Being rich is having money; being wealthy is having time.

Stephen Swid

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13.03.2010
The Garage, London

Ich fahre zu den Blood Red Shoes! Das war der Gedanke, den ich als erstes hatte. Da das Konzert meiner Wahl in London stattfindet, musste ich dann eben noch einen Flug und eine Unterkunft buchen...

Okay, ganz so krass war es nicht. Aber ausgegangen ist mein diesjähriger Urlaub tatsächlich von einer Tourankündigung. Kombiniert mit meinem Wunsch, nach London zu fliegen, ist aus einem Plan sehr schnell ein gebuchter Urlaub geworden und inzwischen habe ich fast alle Reiseunterlagen. Ich werde bei einer Gastfamilie wohnen, da gibt es eine Agentur, die "Private Homes" vermittelt und sehr gut sein soll. Bin gespannt, wie das wird... Frühstück und Wohnen bei der Familie, für den Rest bin ich selbst zuständig. 5 Tage werden es sein, im März. Das Konzert mittendrin. Bisher absolut ohne Vorstellung, was mich erwartet, von der Konzertlocation mal abgesehen, die wirkt sehr sympathisch.

Drückt mir die Daumen, dass es kein Chaos wird!

13.03.2010
London, The Garage

Ich check die Box nicht. Was ist anders?

Im Januar sind mir ein Lied, eine Band und ein Festival zugeflogen.

  • Madonna - Power of Goodbye
    Ist mir auf Youtube begegnet, gibt's nich viel zu zu sagen, ich mag's hahahah Kenne sonst kaum was von Madonna...
  • FM Static
    Eine Band, die meine Schwester und ein Freund hören, von der ich inzwischen drei Alben gehört hab und die nicht mehr so toll finde weil sich irgendwie alles gleich anhört :D Aber wo die schonmal im Blogartikel-Entwurf standen...
  • Open Flair Festival
    Jau. Wir sind Helden gehen wieder auf Tour! Der erste bekannt gegebene Termin ist das Open Flair Festival, zu welchem ich fahren werde, denn auch abgesehen von den Helden ist das Line-Up nicht uninteressant. Unter vielen anderen sind SKA-P, The Gaslight Anthem und Jan Delay da, gut gefallen mir auch Liquid Lightning und The Hives. Wird sicher spaßig!

Da hab ich doch tatsächlich Ende 2008 da gesessen und gedacht, 2009 würde langweilig werden, da keine Konzerte anstehen, schon gar nicht von Wir sind Helden, die für 2009 ausdrücklich keine Tour angekündigt hatten. Ärgerlich, war die letzte Tour doch so gut, dass ich gleich drei Mal hingegangen bin.

Etwas später sah's aber schon ganz anders aus, vielleicht sollte es kein Rockkonzertjahr werden, aber Konzerte von Lang Lang und Chris de Burgh sind definitiv auch nicht zu verachten.

Und dann kam der Kirchentag. Und artete zu einem Konzertfestival aus. Jeden Tag mindestens ein geniales Konzert, Wise Guys, Die Happy, Martin Jondo... eine geniale Zeit. Zu jedem Tag habe ich einen ausführlichen Bericht geschrieben hier im Blog. Fantastisch, das Jahr war schon gerettet, zumal ich nebenbei auch noch jemanden kennengelernt habe und darüber auf die Popmeisterschaft in Krefeld gekommen bin - vier weitere Konzerte.

Zu dem Zeitpunkt waren Tickets für das Hurricane-Festival schon längst gekauft. Einmal im Leben wollte ich auf ein Rockfestival, 2009 war der genialste Zeitpunkt dafür, direkt nach dem Abi, noch vor der Zeugnisvergabe. So viele Konzerte habe ich sonst in zwei Jahren nicht gesehen wie dort. Und so viele fantastische neue Bands kennengelernt! Der Auslöser war eigentlich, dass ich endlich mal die Sounds live sehen wollte - deren Auftritt war dann letztendlich einer der langweiligsten, weil kaum Fans da waren...

