Being rich is having money; being wealthy is having time.

Stephen Swid

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Hey, ich habe auf meine Beschwerde eine zügige Antwort bekommen.

Ihre Kündigung haben wir erhalten. Diese können wir aber
nicht zu dem von Ihnen genannten Termin annehmen.

Hiermit bestätigen wir Ihnen die Kündigung zum Ablauf der
Erstverpflichtungszeit zur Heft-Nr 02 2011

Verbraucherzentrale, ich komme.

Das Abo, was mir vor einiger Zeit mal angedreht wurde, hatte ich ja gekündigt... vor zwei Wochen kam die Kündigungsbestätigung - zu Heftnr. 2/2011. Ich hab dann mal gemailt, dass es sich ja sicher um ein Versehen handelt und man bitte sofort kündigen solle... meine Daten werden übrigens gelöscht, das hat man mir dann sogar einwandfrei bestätigt. Hmpf.

Nachdem ich mir dieses merkwürdige Zeitschriftenabo habe andrehen lassen, kam tatsächlich eine PC Games (immerhin! Keine "Bild der Frau"...) und eine Rechnung mit einer Gutschrift über drei Ausgaben - das Abo läuft aber über drei Monate. Naja, an die Verbraucherzentrale gewendet hatte ich mich mal wieder eh nicht, die gesetzlich zugesicherte Kündigungsfrist habe ich verpennt, so habe ich dann halt die 15,x€ als Lehrgeld gezahlt und ein paar Ausgaben PC Games bekommen. Gibt schlimmeres. Gestern ging dann jetzt die Kündigung raus, ich hoffe, das klappt einwandfrei...

Quatscht mich doch heute als ich aus der Sparkasse komme eine Jugendliche an, ob ich ein Problem damit hätte, wenn ein sozialschwacher Jugendlicher mir zwei Monate lang kostenlos ne Zeitschrift vorbei bringt. Prinzipiell ja erstmal nicht, lasse mich also anquatschen und kriege was erzählt von ner Aktion wo Jugendliche die z.B. keine Ausbildung bekommen haben Zeitschriften verteilen, man kriegt die dann 2 Monate umsonst und kann die danach für 12 Monate abonnieren, wenn man aber nichts tut bricht das ab und man kriegt nach den zwei Gratismonaten nix mehr. Lasse mir zu PCGames raten und schaue mir den Zettel mal an, der irgendwie einfach nach nem normalen Abozettel aussieht.

Wir haben dann lange diskutiert, sie hat mir immer wieder erklärt warum das alles toll ist und dass ich auch noch einen Reisegutschein kriegen würde, ich natürlich misstrauisch, schließlich hat niemand was zu verschenken. Doch, die schon. Warum denn die Zeitschriften die sie mir anbietet gar nicht auf dem Zettel sind. Na weil das ne einmalige Aktion ist (nur heute! nur noch diese Woche! nur jetzt!) und die daher keine eigenen Zettel drucken. Man würde ja nur ein Abo abschließen, wenn man eine der Zeitschriften auf dem Zettel ankreuzt, nicht aber wenn sie den Namen einer Zeitschrift obendrüber schreibt. Damit ich nicht irritiert bin streicht sie auch das Kreuzchen neben der von Hand notierten Zeitschrift wieder durch.

Hmm. Auf diesem Zettel steht nix von irgendeiner Aktion. Sowohl sie als auch ihr Kollege der später dazu kam (wir standen da wirklich lange) waren sehr hartnäckig. Die haben jetzt meine Adresse und meine Personalausweisnummer (damit nur real existierende Personen angegeben werden) und meine Bankleitzahl, die Kontonummer wollte ich nicht rausgeben, da hab ich wieder geblockt, diesmal erfolgreich. Angeblich müsse wegen dem Reisegutschein ne Bonitätsprüfung durchgeführt werden, daher die Kontonummer. Und damit man mir das Geld gutschreiben könnte. Aber nicht wegen dem Abbuchen des Geldes, das Abo ist ja schließlich umsonst, da würde ich nach den zwei Monaten zusammen mit dem Auftrag für das Abo noch ein Formular zur Einzugsermächtigung bekommen.

Eigentlich wollte ich das Ganze abbrechen, obwohl sie mir ihre Adresse gegeben hat ("wenn die dir ne Rechnung schicken, kommste mich auspeitschen!") und Handynummer ("mach Telefonterror!"), aber ich zweifel einfach mal an der Echtheit, die Adresse ist in Reichenbach, was erst angeblich in der Nähe von Gelsenkirchen liegen sollte und auf meine Skepsis dann "vielleicht 100km". Es sind knapp 400. Natürlich, PLZ mit 0 am Anfang, ich bin doch nicht doof, das liegt nicht in NRW. Geschickterweise hat die aber irgendwann den Zettel mit meiner Originalunterschrift von der Durchschrift abgerissen und in der Tasche verschwinden lassen, den durfte sie mir dann natürlich nicht wieder rausgeben, schade, eigentlich wollte ich den mitnehmen und "später nochmal wieder kommen". Schließlich sollte auf der Internetseite stehen, dass grad so ne Aktion läuft - aber Internet hatte ich ja nicht da. Und das erste, was Google mir jetzt zu diesem Verlag ausspuckt, sind Berichte von Leuten die über Betrug schimpfen. Hurra.

Das Prinzip ist interessant. Die erwecken Vertrauen bei den Leuten, indem sie ihre eigenen (oder wessen auch immer...) Kontaktdaten rausgeben, immer wieder darauf hinweisen, dass sie in den Knast kommen (für mindestens 5 Jahre!) wenn sie da einfach irgendne Zeitschrift ankreuzen die man nicht haben wollte, erzählen von einem Ex-Kollegen, der jetzt sitzt, weil er Personendaten gefälscht hat, blabla... das Argument, dass auf dem tollen Zettel gar nix steht von irgendwelchen kostenlosen Aktionen die nicht an eine kostenpflichtige gebunden sind (im Gegenteil), wird immer wieder weg geredet. Und alles soll an dieses dämliche Kreuzchen gebunden sein ("zutreffendes bitte ankreuzen"), wenn eine der "1200 anderen Zeitschriften" die "nicht alle einen Extrazettel" haben oben drüber steht, sinds nur 2 Monate kostenlos und danach Ende.

Ich bin mal gespannt. Als erstes geht mal ne Mail an die Verbraucherzentrale, was die dazu sagen, mit Verweis auf diesen Bericht. Dann können die schonmal kein Geld abbuchen ohne Kontonummer. Und einen Vertrag habe ich ohne das tolle Kreuzchen ja tatsächlich nicht abgeschlossen, das wäre sonst auf der Durchschrift :D Und - wie man mir ja oft genug gesagt hat - auf der Straße dürfen keine Abos mehr abgeschlossen werden, das ist strafbar, darauf stehen "mindestens 5 Jahre Gefängnis".

Berichte über Rom kommen übrigens später, knapp 600 Fotos, davon drei Viertel Rohdaten, müssen gesichtet werden...

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