im Laden zu erwerbenden Figuren, Häusern und anderem Zubehör recht großzügig ausfielen.

Liebstes Buch?

Oooh, Bücher. Ich weiß noch, wie ich die Bibliotheksangestellten verwirrte, weil ich darüber enttäuscht war, dass man nur 40 Medien gleichzeitig entleihen durfte. Ich verschlang Bücher wie das Krümelmonster Kekse. Highlights waren auf jeden Fall alle Netsurfer-Bücher und später Level 4: Die Stadt der Kinder und die Mystery Park-Serie. Fantastische Geschichten. hahahah

Liebstes Klamottengeschäft?

Das ist etwas, was sich bis heute gehalten hat: Kleidung ist mir ausgesprochen egal.

Liebste Zeichentricksendung?

Erwähnte ich, dass ich Pokémon suchtete? ;) Dabei gehöre ich auch zu der Fraktion, die nie etwas anderes toleriert hat. Digimon, Dragon Ball, Naruto und was es nicht alles gab - keine Chance.

Was hast du nach der Schule im Fernsehen angeschaut?

Da die ganzen Animes zu schülerfreundlichen Zeiten liefen, entsprechend: siehe oben. :D

Das war sie also, unsere turnusmäßige große Lanparty in den Schulferien, die im Sommer üblicherweise meist etwas größer ausfällt. Dieses Jahr waren wir zu sechst bzw. nachts noch zu fünft. Die Ursachen dafür liegen bei einigen Dingen, über die wir schon im Vorfeld nachgedacht haben - und wir haben viel nachgedacht und überlegt, diesmal auch inhaltlich, nicht nur organisatorisch.

Unsere Lanpartygruppe besteht seit etwa vier Jahren, ich selbst habe auch schon vorher ab und zu an privaten Lanpartys teilgenommen. Relativ am Anfang hat sich ein Kern gebildet, dessen gemeinsamer Nenner Schule und Jugendtreff in Gelsenkirchen sind. Mit dem Beginn der großen LANs in ebendem Jugendtreff waren wir auch immer wieder mal mehr, mal weniger, aber selbst der "erweiterte Kern", sprich die, die standardmäßig eingeladen wurden, fasste schon an die zehn Leute.

In letzter Zeit schrumpfen wir. Also, eigentlich sind wir gerade erst wieder um zwei Dauermitglieder gewachsen, aber effektiv schrumpfen wir. Während C. nach Köln gezogen ist, ist A. und J. die Motivation flöten gegangen. D. muss arbeiten und kann daher nicht immer komplett teilnehmen. Und auch ansonsten ist die Bindung an die Schulferien eigentlich Unfug - die Mehrheit hat mittlerweile ihr Abi, studiert teilweise schon oder macht eine Ausbildung und kann daher auch in den Ferien nicht unter der Woche. Daher also unsere erste Schwierigkeit, die Terminfindung.

Dann die Tatsache, dass ich gerade diesen Artikel schreibe, obwohl es erst 6:22 Uhr ist. Die fünf anderen sind schon weg, mit dem Auto nach Hause gefahren. Die Lanparty ist kein Event mehr, es ist ein gemeinsames Treffen zum Zocken. Das mag aber auch daran liegen, dass wir diesmal den Jugendtreff wegen Renovierungsarbeiten nicht nutzen konnten.

Das größte Problem liegt aber gar nicht bei den Teilnehmern. Fünf Interessenten werden beim nächsten Mal eingeladen, wir sind also vermutlich auch bald mal wieder mehr Leute. Aber wichtiger als die Anzahl der Personen ist doch: Was machen wir? Und da fehlt uns noch die Antwort, denn uns gehen die Spiele aus.

Am Anfang waren unsere Hauptspiele Rainbow Six: Raven Shield, Age of Empires II und Empire Earth. Die Liste veränderte sich ständig, länger geworden ist sie auf Dauer aber nicht:

  • Rainbow Six: Raven Shield / Athena Sword - zwei geniale Spiele, die uns lange Spaß gemacht haben, aber später von Call of Duty 4 abgelöst wurden.
  • Age of Empires II verschwand irgendwann in der Versenkung, im Vergleich zu Empire Earth war es nicht umfangreich und im Vergleich zu Command & Conquer nicht so modern. Tauchte irgendwann wieder auf, ist aber nun endgültig vom Tisch, da es unter Windows 7 nicht mehr funktioniert.
  • Empire Earth ist wohl immer noch das beste Strategiespiel was wir je hatten. Umfangreich, komplex, zuverlässig, ressourcenschonend, speicherbare Spielstände. Aber der Umfang bricht ihm das Genick, niemand will heutzutage mehr drei, vier, fünf Stunden an einem Spiel sitzen. Die Online-Server sind längst abgeschaltet und unter Windows 7 läuft es ohnehin nicht mehr.
  • Command & Conquer Generals: Zero Hour kam recht bald dazu, verschwand zwischendurch und ist jetzt seit einiger Zeit wieder da. Absolut geniales Strategiespiel, aber megaschlecht programmiert, voller Bugs und elendig langsam im Multiplayer. Mehr als fünf Spieler sind nicht zumutbar.
  • Herr der Ringe: Schlacht um Mittelerde 2 verwendet (wie vermutlich alle EA Games-Strategiespiele) die gleiche Engine wie C&C GZH und hat daher die selben Bugs und noch ein paar mehr. Ist auch genau deshalb verbannt worden.
  • Empire Earth II tauchte kurz mal auf, wurde aber aufgrund seines abartigen Ressourcenverbrauchs wieder verbannt. Schade, eigentlich ein geniales Spiel, wenn auch völlig anders als sein Vorgänger.
  • Ebenso tauchte C&C 3: Tiberium Wars mal auf, bot aber nicht so viel Spaß wie Generals und verwendete außerdem immer noch die gleiche kaputte Engine bei höherem Ressourcenbedarf.
  • Call of Duty 4 ist unser aktueller Egoshooter. Zuverlässig und gut spielbar, aber dem ein oder anderen sind die Maps inzwischen zu ausgelutscht, also moddeten wir es mit OpenWarfare, einem irre umfangreichen Mod, der quasi alles kann. Leider ist die Konfiguration ab und zu mal kaputt, so dass viel Zeit in Wartungsarbeiten gesteckt werden muss. Zwischenzeitig hatten wir sogar mal einen VServer mit CoD4: OW.
  • Enemy Territory: Quake Wars und Rainbow Six: Vegas waren Versuche, mehr Egoshooter einzuführen, aber aufgrund mangelhafter Kompatibilität mit einigen PCs haben wir sie dann nie wirklich gespielt.
  • Warcraft 3 ist immer in irgendeiner Variante dabei. Dank unzählichen Maps gibt es zig verschiedene Spiele - die aber immer wieder für Frust sorgen, weil quasi nie jeder das jeweilige Spiel kennt und dementsprechend eher passiv rumgammelt. WC3 ist unser Dauerexperiment.
  • Dazu kommen einige Fungames wie Trackmania oder Hedgewars, die immer mal da waren, aber entweder nicht für genug Spaß sorgten oder zu buggy waren.

So saßen wir hier also gestern wieder mit drei Spielen. Perfekt durchorganisiert und vorbereitet, Spiele vorher installiert und auch ansonsten alles so vorbereitet, dass diesmal tatsächlich keinerlei Probleme aufgetreten sind und sogar quasi ohne dass zwischendurch Leute Filme geguckt haben, dafür wurde uns aber schlicht und ergreifend zwischendurch fast langweilig, weil sich C&C aufgrund der miesen Performance endlos zog und wir keinen Bock hatten, dauernd Call of Duty zu zocken oder irgendwelche komischen WC3-Mods auszuprobieren. Und so sehr ich mich freue, dass beim nächsten Mal neue Leute kommen wollen, so wenig weiß ich, was wir mit denen dann machen sollen.

[Trigami-Review]

Vor einiger Zeit erhielt ich die Gelegenheit zu einem ganz besonderen Produkttest: Die multifunktionale Taschenlampe Zweibrüder LED Lenser M14 sollte getestet werden und ich wollte mich mit J. zusammentun, um Capture The Flag im "Real Life" zu organisieren. Kurz zum Spiel: Zwei Teams spielen gegeneinander; zu jedem Team gehören eine Flagge und ein Start- und Sammelpunkt. Das Ziel ist es, die gegnerische Flagge von deren Sammelpunkt zu stehlen und zum eigenen Sammelpunkt zu bringen, ohne dass dabei die eigene Flagge verloren geht.