Der Rest des Jahres war voll gepackt mit Einzelkonzerten von Bands, die ich auf einer der anderen Veranstaltungen gesehen habe, gemischt mit anderen genialen Konzerten... Angefangen mit Coldplay, bei denen ich als Vorband dann auch mal die Kilians kennengelernt habe, sowie die fantastischen Howling Bells. Irie Révoltés, ein Konzert, auf dass ich nie gegangen wäre, wenn ich nicht ein paar Leute mal wieder treffen wollte, stellte sich als geniale Party heraus... vom Hurricane begeistert ging's dann noch zu Moby und auf ein eigenes Konzert von den Sounds, was diesmal in einer kleinen Halle statt Open Air war und richtig gut. Entweder Moby oder die Sounds werden wohl mein bestes Konzert 2009... Vom Kirchentag mitgebracht hatte ich Begeisterung für die mir vorher kaum bekannten Die Happy und für Martin Jondo, auch da gab's jeweils noch ein Einzelkonzert.

Und dann gibt plötzlich Paramore eine Tour. Da stand dann endgültig fest, dass dieses Jahr wohl nicht das langweiligste, sondern das beste seit langem sein würde. Irre viele neue Bands entdeckt, mehrere Konzerte von Bands, die ich immer schon mal live sehen wollte, und neue Alben von A Fine Frenzy und Paramore - besser geht's kaum.

Und nächstes Jahr geht's schon weiter - noch ein vom Hurricane inspiriertes Konzert von Blood Red Shoes, verbunden mit einer Reise nach London, und wieder zu den Wise Guys hahahah Außerdem wird im Rahmen der Kulturhauptstadt 2010 sicher einiges los sein...

Hach ja... mein vorletztes Konzert 2009. Erfüllung eines Traums, Paramore live hahahah Nach der Enttäuschung vom dritten Album (ich find's nicht schlecht - aber es ist irgendwie nichts besonderes) war ich natürlich gespannt auf das Konzert... und naja... es war nicht das Beste dieses Jahr, aber auch nicht schlecht hahahah

Wir waren zu siebt, aber wie das so ist, verliert man sich schnell wenn's erstmal angefangen hat... ich hatte eigentlich einen guten Platz, relativ mittig direkt vorm Mischpult, sprich hinter mir waren keine Menschen, sondern ne Wand. Ziemlich cool, denn die Wand schubst einen nicht wenn man dagegen springt. Weniger cool war, dass direkt vor mir natürlich Menschen waren - Menschen mit Kameras -.- Das kann ich ja gar nicht ab, wenn gefilmt wird, und noch weniger, wenn über den Köpfen gefilmt wird, denn dann können selbst so 1,90m-Menschen wie ich nicht mehr so gut sehen. Ein paar Reihen weiter vorne war Party, aber mein Platz war zu gut und die Menge zu dicht als dass ich da weg gekommen wäre. Naja. Musste ich halt mit wenig Platz und die vor mir mit viel Geschubse leben. Bis zu den Zugaben. Mit dem Einsetzen des Intros von Misery Business (übrigens die Albumversion, nicht die von der Live-CD aus Chicago) hat das Publikum die Musik vermutlich übertönt und als es richtig losging ist die Halle quasi explodiert. Ich war glaub ich auf einen Schlag 20 Meter weiter vorne.

Für zwei aus dem Publikum gab's dazu noch ein unvergessliches Erlebnis... vor dem Konzert gab's ein Meet & Greet, bei dem ein Fan gefragt hat ob er bei Misery Business mitspielen darf... und whoa... er durfte. So gab's dann vor dem Solo von Misery Business zwei Fans auf der Bühne, den E-Gitarristen und eine, die singen durfte. Zitat Hayley (Sängerin Paramore): "This is going to be so awesome." Oh ja!

