Konzertheld.de

Umwege verbessern die Ortskenntnis

Zufällige Artikel

Ausgewählte Infos

Seit Sommer 2010 spiele ich Schlagzeug bei TEN SING bzw. lerne es dort nebenbei, aber das ist immer nur einmal die Woche, also muss mal bald ein Übungsschlagzeug her. In ner Mietwohnung nicht einfach, also bestellte ich ein E-Schlagzeug beim Musicstore und testete mal wieder.

Bestellt habe ich ein Musicstore-Bundle, bestehend aus dem E-Drumset Fame DD 506, einer Monitorbox mit Kabel, Drumsticks, einem Hocker, einem Kopfhörer, einer Tasche und einer Übungs-DVD. Die Monitorbox sollte später mal zum Einsatz kommen, als ich mit M., C. und S. in meinem Schlafzimmer Musik gemacht habe (worüber sich lustigerweise niemand beschwert hat. Aber dazu später mehr).

Aufbauen ließ sich das Drumset dann noch recht einfach. Ich habe allerdings zwei Tage gebraucht, um zu merken, dass die Beckenpads und die Drumpads nicht alle gleich sind, sondern es jeweils ein spezielles gibt für Hi-Hat und Snare Drum. Die Hi-Hat kann man nicht mit der Hand stoppen, die Snare Drum hat einen eigenen Anschlag am Rahmen für Rimshots. Vertauscht man die Pads, gibt es merkwürdige Effekte wie abbrechende Töne und nicht stoppbare Becken. Das aufgebaute Schlagzeug schwankt zwar leicht beim Spielen, wirkt aber prinzipiell stabil.

Die Pedale für Hi-Hat und Bassdrum gefallen mir gar nicht. Es gibt zwar Klett und Spikes, auf Laminat rutschen die aber trotzdem ständig weg. Das Hi-Hat-Pedal liegt lose in der Gegend rum, da das zugehörige Beckenpad am Rack und nicht auf einem Ständer montiert ist. Das Basspedal ist schlabberig und federt sehr merkwürdig, so dass ich ständig Doppelschläge produziere. Ändern der Empfindlichkeit des Kickpads (Bassdrumpad) hilft nicht. Je nach Spieltechnik gibt's entweder undeutliche Schläge oder ich habe das Gefühl, das Pedal zu zerstören.

Letzteres ist merkwürdig, denn insgesamt muss man auf diesem Schlagzeug ziemlich kräftig spielen, um überhaupt Töne zu erzeugen, besonders bei den Becken - bei einem akustischen Schlagzeug ist es eher anders herum. Der Anschlag auf den Pads ist dadurch nicht gerade leise. Wenn man die Kopfhörer auf hat, hört man das ab einer gewissen Lautstärke nicht mehr, aber schön ist es in jedem Fall nicht.

Die Soundsamples selbst sind einer der größten Kritikpunkte, sie hören sich einfach scheiße an. Es gibt zwar einige hundert zur Auswahl, aber das klingt nur viel und ist es eigentlich nicht. Die Samples klingen mehr oder weniger unecht, bei den Becken ist es am schlimmsten, bei den Toms kann man es noch am ehesten ertragen. Bei der Hi-Hat kennt nicht jedes Sample die drei möglichen Zustände (offen, halboffen und geschlossen). Es ist ohnehin schon nervig, dass es nur diese drei Zustände gibt, eine Spielweise bei der die Hi-Hat langsam geöffnet wird ist so nicht möglich.

Damit wären wir beim Spielgefühl. Dass es anders ist als auf einem echten Schlagzeug, war ja zu erwarten, aber gerade bei den Becken ist es echt lausig. Es dauert eine Weile, bis man eine Einstellposition gefunden hat, bei der sich die Beckenpads wenigstens ein bisschen bewegen, wenn man draufschlägt, ohne gleich die Verkabelung zu stören. Danach ist es aber immer noch ein merkwürdiges Gefühl. Das Stoppen der Becken funktioniert, man muss aber ziemlich kräftig zupacken und kann sich auch dann noch nicht richtig darauf verlassen, dass es klappt, weil man den Bereich, den man anfassen muss, eventuell nicht getroffen hat. Die Hi-Hat kennt wie gesagt nur drei Stufen und diese Stufen kann man auch nicht fest einstellen, so dass man den Fuß immer auf dem Pedal haben muss.

Was den Drumcomputer angeht, habe ich außer der miesen Qualität der Sounds nichts zu meckern. Es gibt einen Ausgang für die Monitorbox (Stereo über zwei Monoklinkenkabel) und einen zweiten für die Kopfhörer, die Lautstärke lässt sich unabhängig regeln. Der Aux-Eingang für externe Soundquellen ist ebenfalls unabhängig. Die Bedienung des Drumcomputers ist einfach, die Verkabelung auch, die Kabellängen sind allerdings unflexibel. Eine andere als die Standardaufstellung ist nicht möglich und erweiterbar ist das Set schonmal gar nicht. Ein ganz klarer Nachteil gegenüber einem Akustikset.

Zu den restlichen Setkomponenten möchte ich gar nicht viele Worte verlieren, die tun alle ihren Job, nicht besonders gut, aber auch nicht schlecht. Ich denke aber, die bisherige Kritik am E-Schlagzeug spricht für sich. Mag sein, dass es für den ein oder anderen eine Alternative zum Üben ist, mir hat es aber vor allem aufgrund der Tatsache, dass sich die Sounds so mies anhören und dass man so fest draufkloppen muss, ziemlich schnell den Spaß verdorben.

Übrigens habe ich eine Sache außer Acht gelassen: Man kann den Drumcomputer über USB oder Midi an einen Computer hängen, dann lassen sich auch die Sounds austauschen. Das erfordert aber eine Menge Software, Einarbeitung und vermutlich auch Geld. Zum Üben zu aufwändig, meiner Meinung nach.