Jan ist nicht nur Gamer und CTF-Spieler, sondern auch Geocacher. Dunkle Umgebungen in schwierigem Terrain sind ihm also nicht fremd, und wenn man nachts nach kleinen Hinweisen, Markierungen oder Gegenständen sucht, ist es hilfreich, dabei lichttechnisch gut ausgestattet zu sein.

Es hatte geschneit und wir trafen uns bei Einbruch der Dunkelheit in Gelsenkirchen an der Halde Rungenberg. Leider war die Planungszeit recht kurz, so dass wir nur zu fünft waren und keine vernünftige Kamera hatten. Einige Taschenlampen, darunter natürlich auch die LED Lenser, ein Smartphone und zwei abgenutzte Drumsticks mit Geschirrtuchfahne mussten also fürs erste reichen.

Der Schnee war glücklicherweise zwar ein bisschen, aber nicht wirklich angetaut, so dass der Aufstieg sehr einfach war, weil wir durch den tiefen Schnee guten Halt hatten. Es gibt zwar auch angelegte Wege, aber die waren uns nun wirklich zu lang. Einige Ebenen höher genossen wir erstmal die Aussicht und testeten die Reichweite der Taschenlampen; damit hörten wir aber schnell wieder auf, weil wir Angst hatten, die Autofahrer unten zu blenden, da die Taschenlampen selbst unten auf der Straße noch deutlich zu sehen waren. Die angegebene Reichweite von 280 Metern glaube ich dem Hersteller.

Ich hatte in der Bewerbung für den Produkttest verschiedene Vorteile der LED Lenser für Capture the Flag genannt; diese haben wir natürlich versucht ins Spiel einzubringen. Dazu gehörte zum Beispiel die Stroboskopfunktion (im "Defense Mode"), um Gegner abzuwehren. Für das Spiel erwies sich die als absolut nutzlos, da wir quasi alle mit einer solchen Funktion ausgerüstet waren; allerdings blendet das in der Dunkelheit wirklich sehr. Kann man aber auch schon bei halb so teuren Taschenlampen bekommen.

Dann waren da die verschiedenen Helligkeitsmodi für das LED-Licht. Man kann hier umschalten zwischen 15% und 100% Helligkeit, stufenlos dimmen sowie kurzzeitig 120% der Normalleistung erreichen. Was sich nett anhört, ist draußen bei Dunkelheit nur noch halb so nützlich. Für das Spiel dachte ich, man würde weniger schnell gesehen werden, wenn man nur 15% der Helligkeit verwendet; 15% der unglaublichen Lichtleistung sind aber immer noch sehr hell, daher war jede Tarnung dahin, sobald die Taschenlampe in irgendeiner Helligkeit an war. Das Dimmen erwies sich außerdem als etwas schwierig. Diese Funktionen sind wohl eher in einer nicht völlig dunklen Umgebung nützlich und helfen dann, die Akkulaufzeit zu maximieren.

Als weiteres groß beworbenes Feature verfügt die LED Lenser über eine Einhandfokussierung. Das bedeutet, dass man den Lichtkegel von weitreichend und schmal bis hin zu breite Ausleuchtung eines eher nahen Bereichs verstellen kann. Das funktioniert durch Verschiebung des Lampenkopfes und lässt sich tatsächlich mit einer Hand bewerkstelligen; aber nur mit recht großen Händen ohne Handschuhe, außerdem ist es wesentlich schwieriger den Lampenkopf zu sich hin zu ziehen (breiter Lichtkegel) als ihn nach vorne zu schieben (schmaler Lichtkegel). Das Advanced Focus System wirbt außerdem mit einem besonders gleichmäßigen Lichtkegel im defokussierten Bereich und einem besonders hellen Licht im fokussierten Zustand. Dabei verliert niemand ein Wort darüber, dass der Lichtkegel dazwischen - man kann ja schließlich stufenlos fokussieren - einfach bescheiden aussieht, weil es überall Schatten gibt.

LED_Lenser_M14_Produktbild.jpg Unser Capture The Flag-Spiel ist definitiv eine lustige Aktion mit viel Spaß geworden, nur die innovative LED-Taschenlampe konnten wir dabei nicht wirklich gewinnbringend einsetzen. Als Outdoor-Taschenlampe allgemein ist die LED Lenser M14 aber zweifelsfrei eine große Hilfe. Interessant ist dabei zum Beispiel auch, dass diese Lampe im Gegensatz zu quasi allen anderen über zwei verschiedene Energiemodi verfügt. LED-Taschenlampen sind oft mikrocontrollergeregelt, damit der Lichtstrom konstant bleibt, egal wie voll der Akku ist. Irgendwann steht man dann aber plötzlich im Dunkeln. Andere Modelle leuchten immer schwächer, je leerer der Akku ist. Die M14 lässt den Benutzer wählen und kann dank Smart Light Technology beides. Außerdem gibt es eine Warnung durch Blinklicht, bevor der Akku zu schwach wird.