Ansonsten lohnt es sich noch zu erwähnen, dass es drei (!!!) Vorbands gab, nämlich Now now every children, Paper Route und You me at six - letzte waren nach der Lautstärke des Publikums zu urteilen wohl die bekanntesten. Alles Rockbands, NNEC eher Richtung Gothic*, die anderen halt Rock. You me at six haben Poker Face als harten Rocksong gecovert :D

Paramore sind ne junge Band, kaum bis gar nicht älter als ich, so war natürlich auch Twitter im Spiel, live von der Bühne mit Foto von Hayleys Handy ^^ Übrigens einer der Hauptgründe warum ich Twitter nutze...

Die Halle war übrigens normal bis mäßig enttäuschend, auch hier gab's keine Sprite (mehr?) -.- stirbt die grad aus oder wieso hab ich schon ewig keine mehr bekommen auf Konzerten? Is doch Mist für Autofahrer mit Koffeinallergie. Naja, wozu gibt's Burger King... insgesamt war's definitiv ein netter Abend mit vier sehenswerten Konzerten hahahah

*PS: Keine Gewähr für angegebene Musikrichtungen, bei Youtube anhören dürfte zuverlässiger sein als meine Beschreibungen... ;)

Vor einer Woche war wieder Partytime, gegen Jahresende gab's irgendwie ne Menge interessante Konzerte. Diesmal waren's die Sounds, eine Indie-Alternativ-Rockband aus Schweden. Ausverkauftes 500-Leute-Konzert in der Sputnikhalle in Münster.

Ganz unüblich gibt's diesmal keine Erzählungen wie die Fahrt war oder so, da ist nämlich ausnahmsweise mal nichts Interessantes passiert, sogar Parkplätze waren genug vorhanden. Wir waren etwa 20 Minuten nach offizieller Einlasszeit da, mussten aber noch ein paar Minuten warten. Garderobe war vorhanden und wurde von uns auch genutzt (großer Fehler), danach in den eigentlichen Konzertbereich, der sich schon langsam mit Zigarettenrauch füllte.

Leider habe ich vergessen wie die Vorband hieß... sie haben sich vorgestellt als nuschelnuschelirgendwas and the Family, und sowas stand auch auf der Website der Sputnikhalle. Vielleicht finde ich das noch raus, die waren nämlich gut. Sehr basslastig, was sicherlich auch mit an den Boxen lag, die eigentlich mehr Bassboxen als alles andere waren, und ansonsten recht wild und elektronisch. Mir gefällt sowas hahahah

Nach der Vorband schien dann auch noch der DJ gewechselt zu haben, die Musik während der Umbaupause war deutlich besser als die vor der Vorband. Vielleicht hat man aber auch nur zu den Sounds andere passendere Bands spielen wollen (MGMT), gemischt mit weniger passenden, aber aus Schweden kommenden (Lykke Li). Ich hab den großen Fehler gemacht mich rauszuquetschen um was zu Trinken zu holen... nicht ganz einfach, trotz der nur 500 Leute um mich rum und des freien Raums am Mischpult mit Säule (wer baut Säulen in Konzerthallen?!) hinter mir, und die alkoholfreie Getränkeauswahl ("13 Sorten Flaschenbier") war mehr als merkwürdig (Cola [Light], O-Saft, Wasser, aber weder Sprite noch Fanta?!). Naja, wenigstens waren die Preise ok, und bei dem anschließenden Konzert wäre ich ohne Flüssigkeit vermutlich eingegangen.