Eins vorweg: Ich mag unsere fritz.box, die arbeitet eigentlich immer zuverlässig und bietet sehr viele Funktionen, unter anderen alle, die wir haben wollen. Die neue (7170) ist auch noch zuverlässiger als die alte. (Ich glaube, ich muss nicht erklären, dass in meinem Blog niemand Werbung bezahlt, oder? Das hier ist meine Meinung.)

Irgendwann vor ein paar Wochen war ich mal wieder bis Sonntag früh morgens auf und irgendwann vorm Schlafengehen war halt das Internet weg, die fritzbox hat nicht mal mehr Status- oder Fehlermeldungen geliefert. Passiert schonmal, normalerweise zwar mit Fehler, aber naja. Auf Portreset warten und schlafen gehen. Mittags aber immer noch kein Internet -> Anruf 1 bei 1&1 -> hm, kA, klingt kaputt, wir schicken n Techniker und ihnen ne SMS wenns fertig ist. (Telefon hängt auch am Internet, waren also komplett abgeschnitten).

Naja, der Techniker war erstmal nicht da und Montag mittag war immer noch kein Internet da -> 2. Anruf. Der Techniker war zu dem Zeitpunkt immer noch nicht da und würde wohl auch nie kommen (auch, wenn Wochen später ne Meldung kam, dass unser Internet jetzt repariert sei), aber der Supportmitarbeiter, den ich diesmal erwischt hatte, kannte das Problem. Ich habe ihm dann beschrieben, was die fritz!box tut (in einem ungewöhnlichen Rythmus blinken) und welche Meldungen ausgegeben werden, Diagnose: Komplettabsturz ohne Absturz, d.h. Zugriff auf die Oberfläche möglich, aber intern ist das System gecrasht.

Problemlösung: Kabel aus der Telefondose, fritz!box komplett neustarten und resetten, den Startcode eintragen, andere Daten neu eintragen (Ärger!), ein bisschen basteln um an die Einstellungen zu kommen und zum Schluss das Providerupdate ausschalten, welches den Absturz erneut auslösen würde. Daher auch erst jetzt den Stecker wieder in die Dose - sonst wäre das Update schon ausgeführt worden. Bekannter, ungefixter Bug...

Bei dem Gespräch, was insgesamt 28min dauerte (und damit knapp 20€ kostete, da Servicerufnummern vom Mobilfunk aus teurer sind, warum auch immer) kam dann immerhin noch rum, dass die beiden Anschlüsse an der Box, die den dritten Telefonanschluss darstellen sollen, Klemmanschlüsse für eine TAE-Dose sind. Fix erklären lassen wie das geht, gefreut, Telefonat beendet und in den Baumarkt gefahren.

In unserem Informatikunterricht verwenden wir momentan als Einstieg in maschinennahes Programmieren ein Flash-Tool namens LogiFlash. Damit lassen sich simple Schaltungen bauen, im einfachsten Fall auf der Basis von Schalter (Strom an oder aus), Anzeigen (Lampe an/aus) und logischen Gattern (And, Or, Xor, Not).

Da wir uns in der Einführungsstunde mit dem Binärsystem befasst haben, unter anderem mit dem schriftlichen Addieren von Binärzahlen, und ich gerade Langeweile hatte, habe ich eine Addierschaltung für Binärzahlen mit bis zu drei Stellen gebaut (im Fall des Entstehens einer vierstelligen Zahl wird links angezeigt, dass noch eine 1 im Übertrag steht). Hab's durchgetestet und funktioniert hahahah

Ich hab noch nicht ganz verstanden, warum, aber offensichtlich funktioniert die Schaltung auch, wenn man die von mir dafür gebaute Komponente gar nicht hat. Die Schaltung ist addierer-dreistellig, um sie zu laden, müsst ihr euch von dem Link oben die Flashdatei laden und zusammen mit einem Ordner "circuits" irgendwo speichern. nicht mehr verfügbar. In den Ordner "circuits" kommt dann der Addierer. Dann kann man in der Flashdatei oben den Button für XML öffnen benutzen und durch Eingabe des Dateinamens ohne Endung die Schaltung laden und benutzen.

Edit: UPS. Das Element, was ich zuerst nicht verstanden und daher als unbrauchbar verworfen habe, tut genau das was ich jetzt in zwei Stunden Arbeit gebaut habe... :mrgreen: Soll heißen: Ich habe den Va-Adder nachgebaut und dafür zwei Ha-Adder eingebaut. :D Dabei war ich so froh, dass ich den Ha-Adder gefunden habe, der mir das Ganze etwas vereinfacht hat... mal schaun, ob ich den auch nachgebaut kriege :D (und ja, ich weiß nicht, was die Buchstaben bedeuten) ;)

Edit 2: Okay, den Ha-Adder auch noch selber zu bauen aus Or, Xor, And und Not war jetzt auch nicht so schwierig... aber nett, da sieht man mal wie man alles zusammensetzen kann ^^ Ganz simpel der Ha-Adder, den ich so erweitert habe, dass bei Schaltung beider Eingänge auch beide Ausgänge geschaltet werden (sonst ist es S für einen Eingang und Cout für beide). Davon hab ich dann zwei kombiniert, um schließlich mit recht komplizierten Verbindungen dass zu bauen, was der Va-Adder tut... meine Güte... so im Nachhinein betrachtet, total umständlich, ich hab bestimmt zwischendurch was eingebaut was ich hinterher in der Schaltung wieder deaktiviert habe. :D

 1

Icons by http://www.famfamfam.com/lab/icons/silk/

Photo copyright by me unless noted