Die LED Lenser M14 ist definitiv eine leistungsstarke, hochwertige Taschenlampe. Sie verfügt über eine Menge Funktionen und erreicht im Idealfall eine Akkulaufzeit von bis zu 96 Stunden. Aufgrund des Preises von 120€ ist sie aber nur für Leute geeignet, die alle diese Funktionen auch benötigen. Eine lange Akkulaufzeit in Kombination mit sehr hoher Lichtstärke bekommt man z.B. bei Fenix für das halbe Geld. Zu beachten sind auch das hohe Gewicht und die Notwendigkeit von vier Akkus - in der Hosentasche macht die LED Lenser sich nicht gut. Ein Gürtelclip wird allerdings mitgeliefert.

Zum Schluss die Videos von unserer CTF-Aktion. Leider hatten wir recht wenig Zeit zur Planung, so dass wir keine normale Kamera nutzen konnten und auf ein Smartphone zurückgreifen mussten. Die Qualität ist entsprechend... sehr schade. Vielleicht wiederholen wir das bei Gelegenheit mit besserer Technik.

Videos: 1 2 3 4

Bald ist wieder Lanparty (yeah!) und damit diesmal alles glatt geht, gibt's vorher einiges einzurichten. Hier mal eine Übersicht, was man mit Command&Conquer GZH anstellen sollte, außer es zu installieren. Sind im Wesentlichen zwei wichtige Punkte.

Testen, ob man den EA Games-Bug hat

EA Games ist ein ätzender Developer, der seine Engine 100x recyclet hat. Den folgenden Bug gibt es ungelogen in C&C Generals, Generals Zero Hour, C&C 3 Tiberium Wars sowie in der Herr der Ringe: Schlacht um Mittelerde-Serie: Nach dem Bau des dritten Bauarbeiters oder alternativ nach Sichtkontakt mit einer feindlichen Einheit explodieren alle deine Gebäude, deine Einheiten sterben und du hast sofort verloren.

Die für C&C GZH vorliegenden Patches beheben das Problem nicht (weshalb wir die nie installieren, weil's für die LAN eh egal ist). Die einzige Möglichkeit, den Bug loszuwerden, falls man ihn hat, ist: Spiel immer wieder deinstallieren, alle verbliebenen Ordner löschen und wieder installieren. Oder Windows neu installieren.

Test: Einfaches Single Player-Skirmish starten gegen eine Easy Army mit $50000 Startgeld. Bis zur War Factory bauen (min. 3 Bauarbeiter!) und mit soviel Truppen wie man für Geld bekommt einfach den Gegner stürmen - eine Easy Army schafft man damit locker. Wenn man das Spiel gewinnt, hat man den Bug definitiv nicht.

Das Spiel ordentlich konfigurieren

C&C GZH bietet im Optionsdialog nicht alle Auflösungen an und Nutzer von Flachbildschirmen werden mit den angebotenen nicht glücklich werden. Daher erstmal, am Besten direkt beim obigen Test, alles so einstellen wie man es gerne hätte (Lautstärke und so) und auch das Maussetup (gibt zwei Konfigurationen - ausprobieren welche dir lieber ist!). Dann raus aus dem Spiel, in den Benutzerdokumente-Ordner und dort in den Ordner von GZH, die options.ini öffnen und die native Auflösung des Monitors eintragen. Wichtig: Wenn ihr danach die Optionen öffnet und speichert, wird die Auflösung überschrieben und ihr müsst sie neu eintragen.

Zum Abschluss noch zwei Hinweise für's Üben im Single Player: Die Easy Army sind echt billig. Die Hard Army sind echt hart. Und wenn man die Geschwindigkeit auf unlimitiert (zwei Striche) stellt, wird das Spiel bei nem guten Rechner abartig schnell. Ich hab's auf 40 gestellt (ein Jahr alter Mittelklasserechner), das fordert schon recht gut.

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