Die Sounds selbst haben dann richtig reingehauen. Auswahl an konzerttauglichen Liedern haben sie ja genug, auf den drei Alben ist eigentlich kaum was Ruhigeres dabei. Das Publikum war erfreulich partybegeistert, es schob sich immer wieder alles von vorne nach hinten und von hinten nach vorne, man konnte einfach mal richtig feiern. Weniger erfreulich war die Halle, es war zwar für ein ausverkauftes Konzert nicht soo eng, aber von etlichen Positionen aus konnte man wirklich schlecht sehen, der große Flachbildschirm über der kleinen Bühne war auch nicht immer eine Hilfe und die Stufen im Boden eine Gefahr. Naja. Überhaupt schätze ich dass bei diesem Konzert eine Menge Menschen blaue Flecken bekommen haben, mindestens einer ist z.B. beim Crowdsurfen hingefallen. Leider war das fröhliche Geschubse nach etwa 70 Minuten und nur einer Zugabe schon wieder vorbei, zum Abbau gab's "Goodnight Freddy", den Hidden Track vom neuesten Album und danach Musik von den Ting Tings, immerhin hahahah Hinterher habe ich gelesen dass ein Konzert wegen Krankheit abgesagt wurde, vielleicht war unseres deshalb auch schon kürzer.

An der Garderobe (ich sagte ja, großer Fehler) ist dann nach dem Konzert das Chaos ausgebrochen, spätestens, als sie zusammengebrochen ist. Immerhin waren auch dort die Preise sehr human: Jacken und Taschen jeweils 1€, für Frauen als Kombi zusammen 1,50€ und "Instrumente auch 1€ (aber keine Schlagzeuge!!)" =) Naja, die gute Musik im Hintergrund machte das Warten erträglich und so konnten sich wenigstens meine Ohren schonmal halbwegs erholen. Hat allerdings dennoch ungewöhnlich lange gedauert bis das Rauschen vollständig wieder weg war (über 24h). Naja, wayne... der Abend hat sich definitiv gelohnt, zusammen mit Vorband, Musik zwischendurch und anschließendem Essen bei Burger King war's dann auch kein kurzes Vergnügen mehr. hahahah

Es ist wieder Partytime! Moby in Köln und ich dabei. Live Music Hall, gut 2000 Leute, die Ankündigung verspricht eine Menge Spaß. Die Tickets sind günstig, also zugeschlagen. Nachteil: Es ist halt Köln, und von Köln-Ehrenfeld, wo die LMH steht, kommt man mit den öffentlichen nicht mal am Wochenende ordentlich weg, jedenfalls nicht bis Gelsenkirchen. Also ins Auto gesetzt und auf geht's, um die A3 rum, die ist gerade in Köln-Zentrum gesperrt.

Die chaotische Straßenführung und das merkwürdige Verhalten anderer Autofahrer sind ja nach Düsseldorf schon gar nicht mehr erwähnenswert, und nachdem mir letztens sogar in Gelsenkirchen eine begegnet ist, die beim Wendemanöver mitten auf der Straße quer angehalten hat um sich zu schminken, schockt mich nix mehr. Das Navi lotst mich auch bis zur Halle - dummerweise ist die Parkplatzsituation dort nicht besser als in jeder Innenstadt. Im Gegensatz zu Düsseldorf wird hier sogar im Parkverbot geparkt. Die Straße wo die Live Music Hall ist ist viel zu klein für so eine Location. Im Umkreis von einem Kilometer verliere ich Zeit und Nerven, bis ich ein Parkhaus finde. Der Fußweg mit dem Navi ohne Navi, da das Navi immer meint, ich solle in 140 Metern wenden, dauert gefühlte zwei Stunden und ich bin ohne MP3-Player unterwegs. Zurück am Parkhaus und total verzweifelt retten mich zwei Leute mit einem vagen "müsste da runter sein und dann links oder rechts", aus der Navi-Strecke erkenne ich die richtige Seitenstraße, den Plus-Markt hab ich auch schonmal gesehen. Yeah, die Halle gefunden, es stehen immer noch Leute draußen, schon als ich mit dem Auto 20 Minuten nach Beginn ankam waren noch welche draußen.

Die Live Music Hall ist interessant aufgebaut, eigentlich ist es gar nicht eine Halle, sondern ein Geläde mit mehreren Gebäuden. Garderobe, Toiletten, Einlass mit Kasse und Halle sind separat. Getränkestände gibt es drinnen und draußen. Am Eingang ein Schild: "Achtung: Wir weisen Sie darauf hin dass bei dieser Veranstaltung Stroboskoplicht verwendet wird!". Ich stürze mich mit umgebundener Jacke hinein, will keine Sekunde verpassen. Das Konzert hat noch gar nicht angefangen, offensichtlich gab es Verzögerungen, eine Vorband oder beides. Es ist brechend voll, ich will mich weiter nach vorne quetschen, muss aber warten bis einige große breitschultrige Menschen das tun um mich denen anzuschließen. Weit schaffen die es aber auch nicht, aber immerhin sind wir nicht mehr hinten, wo es von draußen zieht.

Sekunden nachdem ich in der Halle bin eröffnet Moby das Konzert mit Shot in the back of the head. Die Menge tobt, ein ruhiges Lied, was sich aber als Opener prima eignet, zumal es instrumental ist. Wenige Lieder später Bodyrock, DAS Konzertlied überhaupt (Hurricane: "I love to see people jumping up and down. This is a good song to make 50,000 people jump up and down."), ich stecke in der Menge fest, bin frustriert, quetsche mich hinter die breiten Menschen die sich kurz danach durch die Menge schieben und offensichtlich auch keinen Bock hatten so weit hinten zu bleiben. Wir enden etwa in der Mitte, rechts zwischen Bierstand und Mischpult - dahinter wäre doof, dort steht ein Pfeiler, sehr unpraktisch für eine Konzerthalle.

Der Hauptteil des Konzertes ist geprägt von ruhigen Liedern von Mobys neuem Album, gespickt mit Krachern zum Feiern, die Stimmung ist an sich fantastisch, nervig sind nur die vielen Leute, die immer wieder nach draußen strömen - und leider wieder zurück, sonst würde es wenigstens etwas mehr Platz geben. Der typische Konzertbesucher ist Anfang 30, kann noch gut feiern und springen, säuft aber auch mal zu viel und schubst beim Durchdrängeln, knutscht dafür aber nicht dauernd rum. (Yes! Kein knutschendes Päärchen im Blickfeld!) Einer hat sich mit dem Bier vertan und torkelt durch die Menge, wird rumgeschubst und stürzt fast, irgendwie hat er es dann nach draußen geschafft, verfolgt von bösen Blicken. Ein Teil des Publikums geht zu jedem Lied übelst ab, ein anderer eigentlich nie wirklich. Spätestens am Ende, als die letzten drei Lieder den Abschluss des normalen Teils bildeten, ging aber jeder ab. Es gab Raining Again, We Are All Made Of Stars und Lift Me Up ohne Unterbrechung am Stück. Der Zugabe-Geschrei-Lärm war so laut, dass es vielleicht eine halbe Minute dauerte, bis alle wieder rauskamen...

Einiges war an diesem Konzert interessant. Moby hat den großen Vorteil auf unheimlich viele Lieder zurückgreifen zu können. So hat er quasi sein ganzes Best Of - Album gespielt und dennoch mehrere Lieder von seinem neuesten und von älteren Alben. Selbst tritt er dennoch eher bescheiden auf ("Because Liz* never plays a solo, Kelli will now sing for you and Liz will play a solo and I'll stand here a bit and watch"). Er hat auch wenige Hauptstimmen, Kelli Scarr, die mit ihm tourt und vielleicht auch den Vorband-Auftritt hatte, singt viele seiner neuen Lieder und Joy, die schon beim Hurricane dabei war, hat die beeindruckende Gospel-Stimme, passend für Why Does My Heart oder Natural Blues. Die Besetzung, mit der Moby tourt, wechselt wohl überhaupt öfter mal - gerade die Sängerinnen sind auf älteren Aufnahmen nicht immer gleich.

Da ich Moby schon beim Hurricane gesehen hatte, kannte ich natürlich vieles, einige Anmoderationen waren gleich, viele Songs wurden "dedicated", Porcelain an das Publikum, Feeling So Real an DJ Westbam und alle Raver. Das war übrigens die letzte Zugabe, danach lief wahrscheinlich jedem der Schweiß überall runter, mir schon nach dem Party-Dreierpack vorher... Spaß pur. Vor Feeling So Real gab's noch eine normale Zugabe und dann die ultimative Zuschauerfrage: "You can have one more song or two more songs!" - unnötige Frage - "But I have to warn you. One of them can be 20 minutes long sometimes!" - mehr Geschrei - "So if for some reason you took acid tonight, be sure to have a friend with you!" - es folgt eine etwa 15minütige Version von Honey mit diversen Instrumentalsolos und einer Showeinlage, bei der Moby Gitarrenakkorde spielt und Joy das nachsingen lässt (vielleicht unvorbereitet, sie wirkte verwirrt, und da Moby manchmal wirklich spontan was neues einbaut, wer weiß), im Endeffekt baut er das Riff von Smoke On The Water daraus und es folgt wieder Honey :D

Nach diesem unglaublichen Konzert voller genialer Lieder war der Energiebedarf groß. Zum Glück habe ich das Parkhaus problemlos wiedergefunden, aber danach ging's los. Das nächstgelegene Burger King-Drive In hatte keine gescheite Zufahrt. Die Straßenführung war sehr widersprüchlich. Nach dem verzweifelten Versuch einen Parkplatz zu bekommen habe ich ein anderes angesteuert (Navis sind schon toll). Dort gibt's aber kein Drive In und keinen Parkplatz, wieder ist alles voll (inzwischen bin ich 5km weit weg!). Das Subway ist zwar "frisch eröffnet", aber für Autofahrer genauso wenig zu erreichen wie die BK-Filialen. Ich will nach hause flüchten und begegne folgender Kreuzung.

Eine von zwei Spuren nach links abbiegen blockiert - Verkehrschaos

Ich wollte links abbiegen, die Ampelphasen waren eh schon irre kurz, aber es staute sich trotzdem noch zurück. Auch die Straße auf die ich abbiegen wollte war brechend voll, irre viel Verkehr, die A3 war ja gesperrt und entsprechend die Innenstadt voll. Drei Ampelphasen und fünf Autos vor mir später bin ich links um die Kurve und hab gesehen dass eine von zwei Spuren versperrt war - daher der Rückstau. Und was ist das auf meiner Zeichnung rote Ding was da mitten auf der Kreuzung steht und alles blockiert? Ein LEERER, PARKENDER Polizeibully mit Warnblinkanlage!! Von wegen nichts toppt die Frau mit dem Schminktipp. Völlig entnervt bin ich dann zur Autobahn, eine Raststätte hat mich gerettet, auch dort gab's Burger King, bei der Bedienung hab ich mich erstmal ausgeheult ;) und dann ab nach hause. Müde, aber glücklich!

Setlist (wahrscheinlich unvollständig, unsortiert): Shot in the back of the head, Bodyrock, Disco Lies, Go, Porcelain, Natural Blues, Feeling so real, Raining Again Live Remix, Extreme Ways, One time we lived, Why does my heart, Lift me up, We are all made of stars, In my Heart, Honey Long Version, Pale Horses, Mistake (?), Wait for me, A seated Night, Cover (Lou Reed): Take a Walk on the wild Side

Lieder zum Stimmung nachfühlen (Youtube-Links, im Zweifel nach "Moby live" suchen):
Go
Porcelain
A Seated Night & Extreme Ways
Raining again - rechts am Bass müsste Kelli Scarr sein
Feeling so real, letzte Zugabe (okay, die Kompression ist übel, aber egal)

Es war wieder Zeit für ein Konzert und am Donnerstag diese Woche ging's für mich zu Martin Jondo ins Stone in der Düsseldorfer Altstadt. Ein sehr kleines Konzert in einem Club, nun gut, Reggae ist nicht gerade Mainstream. Ich hatte Jondo auf dem Kirchentag in Bremen zum ersten Mal gehört, als ich eigentlich an der falschen Konzertbühne war und nun bot sich die Gelegenheit ihn für kleines Geld nochmal zu sehen.

Kurvenfahrten Da man abends in Düsseldorf zwar innerhalb der Stadt völlig problemlos mit öffentlichen Verkehrsmitteln voran kommt, aber nicht aus der Stadt raus, bin ich mit dem Auto hin. Und wie immer bei längeren Autofahrten gibt's ne Menge zu erzählen... Düsseldorf gehört ja wie Köln und Essen zu meinen Hassstädten wegen der merkwürdigen Straßenführung. Als ich über die verschiedenen Autobahnen dann mal in Düsseldorf war, wollte das Navi mich am Flughafen Richtung Altstadt lotsen... was aber leider gescheitert ist, da aus einer vierspurigen Fahrbahn zwei Spuren leicht links abgegangen sind, um dann zu zwei Linksabbiegerspuren zu werden, von denen sich die linke in der Kurve in zwei teilt, so dass man am Ende drei hat, von denen aber nur die ganz rechte nicht auf die Autobahn führte - was vorher nirgendwo erkenntlich war, da nach der Autobahnabfahrt (die auf die vierspurige Straße führte) ca 50m bis zur Teilung in 2x2 Spuren waren und nach der Linkskurve ca 20m bis zur Auffahrt auf die Autobahn bzw. Straße Richtung Altstadt. Naja, ich kenne die Kreisel am Düsseldorfer Flughafen jetzt auswendig, nachdem ich mich mehrfach falsch eingeordnet habe und so auf die Autobahn drauf, am Flughafen runter, um den Flughafen rum in einer endlosen Kreiselkurve wieder zurück auf die Autobahn in die richtige Richtung und wieder runter auf die vierspurige Straße musste.

Parkplatzsuche Bis dahin war ich ja noch im Zeitplan. Und die Gurkerei am Flughafen war nichts gegen die Parkplatzsuche... das Navi hat mich nämlich perfekt bis vor's Stone gefahren - nur dumm, dass sich das in der verkehrsberuhigten Altstadt befindet, die teilweise aus Fußgängerzonen, mindestens aber aus Einbahnstraßen besteht. Dort gab's natürlich entsprechend wenig öffentliche Parkplätze und die waren alle voll. Meine einzige Hoffnung war dann ein abends für die Öffentlichkeit freigegebener Privatparkplatz, der aber (natürlich) total voll war und auf dem obendrein noch Polizei stand. Ich habe dann unter dem kritischen Blick der Polizistin ein merkwürdiges Wendemanöver hingelegt (der dumme Parkplatz hatte keine Ausfahrt) und sie dann nach dem Weg zum nächsten EC-Automaten gefragt, um Geld zu holen, damit ich das Parkhaus nutzen kann, was ich eigentlich meiden wollte (wegen der Kosten).

Wäre ja auch zu einfach gewesen Nach der freundlichen Erklärung wie ich an Geld komme habe ich dann erstmal das Auto ins Parktiefhaus gestellt, bin raus, bin wieder rein, hab das vergessene Ticket geholt und dann zum Stone, welches zum Glück sehr nah war. Die Wegbeschreibung zum EC-Automaten noch fix ins Handy gespeichert. Im Endeffekt war ich dann doch ca 20 Minuten zu spät - das Konzert hatte aber noch nicht angefangen.

Im Gegenteil... Jondo und sein Kumpel Fresh MC kamen insgesamt erstmal ne Stunde zu spät. Ist bei kleineren Konzerten nicht unüblich, für Leute die ohne Begleitung hingehen aber recht nervig, auch wenn die Musik nicht schlecht war und das Stone nicht unsympathisch. Ein kleiner Club, ca 70-80 Leute haben das Konzert besucht, natürlich total rauchig, entspannte Musik, "It's only Rock'n'Roll but we love it". Mangels Geld musste ich auf Getränke verzichten, daher keine Ahnung wie die Preislage so war. Ich steh auf seine durchsichtige Gitarre, erwähnte ich das?

Reggae! Zum Konzert selbst wie immer wenig Worte. Nach der Verspätung von etwa einer Stunde haben die beiden etwa 1,5-2h ihr neues Album vorgestellt und einige Klassiker untergemischt. Die Stimmung war super, ich war ganz hinten, so dass es nicht so irre warm war, aber genug los war trotzdem. Gerade zu so Liedern wie "Rainbow Warrior" oder "Jah Gringo" oder Bob Marleys "Get up, stand up" (mag Jondos Version lieber) war echt was los hahahah Nach dem Konzert gab's noch Autogramme und T-Shirts, was sicher ne nette Sache war in so einer familiären Atmosphäre, ich bin dann aber gegangen, hatte Hunger, Durst und wollte nach hause, war eh schon spät.

Rückweg mit Hindernissen Den EC-Automaten, den mir die Polizistin beschrieben hatte, habe ich dann auch mehr oder weniger gut gefunden. Burger King hat mich mit was Essbarem versorgt, was ich dann im inzwischen total leeren statt total vollen Parkhaus gefuttert habe. Danach noch fix ein paar Autofahrer verärgert, weil ich das Prinzip Parkhaus falsch verstanden hatte und vor der Ausfahrtsschranke stand während ich bezahlt hab (4,50€ für ca drei Stunden). Sorgt natürlich für Begeisterung wenn dann auch noch mein Ticket zwei Versuche braucht um zu funktionieren, weil ich's verknickt hab... hüstel

Oh, fast vergessen... als ich da so mit meiner Burger King-Tüte durch die Düsseldorfer Altstadt gelaufen bin (ich mag die! man darf nur nicht mit dem Auto kommen), hab ich zwei coole Typen gesichtet. Der eine hatte einen umgedrehten Einkaufswagen auf einem Stromverteiler gesichtet und fotografierte den gerade, der andere hat sich abgewendet so nach dem Motto "der gehört nicht zu mir" und als ich kam meinte er so "Weiße, andere fotografieren Statuen, so wie die da rechts, und er..." :D Was denn, is doch cool =D

Nach der längsten Schlange an bereit stehenden Taxen bin ich dann in ein kleines Verkehrschaos gekommen, welches von einem Schwer- oder Langtransport verursacht wurde, der sich wohl verfahren hatte. Das Teil war bestimmt 30-40m lang, war schon n irrer Anblick wie das Ding um ne Kurve ist, direkt neben mir, der grad versucht hat zu wenden Oo. Offensichtlich bin ich danach etwas chaotisch gefahren (oder hatte einfach "Pech"), jedenfalls durfte ich danach zur Verkehrskontrolle und zum Alkoholtest :D okay, ich hab den Polizisten auch fast umgefahren, als der mich rauswinken wollte. War aber natürlich alles okay.

Nebel vor Halloween Danach war dann eigentlich alles okay... auf der Autobahn war es recht neblig, aber den ganzen Tag über war immer wieder mal Nebel. Als ich in Gelsenkirchen-Schalke abgefahren bin, war's dann aber plötzlich echt heftig. Ich tipe auf die Emscher bzw. den Kanal, ist beides direkt an der Abfahrt. Das war das erste Mal dass ich die Nebelschlussleuchte angemacht habe... interessanterweise war dann nachdem ich in unsere Siedlung eingebogen bin schlagartig quasi kein Nebel mehr. Hmm. Gut nach hause gekommen bin ich aber und gelohnt hat sich der Abend sicherlich, auch wenn ich danach total k.o. war hahahah

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